:: forum.grenzwissen.de :: Das andere Forum für Grenzwissenschaften ::

 

Zurück   :: forum.grenzwissen.de :: Das andere Forum für Grenzwissenschaften :: > Politik & Wirtschaft > Politik & Zeitgeschehen > Ökonomie - BWL & VWL

Ökonomie - BWL & VWL Disziplinen, die große Probleme mit der wissenschaftlichen Methode haben. Banken, Geldschöpfung, Inflation, Goldstandard, Banking-Theorie

Antwort
 
Themen-Optionen Ansicht
Alt 07.04.2016, 13:20   #1
basti_79
Lebende Moderatoren-Legende
 
Benutzerbild von basti_79
 
Registriert seit: 18.11.2005
Beiträge: 9.231
Standard BGE-Diskussionen

Den derzeitigen Stand der BGE-Diskussionen kann man schön beim Felix vom Leitner nachlesen:

https://blog.fefe.de/?ts=a9f8ea6a

Die Frage, die da gestellt wurde, ist natürlich berechtigt. Was fehlt, ist der Kontext. Dieser lautet ja ungefähr:

Zitat:
Gegegeben ein Wirtschaftssystem, in dem von jedem jeder Dienst verlangt werden kann. Sie haben die beiden Alternativen, als Gesellschaftszersetzer dargestellt zu werden und letztendlich zu verhungern, oder freiwillig und glücklich zu arbeiten, und dafür 800 € im Monat zu bekommen. Würden Sie selber lieber freiwillig und glücklich arbeiten?
Zack, klappt der Arm nach oben. Fragt man stattdessen:

Zitat:
Stehen jedem Menschen in unserem Wirtschaftssystem 800 € im Monat zu, unabhängig davon, ob und wieviel er arbeitet?
Steht man eben nicht als Dozent vor einem Haufen Ökonomen.

Es ist ein Mysterium.
__________________
Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
Groschenjunge: Was ist der Unterschied zum Jetzt?
Perfidulo: Es quasseln nicht dauernd Leute dazwischen.
basti_79 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.04.2016, 21:40   #2
basti_79
Lebende Moderatoren-Legende
 
Benutzerbild von basti_79
 
Registriert seit: 18.11.2005
Beiträge: 9.231
Standard

Yanis Varoufakis zur Frage:

http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/...story/23669824

Die erste Hälfte des Artikels ist ganz gut gelungen. Zur Frage, warum sich andere Orte nicht genausogut eignen würden für "Experimente mit dem Grundeinkommen", sagt er nichts. Ausserdem klingt "Experiment" arg danach, dass denkbare Reformen dann schnellstmöglich wieder zurückgenommen werden sollen. Damit sich nichts ändert.
__________________
Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
Groschenjunge: Was ist der Unterschied zum Jetzt?
Perfidulo: Es quasseln nicht dauernd Leute dazwischen.
basti_79 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.05.2016, 10:01   #3
Lupo
Super-Moderator
 
Benutzerbild von Lupo
 
Registriert seit: 19.10.2007
Beiträge: 6.378
Standard

Zitat:
Dann geht doch keiner mehr arbeiten!“ – ist das beliebteste Gegenargument. Aber warum werden dann schon heute in Deutschland doppelt so viele Stunden unbezahlt gearbeitet wie bezahlt? Warum machen Menschen das, wenn sie doch vermeintlich nur für Geld arbeiten? Wenn es heißt, dass bei 1.000 Euro BGE alle sofort die Füße hochlegen, warum arbeiten dann nicht heute schon alle Menschen nur so viel, bis sie 1.000 Euro verdienen?
http://www.taz.de/Diskussion-ums-Gru...mmen/!5304827/
__________________
"Die Psychiater hatten einige Spezialausdrücke für meinen Fall. Naja, ich hatte auch einige Spezialausdrücke für die Psychiater." (Charles Bukowski)
Lupo ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.05.2016, 13:55   #4
basti_79
Lebende Moderatoren-Legende
 
Benutzerbild von basti_79
 
Registriert seit: 18.11.2005
Beiträge: 9.231
Standard

Pure Rhetorik. Man arbeitet unbezahlt, da unbezahlte Arbeit in Deutschland "gesellschaftlich" mehr Wert ist als gar keine Arbeit. Das weiß jeder, der mal gearbeitet hat. Es kommt auf den Fleiß an, nicht auf das Gesetz oder irgendwelches Mitgefühl.

Man kann das sicher auch psychologisch Untersuchen, warum das so ist. Es wird sich ja eh nichts ändern. Und solange die "protestantische Arbeitsethik" bestehen bleibt, kann man auch in der taz noch rhetorische Fragen stellen, warum denn unbedingt alles beim Alten bleiben müsse.
__________________
Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
Groschenjunge: Was ist der Unterschied zum Jetzt?
Perfidulo: Es quasseln nicht dauernd Leute dazwischen.
basti_79 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.05.2016, 18:22   #5
Lupo
Super-Moderator
 
Benutzerbild von Lupo
 
Registriert seit: 19.10.2007
Beiträge: 6.378
Standard

Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Pure Rhetorik.
Das ist ein Zeitungsartikel, was sollte es sonst sein?

Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Man arbeitet unbezahlt, da unbezahlte Arbeit in Deutschland "gesellschaftlich" mehr Wert ist als gar keine Arbeit. Das weiß jeder, der mal gearbeitet hat. Es kommt auf den Fleiß an, nicht auf das Gesetz oder irgendwelches Mitgefühl.

Man kann das sicher auch psychologisch Untersuchen, warum das so ist. Es wird sich ja eh nichts ändern. Und solange die "protestantische Arbeitsethik" bestehen bleibt, kann man auch in der taz noch rhetorische Fragen stellen, warum denn unbedingt alles beim Alten bleiben müsse.

Welchen Zusammenhang gibt es zwischen obigem Zitat und verlinktem Artikel?
Ich verstehe deine Kritik nicht.
__________________
"Die Psychiater hatten einige Spezialausdrücke für meinen Fall. Naja, ich hatte auch einige Spezialausdrücke für die Psychiater." (Charles Bukowski)
Lupo ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.05.2016, 15:28   #6
basti_79
Lebende Moderatoren-Legende
 
Benutzerbild von basti_79
 
Registriert seit: 18.11.2005
Beiträge: 9.231
Standard

Zitat:
Zitat von Lupo Beitrag anzeigen
Das ist ein Zeitungsartikel, was sollte es sonst sein [als pure Rhetorik]?
Argumentation? Diskurs? Statistiken? Analyse?

Die Betonung lag auf "pure" Rhetorik. Man kann für beide Seiten einer Sache reden, und man kann Bullshit reden. Spart man sich Argumente, sieht das Ergebnis eben so aus.

Zitat:
Welchen Zusammenhang gibt es zwischen obigem Zitat und verlinktem Artikel?
Ich verstehe deine Kritik nicht.
"Arbeit" wird gelegentlich wie ein ein-Wert-Fundamentalismus diskutiert. Das nennt man dann gelegentlich "protestantische Arbeitsethik", obwohl es mit Ethik nichts zu tun hat.

Ich denke, man sollte psychologisch bzw. psychiatrisch an dieses Problem herangehen. z.B. ein entsprechendes Krankheitsbild definieren, oder das gemeinte erkennen als eine Mischung narzisstischer und psychopathischer Motive.

Meiner Meinung nach können auch Gruppen an Persönlichkeitsstörungen leiden. Das ist sogar theoretisch sehr einfach konstruierbar.
  1. Gehirne bestehen aus kommunizierenden Neuronen
  2. Mit Sprache können Gehirne (also Neuronenansammlungen) miteinander kommunizieren
  3. Gehirne können Persönlichkeitsstörungen entwickeln
  4. Gruppen können sozusagen Meta-Gehirne sein und demzufolge dieselbe Möglichkeit haben
Was da fehlt, wäre dann so eine Art Gruppen-Psychotherapie. Also nicht Individuen in Gruppen psychotherapeutisch behandeln, sondern die Gruppen als solche psychotherapeutisch behandeln.
__________________
Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
Groschenjunge: Was ist der Unterschied zum Jetzt?
Perfidulo: Es quasseln nicht dauernd Leute dazwischen.
basti_79 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.05.2016, 16:19   #7
basti_79
Lebende Moderatoren-Legende
 
Benutzerbild von basti_79
 
Registriert seit: 18.11.2005
Beiträge: 9.231
Standard

Oh, bei der taz wurde ein Artikel nachgeschoben.

http://www.taz.de/!5304827/

Da hat anscheinend jemand etwas gemerkt. Mit Argumenten ist's einfach nur besser.
__________________
Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
Groschenjunge: Was ist der Unterschied zum Jetzt?
Perfidulo: Es quasseln nicht dauernd Leute dazwischen.
basti_79 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.05.2016, 16:24   #8
Lupo
Super-Moderator
 
Benutzerbild von Lupo
 
Registriert seit: 19.10.2007
Beiträge: 6.378
Standard

Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Argumentation? Diskurs? Statistiken? Analyse?
Alles in dem Artikel vorhanden.
da es aber ein kurzer Artikel ist, sind die genannten Bestandteile natürlich ebenfalls entsprechend kurz

Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Die Betonung lag auf "pure" Rhetorik. Man kann für beide Seiten einer Sache reden, und man kann Bullshit reden. Spart man sich Argumente, sieht das Ergebnis eben so aus.
Dann kann ich dir nur empfehlen, den Text nochmal zu lesen.
Es sind Argumente enthalten.
Solltest du sie wieder nicht selbst finden, kann ich das bei Gelegenheit für dich machen
__________________
"Die Psychiater hatten einige Spezialausdrücke für meinen Fall. Naja, ich hatte auch einige Spezialausdrücke für die Psychiater." (Charles Bukowski)
Lupo ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.05.2016, 16:47   #9
basti_79
Lebende Moderatoren-Legende
 
Benutzerbild von basti_79
 
Registriert seit: 18.11.2005
Beiträge: 9.231
Standard

Zitat:
Zitat von Lupo Beitrag anzeigen
Alles in dem Artikel vorhanden.
da es aber ein kurzer Artikel ist, sind die genannten Bestandteile natürlich ebenfalls entsprechend kurz
Und vor allem auch hauptsächlich ideologisch motiviert. Anscheinend nicht realistisch (bzw. wissenschaftlich im eigentlichen Sinne), juristisch oder sonstwie ausgehend von einem rechtfertigbaren Sinnzusammenhang.

Zitat:
Dann kann ich dir nur empfehlen, den Text nochmal zu lesen.
Es sind Argumente enthalten.
Ja, solche "Argumente" quellen aber auch jederzeit aus dem Bundestag und ähnlichen Gerontenschwatzbuden. Da kann man sich sparen, eine Presse dazwischenzuschalten und gleich deren Protokolle lesen. Das hat jetzt 60 Jahre keinen Fortschritt mehr gebracht.

Zitat:
Solltest du sie wieder nicht selbst finden, kann ich das bei Gelegenheit für dich machen
Nur zu.

Den zweiten Artikel fand ich ein wenig besser.
__________________
Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
Groschenjunge: Was ist der Unterschied zum Jetzt?
Perfidulo: Es quasseln nicht dauernd Leute dazwischen.
basti_79 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.05.2016, 16:59   #10
Lupo
Super-Moderator
 
Benutzerbild von Lupo
 
Registriert seit: 19.10.2007
Beiträge: 6.378
Standard

Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen

Da hat anscheinend jemand etwas gemerkt. Mit Argumenten ist's einfach nur besser.



Kann es sein, dass du meinen link gar nicht angeklickt hast, sondern nur das Zitat gelesen hast?
Ist dir nicht aufgefallen, dass das aus dem Artikel ist, den du auch nochmal verlinkt hast?

Oder noch deutlicher: Dass du genau den Artikel verlinkt hast, den ich vorher verlinkt hatte und über den wir reden?

Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen

Den zweiten Artikel fand ich ein wenig besser.
Wirklich?
__________________
"Die Psychiater hatten einige Spezialausdrücke für meinen Fall. Naja, ich hatte auch einige Spezialausdrücke für die Psychiater." (Charles Bukowski)
Lupo ist offline   Mit Zitat antworten
Antwort

Lesezeichen

Themen-Optionen
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.
Gehe zu

Ähnliche Themen
Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
Eine Perspektive auf öffentliche Diskussionen über Recht und Gesetz basti_79 Justiz 0 05.02.2016 14:00
Sachsens Staatsregierung will Diskussionen im Internet beobachten lassen Leon300 Überwachungsstaat 2 08.08.2012 22:02


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 13:11 Uhr.


Powered by vBulletin® ~ Copyright ©2000 - 2017 ~ Jelsoft Enterprises Ltd.


Das forum.grenzwissen.de unterliegt der Creative Common Lizenz, die Sie hier nachlesen können.
Wir bitten um Benachrichtigung, falls Sie Inhalte von uns verwenden.