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Alt 05.08.2011, 21:15   #81
JamesBolivar
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Standard

Zitat:
Zitat von MJ01 Beitrag anzeigen
Offensichtlich liest Du meine Postings nicht, oder nur sehr ungenau.
Soso...

Zitat:
Erstens habe ich diesen Artikel aus dem Internet lediglich hereingestellt und nicht selbst geschrieben, auch nicht als Pseudonym, wie dies vielleicht andere Leute tun, und fühle mich für die dortigen Aussagen daher nicht unbedingt verantwortlich, aber ich habe ihn, wie Du richtig schreibst, "selbst hereingestellt", da ich seine Aussagen eher einsehe,
Unsinn kann man nicht einsehen, auf Unsinn kann man nur hereinfallen.

Zitat:
als die rosarote Brillensicht hier über den Bitcoin, und werde ihn daher in meinem Sinne auch verteidigen.
Du möchtest den Irrglauben eines Pfostens verteidigen (ich habe Dir nie unterstellt, das selbst verfasst zu haben), der nicht begreift, was eine Aktie ist, nicht begreift, was ein Verlust ist, nicht begreift, was eine Währung ist, und auch nicht begreift, daß die Wertstellung einer Währung nicht ihrem Konvertierungsverhältnis entspricht? Warum?

Zitat:
Auch zeugen deine Worten, nicht so wie bisher, von deinem berühmt, berüchtigten Sarkasmus, den ich persönlich sehr schätze, sondern von einem kreativen Angstgefühl, die eigenen Vermögenswerte, die offensichtlich zu einem großen Teil im Bitcoin stecken, zu verlieren. Deshalb offensichtlich auch weniger Sarkasmus, dafür mehr lautstarker Morgensternscher Nihilismus.
Nene, mein "Vermögen" steckt in meinem Kopf. Ich neige nicht zum Akkumulieren von Geld in all seinen Erscheinungsformen.

Zitat:
Natürlich, langfristig weist der Kurs des Bitcoins ein Plus auf. Und wenn man das allgemeine statistische Mittel nimmt, wird auch der entsprechende Peak und der anschließende Trough geglättet und als nicht existent gesehen.
Nun ist aber eine Währung Zahlungsmittel in einem Währungsraum, wo sie einen Wert als Tauschmittel für die dort mit ihr beziehbaren Waren und Dienstleistungen aufweist. Dieser Wert ist gänzlich unabhängig von der Bewertung durch Aussenstehende, wie sie in Konvertierungskursen zum Ausdruck kommt. Da gibt es schon mal weder Gewinn noch Verlust.

Für jemanden, der über ein in dieser Währung vorliegendes Vermögen verfügt, ist maßgeblich, wie sich die Kaufkraft innerhalb dieses Währungsraums verhält, und nur im Sonderfall einer beabsichtigten Konvertierung ist es von belang, wo die Konvertierungskursen stehen. Erst im Fall der stattfindenden Konvertierung kann überhaupt ein Gewinn oder Verlust eintreten, der sich dann nicht an zwischenzeitlichen Kursen orientiert, sondern einzig und allein am Einstiegskurs.

Zitat:
Und richtig, langfristig ergibt sich aus dem Chart eine Steigerung von $ 3,19 auf $ 9,70. Trotzdem gab es an dem nämlichen Tag ein plötzliches Plus und danach ein genauso plötzliches Minus von dem eben genannten 1/3 des Maximums (drum schrieb ich auch "des letzen Wertes").
Der Wert einer Währung wird aber innerhalb ihres Gültigkeitsraumes ermittelt, nicht ausserhalb. Konvertierungskurse sind allein für den Aussenhandel (vom jeweiligen Währungsraum aus betrachtet) von Belang.

Insoweit ist schon irreführend, in diesem Zusammenhang vom Wert der Währung zu sprechen. Ein historisches Beispiel wäre der Rubel um 1990 herum, der in Regionen wie Kasachstan eine nicht geringe Kaufkraft aufwies, infolge völligen Fehlens jedweden Aussenhandels aber hierzulande praktisch so wertlos wurde, daß die Banken die Konvertierung einstellten.

Ein anderes Beispiel wäre der Dollar vor Errichtung der amerikanischen Notenbank, der eine rein regionale Währung gewesen ist, deren Konvertierungskurse umgekehrt proportional dem räumlichen Abstand von der ausgebenden Bank ausfielen.

Zitat:
Wenn man den 6 Monatschart betrachtet, dann ergab sich ein bereits geglätteter Peak auf ca. $ 23,17 und danach der Abfall auf ca. $ 17,72.
Bei diesen Notierungen fehlen wesentliche Angaben wie z. B. zum Handelsumsatz. Daraus kann man so rein gar nichts ableiten. Zumal diese Kurse weder die Kaufkraftentwicklung noch den Transfer von Waren oder Dienstleistungen zw. den Währungsräumen zeigen.

Zitat:
Allerdings zeigt dieses Scenario und auch der Grundtenor des Artikels, dass Bitcoin auf keinen Fall in der Praxis als Währung verwendet wird, sondern lediglich eine hochspekulative Aktie ist.
Währungen haben keines der Attribute von Aktien und umgekehrt haben Aktien keines der Attribute von Währungen.

Zitat:
Wenn Du den Text im Artikel genau durchliest, dann kannst Du auch feststellen, dass der Autor dies nie behauptet hat.
Er sprach lediglich davon, dass Bitcoin nur von Angebot und Nachfrage abhängt, alle übrigen Aktienkurse auch von "Analysen über die Werthaltigkeit eines eventuellen Investments" abhängen und "so das Wertrisiko einschätzbarer machen".
Und eben genau das ist grober Unsinn. Aktien haben weder mit Investments zu tun, noch hängen sie in irgendeiner Weise von Analysen ab. Vom Sonderfall einer die Unternehmensauflösung ermöglichenden Majorität abgesehen sind Aktien Wettscheine ohne jeden Wert, deren Kurs allein von der Fantasie potentieller Käufer abhängt. Für eine Aktie bekommt man nirgendwo etwas, es sei denn, ein Spekulant möchte sie kaufen. Die Ausgabe einer Aktie ist nur Ausdruck des Bedarfs an (nicht rückzahlbarem) Kapital eines Aktienunternehmens.

Ihr Kurs hängt allein davon ab, ob es aktuell mehr Idioten als Aktien oder mehr Aktien als Idioten gibt (A. Costolani). Risikoabschätzungen gibt es nicht, Werthaltigkeit gibt es nicht. Es gibt nur das unberechenbare Verhalten der Spieler und Buchmacher in den Wettcasinos namens Börse. Es sei mal an die im Volksmund (Bild) so genannte Volksaktie (Deppenaktie triffts eher) erinnert: Telekom!

Dass man auch auf Währungen wetten kann, oder auf Agrarprodukte, ist ja nichts neues. Bisher hat aber noch keiner Weizen mit Aktien gleichgesetzt, bloß weil er phasenweise die Volatilität einer Aktie zeigt. Man kann ihn nämlich dennoch zum Brotbacken verwenden und essen. Und gegessen wird praktisch immer
__________________
Wo Worte keine Evidenz mehr haben, ist jede Diskussion Zeitverschwendung

Geändert von JamesBolivar (05.08.2011 um 21:17 Uhr).
JamesBolivar ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.08.2011, 10:58   #82
MJ01
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Zitat:
Zitat von JamesBolivar Beitrag anzeigen
Soso...
Unsinn kann man nicht einsehen, auf Unsinn kann man nur hereinfallen.
Nun, kommt eben auf die Definition an, was man subjektiv alles so als Unsinn sieht.
Zitat:
Du möchtest den Irrglauben eines Pfostens verteidigen (ich habe Dir nie unterstellt, das selbst verfasst zu haben), der nicht begreift, was eine Aktie ist, nicht begreift, was ein Verlust ist, nicht begreift, was eine Währung ist, und auch nicht begreift, daß die Wertstellung einer Währung nicht ihrem Konvertierungsverhältnis entspricht? Warum?
Bei solchen Aussagen, wie "nicht Begreifen von solchen Begrifflichkeiten" wäre ich schon vorsichtig. Du weißt schon was "die Wertstellung einer Währung" ist?
Aber ich nehme an, Du meinst in diesem Fall schlicht die "Kaufkraft" einer Währung!
Zitat:
Nun ist aber eine Währung Zahlungsmittel in einem Währungsraum, wo sie einen Wert als Tauschmittel für die dort mit ihr beziehbaren Waren und Dienstleistungen aufweist. Dieser Wert ist gänzlich unabhängig von der Bewertung durch Aussenstehende, wie sie in Konvertierungskursen zum Ausdruck kommt. Da gibt es schon mal weder Gewinn noch Verlust.

Insoweit ist schon irreführend, in diesem Zusammenhang vom Wert der Währung zu sprechen. Ein historisches Beispiel wäre der Rubel um 1990 herum, der in Regionen wie Kasachstan eine nicht geringe Kaufkraft aufwies, infolge völligen Fehlens jedweden Aussenhandels aber hierzulande praktisch so wertlos wurde, daß die Banken die Konvertierung einstellten.
Stimmt schon, dass die Kaufkraft einer Währung einen anderen Wert als der Konvertierungswert auf Fremdwährungen besitzen kann, jedoch werden sich beide Werte in der Praxis wieder annähern, bzw. anpassen. Lediglich bei sehr abgeschottenten Märkten mit fast keiner Aussenwirkung können beide Parameter divergieren. Also wenn diese Währung keine oder kaum eine Rolle im Aussenhandel spielt (Kaurimuscheln wären ein solches Beispiel, aber selbst da gibt es einen Markt mit Aussenwirkung), oder so abgeschottete Regionen wie in deinem Beispiel (Kasachstan, obwohl Rubel nicht Rubel war, es gab immerhin 3 verschiedene davon) und FED, die in Wahrheit eine Geldmaschine für ein privates Bankenkartell ist.
Zitat:
Für jemanden, der über ein in dieser Währung vorliegendes Vermögen verfügt, ist maßgeblich, wie sich die Kaufkraft innerhalb dieses Währungsraums verhält, und nur im Sonderfall einer beabsichtigten Konvertierung ist es von belang, wo die Konvertierungskursen stehen. Erst im Fall der stattfindenden Konvertierung kann überhaupt ein Gewinn oder Verlust eintreten, der sich dann nicht an zwischenzeitlichen Kursen orientiert, sondern einzig und allein am Einstiegskurs.
Da sich aber diese Werte aneinander angleichen (Beispiel CHF, dort können sich die Leute die eigenen Konsumartikel fast nicht mehr leisten, zahlreiche Geschäfte müssen schließen), ist diese Differenzierung nicht von belange, insbesonders dann nicht, wenn diese Währung international gehandelt UND damit international Geschäfte (Tausch gegen Handelsgüter) gemacht wird. Und wenn man den Bitcoin eben als "Internetwährung" sehen wollte, gibt es eben nichts internationaleres.
Zitat:
Bei diesen Notierungen fehlen wesentliche Angaben wie z. B. zum Handelsumsatz. Daraus kann man so rein gar nichts ableiten. Zumal diese Kurse weder die Kaufkraftentwicklung noch den Transfer von Waren oder Dienstleistungen zw. den Währungsräumen zeigen.
Stimmt, der Wert des Bitcoins im Vergleich zu anderen Währungen scheint auch nirgens öffentlich auf, da er eben nicht an der Börse gehandelt wird. Diese meine Angaben beruhen rein auf den "eigenen Angaben" der Bitcoin-Community . Somit sind diese Angaben sogar eher noch geschönt, denn den wirtschaftlichen Gegebenheiten angepasst.
Zitat:
Währungen haben keines der Attribute von Aktien und umgekehrt haben Aktien keines der Attribute von Währungen.
Stimmt, und eben aus diesem Grund sehe ich den Bitcoin nicht als Währung, sondern als hochspekulative Aktie.
Zitat:
Und eben genau das ist grober Unsinn. Aktien haben weder mit Investments zu tun, noch hängen sie in irgendeiner Weise von Analysen ab.
Da muss ich dich schon korrigieren. Je mehr Investments in eine Aktie gesteckt werden, desto höher wird der Kurs dotiert. Und wenn ein Analyst einen negativen Pfurz über eine Aktie macht, sinken die Kurse ins bodenlose! Also rede nicht davon, dass diese Dinge keinen Einfluß hätten.
Zitat:
...sind Aktien Wettscheine ohne jeden Wert, deren Kurs allein von der Fantasie potentieller Käufer abhängt. Für eine Aktie bekommt man nirgendwo etwas, es sei denn, ein Spekulant möchte sie kaufen. Die Ausgabe einer Aktie ist nur Ausdruck des Bedarfs an (nicht rückzahlbarem) Kapital eines Aktienunternehmens.
Ihr Kurs hängt allein davon ab, ob es aktuell mehr Idioten als Aktien oder mehr Aktien als Idioten gibt (A. Costolani). Risikoabschätzungen gibt es nicht, Werthaltigkeit gibt es nicht. Es gibt nur das unberechenbare Verhalten der Spieler und Buchmacher in den Wettcasinos namens Börse. Es sei mal an die im Volksmund (Bild) so genannte Volksaktie (Deppenaktie triffts eher) erinnert: Telekom!
Kann ich voll zustimmen! Aufgrund der Kursentwicklung des Bitcoin sehe ich exakt diese Parameter.

MfG

MJ
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Alt 20.09.2017, 18:54   #83
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China (!) hat jetzt den Handel mit Bitcoin verboten. Die Betreiber von "Exchanges" (Börsen) mussten in kürzester Zeit Pläne einreichen, wie sie ihren Betrieb einzustellen gedenken.

http://www.bbc.com/news/business-41320568
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