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Alt 02.02.2018, 13:06   #41
MJ01
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Zitat:
Zitat von perfidulo Beitrag anzeigen
Echt nicht? Dabei versuche ich Euch gerade beizubiegen, das der Fetsch von der vermeintlich effizienteren Technologie, die die ineffizienten von der Platte putzt, ein lange gepflegter Mythos ist.

Die Segelschiffe erreichten ihre höchste Vollkommenheit in der Epoche des Dampfschiffs, nicht etwa davor und wurden dann vom "besseren" verdrängt.

Die meisten Kanäle (Binnen) wurden gebaut, als die Eisenbahn als vermeintlich effizientere Transportmittel galt.
Also ich finde nicht, dass dies falsch wäre. Nur ähh... müsste man das Wort "effizient" mit den Wort "bequemer" ersetzen.
Segelschiffe:
Natürlich versucht die alte Technologie jede mögliche Ressource zu nützen, wenn Konkurrenz am Markt ist. Man kann diese Effizienzsteigerung als "letztes Aufbäumen" begreifen. Und was heißt hier "effizient"? Natürlich gibt es nichts effizienteres als ein System, in das man keine zusätzliche Energie als den Wind einsetzen muss! Nur... wenn keiner weht, steht das dumme Ding nur in der Flaute und kann die Fracht nicht zeitgerecht zum Zielhafen bringen.
Nur was keiner an diesen Technologien bedenkt:
Für den Betrieb eines 4/5-Mast Windjammers benötigte man so ca. 50 Mann Besatzung, die Lagerraum Verpflegung und Lohn benötigten. Für ein Dampfschiff waren höchstens 10 Mann notwendig.
Detto Eisenbahnen:
Natürlich ist das Verhältnis Tonne/Anzahl der Beförderungsmittel bei Kanalschiffen wesentlich besser als bei der Eisenbahn. Aber für ein Kanalschiff benötigte man auch 5 Mann plus Schleusenwärter plus Energie für die Schleusenpumpen. Und letztendlich für das Anlegen eines Kanals benötigt man Planungs- und Bauzeit von zumindestens 10 Jahren. Schienen kann man hingegen recht schnell verlegen und das Netz ist wesentlich dichter.
Der Grund weshalb sich damals das VHS-System gegenüber dem Video 2000 durchgesetzt hat, ist Dir wahrscheinlich auch bekannt.
Der Grund überall ist sicherlich nicht Effizienz, sondern weil es einfach "leichter geht"!
Wie ich anfangs sagte, es setzt sich die Technologie durch, die zur jeweiligen Zeit einfacher und bequemer genutzt werden kann.
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Alt 02.02.2018, 14:27   #42
basti_79
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Benutzerbild von basti_79
 
Registriert seit: 18.11.2005
Beiträge: 10.380
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Zitat:
Zitat von perfidulo Beitrag anzeigen
Echt nicht? Dabei versuche ich Euch gerade beizubiegen, das der Fetsch von der vermeintlich effizienteren Technologie, die die ineffizienten von der Platte putzt, ein lange gepflegter Mythos ist.
"Effizienz" (wie auch immer man die messen will) ist sicherlich eine wichtige Größe, nicht aber die Einzige wichtige. Kannst Du mir sagen, ob Du diesen "Mythos" eher als deskriptiv begreifst oder eher als normativ?

Weißt Du, dass z.B. "Qualität" oder "Werte" zuverlässig ein sehr schwer zu definierender Begriff ist?

Zitat:
Die Therorie basiert auf der Fiktion einer "linearen" Technik.
Welche Theorie denn?

Zitat:
Leider wollen die Wirtschaftwissenschaftler am Ende wieder alles auf "Kennzahlen" eindampfen, wie den "Carbon Footprint", dier alles auf Kohlendioxid normiert.
Liegt da der Fehler bei den Ökonomen, oder liegt er bei den Rezipienten, die deswegen die eine oder andere Entscheidung treffen?

Zitat:
Damit kann man dann wieder fein Politik machen.
Selbstverständlich. Was ist das Problem dabei?

Zitat:
Oder beim Autoverkehr auf Feinstaub. Leider machen unsere [politischen] Freunde alles begeistert mit.
Erst einmal habe ich in diesem Zitat den Namen einer Partei gelöscht, da das Gesagte meines Erachtens auf Politik im Allgemeinen zutrifft.

Und dann noch einmal ausdrücklich die Frage: Worauf sollte man Politik denn begründen, wenn nicht auf Tatsachen (Messungen!)?
__________________
Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
Groschenjunge: Was ist der Unterschied zum Jetzt?
Perfidulo: Es quasseln nicht dauernd Leute dazwischen.
basti_79 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.02.2018, 14:37   #43
HaraldL
Lebendes Foren-Inventar
 
Registriert seit: 18.08.2002
Beiträge: 3.094
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Wir sollten eine Technologie daran messen, wie benutzerfreundlich und zuverlässig sie ist. Auch ein Kriterium ist, wie gut man Störungen richtig einordnen kann, ob sie nun am eigenem Gerät liegen oder von einem externen Gerät kommen. Hier ist bei der EDV vieles nicht in Ordnung, wie http://forum.grenzwissen.de/showthread.php?t=23303 zeigt.
HaraldL ist offline   Mit Zitat antworten
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