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Alt 17.03.2004, 14:24   #1
Desert Rose
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Böse Forscher erproben Verfahren zum Gedankenlesen

Zitat:
17.03.2004 - Gesellschaft

Forscher erproben Verfahren zum Gedankenlesen

Gehirnaktivität soll Verbrecher entlarven und bei der Untersuchung von Alzheimer helfen

Amerikanische Forscher wollen mit einer neuen Methode bestimmte Gedanken eines Menschen lesen. Dabei wird die Hirnaktivität bei der Präsentation ausgewählter Bilder oder Worte registriert. Sind diese für den Probanden von besonderer Bedeutung, können typische Muster in der Gehirnaktivität gemessen werden. Das berichtet die Fachzeitschrift Chemistry & Industry (Ausgabe vom 15. März, S. 10).

Seit langem untersuchen Mediziner die Arbeit des menschlichen Gehirns, indem sie über Elektroden an der Kopfhaut die elektrische Aktivität der Nervenzellen registrieren. Reagiert das Gehirn auf die Wahrnehmung von Bildern oder Geräuschen mit erhöhter Aktivität, ist diese in der aufgezeichneten Verlaufskurve genau zu erkennen. Auf bestimmte Worte oder Bilder reagiert das Gehirn besonders stark – bekannte Informationen, die als besonders wichtig abgespeichert wurden, lösen eine Art "Aha-Erlebnis" aus, wie amerikanische Psychologen beobachteten.

Die Forscher erkennen diese Reaktion an einem mit etwa 300 bis 1000 Millisekunden nach dem Reiz einsetzenden Anstieg der Gehirnaktivität, der sofort wieder nachlässt. Diese Muster – so genannte Mermers – treten zum Beispiel auf, wenn jemand seinen eigenen Namen hört. Sie könnten nun beispielsweise zeigen, ob jemand ein Verbrechen begangen hat. Dazu werden einem Verdächtigen Informationen gegeben, die nur der Verbrecher kennen kann. Das Gehirn zeige dann das Wiedererkennen der Informationen durch die Mermers zuverlässig an, heißt es in dem Bericht. Vor einem solchen Test wird die Messung der Gehirnaktivität durch die Präsentation bekanntermaßen wichtiger oder neutraler Informationen geeicht.

Wie zuverlässig das Verfahren ist, zeigte ein Test, bei dem im Auftrag des amerikanische Geheimdienstes CIA eine Gruppe getestet wurde, unter der sich einige FBI-Agenten befanden. Allen Personen wurden Stichworte genannt wurden, die nur für die Agenten eine besondere Bedeutung hatten. Sämtliche FBI-Agenten konnten durch ihre Gehirnaktivität identifiziert werden.

Das Verfahren könne jedoch nicht nur zur Verbrechensaufklärung eingesetzt werden. Es soll auch zur Untersuchung des Krankheitsverlaufs bei Alzheimer-Patienten dienen. Die Mermers ermöglichen es Medizinern, zu erkennen, ob eine Information noch wiedererkannt wird, die für den Patienten immer besonders wichtig war. So könnte auch der Einfluss von Medikamenten auf den Krankheitsverlauf überprüft werden.

ddp/bdw – Thomas Kappe
Quelle


Forscher wollen menschliche Gedanken lesen


Und in den falschen Händen könnte mißbrauch betrieben werden, oder die totale Überwachung stattfinden.
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Alt 17.03.2004, 18:57   #2
Caput
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Ich tipp auf beides

Zitat:
Mind Reader - Brain-Reading Technology Becomes New Tool in Courts ...
http://abcnews.go.com/sections/GMA/S..._040309-1.html
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Alt 20.03.2004, 16:12   #3
Sachmet
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Die NASA scheint hier auch kräftig mitzumischen:

Zitat:
NASA kann Gedanken lesen

Die NASA hat ein Computerprogramm entwickelt, das Worte durch Analyse von Nervensignalen hörbar machen soll, noch bevor sie ausgesprochen werden.

Knopf-große Sensoren am Kinn und an beiden Seiten des Adamsapfels registrieren dabei die Nervensignale von Zunge, Hals und Stimmbändern. Ein Prozessor fasst diese subvokalen Zeichen mittels der Software in Worte.

"Diese biologischen Anzeichen entstehen wenn man liest oder mit sich selbst spricht - egal ob mit oder ohne Lippen- oder Gesichtsbewegungen," erklärt Chuck Jorgensen, Neuroingenieur am kalifornischen Ames Research Center der NASA.

92 Prozent Erkennungsgenauigkeit In ersten Tests mit einem erst dürftigen Wortschatz von sechs Wörtern ["Stop", "Go", "Left", "Right", "Alpha" und "Omega"] und zehn Ziffern, konnte eine Erkennungsgenauigkeit von 92 Prozent erreicht werden. Die Probanden mussten einfach an ein Wort denken und die Maschine schrieb es nieder.

Auch die Eingabe eines noch unbekannten Wortes durch Gedankenkraft ist mit dem System möglich. Ordnet man jedem Buchstaben in einem Raster eine Zahl zu, muss nur an die jeweilige Koordinate gedacht werden und das Wort wird buchstabiert. Den Forschern gelang es so, "NASA" in eine Suchmaschine einzutippen.

"Die ausgeworfenen Suchresultate haben wir wiederum nummeriert und konnten die betreffende Seite so aufrufen," so Jorgensen. "Das beweist, dass man durch das Internet auch ganz ohne Tastatur surfen könnte."

Für Stumme und zum Schummeln
Zwar steht die Entwicklung erst am Anfang, doch die Forscher denken bereits an die zahlreichen Anwendungsmöglichkeiten.

So könnte die subvokale Kommunikation in Raumanzüge integriert oder in lauten Umgebungen wie am Flughafen zum Einsatz kommen.

Ebenfalls von dem Gedankenlesesystem profitieren könnten Personen mit Sprechstörungen. Auch herkömmliche Spracherkennungssoftware könnte damit verbessert werden.

Auch die Anwendungsmöglichkeiten im Alltag sind zahlreich: Ob in überfüllten Bussen oder zur heimlichen Kommunikation in Schulklassen. Denkbar wäre jedoch ebenso der Einsatz bei jeder Art von Sicherheitskontrollen, ein Verschweigen von Tatsachen wäre demnach nur noch sehr schwer bzw. unter höchster Selbstdisziplin möglich.
Quelle

Und das ganze noch auf der NASA-page:
http://amesnews.arc.nasa.gov/release.../subvocal.html
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Alt 20.03.2004, 19:49   #4
Od[]L
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Stimme Caput zu.......wahrscheinlich dient der "Hilsfszweck für erkrankte Menschen" nur als Vorwand...bin mir da sicher das das "Militär" das schon anderst nützen wird...
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Alt 23.07.2004, 12:56   #5
Desert Rose
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Ein kleiner update dazu.

Zitat:
23. Juli 2004

KRIMINALITÄT

Wenn Maschinen Gedanken lesen

Von Chris Löwer

Die Gedanken sind frei - das war einmal. Neurotechniker entwickeln Methoden, die tiefe Blicke in die Innenwelt erlauben. Denn Gedanken hinterlassen Spuren, die gelesen werden können - von Fahndern oder jedem, der die richtige Technologie besitzt.

Für die Gerichte war die Sache klar: Terry Harrington ist ein Polizistenmörder. Harrington konnte die Richter nicht von seiner Unschuld überzeugen. Er erhielt lebenslänglich wegen des Vorfalls in der Nacht des 22. Juli 1977, der Mordnacht. Der damals 17-Jährige soll nach Angaben des 16-jährigen Belastungszeugen Kevin Hughes den Polizisten John Schweer erschossen haben.

25 Jahre lang saß der heute 42-Jährige ein. Vor anderthalb Jahren dann der überraschende Freispruch durch den obersten Gerichtshof des US-Bundesstaates Iowa. Was Ermittler und Richter bisher versäumt hatten: Harringtons Gehirn zu befragen.

Diesen Job übernahm Lawrence Farwell. Der Psychologe und Präsident des Human Brain Research Laboratory in Fairfield hat den gerichtsverwertbaren Gegenbeweis erbracht, indem er ergründete, was sich in jener Nacht im Kopf des zu Unrecht Beschuldigten abspielte. Der Psychologe hat ein Verfahren entwickelt, das er "Brain-Fingerprinting" nennt. Seine Suche nach der Wahrheit beginnt am Ursprung der Lügen: im Gehirn. Das ist nur logisch. Was nicht heißt, dass die Verfahren einfach und stets treffsicher sind.

Anhand des so genannten P300-Potenzials werden mit einem einfachen Test Gedächtnisspuren freigelegt, die jahrzehntealt sein können. Die mit Geld der CIA unterstützte Methode basiert auf Reaktionen der Hirnstromwellen (EEG), die exakt 300 Millisekunden nach Wahrnehmung eines außergewöhnlichen optischen oder akustischen Reizes auftreten - etwa dem Erinnern an Details einer Straftat. Starke Emotionen lassen sich dann auf der Kopfhaut durch Sensoren messen.

P300-Potenzial verrät Erinnerungen

So musste der vermeintliche Polizistenmörder Harrington keine mehr oder weniger hintersinnigen bzw. durchsichtigen Fragen wie bei einem Lügendetektor-Test beantworten. Er setzte sich, an ein EEG-Gerät angeschlossen, vor einen Computermonitor, auf dem unvermittelt eine Reihe von Begriffen auftauchte. Neben vielen Belanglosigkeiten erschienen auch Dinge, die in direktem Zusammenhang mit der Tat standen und von denen nur Ermittler und Täter wissen können. Das können banale Begriffe sein, wie Einzelheiten zum Mobiliar des Tatortes. Anhand des EEGs zeigt sich in diesem Fall eine verräterische Kurve, der so genannte P300-Ausschlag. Das in jedem verankerte P300-Potenzial ist willentlich nicht zu beeinflussen.

Der Psychologe präsentierte Harrington winzige Details rund um die Tat, ihren Hergang, die Flucht. Da der Beschuldigte schwor, zur Tatzeit in einer Diskothek gewesen zu sein, wurde er nun auch mit einzelnen Musiktiteln dieser Nacht konfrontiert. Anhand farbiger Linien und Ausschläge, die die Gehirnreaktion widerspiegeln, wurde bald klar: Informationen über den Mord regten das Gehirn nicht an, wohl aber jene, die das Alibi betrafen.

Farwell, der laut "Time Magazine" zu den 100 potenziellen "Picassos und Einsteins des 21. Jahrhunderts" gehört, folgerte: "Die Gehirnreaktionen zeigten eindeutig, dass die im Kopf des Beschuldigten gespeicherten Daten nicht mit der Tat und ihren Umständen, sondern eindeutig mit dem Alibi korrespondierten." Das musste auch der Hauptbelastungszeuge einsehen: Er widerrief seine Aussage mit der Begründung, gelogen zu haben, um nicht selber verdächtigt zu werden.

Die P300-Methode funktioniere allerdings nur, "wenn der Kandidat konzentriert den Test verfolgt und nicht an anderes denkt oder während der Messung den Bildschirm ignoriert", sagt Axel Mecklinger. Ist diese Voraussetzung gegeben, hält der Professor für Experimentelle Neuropsychologie an der Universität des Saarlandes die Methode für verlässlich. Eine weitere kleine Einschränkung nennt Klaus-Peter Dahle, Psychologe an der Freien Universität Berlin: "Möglicherweise können auch Signale auf eingebildete Wirklichkeiten entstehen. Man kennt das von Zeugenbefragungen nach Unfällen, die schwören, die Ampel sei rot gewesen, obwohl sie Grün zeigte." Die Erinnerung kann trügerisch sein.

Jagd auf terroristische Schläfer

Außerdem muss sichergestellt werden, dass der Beschuldigte nicht etwa doch im Laufe des Prozesses mit einem Beweismittel in Kontakt gekommen ist, auf das er dann reagiert - eine Kleinigkeit mit fatalen Folgen. Daher ist die Sammlung der Fakten ein diffiziles Geschäft. Farwell spielte deshalb selbst Detektiv und sammelte mögliche Indizien, die noch nicht aktenkundig waren.

Der Forscher will mit seiner Methode gar mutmaßlichen Terroristen das Handwerk legen, die als Schläfer auch in deutschen Städten ein unauffälliges Leben führen. Informationen und Fotos aus den Lehrbüchern der Terroristen könnten P300-Signale hervorrufen.

Unterdessen erleben Gedankenexperimente eine ungeheure Konjunktur. Forscher des Zentrums für "E-Wissenschaft" im schottischen Edinburgh entwickeln gerade eine Hirn-Scan-Methode, mit der frühzeitig Depressionen, Schizophrenie, Altersvergesslichkeit und andere Erkrankungen der Psyche diagnostiziert werden können. Dabei scannt ein Tomograph das Gehirn und vergleicht die Daten mit denen gesunder Gehirne. Die Kehrseite der Technologie könnte allerdings spätestens dann zum Vorschein kommen, wenn Arbeitgeber einen solchen Test zum Bestandteil der Bewerberauswahl machen sollten.

Gehirn-Screenings vor dem Verbrechen?

Tiefe Einblicke in die Psyche gelingen auch Dieter Braus, Psychiatrie-Professor am Hamburger Universitätsklinikum Eppendorf (UKE). Er weist mit Hilfe eines Kernspintomografen nach, dass sich der Blutfluss in bestimmten Gehirnarealen von pädophilen Straftätern verändert, wenn sie etwa durch Kinder in Badebekleidung gereizt werden. Der Inhaber der in Deutschland einzigartigen Professur für Bildgebung in der Psychiatrie glaubt, auf diese Weise eine Veranlagung erkennen zu können. Testpersonen gaben zwar an, die Fotos ließen sie kalt, ihre neuronalen Aktivierungsmuster ließen aber eindeutige Schlüsse auf das Gegenteil zu.

Andere werden von den technologischen Möglichkeiten zu Ideen verleitet, die an schaurige Zukunftsvisionen aus Hollywood erinnern - etwa an Steven Spielbergs Film "Minority Report", in dem eine Gedankenpolizei die Innenwelten unbescholtener Bürger überwacht und sie verhaften lässt, ehe sie Verbrechen begehen können.

Der Hamburger Strafrechtsprofessor Reinhard Merkel und der Mainzer Philosophieprofessor Thomas Metzinger etwa können sich Gehirn-Screenings bei Kindern und Jugendlichen vorstellen, um früh zu erkennen, wer später mal kriminell werden könnte. Schließlich, so Merkel, würden die neuen Testverfahren Grundlagen seelischer Störungen offenbaren. Der Bürger habe zwar ein Recht auf Privatsphäre - aber der Staat müsse auch seine Bürger schützen.
Quelle
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Alt 23.07.2004, 14:02   #6
Sereck
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Registriert seit: 25.09.2002
Beiträge: 2.497
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Zitat:
Der Bürger habe zwar ein Recht auf Privatsphäre - aber der Staat müsse auch seine Bürger schützen.
mit dieser begründung kann man sogut wie alles rechtfertigen.
Veranlaging zum verbrechen???mit anderen worten wer bei einem dieser tets durchfällt könnte dann ohne jeden grund verurteilt werden?das kommt mir doch zu bekannt bevor.es würde wieder eine schichte von "untermenschen" entstehen die keinerlei recvhte haben und von der geselschafft ausgegrenzt werden.
wenn diese technologie weiterentwickelt wird,wer garantiert dann das damit nicht die bürger überwacht werden?
Nein!"ich bin immer für technologischen fortschritt aber hier geht das ganze dann doch eine nummer zu weit!
Sereck ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.07.2004, 22:52   #7
critical
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auch wenns nicht direkt mit dem thread zu tun hat:
Ich wär von der Möglichkeit nächtliche Träume auf video aufzuzeichnen begeistert. Die verschwommenen Erinnerungen nach dem Aufwachen machen doch neugierig was man noch alles so träumt. Ich weiß das zum großen Teil am Tag Erlebtes verarbeitet wird, aber auf welch "wirre" Weise dies zum Teil dann geträumt wird wär doch echt mal interessant.

critical
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