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Alt 12.08.2017, 12:50   #11
JoshuaTree
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Mein Buch wurde gerade auf Matthias Mattings Seite "SF der Woche" zum besten Science Fiction Neustart der Woche gewählt :-)!

http://www.sf-der-woche.de/sf-buch-d...-ein-wurmloch/
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Alt 26.08.2017, 14:54   #12
JoshuaTree
Grünschnabel
 
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Band 2 ist jetzt erschienen und trägt den Titel "Der Hyperraum Krieg" - viel Spaß beim Lesen :-)

https://www.amazon.de/dp/B0754JCBPC/...=behemoth+2333
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Alt 26.08.2017, 16:32   #13
Nobby Nobbs
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Ich find's schade, das Si-Fi nicht ohne Krieg und Gewalt auszukommen scheint.
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Alt 26.08.2017, 17:59   #14
perfidulo
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Zitat:
Zitat von Nobby Nobbs Beitrag anzeigen
Ich find's schade, das Si-Fi nicht ohne Krieg und Gewalt auszukommen scheint.
Wie wahr!

Aber es handelt sich ja eben nicht um Science Fiction, sondern um
Space Opera! Die lebt vom Krawall.

Es ist ja nicht so, dass es keine Sci-Fi ohne Krieg und Gewalt gäbe.

Mich hat seinerzeit "Ein Raumschiff namens Helva" von Anne McCaffrey fasziniert.

Das war aber schon die Zeit, wo es in Richtung "Fantasy" abgedriftet ist. Da habe ich es aufgegeben. Die ganzen Drachen und Zauberer haben mich einfach nicht fasziniert.

Anne McCaffrey hat selbst ihre ursprüngliche geniale Idee in ein solches Drachen und Magier-Environment verfrachtet. So kann es gehen.
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Alt 27.08.2017, 12:08   #15
JoshuaTree
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perfidulo hat recht: In diesem Fall geht es ja um Space Opera und da ist Krieg durchaus ein Teil von, den ich im Übrigen keinesfalls glorifiziere in der Reihe, ganz im Gegenteil.

Und zu Science Fiction gehört Krieg und Gewalt gar nicht zwangsweise. Ich finde zum Beispiel, dass der Film "Arrival", der ja so gut wie komplett ohne irgendwelche Gewalt auskam, zu den in meinen Augen besten Science Fiction Filmen der Gegenwart zählt.

Auch einige Klassiker, z.B. von Asimov kommen ohne Krieg aus :-)
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Alt 27.08.2017, 12:24   #16
perfidulo
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Zitat:
Zitat von JoshuaTree Beitrag anzeigen
Auch einige Klassiker, z.B. von Asimov kommen ohne Krieg aus :-)
Da stellt sich natürlich die Frage, warum es überhaupt um Krieg geht.

Meines Erachtens ist SF-Literatur immer nur ein Reflex auf die Probleme der Gegenwart.

Je nach der politischen Orientierung fällt dann das Ergebnis aus. Wer Kriege für zwangsläufig hält, wird auch im Weltall metzeln.

Der gerne angeführte "Kampf um Ressourcen" ist angesichts des Energiebedarf für Raumfahrt ohnehin völlig absurd. Auch das "Auswandern" rechnet sich nicht.

Ich hatte schon vor Jahren die Idee eines "Präparativen Massenspektrometers" im Weltraum. Vakuum ist ja da. Man muss nur Rohmaterial ionisieren und dann mit der bekannten Technik trennen. Nur eben in viel grösserem Massstab. Da bekommt man jede Menge Silizium, aber eben auch Gold und alle seltenen Elemente.
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Alt 27.08.2017, 13:32   #17
basti_79
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Zitat:
Zitat von perfidulo Beitrag anzeigen
Meines Erachtens ist SF-Literatur immer nur ein Reflex auf die Probleme der Gegenwart.
Naja... Äh... Was denn sonst?

Zitat:
Der gerne angeführte "Kampf um Ressourcen" ist angesichts des Energiebedarf für Raumfahrt ohnehin völlig absurd.
Der ist schon für sich völlig absurd. Dazu braucht es keine Raumfahrt.

Zitat:
Man muss nur Rohmaterial ionisieren und dann mit der bekannten Technik trennen. Nur eben in viel grösserem Massstab. Da bekommt man jede Menge Silizium, aber eben auch Gold und alle seltenen Elemente.
Es gibt da ja auch die Idee, Rohstoffe von Asteroiden (oder anderen Himmelskörpern) abzubauen. Wenn man mal darüber nachdenkt, wie man die dann auf die Erde zurückbekommen könnte, fällt einem schnell auf, was für ein Stuss das ist.

Service für nicht-Nerds: Es kostet etwa genauso viel, etwas von einem Asteroiden auf die Erde zu bringen, wie etwas von der Erde auf einen Asteroiden zu bringen. An der Anzahl bisher erfolgreicher "sample return missions" kann man ablesen, wie "wirtschaftlich" das wäre. Gar nicht, nämlich.
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Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
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Alt 27.08.2017, 14:59   #18
perfidulo
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Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Der ist schon für sich völlig absurd. Dazu braucht es keine Raumfahrt.
Die Auseinandersetzung um Ressourcen ist nicht absurd sondern die Triebfeder der Geschichte!

Jedenfalls seit dem Ende des Matriarchats.

Aber das bedeutet nicht, dass es immer und ewig so sein muss.

SF ist auch dazu da, alternative Entwicklungswege anzudenken, gesellschaftlich und technisch. Technisch wird die Fortschreibung von Metall und Brennstoffen bevorzugt (männlich) und man liest selten von Biotechnologie (engl.: biobased society).

Irgendwie haben es die Geisteswissenschaftler im 19. Jahrhundert verbockt, als sie die metallnutzenden Gesellschaften als überlegen betrachteten (Bronze und Eisenwaffen sind hölzernen Keulen überlegen) und alles organische als minderwertig abtaten. (Grabstock ./. Eisenpflug). Also letztlich nur eine Variante von Technik-Euphorie, deren verheerende Folgen so langsam sichtbar werden.
Die maschinengestütze Landwirtschaft will regelmässige und grosse Felder, die inzwischen so gross sind, dass die Schmetterlinge keine Chance mehr haben. Wird man eben mit Drohnen bestäuben, oder?
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Alt 27.08.2017, 17:25   #19
basti_79
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Zitat:
Zitat von perfidulo Beitrag anzeigen
Die Auseinandersetzung um Ressourcen ist nicht absurd sondern die Triebfeder der Geschichte!
Des Kapitalismus, ja. Also im Wesentlichen: der Geschichte seit etwa 1750.

Das Problem nennt man "Stichprobenverzerrung". 1750 haben etwas mehr als 20 Millionen Menschen in Deutschland gelebt, das darüber hinaus damals noch eine ganz anderes Gebiet bedeckt hat. Von diesen 20 Millionen Menschen werden in Geschichtsbüchern vielleicht ein paar tausend rezipiert, und von vielen tausenden kennt man noch "Kollektivgeschichten" von Kriegen und dergleichen. Was die restlichen 19 Millionen während dieser Zeit gemacht haben, ist nicht schwer zu sagen, aber mit anderen "um Ressourcen auseinandergesetzt" haben sie sich wohl kaum. Ausser, man betrachtet wirklich alles durch diese Brille.

Zitat:
SF ist auch dazu da, alternative Entwicklungswege anzudenken, gesellschaftlich und technisch.
Meiner Meinung nach die Hauptfunktion.

Zitat:
Irgendwie haben es die Geisteswissenschaftler im 19. Jahrhundert verbockt, als sie die metallnutzenden Gesellschaften als überlegen betrachteten (Bronze und Eisenwaffen sind hölzernen Keulen überlegen) und alles organische als minderwertig abtaten. (Grabstock ./. Eisenpflug).


Was haben die denn nun verbockt?

Zitat:
Also letztlich nur eine Variante von Technik-Euphorie, deren verheerende Folgen so langsam sichtbar werden.
"Nun so langsam sichtbar"? Wie denkst Du z.B. über den zweiten Weltkrieg, oder über Kraftfahrzeuge?

Zitat:
Wird man eben mit Drohnen bestäuben, oder?
Äh. Ich denke nicht, dass es irgendwelche Pflanzen gibt, deren Bestäubung mittelbar durch den Menschen wahrnehmbar eingeschränkt wird.

https://yourlogicalfallacyis.com/de/dammbruchargument
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Alt 27.08.2017, 19:44   #20
perfidulo
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Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Äh. Ich denke nicht, dass es irgendwelche Pflanzen gibt, deren Bestäubung mittelbar durch den Menschen wahrnehmbar eingeschränkt wird.
Da redet wieder der Geisteswissenschaftler!

Von wegen "Stichprobenverzerrung"

Wir wissen aus schriftlichen Quellen eine ganze Menge über frühere Zeiten, jedenfalls solange es schriftliche Aufzeichnungen gab. (D.h. die Zeit Karls des Grossen ;-) fällt auso).

Und der Antrieb war immer an irgendwelchen Stoff zu kommen, der das Leben leichter macht, aber im eigenen Gebiet gerade nicht verfügbar war.

Bei den (vorkapitalistischen) Kreuzzügen ging es nicht um die Heiligen Stätten, sondern um Handelswege nach Asien. Nur ein Beispiel.

Manchmal klappte es lange mit fairem Tausch, aber oft wurde die Gier übermächtig. Das konnte das Monopol der Anbieter sein (etwa beim Weihrauch), das gewaltsam gebrochen wurde, oder einfach das Kalkül, dass eine Besetzung mehr in die Kasse bringt als freier Handel.

Man darf nicht vergessen, dass angesichts der geringen Bevölkerung auch Land und Menschen Ressourcen waren. Vom Deutschen Orden wurden Siedler zur Urbarmachung der den Ureinwohnern gewaltsam entrissenen Gebiete angeworben. Nur die Kombination von Natur und menschlicher Arbeit brachte etwas in die Kasse.

Die Gutsherren haben immer mit dem Problem zu kämpfen gehabt, dass ihre schönen Wälder eigentlich nutzlos sind, abgesehen als Jagdrevier, weil sie das Holz nicht verwerten konnten mangels Transportmöglichkeit. Einen Ausweg bot die Herstellung von Holzkohle die die Ressource Holz transportwürdig werden lässt.

Das hat alles nichts mit "Kapitalismus" zu tun. Der hat es nur auf die Spitze getrieben. Der Feudalismus war nicht unbedingt angenehmer.

Eine interessante Beschreibung der vorkapitalistischen Wirtschaft in Schottland 1773 findet sich bei Samuel Johnson. Schottland befand sich im Zustand der Substistenzwirtschaft (die manche immer noch für das Ideal halten). Was die Menschen brauchten, haben sie selbst aus dem hergestellt, was die Natur hergab (auch Whisky) und mangels Infrastruktur auch selbst verbraucht.

Er versucht hinter die Funktion des Systems der Clans zu kommen, das von den englischen Besatzern brutal zerschlagen wurde nachdem die Schotten mit militärischen Widerstand gescheitert waren. Es wäre verfehlt den Laird als tyrannischen Blutsauger darzustellen. Auf den Hebriden-Inseln herrschte trotz schwieriger Umweltbedingungen ein gewisser Wohlstand.

In kurzer Zeit entwickelte sich Schottland zu einem bedeutenden Industriestandort. Viele Ingenieure, die als "Engländer" bekannt sind, kamen eigentlich aus Schottland und die schottische Landwirtschaft war hoch entwickelt. Eifrig wurde alles, was man in die Finger bekommen konnte auf seine Brauchbarkeit als Dünger untersucht.

Auf den Hebriden hatte man schon lange den Seetang (Kelp) als Dünger gekannt und begann nun mit der Vermarktung. Und schon ging das Gerangel um unbewohnte Felsen los, auf die vorher niemand einen Besitzanstpruch angemeldet hatte.

Irgendwie gehört das zur Frage der Allmende (oder Commons), die mit plumpem Vulgärmarxismus (Marburger Schule) nicht erfasst wird. Das wurde soweit ich weiss, von der SF-Literatur bisher weitgehend ignoriert.
__________________
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military science fiction, science fiction, space opera, zukunftstechnologien

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