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Alt 22.08.2002, 22:08   #11
Zwirni
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Standard RE: Ursprache Europas

Eine geradezu verräterische Lage wenn man das so nennen kann Höchst interessant.

Ich glaube, wenn ich mal wieder Luft habe (in ferner Zukunft ) versuche ich mal eine Karte zu zeichnen, welche diese Wasserstände genauer zeigt (gibt es vielleicht schon, aber ich würde es gerne mal selber überprüfen).

Zwirni
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Alt 22.08.2002, 22:57   #12
Dragonhoard
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Beiträge: 1.434
Standard RE: Ursprache Europas

Ja das wäre interessant, ich hoffe du hast bald mal Luft.
__________________
Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt. Albert Einstein
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Alt 19.05.2013, 23:11   #13
Jonas
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Standard

Hi, ich hab mich auch schon gefragt was die Ursprache Europas wohl war.

Das Baskisch ist ganz sicher nicht die Ursprache Europas, sondern wohl eher
die Ursprache der Glockenbecher. Aber die tauchen erst im Bronzealter auf.
Insofern kann Baskisch nicht die Ursprache Europas sein.

Eine Ursprache Europas muss aus dem nordwestlichen Asien gekommen sein und daher in Richtung Proto-Ugrisch gelegen haben. Allerdings hat aus dieser Bevölkerung nur die weibliche Seite die neuen Zeiten erlebt, der männliche Teil ist so gut wie ausgestorben. Ihre Sprache dürfte in den Sprachen der Rentiervölker konserviert sein, ist aber damit nicht indoeuropäisch.

Farmer aus Anatolien haben diese Urbevölkerung jedoch völlig assimiliert und so eine neue Sprache ausgebildet, die mit den LBK sicher über ganz Europa verbreitet war.
Die spaltete sich auf in eine nordeuropäische und in eine südeuropäische Sprache, die vermutlich vom Neolithikum bis zur Bronzezeit (dem Eintreffen der Glockenbecher) Bestand hatte.

Es spricht einiges dafür das die bisherigen Ansichten völlig über den Haufen geworfen werden müssen, da die moderne Westeuropäische Bevölkerung frühestens mit den Glockenbechern auftauchte. Damit scheiden keltische und romanische Sprachen schonmal aus.

Sprachzentren entwickeln sich gewöhnlich dort wo am meissten los war. Wenn man also die Ursprache Europas finden will, muss man sie dort suchen, wo kontinuierlich zwischen Neolithikum und Bronzezeit wirklich was los war.
Es kann also keine abgelegene Region gewesen sein.

Meiner Meinung dürfte die früheste Sprache in Südeuropa Griechisch sein,
ein sehr altes Frühgriechisch.
Dem gegenüber steht sicher ein etwas jüngeres nordeuropäisches Zentrum, was die zweitälteste Sprache Europas ausgebildet hat.
Vorschläge?
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Alt 19.05.2013, 23:33   #14
EinsamerSchütze
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Zitat:
Meiner Meinung dürfte die früheste Sprache in Südeuropa Griechisch sein,
ein sehr altes Frühgriechisch.
Hab ich dich da nur falsch verstanden oder meinst du mit "früheste Sprache" wirklich die europäische Ursprache? Wenn ja, dann liegst du Griechisch definitiv daneben, denn das gehört eindeutig zu den indoeuropäischen Sprachen und ist damit deutlich jünger als die erste Besiedlung Griechenlands.
EinsamerSchütze ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.05.2013, 01:37   #15
Jonas
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Zitat:
Zitat von EinsamerSchütze Beitrag anzeigen
Hab ich dich da nur falsch verstanden oder meinst du mit "früheste Sprache" wirklich die europäische Ursprache? Wenn ja, dann liegst du Griechisch definitiv daneben, denn das gehört eindeutig zu den indoeuropäischen Sprachen und ist damit deutlich jünger als die erste Besiedlung Griechenlands.

Ich meine das Urgriechisch (oder wie nennst du es?) was in Griechenland noch vor dem Indoeuropäischem Griechisch gesprochen wurde.

Glaubst du denn das die sich nur zugegrunzt haben?
Die eingewanderten Farmer müssen ja eine Sprache mitgebracht haben und da sie recht früh in Griechenland siedelten, wurde ihre Sprache auch zur neolithischen Sprache dieser Region, sozusagen zur griechischen Ursprache.
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Alt 20.05.2013, 13:44   #16
aule
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In einem Buch über Atlantis war eine Karte abgebildet, wo in etwa Marokko, Spanien/Portugal und west Frankreich bis nach Großbrittanien alles zu Atlantis gehört hat. Laut den Überlieferungen von Plato, fand die Katasrophe vor ca 12000 Jahren statt und laut deiner Aussage ja die Wanderungen. Dies belegt doch eindeutig, dass eine große Katastrophe die Ursache war.
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Alt 20.05.2013, 15:13   #17
Jonas
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Zitat:
Zitat von aule Beitrag anzeigen
In einem Buch über Atlantis war eine Karte abgebildet, wo in etwa Marokko, Spanien/Portugal und west Frankreich bis nach Großbrittanien alles zu Atlantis gehört hat. Laut den Überlieferungen von Plato, fand die Katasrophe vor ca 12000 Jahren statt und laut deiner Aussage ja die Wanderungen. Dies belegt doch eindeutig, dass eine große Katastrophe die Ursache war.
Platon erwähnte keinerlei Zeitangabe soweit ich mich erinnere und es gibt zahlreiche Thesen wo Atlantis lag. Laut der Wissenschaft brach die Landbrücke zwischen Europa und Anatolien um ca. 6200 v.Chr. was in etwa kurz nach der Einwanderung der Farmer passiert sein muss, wenn diese Datierung stimmt. Auch das Gebiet Doggerland gilt z.B. als Atlantis-verdächtig. Dazu könnte auch ein versunkenes Atlantis im Sande gemeint sein. Es wird ja nicht explizit von Wasser gesprochen. Da wäre z.b. die Gegend um den Tschadsee interessant. Die Sahara war ja auch mal grüner.

Platon erwähnt Größenangaben und Technologie die eindeutig nicht zum Gebiet der Agais und in diese Zeit passen. Aber möglich ist alles. Dazu müsste man den Meeresspiegel der Agais und dessen Schwankung genauer untersuchen.
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Alt 20.05.2013, 19:01   #18
Spöckenkieker
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Zitat:
Eine Ursprache Europas muss aus dem nordwestlichen Asien gekommen sein und daher in Richtung Proto-Ugrisch gelegen haben.
Die Sprachen, die aus dieser Gegend kamen waren alle indigermanische oder uralische Sprachen sind also eingewandert. Das Baskische ist keine dieser Sprachen, sie unterscheidet sich stark. Alleine schon im Satzbau wird das erkenntlich.
Damit ist natürlich das Baskische nicht die Ursprache Europas, sondern vielleicht eine moderne Mundart davon, welche wohl schon mit der Neubesiedlung nach der Eiszeit in Europa einzog. Hinweis auf die archaische Sprache ist ja schon die Satzbildung. Wenn wir sagen "Der Mann gibt der Frau einen Kamm" ist in Baskisch das in etwa so "Mann Frau Kamm geben." Da kommen natürlich noch Wortendung usw hinzu, damit man weis wer hier mit wem aggiert, aber der Satzbau besteht aus zwei oder mehr Subjekten.
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Alt 20.05.2013, 19:16   #19
Jonas
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Zitat:
Zitat von Spöckenkieker Beitrag anzeigen
Das Baskische ist keine dieser Sprachen, sie unterscheidet sich stark. Alleine schon im Satzbau wird das erkenntlich.
Damit ist natürlich das Baskische nicht die Ursprache Europas, sondern vielleicht eine moderne Mundart davon, welche wohl schon mit der Neubesiedlung nach der Eiszeit in Europa einzog.
Offensichtlich glaubst du an eine uralte baskische Altbevölkerung in einem Eiszeitlichem Refugium in Spanien die Europa nach der Eiszeit wieder neu von der iberischen Halbinsel aus besiedelt hat. Nun das ist schon mehrfach wiederlegt worden.
Die iberische Halbinsel wurde zuerst von einer voreiszeitlichen westasiatischen Population besiedelt, die im Nordosten Europas einwanderte und den Kontinent bis nach Südwesten besiedelte. Deswegen hat man auch Nordost-Genetik in den Höhlen von Spanien gefunden. Später kamen die Farmer dazu. Die Neolithische Bevölkerung setzt sich also nur aus diesen Gruppen zusammen. Erst ab ca. 3000 v. Chr. tauchten neue Einwanderer auf.

Baskisch mag sehr alt sein, das bezweifelt auch niemand, aber es ist wohl nicht die Ursprache des Neolithischen Europas, sondern irgendwie später angekommen.
Womöglich verbunden mit einer afrikanischen Einwanderung (Hg E), das würde durchaus Sinn machen. Das ist jedoch spekulativ.
Jonas ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.05.2013, 21:03   #20
Spöckenkieker
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Zitat:
Offensichtlich glaubst du an eine uralte baskische Altbevölkerung in einem Eiszeitlichem Refugium in Spanien die Europa nach der Eiszeit wieder neu von der iberischen Halbinsel aus besiedelt hat.
Nö, woraus schließt du das???

Zitat:
Nun das ist schon mehrfach wiederlegt worden.
Von wem und wo? Und wer hat sowas behauptet?

Zitat:
Die iberische Halbinsel wurde zuerst von einer voreiszeitlichen westasiatischen Population besiedelt, die im Nordosten Europas einwanderte und den Kontinent bis nach Südwesten besiedelte. Deswegen hat man auch Nordost-Genetik in den Höhlen von Spanien gefunden.
Was ja nur bestätigt was ich sagte. Die Basken haben übrigens die Haplogruppe I. Die Einwanderer die Haplogruppe R.
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