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Alt 19.03.2018, 18:01   #71
Venkman
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Aufgrund von Leseschwächen, Tatsachenverzerrungen und Halbwissen hab ich mir die kleine Mühe mal, zwecks besserer Lesbarkeit gemacht.

Zeitungsauschnitt:


Reinschrift:

Zitat:
Psychologin: „Äußerst bedenklich“

STREIT Bericht warnte davor, Kind mit Gerichtsvollzieher zur Mutter zu bringen.

VON ANKE LOSACK

HELBRA/MZ – „Ich bin völlig fassungslos, was diesem Kind da angetan wurde“, schreibt eine Nutzerin im Internet. „Was ist das nur für eine kranke Welt“, eine andere. Im Netz reagieren die Leute mit großem Unverständnis auf das, was sich am Montag an der Grundschule in Helbra abgespielt hat. Ein Mädchen soll nicht mehr bei ihrem Vater leben. Darum wurde es von einem Gerichtsvollzieher unter Hilfe der Polizei und des Jugendamtes an die Kindesmutter übergeben. Die Kleine wehrte sich, schrie und weinte (die MZ berichtete).

„Die Tochter äußerte sich in den Sitzungen sehr offen und klar.“
Psychologin

Die vergangenen zweieinhalb Jahre lebte der Vater, Maik W. (Name geändert), mit der Tochter allein, nachdem die Mutter den gemeinsamen Haushalt verlassen hatte. Dann beantragte sie bei Gericht, dass das Kind bei ihr leben soll. Das Aufenthaltsbestimmungsrecht, das Teil des Sorgerechts ist, wurde ihr zugesprochen. Da das Kind nicht an die Mutter übergeben wurde, erging ein Vollstreckungsbeschluss.
Dass die Umsetzung sich dramatisch abspielen würde, hatte Maik W. geahnt. Er suchte deshalb Hilfe bei einer Psychologin in einer Beratungsstelle, hatte dort mehrere Sitzungen – allein und mit der Tochter. Das Ziel sei die Vorbereitung der Achtjährigen auf den Wechsel des Lebensmittelpunktes zur Mutter gewesen, so die Psychologin in ihrem Bericht, der der MZ vorliegt. „Die Tochter äußerte sich in den Sitzungen sehr offen und klar. Sie erzählte, dass sie ihre Mutter ablehnt und massive Ängste hat, vom Vater weg zu müssen.“, heißt es darin. Die Psychologin schätzte zudem ein, dass der Vater „gut in der Lage erscheint, auf seine Tochter einzugehen, Anregungen aus der Beratung aufzunehmen sowie neutral und reflektiert über die Kindesmutter und die gemeinsame Familie zu sprechen.“
Anfragen bei der Mutter, um sie in die Beratung einzubeziehen, seien nicht erfolgreich gewesen. Die Psychologin warnte in ihrem Bericht vor einer Vollstreckung: „Aus psychologischer Sicht und aus dem aktuellen Erleben des Kindes heraus, erscheint es für das Kindeswohl äußerst bedenklich, sie mittels Gerichtsvollzieher aus der für sie bisher einzigen vertrauten Bindung und Umgebung zu reißen und unvorbereitet in den Haushalt der Mutter (…) zu bringen.“ Maik W. habe die Einschätzung der Psychologin den Behörden übergeben, konnte damit aber keinen Einfluss auf die Entscheidung nehmen.
Wie Steffen Lutz, Direktor des Amtsgerichts Eisleben, auf MZ-Anfrage sagt, sei ein psychologisches Gutachten von der zuständigen Familienrichterin eingeholt worden. Dieses und die eigene Wahrnehmung der Richterin seien Grundlage für ihre Entscheidung gewesen, das Aufenthaltsbestimmungsrecht der Mutter zuzusprechen.
@Lupo: Ich kann hier nirgends herauslesen das der Vater der Mutter die Tochter zweieinhalb Jahre vorenthalten hat? (Zumal das rechtlich gar nicht möglich ist beim Sorgerecht beider Parteien!)
Da sie beide das Sorgerecht hatten/haben, warum hat die Mutter ihre Tochter nicht besucht bzw. sich irgendwie bemüht den rechtlich ihr zustehenden "Umgang" mit ihrem Kind zu gewährleisten oder aufrechtzuerhalten? 2,5 Jahre nichts und aufeinmal will sie die Tochter zu sich holen?
Das ist für mich nicht logisch und nachvollziebar und deshalb hab ich auch keinerlei Sympathie der Mutter gegenüber. Und warum hat sie es der Tochter nicht wenigstens versucht "leichter zu machen" und die angebotenen Sitzungen bei der Psychologin wahrgenommen?
__________________
"Es ist eine ewige Erfahrung, daß jeder Mensch, der Macht in Händen hat, geneigt ist, sie zu mißbrauchen. Er geht soweit, bis er Schranken findet."
- Charles Baron de Montesquieu -

Geändert von Venkman (19.03.2018 um 18:24 Uhr).
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Alt 19.03.2018, 19:37   #72
Lupo
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Zitat:
Wie Steffen Lutz, Direktor des Amtsgerichts Eisleben, auf MZ-Anfrage sagt, sei ein psychologisches Gutachten von der zuständigen Familienrichterin eingeholt worden. Dieses und die eigene Wahrnehmung der Richterin seien Grundlage für ihre Entscheidung gewesen, das Aufenthaltsbestimmungsrecht der Mutter zuzusprechen.
Ob oder warum die Mutter keinen Kontakt hatte in der Zeit wissen wir doch gar nicht.
Vielleicht gab es Kontakt, vielleicht nicht - wir wissen es nicht.
Vielleicht hat die Mutter Kontakt gesucht, aber der Vater hat es verhindert - wir wissen es nicht.

Was wir wissen: Das erste psychologische Gutachten und der Eindruck der Richterin sprachen für die Mutter
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"Die Psychiater hatten einige Spezialausdrücke für meinen Fall. Naja, ich hatte auch einige Spezialausdrücke für die Psychiater." (Charles Bukowski)
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Alt 19.03.2018, 20:26   #73
basti_79
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Zitat:
Zitat von Lupo Beitrag anzeigen
Mich wundert, wie bereitwillig du (und die anderen, die deiner Meinung sind) hier einen Rechtsbrecher verteidigt.
Ich vertrete die Meinung, dass hier nicht feststeht, wer alles (es handelt sich wohl um mehrere) welche Rechte gebrochen hat.

Zitat:
Oder auch warum du es okey findest, dass der Mann seine Tochter in die Situation bringt?
  1. Halte ich es ohnehin für einen Rechtsbruch, die Tochter gewissenlosen Pädagogen, Polizisten und deren Helfershelfern auszusetzen
  2. Hat die Mutter wesentliche Anteile an dieser Eskalation

Zitat:
Woher weißt du, dass die Entscheidung des Gerichtes, der Mutter das Sorgerecht zu zusprechen falsch war?
Das weiß ich nicht. Es war aber definitiv falsch, das Kind in eine Situation zu bringen, in der die Täter Zugriff auf sie hatten.

Zitat:
(Ich weiß nicht, ob es richtig war, aber bis zum Beweis des Gegenteils gehe ich erstmal davon aus)
Das Gegenteil ist schon bewiesen.

Zitat:
Zitat von Lupo Beitrag anzeigen
Was wir wissen: Das erste psychologische Gutachten und der Eindruck der Richterin sprachen für die Mutter
Und in einer solchen Situation sollte man den Verhältnismäßigkeitsgrundsatz und höheres Recht wie etwa die Verfassung beachten, bevor man den Schlägertrupp ruft. Ansonsten unterscheiden sich die eigenen Methoden nämlich nicht von der einer beliebigen Mafia.
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Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
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Alt 19.03.2018, 21:23   #74
Lupo
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Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Halte ich es ohnehin für einen Rechtsbruch, die Tochter gewissenlosen Pädagogen, Polizisten und deren Helfershelfern auszusetzen
Ja, ich weiß, Lehrer, Juristen und Polizisten alles Nazis und ansonsten "weiter wie bisher".....
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"Die Psychiater hatten einige Spezialausdrücke für meinen Fall. Naja, ich hatte auch einige Spezialausdrücke für die Psychiater." (Charles Bukowski)
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Alt 19.03.2018, 22:07   #75
Lawrence P. W.
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Echt, du schwingst hier die Nazikeule und das gegen Basti??

Nee, ne?!
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Alt 21.03.2018, 16:47   #76
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Das war keine Nazikeule, meiner Meinung nach. Eher eine "rückwärtige Nazikeule": "Da hält jemand jemanden für einen Nazi"...
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Alt 22.03.2018, 22:15   #77
Lawrence P. W.
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Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Das war keine Nazikeule, meiner Meinung nach. Eher eine "rückwärtige Nazikeule": "Da hält jemand jemanden für einen Nazi"...
Es erleichtert das so zu sehen?
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Alt 24.03.2018, 15:18   #78
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Zitat:
Zitat von Lawrence P. W. Beitrag anzeigen
Es erleichtert das so zu sehen?
Die Frage verstehe ich nicht.

Ich würde sagen, eine "Nazikeule" wäre, jemanden, möglicherweise unberechtigterweise, einen Nazi zu nennen. Eine "rückwärtige Nazikeule" demnach, wenn man hysterisiert, dass jemand jemanden, möglicherweise unberechtigterweise, Nazi genannt hätte. Dergleichen vereinfacht aber letztendlich nur Versuche, Diskussionen zu beenden...
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