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Alt 28.09.2005, 19:33   #1
Acolina
Hausdrachen
 
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Standard Wettbewerbsfähigkeit

Zitat:
Standort-Ranking: Deutschland rutscht weiter ab

Die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands hat sich im Vergleich zum Vorjahr verschlechtert. Im jährlichen Ranking des Weltwirtschaftsforums (WEF) fiel Deutschland um zwei Ränge auf Platz 15 ab.

Hohe Steuern und komplizierte Steuergesetze sowie hemmende Arbeitsregeln und zu viel Bürokratie seien die Haupthindernisse, warum Deutschland den Wettbewerbsprung nach vorne nicht schafft, begründet die Studie den Abstieg. In den vergangenen zwei Jahren hatte Deutschland sich noch auf Platz 13 gehalten.

Das WEF, ein unabhängiges internationales Netzwerk für Unternehmer, ist vor allem durch das alljährliche Weltwirtschaftsforum im schweizerischen Davos bekannt. Die WEF-Studie Global Competitiveness Report basiert auf der weltweiten Befragung von Führungskräften. Das Ranking für 2005 wurde am Mittwoch vorgestellt.

Hohe Bewertung Deutschlands für Technologie

Die Studie hebt aber auch positive Aspekte für den Standort Deutschland hervor: Das Land erreicht hohe Bewertungen im Bereich Technologie mit besonders guten Noten etwa bei den Ausgaben für Forschung und Entwicklung. Hier belegt Deutschland Platz drei von insgesamt 117. "Die Innovationsfähigkeit des Landes gemessen an den Patentanmeldungen ist gut entwickelt", schreibt der WEF-Chefökonom und maßgebliche Autor der Studie, Augusto Lopez-Claros. Hier erreicht Deutschland Platz acht.

"Die Gesamtplatzierung wäre noch höher, wenn die Unternehmen die kurzfristigen Aussichten für das Wirtschaftswachstum und die hohen Defizite der öffentlichen Haushalte nicht pessimistisch sehen würden." Deutschland belegt hier nur Platz 86 aller bewerteten 117 Länder, was auf einen "haushaltspolitischen Korrekturbedarf in den kommenden Jahren" hindeute.

Die USA erreichen wie im Vorjahr Platz zwei, besonders gut innerhalb Europas schneiden auch diesmal wieder die skandinavischen Länder ab: Finnland steht im dritten Jahr hintereinander auf Platz eins und auch die anderen skandinavischen Länder stehen an privilegierter Stelle unter den Top Ten. So kommt Schweden auf Platz drei, Dänemark auf Rang vier, Island auf Platz sieben und Norwegen erreicht den neunten Rang.

Einsatz staatlicher Einnahmen wichtiger als Höhe der Steuerlast

"Die Nordischen Länder fordern die konventionelle Annahme heraus, dass hohe Steuern und große soziale Netze die Wettbewerbsfähigkeit unterlaufen", schreibt das WEF. Ihr gutes Abschneiden lege nahe, dass es für die Wirtschaftlichkeit eines Landes viel wichtiger sei, ob staatliche Einnahmen sinnvoll ausgegeben werden als die Frage, wie hoch die Steuerlast der Bürger sei.

Insgesamt ergibt sich für Europa ein uneinheitliches Bild, Länder wie Frankreich und Italien rangieren mit Platz 30, respektive 47, relativ weit unten, während Irland in seiner Entwicklung in Europa besonders hervorsticht. Es konnte sich um vier Plätze auf Rang 26 der Gesamtwertung verbessern. Polen verbesserte sich um neun Plätze auf Rang 51, Estland wiederholte das gute Ergebnis des Vorjahres und kam zum zweiten Mal auf Platz 20. Die Schweiz belegt gleichbleibend Platz acht, Österreich findet sich auf Rang 21 wieder nach Platz 17 im Jahr 2004.

Indien rückt zu China auf

Spitzenreiter in Asien sind Taiwan mit Platz fünf und Singapur mit Platz sechs. Sie hätten ihre Bürger dank der soliden Wirtschaftspolitik in den letzten zehn Jahren vom Joch der Armut befreit, so der Bericht. Sie gehörten heute zum Kreis der prosperierendsten und wettbewerbsfähigsten Länder der Welt.

Das Boomland China rutscht weiter ab und erreicht nur noch Rang 49. Im vergangenen Jahr lag China noch auf Platz 46, war aber da schon im Vergleich zu 2003 zwei Plätze nach hinten gerückt. Indien, derzeit der größte Herausforderer Chinas auf dem asiatischen Kontinent, verbesserte sich um fünf Plätze auf Rang 50. Beide Länder verzeichneten in den vergangenen Jahren ausgezeichnete Wachstumsraten, leiden jedoch unter institutionellen Schwächen.

ftd.de, 16:19 Uhr
© 2005 Financial Times Deutschland
(Quelle: FTD)
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Die freiheitlich-demokratischen Ideale und Werte, die sich jetzt auch im Grundgesetz finden, wurden während der Aufklärung gegen die sich auf Gott und Bibel berufenden Kirchen durchgesetzt. Und weder der Gott Jahwe des Alten Testaments noch der Vater Jesus Christi, noch beide in einer Person, noch Allah vertreten die Werte unseres freiheitlich-demokratischen Staates. Sie müssen sie erst noch erlernen. (Gerd Lüdemann, Theologieprofessor)
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