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Amerika Das Rätsel von Nazca, die Hochkultur der Maya... und Weiteres aus Nord-, Mittel- und Südamerika.

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Alt 23.10.2011, 19:48   #11
Acolina
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Warum hältst du das für interessant?
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Die freiheitlich-demokratischen Ideale und Werte, die sich jetzt auch im Grundgesetz finden, wurden während der Aufklärung gegen die sich auf Gott und Bibel berufenden Kirchen durchgesetzt. Und weder der Gott Jahwe des Alten Testaments noch der Vater Jesus Christi, noch beide in einer Person, noch Allah vertreten die Werte unseres freiheitlich-demokratischen Staates. Sie müssen sie erst noch erlernen. (Gerd Lüdemann, Theologieprofessor)
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Alt 24.10.2011, 00:31   #12
Atlantologe
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Aus diversen Gründen, die ich hier näher erläutert habe.

Es ist anzunehmen, dass Amerika während der Eiszeit zu verschiedenen Zeiten von verschiedenen Volksgruppen,also in mehreren Schüben "erobert" und besiedelt wurde, vielleicht sogar schon als letzte Ausläufer der ersten großen Völkerwanderung raus aus Afrika nach Eurasien. In Südostasien hatte sich der Hauptstrom (genetisch nachweisbar) aufgezweigt in einen südöstliche und einen nordöstlichen Zweig. Der kleinere Teil, nämlich der südöstliche Zweig, besiedelte Sunda (Malaysia, Indonesien) und Sahul (Australien, Papua-Neuguinea, Tasmanien, war damals ein Inselkontinent); der andere wanderte an der Pazifikküste nordostwärts und besiedelte Ostasien und die damalige Halbinsel, die jetzt die verstreuten Inseln der Philippinen sind, und eine letzte Gruppe dieses Zweigs könnte es über Beringia nach Amerika geschafft haben.

Zitat:
From there some believe that some of the Proto-Australiods pushed on into Siberia and eventually crossed the Bering Land Bridge (or followed a coastal route) into the Americas, contributing to a hypothetical population of Pre-Siberian American Aborigines, which some believe they have found evidence for in Brazil and in Tierra del Fuego.
http://en.wikipedia.org/wiki/Proto-Australoid

Diese Aufspaltung in zwei große Äste lässt sich wie gesagt genetisch nachweisen,aber auch an den Zähnen.

http://www.uic.edu/classes/osci/osci...Non-Metric.htm
http://www.antiquityofman.com/Palaeoindian_origins.html

Bekanntlich haben diese Proto-Australoiden (südöstlicher Zweig) vor rund 50.000 Jahren nicht nur Australien besiedelt,sondern auch Melanesien ("Negritos"). Sie mussten also bereits sehr früh hochseetüchtige Schiffe gebaut haben. Vielleicht sind sie ja durch Zufall nicht nur bis Polynesien gekommen,sondern sogar bis an die Westküste Südamerikas, vielleicht in einem Sturm abgetrieben. Kon-tiki lässt schön grüßen. http://news.bbc.co.uk/2/hi/science/nature/430944.stm

Und da wäre dann immer noch die Solutréen-Hypothese, also eine frühe Besiedlung Amerikas vor ca.20.000 Jahren von Westeuropa aus (Cro-Magnon). Mehr dazu in dem verlinkten Hauptartikel von mir.
.
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Alt 24.10.2011, 00:54   #13
Atlantologe
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Muss mich korrigieren. Die "Sundadonty" bezieht sich nicht nur auf den südöstlichen, sondern auch auf den nordöstlichen Zweig. Die Unterscheidung bei den Nachkommen der amerikanischen Ureinwohner weist nur auf zwei verschiedene Immigrationswellen hin: Die mit den "Sundadonty"-Zähnen sind die Nachkommen der ersten Einwanderungswelle (Pre-Siberian Australoids), die mit der "Sinodonty" (die meisten heutigen Indianer) sind Nachkommen einer späteren Einreisewelle aus Sibirien.
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Alt 14.07.2012, 08:18   #14
Norweger
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Mittlerweile geht man sogar von 3 Besiedlungswellen aus!

http://www.zeit.de/wissen/geschichte...merika-genetik
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Alt 14.07.2012, 10:52   #15
Atlantologe
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Danke für den Link. Der wär mir doch glatt durch die Lappen gegangen.

Zitat:
...dass Vertreter einer Kultur namens "Western Stemmed Tradition" zeitgleich mit den frühen Clovis den Westen Nordamerikas besiedelten.
Das ist jetzt erst mal die Bezeichnung für die Mitglieder einer Besiedlungswelle vor ca. 14.000 Jahren, die nicht mit den Clovis-Leuten identisch sind. Und damit eher die Bestätigung älterer, allgemein akzeptierter Thesen.

Meine Behauptung von mindestens 2 verschiedenen Einwanderungswellen bezog sich auf die ganz frühen Besiedlungen Amerikas. Die "Na Dene"-Völker und die Inuit, die später kamen, hab ich da ausgeblendet, weil man von denen ja auch vorher schon wusste, dass sie späteren Einwanderungswellen angehören.

Mit dem neuen Befund ist aber immer noch nicht das Problem der Proto Australoid geklärt, die Solutreen-These ist nicht widerlegt, und der Befund kann nicht die Funde erklären, die weit älter sind (teilweise > 20.000 Jahre).

Die genaue Erst- und Zweibesiedlung Amerikas ist also weiterhin rätselhaft und ungeklärt, vor allem bezogen auf den Zeitrahmen.
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Alt 05.06.2013, 04:48   #16
Jonas
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Zitat:
Zitat von Norweger Beitrag anzeigen
Mittlerweile geht man sogar von 3 Besiedlungswellen aus!

http://www.zeit.de/wissen/geschichte...merika-genetik
Bei der ursprünglichsten und mitgliederstärksten Gruppe der "First Americans" lassen sich die genetischen Spuren einer schnellen Südexpansion erkennen; ihre Vertreter finden sich heute in sämtlichen Teilen Nord- und Südamerikas.

Naja ich weiss nicht, wenn ich mir so die Australischen Ureinwohner anschaue und die Europäer dann sind die mitgliederstärksten Gruppen nie die Ersten gewesen. Die Ersten waren nämlich immer jene die als Erste auch unter gingen.

Die ersten wahren Europäer haben heute einen yDNA Anteil von sagenhaften 1%. (Übrigens auch ein paar Deutsche, was anhand der massiven Volksbewegungen über Deutschland doch eher erstaunt.)
Während die letzten in Europa heute rund 45% stellen und damit die totale Dominanz haben.

Ausserdem wurden in Amerika auch Wechselwirkung mit den Wikingern von Island nachgewiesen, wo indianische mtDNA aufgetaucht ist.

Und auch die Chachapoya sollen von Kelten aus Iberien besucht worden sein.
Ich denk mal das es keine Kelten waren, das ist vermutlich mal wieder reine Keltomanie. Es klingt mehr nach den Iberer vor der Kelteninvasion. Die selben tauchten wohl auch auf den Canarischen Inseln auf.

Dazu kommt noch Quezacotl, der nordisches Aussehen gehabt haben soll und auch da gibt es ein paar merkwürdige indianische Mythen die halb christlich, halb Wikinger sind. Eine ziemlich abgefahrene Story.
Und es forscht auch noch jemand an chinesischen Ankern vor Kaliforniens Küsten herum.
Auch die Lapita-Polynesier dürften Amerika entdeckt haben, denn die haben wirklich jede kleine Insel gefunden. Unwarscheinlich das sie einen riesigen Kontinent dabei übersehen konnten.
Also es sieht wohl so aus, als wäre Kolumbus nicht der Erste sondern vielmehr der letzte Entdecker gewesen.
Das wird sicher noch spannend werden.
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Alt 28.05.2014, 08:33   #17
gapping
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Ja, Atlantologe, und weil Sie sich für Altertumswissenschaften zu interessieren scheinen ei n Hinweis: Gerade wurde eine Mumie in Lateinamerica entdeckt, die aus der sogenannten Chionchorro-Kultur stammen soll und zeigt, dass Mumifizierung dort schon bekannt war, als es in der vermeintlichen Wiege der Menschheit, in Alt-Ägypten, noch keine Menschen gab die an mumifizieren dachten.

Mit freundlichen Grüßen
gapping
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Alt 28.05.2014, 08:42   #18
gapping
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Es sollte inzwischen allgemein bekannt sein, dass verloren gegangenes Wissen heute nur mühselig aufgearbeitet werden kann, insbesondere wen man an jenes denkt, das in Amerika vorhanden war.
Hier haben vor allem die Vertreter des Katholizismus ganze Arbeit geleistet(di Landa), der bemüht war, nicht zuzulassen, dass die dortigen Menschen Schrift und Wissenschaften kannten, die man, nach allen Kräften zu zerstören suchte. Es sollte ja außerhalb des Christentums keine Menschen mehr entdeckt werden, die auf Augenhöhe mit dem Wissen der europäischen Kultur stand(wie etwa die punktgenaue Mathematik).
Ja man hat die Existenz lateinamerikanischer Völker auch nicht so weit zurück datieren wollen, dass sie noch vor dem Christentum hochkulturelles Niveau erreicht hätten. Allein der Maya-Kalender, dessen Daten in eine Zeit von vor 3000 Jahre zurückreicht muss ja irgendwann initiiert worden sein, was mindestens noch einmal 1000 Jahre vorher geschehen sein kann.

Mit freundlichen Grüßen
gapping
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Alt 28.05.2014, 20:44   #19
perfidulo
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Zitat:
Zitat von gapping Beitrag anzeigen
Allein der Maya-Kalender, dessen Daten in eine Zeit von vor 3000 Jahre zurückreicht muss ja irgendwann initiiert worden sein, was mindestens noch einmal 1000 Jahre vorher geschehen sein kann.
Auch die europäischen Kalender wurden nach hinten extrapoliert. Wenn man den Algorithus festlegt, kann man beliebig weit in die Vergangenheit gehen.

Chistliche Kalender bis über die Sintflut hinaus.

Das ist nur Manipulation von Zahlen. Man braucht nicht mal Zahlen dazu. Geht auch mit Klötzchen.
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Vor jeder Antwort beachten: Ich bin kein Adept der Fantomzeit!
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Alt 30.05.2014, 09:16   #20
gapping
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Nein, man kann nicht beliebig weit in die Vergangenheit zurückgehen, sondern immer nur so weit, wie Zeit für gefundene Artefakte datiert werden kann. Die Grenze liegt schon in der Entstehungsgeschichte, denn die führt, was Primaten betrifft vielleicht 120 Millionen Jahre zurück und was den Homo sapiens/errectus angeht sind es vielleicht bis zu 15 Millionen Jahre.
Für die Besiedlung von Europa mit menschenähnlichen Typen angeht gelten 800 000 Jahre bislang als jener eingegrenzte Zeitraum, der sich, in Anbetracht dessen, dass wir nicht alles wissen können, vielleicht um ein paar Hunderttausend Jahre verschieben kann. Das war es dann auch. Für Beliebigkeit im Umgang mit Zahlen gibt es weder historisch, noch sachlich Gründe.
Nur unseriöse Zeitgenossen missbrauchen Zahlen als beliebig.

Mit freundlichen Grüßen
gapping
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