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Alt 03.07.2017, 16:22   #11
HaraldL
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Ich meinte mit DRM Digital Radio Mondiale = Digitalradio für Lang-, Mittel- und Kurzwellen
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Alt 03.07.2017, 16:32   #12
Groschenjunge
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Zitat:
Zitat von HaraldL Beitrag anzeigen
Ich meinte mit DRM Digital Radio Mondiale = Digitalradio für Lang-, Mittel- und Kurzwellen
Auch wenn das jetzt echt hart klingt, aber wen interessieren heute noch solche Frequenzen angesichts des Internets?
Und ja, mir ist klar, dass außerhalb der Reichweite der Mobilfunknetze das gute alte Dampfradio zum Einsatz kommen muss, aber das scheinen doch Nischen zu sein.
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"Der frühe Vogel mag vielleicht den Wurm fressen, aber erst die zweite Maus bekommt den Käse." Vince Ebert
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Alt 03.07.2017, 16:46   #13
basti_79
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Ah ok. Gut, ich hatte "Digital Rights Management" im Kopf

Ich bin durchaus dafür, auch die tieferen Frequenzen noch zu nutzen, gerade eben wegen der enormen Reichweite und anderer technischer Besonderheiten ("Nischen"). Bei Hurrikan Katrina haben wir alle erlebt, wie Kurzwellenamateure in kürzester Zeit zusammen mit den Hilfsorganisationen vor Ort und bestehenden Strukturen im Internet ein zeitweiliges Kommunikationsnetzwerk aufgebaut haben, das seinen Teil dazu beigetragen hat, dass die Folgen der Katastrophe begrenzt wurden. Das konnte mitunter gelingen, weil Kurzwellengeräte in Notfallsituationen herausragende Charakteristiken haben: kaum Energieverbrauch, enorme Reichweite, Einsatzmöglichkeit und Wartbarkeit selbst unter schwierigen Bedingungen.

Da fällt mir übrigens immer ein, dass handelsübliche Smartphones durchaus in der Lage wären, etwa ein Alarmsignal abzugeben, oder von Gerät zu Gerät (ohne Infrastruktur) eine Sprechverbindung aufzubauen. Stellt Euch mal vor, was das bedeuten könnte: Eine App, mit der man alle Smartphones, die sich in 30 m Umkreis befinden, alarmieren kann (Display wird rot, Alarmton, Botschaft wird angezeigt). Oder eine, mit der man z.B. während einer Demo (durch "Gossipping") stategische Informationen von Gerät zu Gerät weitergeben kann.
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Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
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Alt 03.07.2017, 18:00   #14
HaraldL
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Wie lange würde bei einem Betrieb von Smartphone zu Smartphone der Akku mitmachen?
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Alt 03.07.2017, 19:22   #15
basti_79
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Das kommt auf die Art und Weise an, wie das implementiert wird. WLAN geht aber nicht so auf den Akku wie der 3G-HF-Teil.
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Alt 07.07.2017, 17:34   #16
HaraldL
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Zurück zum eigentlichen Thema: Verschlüsselung öffentlich-rechtlicher Programme würde dem Prinzip der staatlich propagierten Pressefreiheit widersprechen. Die anderen Länder verschlüsseln ja auch nicht ihre öffentlich-rechtlichen oder staatsnahen Programme.
Außerdem käme man dann bestimmt auch schnell auf die Idee für Regionalprogramme, die nicht der Heimatregion zugehören, extra zu verlangen.

Das Hauptproblem bei DRM dürfte sein, daß im Frequenzbereich unter 30 MHz nur eine bestimmte Anzahl von Kanälen existiert, es aber viele Interessenten gibt. Wenn jemand schon mal eine Tabelle der Mittelwellensender ( am besten so aus der Zeit um 1990) in der Hand hielt, da wird er fest stellen, daß das Band hoffnungsvoll überfüllt ist. Und was nützt Digitalisierung, wenn man sich gegenseitig stört?
Für neu entstehende Medienunternehmen dürfte es daher kaum möglich sein, mit DRM Fuß zu fassen, weil Fernmeldebehörden bei Frequenzzuteilungen ihre eigenen Präferenzen haben.

Allerdings könnte sich die Lage mit zunehmender Leerung der LMK-Bereiche bessern, doch wäre ein neuer Wellenplan nötig, um gegenseitige Störungen zu reduzieren.
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Alt 07.07.2017, 18:21   #17
basti_79
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Zitat:
Zitat von HaraldL Beitrag anzeigen
Zurück zum eigentlichen Thema: Verschlüsselung öffentlich-rechtlicher Programme würde dem Prinzip der staatlich propagierten Pressefreiheit widersprechen. Die anderen Länder verschlüsseln ja auch nicht ihre öffentlich-rechtlichen oder staatsnahen Programme. Außerdem käme man dann bestimmt auch schnell auf die Idee für Regionalprogramme, die nicht der Heimatregion zugehören, extra zu verlangen.
Jein. Ich fände Verschlüsslung auch keine "silberne Kugel". Aber sie ist machbar, darauf kommt es an. Es bleibt festzuhalten, dass es die Entscheidung der Sender ist, ihr Programm auf diese Art und Weise zu verbreiten, die dem Zweck offensichtlich nicht dienlich ist.

Ich bin ja durchaus auch der Auffassung, dass man für Staatsfernsehen bzw. -rundfunk keinen Beitrag verlangen sollte. Das ist aber eine politische Auffassung, keine juristische. Juristisch betrachtet, darf man das. Man macht sich halt nicht beliebt damit. Aber das ist ja das Problem der Steinzeit-Aristokraten an den Schaltstellen der Macht, nicht meines.

Zitat:
Das Hauptproblem bei DRM dürfte sein, daß im Frequenzbereich unter 30 MHz nur eine bestimmte Anzahl von Kanälen existiert, es aber viele Interessenten gibt.
Ähm. Die "Kanalzahl" (maximal mögliche Datenrate) ist ohnehin immer begrenzt.

Die Symbolrate wird durch das Shannon-Hartley-Gesetz begrenzt. Und der Rauschabstand begrenzt die Menge der Informationen, die pro Symbol übertragen werden können. D.h. auch bei noch so ausgefeilter Codierung gibt es da ein Hindernis, das man niemals wird überwinden können. Allerhöchstens könnte man (über den Rauschabstand) einen Kompromiss zwischen Reichweite (bzw. Störung durch andere Stationen) und Übertragungsrate eingehen.

Zitat:
Wenn jemand schon mal eine Tabelle der Mittelwellensender ( am besten so aus der Zeit um 1990) in der Hand hielt, da wird er fest stellen, daß das Band hoffnungsvoll überfüllt ist. Und was nützt Digitalisierung, wenn man sich gegenseitig stört?
Dass man das Ausmaß der Störungen regulieren und ggf. sogar in beschränktem Maße Verhandeln kann.

MW (und KW) sind da übrigens besonders betroffen. Diese Bänder hatten gerade wegen der großen Reichweite eine besondere Bedeutung. Das ist aber eine Besonderheit dieser Wellenlängen. Da kürzere Wellen erst einmal deutlich höhere Übertragungsraten bieten (Stand der Technik: ca. 10 Gb/s - das ist ungefähr der Wert des gesamten Bandes bis 30 MHz mit einer high-tech-Codierung unter Laborbedingungen) und Störungen dort eine wesentlich geringere Bedeutung haben, wird sich sehr viel Übertragung auf die GHz-Bänder verlagern und auf Internet-Infrastruktur.

Zitat:
Für neu entstehende Medienunternehmen dürfte es daher kaum möglich sein, mit DRM Fuß zu fassen, weil Fernmeldebehörden bei Frequenzzuteilungen ihre eigenen Präferenzen haben.
Ja, klar. Die sind aber auch in der Steinzeit gegründet worden und lassen sich (wie üblich) nicht von Argumenten beeindrucken.

Man hat sich in Deutschland mal strafbar gemacht, wenn man ein Modem ohne Zulassung ("BZT") am Telefonnetz betrieben hat. Das habe ich noch miterlebt. Ich denke nicht, dass die Leute, die die Funkfrequenzen verteilen, überhaupt noch irgendwelche Schüsse hören.
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Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
Groschenjunge: Was ist der Unterschied zum Jetzt?
Perfidulo: Es quasseln nicht dauernd Leute dazwischen.
basti_79 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.07.2017, 14:58   #18
Sofie
Jungspund
 
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Zitat:
Zitat von HaraldL Beitrag anzeigen
Wie kommt man auf die Idee, daß der Rundfunkbeitrag verfassungswidrig sei? Es wird doch eine Dienstleistung erbracht.
Setzt voraus, das ich die Dienstleistung auch in Anspruch nehme. Tu ich aber nicht und muss trotzdem zahlen.
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