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Zeitreisen Ausflüge in Zukunft oder Vergangenheit sind theoretisch möglich...

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Alt 18.04.2008, 00:30   #11
Mantriur
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Zitat:
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Nicht unbedingt. Wenn nur wenige Menschen den 'Big Baddaboom" überleben, dann werden diese so geschockt und so motiviert sein, dass sie alles daran setzen, eine Zeitmaschine zu bauen, um den Big Baddaboom zu verhindern und die Welt zu retten.
Also wird so intensiv und so lange geforscht, bis es Zeitreisen gibt
Na ja, die Frage ist, wie groß der lokalisierte Big Bang ausfällt. Ich denke, man müßte schon davon ausgehen, daß ein Großteil der existierenden Technologie und des Wissens vernichtet wird. Hält das gemeinschaftliche schlechte Gewissen, daß der Nachbar von Junior pulverisiert wurde, überhaupt so lange an, bis der notwendige technische Standard wieder erreicht ist?

Man darf dabei nicht vergessen, daß nach so einem Event das größte Interesse eines "Rollbacks" bei denen liegen dürfte, die aufgrund akuter Totheit gewisse Schwierigkeiten haben, sich in die Diskussion einzubringen.

Sind wir wieder so weit, daß wir überhaupt an einer Zeitmaschine forschen können, haben wir auch wieder Bier, Chips und RTL, was den globalen Wissensdurst doch stark bremst. Und spätestens die "embedded Journalists" im Kampfpanzer auf CNN sollten die Prioritäten wieder entgültig mit der menschlichen Natur synchronisieren.
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Alt 18.04.2008, 00:57   #12
Tarlanc
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Zitat:
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Man darf dabei nicht vergessen, daß nach so einem Event das größte Interesse eines "Rollbacks" bei denen liegen dürfte, die aufgrund akuter Totheit gewisse Schwierigkeiten haben, sich in die Diskussion einzubringen.
Nun ja, derartige Unpässlichkeiten können den Forschergeist natürlich empfindlich schwächen

Ausser natürlich, die Erde würde nach dem BigBaddaboom praktisch unbewohnbar, da verseucht und es ist nur eine Frage von wenigen Jahren, bis die wenigen überlebenden verhungern werden. In diesem Falle wäre eine gewisse Motivation schon vorhanden.
Und wenn es kein Knall ist, sondern eine Biowaffe oder eine Neutronenbombe, dann wird die Technik nicht so sehr in Mitleidenschaft gezogen als dass man sie nicht noch verwenden könnte. Und dann bleibt da ja noch der Wissensspeicher in zahlreichen Bibliotheken und Forscherköpfen (sofern Überlebende vorhanden).

Zitat:
Sind wir wieder so weit, daß wir überhaupt an einer Zeitmaschine forschen können, haben wir auch wieder Bier, Chips und RTL, was den globalen Wissensdurst doch stark bremst. Und spätestens die "embedded Journalists" im Kampfpanzer auf CNN sollten die Prioritäten wieder entgültig mit der menschlichen Natur synchronisieren.
Wenn es eben einen grossen Knall gibt und Chips, Bier und RTL mangelware werden (die übrigens nicht die Forscher von ihrer Arbeit abhalten, sondern eher die Studenten) und die Kriege mangels Personal geschlossen werden müssen, dann ist die Ablenkung nicht mehr ganz so gross.
Besonders wenn die Rettung der Welt durch die Verhinderung einer Katastrophe eine mögliche Art der Freizeitbeschäftigung ist. Also ich würde sofort mitmachen.
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Alt 18.04.2008, 14:44   #13
Mantriur
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Zitat:
Zitat von Tarlanc Beitrag anzeigen
Und wenn es kein Knall ist, sondern eine Biowaffe oder eine Neutronenbombe, dann wird die Technik nicht so sehr in Mitleidenschaft gezogen als dass man sie nicht noch verwenden könnte. Und dann bleibt da ja noch der Wissensspeicher in zahlreichen Bibliotheken und Forscherköpfen (sofern Überlebende vorhanden).
Das ist natürlich ein gutes Argument. Sofern die Menscheit nicht bei den Eidechsen von vorn anfangen muß, wird sicherlich einiges an vorherigem Wissen noch für einige Generationen zugänglich sein, was die Forschung schnell auf den alten Stand bringen würde. Selbst wenn das gesellschaftliche Gedächtnis nicht bis zur Zeitmaschine reicht, bevor Atombomben wieder sexy werden, sollte man beim nächsten Knall wieder einen Schritt weiter sein. Also würde man zwangsläufig irgendwann man bei der Zeitmaschine ankommen - auch wenn noch das eine oder andere Armageddon auf dem Weg dahin liegt.


Zitat:
Zitat von Tarlanc Beitrag anzeigen
Wenn es eben einen grossen Knall gibt und Chips, Bier und RTL mangelware werden (die übrigens nicht die Forscher von ihrer Arbeit abhalten, sondern eher die Studenten) und die Kriege mangels Personal geschlossen werden müssen, dann ist die Ablenkung nicht mehr ganz so gross.
Besonders wenn die Rettung der Welt durch die Verhinderung einer Katastrophe eine mögliche Art der Freizeitbeschäftigung ist. Also ich würde sofort mitmachen.
Nun ja, ich ging halt davon aus, das Bier, Chips und RTL ein notwendiger Entwicklungsschritt zwischen Keulen und Zeitmaschinen sind. Dabei habe ich aber die beschleunigte Entwicklung beim zweiten Anlauf aufgrund der von dir oben erwähnten Wissensspeicher übersehen. Das würde die Forschungsaufwände dann wohl komprimieren, was die Erfolge zwischen notwendigen Schritten, wie Bier, und dem Armageddon mit jedem Anlauf verbessern würde.

Das bringt uns dann aber wieder zurück zur ursprünglichen Frage. Gehen wir also davon aus, daß die Möglichkeit einer Zeitmaschine auch zwangsläufig deren Entwicklung nach sich zieht, so greift wieder das Argument, daß es über einen längeren Zeitraum nicht möglich ist, eine Technologie zu kontrollieren.

Im Falle einer Zeitmaschine ist der notwendige Zeitrahmen, um die Technologie massentauglich zu machen, aus offensichtlichen Gründen zu vernachlässigen. Damit müssen wir also annehmen, daß der durchschnittliche Sonderschüler Zeitmaschinen in Mamas Keller bauen kann, da er die Anleitung im Internet und die Teile im Baumarkt bekommt.

Vergleicht man nun die zeitlichen Rahmenwerte der biologischen und der technischen Evolution, so ist es auch eher unwahrscheinlich, daß sich der Mensch bis dahin grundlegend verändert hat. Wir müssen also annehmen, daß besagter Sonderschüler trotz seiner Zeitmaschine nicht in der Lage ist, temporale Kausalitäten zu begreifen.

Der hormonelle Aufbau des jugendlichen männlichen Homo klein-wenig-Sapiens verlangt es dann, daß er mit ein paar leicht beschränkten Kumpels und einem Sixpack nach Woodstock reisen würde, um dort mal so richtig die Sau rauszulassen. Da er nicht mit seinem Intellekt glänzen kann, wird er wohl seine Rolle als Zeitreisender ausspielen, um Mutti ins Bett zu bekommen.

Meines Wissens gibt es keinen statistischen Zusammenhang zwischen geschichtlich relevanten Parties mit exzellentem Ruf und dem vermehrten Auftreten von Zeitreisenden. Daher vertrete ich immernoch die Meinung, daß es Zeitmaschinen nicht geben wird.
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Alt 18.04.2008, 14:52   #14
Tarlanc
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Der hormonelle Aufbau des jugendlichen männlichen Homo klein-wenig-Sapiens verlangt es dann, daß er mit ein paar leicht beschränkten Kumpels und einem Sixpack nach Woodstock reisen würde, um dort mal so richtig die Sau rauszulassen. Da er nicht mit seinem Intellekt glänzen kann, wird er wohl seine Rolle als Zeitreisender ausspielen, um Mutti ins Bett zu bekommen.
Das würde natürlich erklären, woher die ganzen Hippies bei Woodstock gekommen sind. Die sind aus dem nichts für dieses Konzert aufgetaucht und danach wieder verschwunden, ohne ein weiteres solches Fest zu feiern.
Dass irgendwann Zeitreisen möglich sein wird und jeder da hin will, wäre eine Erklärung für Woodstock.
Damit wäre Woodstock ein Beweis für Zeitmaschinen. Sobald ein Jugendlicher die geistige Reife entwickelt, die nötig ist, um sich für die Veränderung von Weltpolitik zu interessieren, ist er bereits zu reif, um etwas in der Vergangenheit verändern zu wollen. Das heisst, dass sich die Zeitreisenden nur bei Parties blicken lassen.

Das erklärt zwei Sachverhalte:
1) An wirklich guten Parties sind immer zu viele Leute.
2) Selbst wenn eine gute Party in deiner Nähe ist, kennst du nur einen kleinen Bruchteil der Gäste. Obwohl sie ja in deiner Nähe wohnen müssen, um zu dieser Party zu kommen.

Das Problem ist, dass wir die Woodstock-These erst dann überprüfen können, wenn wir einen der Woodstock-Teilnehmer befragen können. Und das wird erst möglich sein, wenn die Zeitmaschine erfunden ist.
Schön blöd.
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Alt 18.04.2008, 15:54   #15
Mantriur
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Zitat:
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Das würde natürlich erklären, woher die ganzen Hippies bei Woodstock gekommen sind. Die sind aus dem nichts für dieses Konzert aufgetaucht und danach wieder verschwunden, ohne ein weiteres solches Fest zu feiern.
Dass irgendwann Zeitreisen möglich sein wird und jeder da hin will, wäre eine Erklärung für Woodstock.
Das ist aber auch ein Paradoxon. Gehen wir davon aus, daß Woodstock seine Größe und Popularität durch eine nicht-geringe Menge an Zeitreisenden erlangt hat, so muß Woodstock ohne die Zeitreisenden eine eher unspannende Veranstaltung, und damit für Zeitreisende gar nicht interessant gewesen sein.

Auf der anderen Seite ist es natürlich auch möglich, daß wir hier eine Art zeitliche Rückkopplung erfahren. Vielleicht kannten ein paar Zeitreisende ja Woodstock tatsächlich, und suchten eigentlich eine kleine beschauliche Privatparty. Mit jedem zusätzlichen Zeitreisenden stieg dann der Bekanntheitsgrad und damit die Attraktivität der Veranstaltung für weitere Zeitreisende, was früher oder später vielleicht sogar die Veranstalter dazu bewegte, die Wildecker Herzbuben durch Jimi Hendrix zu ersetzen, was dann noch mehr Zeitreisende anzog ... etc.

Beobachtet mal nun also Woodstock zu immer dem gleichen Zeitpunkt, so gäbe es eine meßbare Veränderung über ... ja ... über was? Es muß also Woodstock mit jeder Teilnehmerzahl zwischen ca. 50 und 50.000 gegeben haben. Damit hätten wir kurzerhand auch die Existenz von paralellen Universen bewiesen.

Natürlich kann man alternativ auch annehmen, daß Woodstock eine Hippieveranstaltung war, und die meistens Teilnehmer kurz darauf an schlechten Drogen und Geschlechtskrankheiten gestorben sind, was zumindest den Mangel an Hippies danach erklärt.


Zitat:
Zitat von Tarlanc Beitrag anzeigen
Das erklärt zwei Sachverhalte:
1) An wirklich guten Parties sind immer zu viele Leute.
2) Selbst wenn eine gute Party in deiner Nähe ist, kennst du nur einen kleinen Bruchteil der Gäste. Obwohl sie ja in deiner Nähe wohnen müssen, um zu dieser Party zu kommen.
Ich denke, diese Hypothese läßt sich überprüfen. Wir veranstalten zwei Parties: Die eine lassen wir im Radio ausrufen, die andere schreiben wir am nächsten Tag unter starker Übertreibung in einige Geschichtsbücher. Läuft die zweite Party besser als die erste, wäre deine Hypothese bewiesen.

Sollten die Gäste bei der zweiten Party das Haus demolieren und den Goldfisch töten, dann lassen wir das einfach den nächsten Tag mit dem Geschichtsbuch bleiben, und schon ist dem Haus nix passiert. Außerdem ist dieses Experiment 100% sicher, denn wir müssen die Party ja überleben, damit die Party stattfindet.

Es besteht ja auch die Möglichkeit, daß wir am nächsten Tag immernoch zu besoffen sind, um das Experiment fortzuführen. Das hätte dann am Abend den Effekt, daß bei Öffnen der 23ten Bierdose plötzlich keiner mehr da war.

Hier bieten sich ENDLOSE Möglichkeiten fürs Event Management. Ich nenne das mal "Retro-Controlling".


Zitat:
Zitat von Tarlanc Beitrag anzeigen
Das Problem ist, dass wir die Woodstock-These erst dann überprüfen können, wenn wir einen der Woodstock-Teilnehmer befragen können. Und das wird erst möglich sein, wenn die Zeitmaschine erfunden ist.
Schön blöd.
Jain. Es muß ja nicht notwendigerweise jeder wieder zurückgereist sein. Außerdem können die gleichen Zeitreisenden, ja auch zum letzten Stoneskonzert gekommen sein. Vielleicht sollte man einfach mal beim nächsten großen Event eine Zeitungsannounce schalten. 0800-ZEITREISE
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Alt 18.04.2008, 19:46   #16
Tim
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Zitat:
Zitat von Freekey Beitrag anzeigen
... denn ein Zeitreisender würde doch etwas aus der Zukunft mitbringen da er ja weiß wie kritisch man in unserer Zeit ist.
Freekey
Was sollte denn einer aus der Zukunft als Beweis so mitbringen und vorweisen?
Aber vielleicht ist es ja auch nicht möglich feste körperliche Stoffe aus der Zukunft zu uns mitzubringen, sondern nur Biologische.
Der reisende würde auch nicht viel aus seiner Zeit preisgeben können ohne Gefahr zu laufen sich selbst zu vernichten.
Was würdest Du wohl machen wenn er einen solchen Beweis Dir prsönlich geben würde?
Die Ergebnisse z.B. beim Pferderennen für die nächsten 50 Jahre.
Oder für Morgen die Lottozahlen für den Weltgrößten Jackpot.
Natürlich könnte sein Opa den Jackpot nicht allein knacken und der Reisende würde dann vielleicht sein Physikstudium verlieren dadurch.

Aber auch ich liege bestimmt damit falsch was oben steht.
Das ist mit diesem Thema nun mal so. Man äußert einen Gedanken zum Zeitreisen und es klingt ok genau wie das was man auch immer dagegen setzten kann. Es ist nun mal Theorie.
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Alt 19.04.2008, 23:26   #17
Björni
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Hier im Forum waren auch schon Zeitreisende ...
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Alt 19.04.2008, 23:33   #18
koltien
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Zitat:
Tim: Das ist mit diesem Thema nun mal so. Man äußert einen Gedanken zum Zeitreisen und es klingt ok genau wie das was man auch immer dagegen setzten kann. Es ist nun mal Theorie.
Eine faszinierende Theorie, immerhin. Aber sie macht einen wuselig. Gesetzt den Fall, Zeitreisen wären tatsächlich möglich, könnte man sie nämlich garnicht beweisen.
Reiste jemand aus dem Jahr 2015 eine Anzahl Jahre zurück, und würde dort, in der Vergangenheit, etwas verändern, was den Lauf der Geschichte maßgeblich veränderte, würde diese Veränderung in der Gegenwart des Jahres 2015 keiner wahrnehmen, weil sie dann ja schon geschehen ist. Selbst wenn im Jahr 2015 (oder sonst irgendwann) Zeitreisen möglich wären, würden wir eventuelle Auswirkungen nicht wahrnehmen, weil Änderungen längst geschehen und damit Teil unserer Vergangenheit und damit Gegenwart sind.
Will sagen: Wäre es möglich, in der Vergangenheit Änderungen herbei zu führen, würden wie die augenblickliche Realität auch nur als eine völlig unbeeinflusste begreifen (können). Eben als unsere Gegenwart.

Mal ins Blaue fabuliert: Wäre es in unserer Zukunft möglich, in der Zeit zurück zu reisen, könnte man ja von der Zukunft aus versuchen, einen Hitler, Stalin, Pol Pot oder sonst einen Unglücksbringer zu verhindern. Das ist aber nicht geschehen.

Nun könnte man ja vermuten, dass in weiterer Zukunft jemand, der ebenfalls über die Möglichkeit der Zeitreise verfügt, verhindern will, dass der Lauf der Geschichte verhindert wird. Also verhindert, das jemand aus seiner Vergangenheit, der verhindern will, dass Hitler, Stalin oder Pol Pot ihr Unwesen treiben, eben dies verhindert (aus welchen Gründen auch immer). Das dies geschehen ist, können wir nicht wissen.

Doch wenn es Veränderungen in unserer Vergangenheit gegeben haben sollte - weil man nicht ausschließen kann, was in unserer Zukunft alles so möglich ist - werden wir sie dennoch nciht wahrnehmen (können), weil diese Veränderungen eben zu unserer Vergangenheit und damit Gegenwart dazugehören. Was in der Vergangenheit geändert wurde/wird, ist ja bereits unsere Gegenwart.

Für mich bleibt die schlichte Erkenntnis, dass das, was war, unsere Gegenwart ist, die die Vergangenheit einschließt, weil diese Gegenwart das Ergebnis unserer Vergangenheit ist. Alles andere wäre ziemlich an den Haaren herbei gezogen.
__________________
Die Anerkennung der Wirklichkeit dieser Welt ist nicht ein Akt der Erkenntnis, sondern ein Akt des Vertrauens.
(Hoimar von Ditfurth)
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Alt 20.04.2008, 22:26   #19
Tarlanc
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Zitat:
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Das ist aber auch ein Paradoxon. Gehen wir davon aus, daß Woodstock seine Größe und Popularität durch eine nicht-geringe Menge an Zeitreisenden erlangt hat, so muß Woodstock ohne die Zeitreisenden eine eher unspannende Veranstaltung, und damit für Zeitreisende gar nicht interessant gewesen sein.
Nicht, wenn man sich die Zeit als unveränderbar und determiniert vorstellt. Wenn also ein Zeitreisender nichts verändern könnte, sondern nur dafür sorgen könnte, dass alles genau so passiert, wie es passiert ist.
Die Zeit würde sich also so verhalten wie in den Terminator-Filmen, in denen ja auch der hier bereits diskutierte Robnoterarm, der von Arnie in der Vergangenheit zurückgelassen wurde, erst die Entwicklung von Cyborgs wie Arnie ermöglicht hat.
Dann würde auch Woodstock, das nur durch Zeitreisende so ein Erfolg wurde, für Zeitreisende erst durch ihre eigene Anwesenheit in den Geschichtsbüchern interessant.

Mit dem gleichen Gedanken spielt auch '12 Monkeys', einer der genialsten Zeitreise-Filme, die ich kenne.

Zitat:
Natürlich kann man alternativ auch annehmen, daß Woodstock eine Hippieveranstaltung war, und die meistens Teilnehmer kurz darauf an schlechten Drogen und Geschlechtskrankheiten gestorben sind, was zumindest den Mangel an Hippies danach erklärt.
Durchaus auch eine Möglichkeit. Oder sie haben sich danach einfach gewaschen und wurden nicht mehr erkannt.
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Alt 31.05.2008, 16:54   #20
Tobsucht
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Interessante These.....

Gerade in bezug auf Diktaturen....

Was wenn es in der Zukunft einen Diktator gibt der mächtiger ist als alle vor ihm. Um ihm aber diesen weg zu ermöglichen es die Diktatoren in der vergangenheit gegeben haben muss?

Und das jemand aus der Vergangenheit diese Diktatoren verhindert unterbindet er dammit das er alle Zeitreisemaschienen die es vor seiner gab vernichtet. Er könnte dann beliebig zurrückreisen und verändern was und wie er es will.

Und um dem vorzubeugen das in der Zukünftigen gegenwart sagen wir mal im Jahr X nach ihm gesucht wird, naja da lügt er einfach. Er macht falsche angaben. Sie kommen zu ihm bevor er die Maschiene (neu) erfunden hat. Dies hat dann noch einen vorteil er kennt dann wenn er die Maschiene erfunden hat seine wiedersacher und reist in die vergangenheit und beseitigt sie.

Ich denke wenn man von Diktatoren ausgeht kann man nur hoffen das kein solcher je eine Zeitmaschiene bekommt. Er könnte ja durch sein wissen in der Zukunft alles verändern wie er es braucht.
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