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Traumdeutung Sind Träume Schäume? Oder möchten sie uns etwas sagen, lassen sie sich deuten?

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Alt 22.01.2017, 14:32   #1
susandobmeier
Grünschnabel
 
Registriert seit: 22.01.2017
Beiträge: 3
Standard 2 Wochen nach Albtraum noch immer völlig unrealistische Angst

Hallo und guten Tag,

ich träume selten bis nie - soll heißen, ich kann mich normalerweise an meine Träume nicht erinnern. Wirklich ganz selten weckt mich der Wecker aus einem Traum, so dass ich etwas kaputt bin, aber es kommt nicht häufig vor.

Umso schlimmer plagt mich ein Traum, den ich vor mittlerweile mehr als zwei Wochen hatte. Und ich weiß nicht, warum er mich so verfolgt. Ich wurde auch nicht daraus geweckt, ich bin gegen drei Uhr einfach aufgewacht und habe dann weitergeschlafen. Nicht gleich, aber bald, denn ich war so müde, das hat die Angst in dem Moment überdeckt.

Ich habe bemerkt, dass ich in den vergangenen Tagen ein paar Dinge, die ich am Tag danach noch wusste, vergessen habe, aber die Grundgeschichte weiß ich noch als sei es gestern gewesen:

Ich bin Anfang 20 und entweder zu Besuch bei meinen Eltern oder wohne noch/wieder dort. Ich bin allein im Haus, meine Eltern sind im Urlaub. Es handelt sich um eine schöne ruhige Wohngegend einer mittleren Stadt.
Ich habe mir abends etwas zu Essen gemacht und als es dämmerte, ein paar Kerzen angezündet und die Terrassentür aufgemacht. Es ist ein sehr angenehmer Abend.

Plötzlich klingelt es und mir fällt ein, dass das wohl der Versicherungsberater ist, der mich am Vormittag zur Terminvereinbarung angerufen hatte. Ich hatte völlig vergessen, dass er an diesem Abend kommen wollte!
Schnell räumte ich den Teller in die Küche und ging an die Tür. Genau der war es, der Versicherungsberater.

Ich bat ihn ins Wohnzimmer und er ging zuerst zur offenen Terrassentür und sah hinaus. Ob er etwas dabei hatte, weiß ich nicht mehr. Er drehte sich zu mir um und sagte etwas, dass mich sofort erkennen ließ, dass es sich um keinen Beratungstermin handelte. Er gab zu, dass er sich nur als Versicherungsmensch ausgegeben hatte, um ein Date mit mir zu bekommen, weil er sich sicher sei, dass "eine solche Frau wie ich" niemals einem Date mit ihm zustimmen würde.

Ich meine, mich zu erinnern, dass er ganz normal aussah, nicht besonders schlecht, nicht besonders gut und dass ich daher dachte "wieso denkt er das?"

Ich weiß, dass das Gespräch in meinem Traum noch zwei, drei Sätze mehr beinhaltete, die ich aber leider nun tatsächlich vergessen habe.
Allerdings weiß ich ganz genau, dass ich aus einem völlig unersichtlichen Grund plötzlich Angst vor ihm hatte.
Und zwar panische Angst. Todesangst.
Ich war mir sicher, er würde mir etwas antun.

Und gerade als ich überlegte, wie ich wohl flüchten konnte, kam ein benachbartes Ehepaar mit einer Flasche Wein über die Terrasse und sagte "Hey Susan, wir wollten nur kurz vorbeischauen, weil Du heute Abend doch noch alleine bist. Lass uns einen Wein zusammen trinken" - dann sahen sie den Mann, der immer noch stand. "Oh, Du hast Besuch", sagte Karin, die ich in diesem Moment zur Begrüßung umarmte, während ihr Mann schon auf den Terrassenmöbeln Platz nahm.
Ich flüsterte ihr ruhig, innerlich aber total panisch, "Hilf mir, Hilfe!" ins Ohr und sie verstand sofort. Sie sagte, sie müsse mir unbedingt etwas in ihrem Haus zeigen und zog mich hinüber auf die andere Straßenseite. Ganz normalen Schrittes gingen wir ins Haus und beobachteten unsere Terrasse vom Küchenfenster aus.
Chris, ihr Mann, hatte zwar schon den Wein eingegossen, aber der Besucher muss ihm wohl komisch vorgekommen sein, denn dieser sprach nicht mit ihm und reagierte auch auf nichts, so dass Chris nach einer Weile zu uns kam und wir zu dritt unser Haus beobachteten.
Der "Versicherungsberater" schlenderte über die Terrasse, bis es ganz dunkel war, sah immer wieder auf die Uhr und zu uns herüber, aber ich war mir sicher, dass er uns durch die Küchengardinen nicht sehen konnte.

Karin wollte mir gerade im Gästezimmer das Bett bereiten, als ich sah, wie der Mann über die Terrasse unser Grundstück verließ, sich noch einmal wie ratlos umsah und ohne Hektik in sein Auto stieg und davonfuhr.

Ich habe die Nacht bei Karin und Chris verbracht, weil ich solche Angst hatte.
Ich kann mir null erklären, wieso ich eine derartige Angst hatte, auch jetzt nicht. Ich wusst es weder im Traum noch danach.
Ob ich nach Hause zurückgekehrt bin, weiß ich nicht, denn ich wachte direkt danach auf (also nachdem der Mann weggefahren war).

Er hatte mich nicht bedroht, er hatte mir am Telefon nur eine falsche Geschichte erzählt und war mir dann in unserem Haus unheimlich vorgekommen (allerdings erst, nachdem er mir gesagt hatte, dass das Versicherungsthema nur ein Vorwand gewesen war).

Ich war völlig platt, erschöpft und extrem ängstlich, nachdem ich aufgewacht war. Es war sehr früher Morgen, aber ich konnte partout nicht mehr einschlafen. Ich hatte Angst.
Ich musste das Licht anmachen und erschreckte mich im ganzen Haus bei jedem Bisschen.

Das ist bis heute so.
Ständig muss ich an diesen Traum denken und habe fürchterliche Angst, obwohl mir theoretisch klar ist, dass es nur ein Traum war und es diesen Mann gar nicht gibt - und ich ja nicht mal weiß, ob er mir im Traum etwas Böses wollte.

Habt Ihr eine Idee, warum mich diese Angst noch immer so verfolgt?
Ich bin zwar etwas schreckhaft, aber sonst nicht ängstlich und auch sonst ein realistischer Mensch.
Aber ich leider unter dieser Angst. Vor allem im Dunkeln, auch wenn Licht brennt, ist es schlimm. Tagsüber geht es besser, ist aber nicht weg.

Könnt Ihr mir helfen?
susandobmeier ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.01.2017, 14:50   #2
basti_79
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Beiträge: 9.052
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Willkommen im Forum.

Erkennbar ist eine Diskrepanz zwischen dem Traumerlebnis und den gesellschaftlichen Konventionen ("sowas macht man einfach nicht"). Man könnte die Frage stellen, wovor Du da eigentlich Angst hast. Das geordnete (Ehe-?)Leben Deiner Freunde gibt Dir Zuflucht vor der Bedrohung durch den "mysteriösen" Besucher.

Zitat:
und ich ja nicht mal weiß, ob er mir im Traum etwas Böses wollte.
Was hätte er Dir denn "böses wollen" können?

Deine (sehr schön zu lesende, und auch sehr offene!) Geschichte bringt deutlich zum Ausdruck, wo da Verdrängung stattfindet. Im Rahmen der Theorie der unspezifischen Erregung lässt sich unschwer erklären, was der eigentliche Kern der Geschichte ist, und dass Du Angst empfunden hast. Das heißt nicht, dass Angst da hilfreich war. Es war eben doch nur ein Traum.
__________________
Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
Groschenjunge: Was ist der Unterschied zum Jetzt?
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basti_79 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.01.2017, 16:11   #3
susandobmeier
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Registriert seit: 22.01.2017
Beiträge: 3
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Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Willkommen im Forum.

Danke und danke für Deine Antwort.

Erkennbar ist eine Diskrepanz zwischen dem Traumerlebnis und den gesellschaftlichen Konventionen ("sowas macht man einfach nicht").

Das verstehe ich leider nicht.
Welche gesellschaftlichen Konventionen meinst Du?
Und was macht man nicht?

Man könnte die Frage stellen, wovor Du da eigentlich Angst hast. Das geordnete (Ehe-?)Leben Deiner Freunde gibt Dir Zuflucht vor der Bedrohung durch den "mysteriösen" Besucher.

Nicht im geringsten. Dass die verheiratet sind, spielt keine Rolle, es hätte auch nur eine Person sein können.
Ich habe die Flucht ergriffen, weil ich Angst hatte und Karin mir einen Vorwand bot, dem Besucher nicht anzuzeigen, dass ich etwas vorhatte - nämlich abzuhauen.
Ich hätte immer (nicht nur in dem Traum) Angst, jemandem, durch den ich mich bedroht fühle (zB Einbrecher) offen anzuzeigen, dass ich flüchten will, in der Befürchtung, er würde dann erst recht auf mich losgehen.



Was hätte er Dir denn "böses wollen" können?

Mir wehtun. Ich bin extrem schmerzempfindlich und wenn mich jemand mit einer Waffe (obwohl ich keine sah, habe ich an so etwas gedacht) bedrohen würde, hätte ich Angst, nicht sofort dadurch zu sterben (wenn es so schnell geht, dass ich quasi nichts "merke", ist es ja nicht schlimm), sondern körperlichen Schmerz zu erleiden.

Deine (sehr schön zu lesende, und auch sehr offene!) Geschichte bringt deutlich zum Ausdruck, wo da Verdrängung stattfindet.

Gut, das sehe ich nicht, ich habe darin aber auch keinerlei Erfahrung.

Im Rahmen der Theorie der unspezifischen Erregung lässt sich unschwer erklären, was der eigentliche Kern der Geschichte ist,

Hm, also 70 Seiten kann ich jetzt nicht aufmerksam lesen.
Aber was ist Deiner Ansicht nach der eigentliche Kern?

und dass Du Angst empfunden hast. Das heißt nicht, dass Angst da hilfreich war. Es war eben doch nur ein Traum.
"Es war eben doch nur ein Traum" spielt in dieser Sache keine wesentliche Rolle.
Die Angst ist ja noch da und das nervt mich.
susandobmeier ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.01.2017, 17:03   #4
susandobmeier
Grünschnabel
 
Registriert seit: 22.01.2017
Beiträge: 3
Standard

Zitat:
die - offensichtlich bei Dir vorhandene - erotische Spannung sucht nach Entladung.
Danke für Deine Einschätzung.
Schade, dass es nur darauf hinausläuft.
Dies ist nicht der Fall. btw macht mir erotische Spannung keine Angst und ich denke auch nicht nur an das eine.
susandobmeier ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.01.2017, 17:28   #5
basti_79
Lebende Moderatoren-Legende
 
Benutzerbild von basti_79
 
Registriert seit: 18.11.2005
Beiträge: 9.052
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Dann musst Du uns wohl erklären, was Dein Traum bedeutet. Dafür kannst Du meine Fragen (und die anderer) zur Hilfe nehmen.
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