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Religion Von Animismus bis Zen...

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Alt 23.06.2014, 18:17   #1
Acolina
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Daumen hoch Politiker und ihre christliche Befindlichkeit

Lesenswert! Politiker und ihre christliche Befindlichkeit
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Die freiheitlich-demokratischen Ideale und Werte, die sich jetzt auch im Grundgesetz finden, wurden während der Aufklärung gegen die sich auf Gott und Bibel berufenden Kirchen durchgesetzt. Und weder der Gott Jahwe des Alten Testaments noch der Vater Jesus Christi, noch beide in einer Person, noch Allah vertreten die Werte unseres freiheitlich-demokratischen Staates. Sie müssen sie erst noch erlernen. (Gerd Lüdemann, Theologieprofessor)
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Alt 23.06.2014, 20:11   #2
Altfrid II.
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Ja, lesenwert ist der Kommentar tatsächlich, zeigt er doch einen – fast möchte ich sagen fanatisierten - Atheisten, der sein Lieblingsfeindbild von der bösen christlichen Kirche pflegt (Kultur- und karitative Leistungen der so begeistert gehassten Kirche werden dabei ausgeblendet), ohne dabei zu bemerken, dass seine Kritik an der Lebens – und Glaubensrealität der meisten Gläubigen weit vorbeigeht. Er bemerkt auch nicht, dass er heutige und vergangene Wert- und Moralvorstellungen sowie Weltbilder mit einander vermischt und somit völlig ahistorisch argumentiert. Was mich immer wieder bei solchen Zeitgenossen amüsiert ist die Tatsache, dass er versucht den Christen vorzuschreiben, was sie eigentlich zu glauben hätten, wenn sie es denn richtig täten. Dabei sind solche Atheisten dann viel fundamentalistischer als der konservativste Katholik. Dass er Gläubigen und Kirchen damit das Recht abspricht, sich entwickeln zu dürfen, die Erkenntnisse neuer Zeiten umsetzen zu dürfen, die biblischen Texte der aktuellen Lebensumstände entsprechend auslegen zu dürfen, bringt mich ebenfalls zum Grinsen. Von den theologischen Defiziten (von wegen „Rachegott“), die er offensichtlich hat, mal ganz zu schweigen. Aber das alles steht ihm frei.

Was ihm nicht freisteht, ist der unsägliche Auschwitzvergleich, der – wie jeder Auschwitzvergleich – schlicht geschmacklos ist.
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Lehrer haben vormittags recht und nachmittags frei. Also Augen auf bei der Berufswahl!
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Alt 23.06.2014, 20:46   #3
Lawrence P. W.
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Ja da möchte man doch glatt auf ein Forumsthema zu dem von dir geannten Artikel, Autor und Inhalt verweisen.
Von dir selbst verfasst liebe Aco...
Der obige Autor ist ein echter Populist...
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Letztendlich muss jeder Atheist dran glauben
Der Glaube ist eine Realität von den Dingen, die wir hoffen.
Nietzsche "Gott ist tot" ............................................ Gott "Nietzsche ist tot"
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Alt 24.06.2014, 07:04   #4
Groschenjunge
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Hi,

Zitat:
Zitat von Lawrence P. W. Beitrag anzeigen
Der obige Autor ist ein echter Populist...
getroffene Hunde bellen. -gj
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"Der frühe Vogel mag vielleicht den Wurm fressen, aber erst die zweite Maus bekommt den Käse." Vince Ebert
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Alt 24.06.2014, 07:38   #5
Lawrence P. W.
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Zitat:
Zitat von Groschenjunge Beitrag anzeigen
Hi,

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Brav Laut gegeben - jetzt Sitz!
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Alt 24.06.2014, 07:49   #6
Groschenjunge
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Hi,

Zitat:
Zitat von Lawrence P. W. Beitrag anzeigen
Brav Laut gegeben[/b]
Du hast *tätschel* und das Leckerli vergessen. Martin Rütter wäre wahrlich nicht begeistert.
-gj

ps: wie schön, dass wir Atheisten die Flöhe in deinem Pelz sind. Auch dein Glaubenspulver hilft da nicht, wir kommen immer wieder. Und wir werden täglich mehr.
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Alt 24.06.2014, 08:08   #7
Lawrence P. W.
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Leckerli ist gestrichen, es muss dringend auf die Linie geachtet werden und "Tätschel" erst nach "mach Männchen" und dass scheitert schon wegen Leckerli...
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Alt 24.06.2014, 08:47   #8
perfidulo
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Zitat:
Zitat von Altfrid II. Beitrag anzeigen
Ja, lesenwert ist der Kommentar tatsächlich, zeigt er doch einen – fast möchte ich sagen fanatisierten - Atheisten, der sein Lieblingsfeindbild von der bösen christlichen Kirche pflegt (Kultur- und karitative Leistungen der so begeistert gehassten Kirche werden dabei ausgeblendet), ohne dabei zu bemerken, dass seine Kritik an der Lebens – und Glaubensrealität der meisten Gläubigen weit vorbeigeht. Er bemerkt auch nicht, dass er heutige und vergangene Wert- und Moralvorstellungen sowie Weltbilder mit einander vermischt und somit völlig ahistorisch argumentiert. Was mich immer wieder bei solchen Zeitgenossen amüsiert ist die Tatsache, dass er versucht den Christen vorzuschreiben, was sie eigentlich zu glauben hätten, wenn sie es denn richtig täten. Dabei sind solche Atheisten dann viel fundamentalistischer als der konservativste Katholik. Dass er Gläubigen und Kirchen damit das Recht abspricht, sich entwickeln zu dürfen, die Erkenntnisse neuer Zeiten umsetzen zu dürfen, die biblischen Texte der aktuellen Lebensumstände entsprechend auslegen zu dürfen, bringt mich ebenfalls zum Grinsen. Von den theologischen Defiziten (von wegen „Rachegott“), die er offensichtlich hat, mal ganz zu schweigen. Aber das alles steht ihm frei.
Es ist anerkennenswert, daß Altfrid wenigestens den Versuch macht inhaltlich zu antworten - im Gegensatz zu jemand anderen.

Altfrid hat recht. Das christliche ist nicht mehr zu fassen.

Jeder zimmert sich seine Religion zurecht. Die hehren Glaubenssätze des Vatikan oder der Bischofskonferenz werden relativiert und als überholt oder für einen selbst nicht verbindlich erklärt. Die Bibel wird nach Bedarf gedeutet.

Das nennt man dann des "Recht auf Entwicklung".

Gerade Atheisten erkennen das an, daß sich ethische Prinzipen entwickeln könnten. Aber dann ist die Stiftung durch einen allwissenden Schöpfergott wenig plausibel.

Wie kennen auch das Prinzip der Inspiration, daß ein Gott durch besonders empfängliche Personen (Propheten) spricht und damit sein ursprüngliches Konzept dem Zeitgeist entsprechend revidiert. Heute wird - ganz zeitgeistig - eher die Inspiration durch ein Kollektiv (Gemeinde) postuliert. Auch nichts wirklich Neues in der Religionsgeschichte.

Atheisten haben es einfacher. Sie brauchen diese Diskrepanz zwischen einem imaginären Göttlichen und der geistesgeschichtlichen Entwicklung nicht. Letzteres reicht völlig aus.
__________________
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Geändert von perfidulo (24.06.2014 um 08:48 Uhr). Grund: tajperaro
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Alt 24.06.2014, 20:26   #9
Sancho
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Bergmeier: Und wenn ein Bus verunglückt, bejubelt der Gläubige Gott, der ihn “wunderbar errettet” habe. Dass Gott nebenher dreißig Fahrgäste in den Tod geschickt hat, tut der “Gerechtigkeit Gottes” und seiner “Liebe zu den Menschen” keinen Abbruch.

Dieser Satz zeigt eigentlich das Zentrale an diesem Gottesglauben. Dieser Gott kann nur ganz persönlich erfahren werden. Da danken z.B. viele von ganzem Herzen ihrem Gott für die wundersame Errettung aus auswegloser Situation beim Tsunami in Thailand. Das ist verständlich, aber eine subjektive Sicht bis auf die Knochen. Da geraten weitere 200.000 Ertrunkene und Erschlagene daneben vollkommen aus dem Blickfeld und werden nicht als "gleichwertig" erkannt. In diesem Moment kann der Gläubige sich nicht solidarisch mit diesen Menschen erklären. Froh sein über seine eigene Errettung, ja! Aber Dank müßte er eigentlich als obszön empfinden. Allzu menschlich hat der Gläubige nur die eigene Errettung im Blick und er dankt seinem Gott. Wir wissen aber, daß denen die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen (Römer 8, 28).

Der Glaube delegiert Ursachen und Wirkungen an diese höhere Macht.
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Alt 02.07.2014, 17:26   #10
Buenaventura
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Ort: Mittelrheintal
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@altfrid
ich finde deine replik selektiv, auf viel gehst du nicht ein (zb die voellige ueberrepraesentanz in der politik, personell und tematisch, die finanzierung durch nicht- oder andersglaeubige, die arbeitsrechtliche sonderstellung usw.). gleichzeitig verweisst du auf angebliche kulturelle und soziale leistungen, die aber ueblicherweise die allgemeinheit bezahlt.
und ganz nebenbei, nichtglauben kann nicht radikal sein (was nicht heissen soll, atheisten koennten nicht radikal handeln!), das ist allein problem der aberglaeubigen.
mit dem nazivergleich hast du natuerlich recht.
__________________
Ich glaube nicht.
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