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Unser Leben: Schicksal oder Zufall? Ist unser Leben überwiegend eine Aneinanderreihung von Zufällen oder eher schicksalhaft vorherbestimmt? Gibt es einen Sinn dahinter?

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Alt 21.01.2003, 20:03   #1
Acolina
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Ausrufezeichen Gottesbegriff - Gut & Böse

Im Allgemeinen steht in der christlichen Tradition ja Gott dem Teufel gegenüber, der Teufel stellt sozusagen einen gleichstarken Gegenpol zu Gott dar, beide bilden ein polares Gegensatzpaar.

Irgendwie hatte ich allerdings mit dieser Sichtweise schon immer meine Probleme, denn genau genommen hat für mich der Gottesbegriff nur dann einen Sinn, wenn es keinen Gegenpol zu Gott gibt, wenn er all-umfassend ist, alles in sich vereinigend, all-einend, all-ein ist.

Der Teufel, Luzifer, wäre also auch ein Teil von diesem Gott, dem All-Einen, sein Geschöpf, kann ihm also unmöglich ebenbürtiges Gegenüber sein kann.

Nach dieser Theorie wäre "gut" alles das, was vereint (in die Einheit zurückführt), "böse" das, was trennt (aus der Einheit heraustrennt). Wobei wiederum Letzteres, das Trennen, eine Stufe des Erkenntnisgewinns ist, die Analyse, und somit auch wiederum zu etwas "Gutem" (nämlich der Erkenntnis) führen kann, etwas "Gutem" dient. Zum Beispiel muss man Licht "trennen", um seine Bestandteile, die Farben, zu erkennen.

Goethe beschreibt es recht treffend, wenn er seinen Mephisto (sprich: den "bösen" Teufel) sagen lässt: "Ich bin ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft". Interessant ist auch, was Goethe Gott sagen lässt: "Des Menschen Tätigkeit kann allzuleicht erschlaffen, er liebt sich bald die unbedingte Ruh; drum geb’ ich gern ihm den Gesellen zu, der reizt und wirkt und muss als Teufel schaffen." Keine sehr dankbare Aufgabe für den armen Teufel...

Immerhin war es Luzifer, was ja "Lichtbringer" bedeutet, der Eva auf die Idee brachte, nach Erkenntnis und damit Einsicht und Selbstbestimmung zu streben, nachdem er dem Gott der Bibel mit seinem berühmt-berüchtigten "Non serviam" - "Ich diene nicht" trotzte.

Ich frage mich, was daran nun so "böse" ist...

Ach so und damit das Ganze nun auch noch zum Topic dieses Forums im Sinne von "Was ist der Sinn des Lebens?" passt , wenn "gut" und "böse" beide göttlich im Sinne von "Teile von Gott" sind, besteht der Sinn des Lebens (und das Wichtige im Leben) eventuell weniger darin, was wir tun, als darin, welche Erkenntnis wir daraus ziehen bzw. dass wir überhaupt eine aus unserem Tun ziehen ... also kurzum im Erfahrungen sammeln und auswerten??

Was meint ihr dazu?


P.S. ...nein, ich habe gerade weder exzessiv dem Vino zugesprochen, noch sonstige Rauschmittel zu mir genommen, ich habe von Natur aus solch' "irre" Gedanken :P
__________________
Die freiheitlich-demokratischen Ideale und Werte, die sich jetzt auch im Grundgesetz finden, wurden während der Aufklärung gegen die sich auf Gott und Bibel berufenden Kirchen durchgesetzt. Und weder der Gott Jahwe des Alten Testaments noch der Vater Jesus Christi, noch beide in einer Person, noch Allah vertreten die Werte unseres freiheitlich-demokratischen Staates. Sie müssen sie erst noch erlernen. (Gerd Lüdemann, Theologieprofessor)
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Alt 22.01.2003, 00:49   #2
merlin
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du darfst den gott der biebel, der sehr weit ins irdische geholt wurde. nicht mit dem universellen gottes begriff mixen.
dennoch ist es ein universelles gesetz,gut -böse,hell dunkel ,plus minus.........
ohne den gegensatz kannst du nichts wahrnehmen.wie willst du licht erkennen wen du nie das dunkel gesehen hast.
nur den gottesbegriff den du meinst ,der ist für uns menschen fast nicht vorstelbar da wir eben in der dualität gefangen sind.
doch insoweit geben dir viele recht,(ich meine die menschen mit nahtod erlebnissen)die sagen das einzig wichtige sind die erfahrungen ,sprich emotionen!
denn nur was du gefühlt hast bleibt erhalten.
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Alt 22.01.2003, 03:43   #3
nane
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hmm - ich muss mal was verbinden

habe heute bzw gestern auf mtv die osbournes gesehen.
ich bin eigentlich durch ozzy (sein recover lied "dreamer")
welches ich sehr gerne von ihm höre
und einige nachforschungen darauf gekommen.

zum einen halte ich diesen alt rocker für etwas besonderes
von seinem wesen her und seiner art musik zu machen.
zum anderen bemerke ich in ihm sehr stark das ewige kind.
mit black sabbath angefangen und
(sich selbst als das böse betiteln - was er heute noch tut).
eine total durchgeknallte familie - aber real.

er wirkt absolut hilflos/abwesend - durch drogen/suff etc.
aber er hat sein kindwesen behalten und kann sich wie
ein schneekönig freuen - über kleinigkeiten.

sie bleiben die alten - trotz all den im haus montierten cams
welche 6 tage in der woche aufzeichnen und zur serie
geschnitten werden. OHNE DREHBUCH.

seine tochter hat jetzt auch erfolg und seine frau sagte
"uns geht es zu gut - jetzt muss bald der knall kommen"
und er ist gekommen - sie hat krebs.

auch wenn jedes zweite wort in der familie "f.u.c.k" ist -
was solls? am ende ist in dieser familie echte liebe zuhause.
liebe die man in "gutbürgerlichen" kreisen nur als wort kennt.

jetzt kommts wieder auf die sichtweise an ..
für den einen asoziales pack - für den anderen das gegenteil.
da ist wohl weisheit von nöten.

ich denke das war evtl ein gutes beispiel zum acolina posting

http://osbourne.de/ozzy.htm
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Alt 29.01.2003, 20:52   #4
camäleon
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Gott: jenseits des von uns fassbaren Begriffes Gut und Böse?

Zitat Acolina:
Goethe beschreibt es recht treffend, wenn er seinen Mephisto (sprich: den "bösen" Teufel) sagen lässt: "Ich bin ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft".
Eine Ueberlegung mit weitreichenden Konsequenzen. Diese bis in die letzten Fassetten zu denken lässt Ethik und Moral in den Grundfesten erschauern.

Ueberlegen wir, in welchem Lichte da auf einmal Hitlerdeutschland erscheint. Aus dem Scheusal wird ein armer Teufel. Täter werden zu Opfern.

(Eine Betrachtungsweise, obwohl für mich stimmig, für welche, man wohl den öffentlichen Zorn auf sich ziehen würde.)

Um auf die eigentliche Frage nach dem Sinn des Lebens zurückzukommen, frage ich mich: Zu welchen Erkenntnissen wir überhaupt in der Lage sind zu kommen, angesichts des heillosen Durcheinander’s zwischen gut und böse.

Nun vielleicht diese: das es von Eva vielleicht doch eine Schnapsidee war nach Erkenntnis und damit nach Einsicht und Selbstbestimmung zu streben!
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Alt 12.02.2003, 14:57   #5
camäleon
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Standard War Eva doch an allem schuld?

Vor dem Bewußtsein steht das Verbot:

"Dann gebot Gott, der Herr, dem Menschen: Von allen Bäumen darfst du essen, doch vom Baum der Erkenntnis von von Gut und Böse darfst du nicht essen, denn sobald dur davon ißt, wirst du sterben." (Gen 2, 16/17)

Als das Verbot durchbrochen war, warf der Mensch zum ersten mal einen Blick auf sich selbst und erkannte, daß er nackt war; d. h. er erkannte, daß er nichts hatte, an dem er sich festhalten konnte, nichts, was ihm gehörte, nichts, von dem er mit Gewißheit sagen konnte, daß es da war, bis auf sein nackte Existenz. Gleichzeitig war die Einheit mit Gott durch die Sehnsucht nach Klugheit und Wissen zum ersten mal gebrochen.
Statt Klugheit und Wissen erhält der Mensch das Instrument des Denkens. Er erlebt durch den Fall aus der Einheit zum ersten mal Zweiheit, indem er einen Riß zwischen Gott und ihm selbst ausmacht. Das Erlebnis der Spaltung bringt auch die Trennung von Subjekt und Objekt, von Erkenner und Erkanntem durch den Prozeß des Erkennens mit sich. Von da an steht das Ich dem Du, Gott dem Menschen, der Denker dem Gedachten und das Sein dem potentiellen nicht-Sein gegenüber, denn durch das Denken erhält der Mensch die Möglichkeit, sein mögliches Nicht-sein zu antizipieren.
Da aus der Einheit also Zweiheit geworden ist - die Erfahrung des Abgespalten-seins fortan seine Existenz mitbestimmt - entsteht auch das Bewußtein von Raum und Zeit. Denn der Mensch hat nunmehr die Möglichkeit eine Linie von dem EINEN Punkt zum ZWEITEN aufzumalen (Durch die Abspaltung entsteht der Zweite Punkt im jeweils Gegenübergestellten). Der Mensch kann also jetzt zwei Punkte mit einer Linie verbinden; er kann Geburt und Tod mit einer Linie verbinden und dadurch das Ende der Linie, den vorgestellten Tod vorwegnehmen.
Durch das lineare Zeiterleben, das erst durch den Fall aus der Einheit in die Zweiheit entstehen konnte, also die gedankliche Trennung von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, wird die Vorwegnahme des eigenen Todes möglich. Als Folge dieser Möglichkeit entstehen Angst und Verzweiflung. Ver-ZWEI-flung meint hier die vollkommene Überflutung mit ZWEI-feln. Der Zweifel muß das Denken bestimmen, da es die ZWEI (der Denker braucht den Gegenstand des Gedachten, das allein durch seine Abgrenzung von Anderem, Trennung in sich birgt, als ein Gegenübergestelltes) immer schon enthält.
ZWEI-feln heißt, daß das Denken die Möglichkeit impliziert zu jedem beliebigen Axiom sowohl JA als auch NEIN sagen zu können und als Instrument alleine nie darüber befinden kann, ob das Axiom, von dem es ausgehen muß, selbst der Wahrheit entspricht oder nicht. Da das Denken seiner Möglichkeit nach also immer spaltend und trennend vorgehen muß, kann es nie etwas anderes hervorbringen als ZWEI, ZWEI-fel und Ver-ZWEI-flung.
Wenn es allerdings Wahrheit geben sollte, so muß sie jenseits des Schattens eines Zweifels liegen, also jenseits des Denkens. Der Wahrheit zu entsprechen hieße, sich dieser ZWEI-fellos anzugleichen und das kann das Denken als Instrument nicht leisten; es stellt sich in seiner notwendigerweise ZWEI-felfaften Tätigkeit ( also in der unerläßlichen Spaltung in ein JA und auch NEIN ) als ein Hindernis dar.
Einheit ist demzufolge UNDENKBAR. "Ganzheitliches", "Einheitliches" DENKEN ist also gar nicht möglich.
Die Sehnsucht des vertriebenen Menschen richtet sich aber seit Anbeginn seines Zeit-Bewußtseins auf die Rückkehr in das verlorene Paradies, in dem die Einheit möglich sein soll.



Zitat aus der Diplomarbeit von Birgit Permantier 1994 "Träum´ ich oder wach´ ich?"
Eine Reise durch das Spektrum des Bewußtseins am Beispiel des Phänomens "Klarträumen" und am Beispiel von Peter D. Ouspenskys systematischer Methode der "Selbsterinnerung"
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Alt 14.02.2003, 19:42   #6
Acolina
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Zitat:
Original von camäleon
Gott: jenseits des von uns fassbaren Begriffes Gut und Böse?

Zitat Acolina:
Goethe beschreibt es recht treffend, wenn er seinen Mephisto (sprich: den "bösen" Teufel) sagen lässt: "Ich bin ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft".
Eine Ueberlegung mit weitreichenden Konsequenzen. Diese bis in die letzten Fassetten zu denken lässt Ethik und Moral in den Grundfesten erschauern.

Ueberlegen wir, in welchem Lichte da auf einmal Hitlerdeutschland erscheint. Aus dem Scheusal wird ein armer Teufel. Täter werden zu Opfern.
Ich denke nicht, dass diese Überlegung Moral und Ethik in ihren Grundfesten erschüttern muss, denn dieser Ausspruch Mephistos ist ja keine Rechtfertigung bösen Tuns. Auch würde ich daraus nicht schließen, dass Hitler demnach ein armer Teufel war, er bleibt ein Scheusal.

Denn so lange es Wege gibt (und die gibt es immer), etwas Gutes zu bewirken ohne dafür Böses zu tun, so lange gibt es keine Rechtfertigung dafür Böses zu tun.

Ich sehe den Ausspruch Mephistos eher so, dass das Gute letztendlich unbesiegbar ist.

Wobei man hier den Begriff Gut ähnlich wie den Begriff Tag sehen müsste, zum einen bezeichnet Tag die Ganzheit von Tag und Nacht, zum anderen nur den hellen Teil, den Gegensatz von Nacht.

Die Ausführungen von Birgit Permantier sind sehr gut, ich sehe es praktisch genauso. Streng genommen ist Einheit wirklich "undenkbar", sie ist nur fühlbar, empfindbar, erfahrbar (diese Erfahrung wird dann meist "Erleuchtung" genannt). Ganzheitliches Denken ist nach dieser Definition tatsächlich ein Widerspruch in sich, allerdings ist aus meiner Sicht so etwas wie ganzheitliches Denken in der Hinsicht möglich, dass man sich der Illusion von Dualität bewusst ist und somit über den Horizont der Dualität hinausschaut. Letzteres würde ich dann als Weisheit bezeichnen, Denken kann ein Teil eines Weges dahin sein, muss es aber nicht.

Zitat:
Die Sehnsucht des vertriebenen Menschen richtet sich aber seit Anbeginn seines Zeit-Bewußtseins auf die Rückkehr in das verlorene Paradies, in dem die Einheit möglich sein soll.
Sehe ich auch so, die Sehnsucht dieses verlorene Paradies der Einheit wieder zu erlangen, ist letztendlich die Triebfeder all unseren Tuns, sei es das Eingehen von Partnerschaften, das Sehnen nach Liebe oder auch nur nach körperlicher Ver-ein-igung, der Kampf um Anerkennung, die Ausübung von Religionen etc. - und auf diesem Weg zurück ins Paradies jagen wir so mancher Ersatzbefriedigung nach, die aber meist nur von kurzer Dauer ist und uns danach um so leerer zurück lässt.
__________________
Die freiheitlich-demokratischen Ideale und Werte, die sich jetzt auch im Grundgesetz finden, wurden während der Aufklärung gegen die sich auf Gott und Bibel berufenden Kirchen durchgesetzt. Und weder der Gott Jahwe des Alten Testaments noch der Vater Jesus Christi, noch beide in einer Person, noch Allah vertreten die Werte unseres freiheitlich-demokratischen Staates. Sie müssen sie erst noch erlernen. (Gerd Lüdemann, Theologieprofessor)
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Alt 14.02.2003, 21:41   #7
camäleon
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So, jetzt wird die Sache kompliziert aber auch spannend. Verschiedene Punkte sehe ich anders als Du. Im Sinne einer Provokation halte ich am Votum, „Hitler war ein armer Teufel“ fest. Diesen Standpunkt zu vertreten, ist gefährlich, da aus verständlichen Gründen, die Emotionen hoch gehen und gewisse Dinge unter gewissen Umständen nicht gesagt werden dürfen, da sie unter dem Blickwinkel einer engen Ethik und Moral zu ungeheuerlich und meines erachtens auch verwerflich sind sind.
Nun, und das möchte ich betonen, wir machen an dieser Stelle nicht Politik und wir reden auch nicht über weltliche Rechtssprechung. Wir reden hier über Gut und Böse und dessen Einbettung in den Gottesbegriff.

Der Anfang des Schöpfungsbericht steht ja ganz im Zeichen der Dualität:
Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde...
...dann trennte er Licht von der Dunkelheit und nannte das Licht Tag
und die Dunkelheit Nacht... und so weiter
Am Schluss der Genesis finden wir dann noch die Geschichte vom Baum der Erkenntnis
Welche in der Urteilsfreiheit des Menschen über Gut und Böse gipfelt.

Wenn ich nun die Aussagen Von Birgit Permantier herangezogen habe, (und dies war mir ein Genuss) hat dies nun mehrere Gründe: Einerseits, da ich wirklich be- ZWEI-fle, ob wir allen ernstes je zu Erkenntnissen gelangen werden, welche von Bedeutung sind, und zweitens, weil böse, oder gut, sogenannte Axiome sind. Um nochmals Permanier zu zitieren:
, ob das Axiom, von dem es ausgehen muß, selbst der Wahrheit entspricht oder nicht. Da das Denken seiner Möglichkeit nach also immer spaltend und trennend vorgehen muß, kann es nie etwas anderes hervorbringen als ZWEI, ZWEI-fel und Ver-ZWEI-flung .

So gesehen, müssen wir immer offen lassen, das wir nicht die leiseste Ahnung von Gut und Böse im Sinne der Wahrheit haben.
Angesichts diesem heillosen Durcheinander gibt es jedoch eine weitere Bibelstelle welche in meinen Augen, uns in unserem relativitäts Dilemna Aufschluss gibt und hilft:
„Gebt dem Kaiser was dem Kaiser ist,
und Gott was Gott ist!”
So gesehen löst sich auch die Frage auf: War Hitler ein armer Teufel oder ein Scheusal? Er war vermutlich armer Teufel und Scheusal in einem.
Auf genau das wollte Goethe nach meiner Auffassung hin, als er Mephisto sagen lies: "Ich bin ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft".


Nun, manchmal ist es sehr schwierig sich klar auszudrücken, da für einem vollkommen klar wie gemeinnt, für andere das totale Chaos..(verzeih mir wenn's so ist)


Ich glaube Schulz von Thun sagte einmal: es ist nicht wichtig was man sagt, es ist wichtig wie es ankommt..
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Alt 09.03.2003, 23:41   #8
norbert
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Zu diesem Thema möchte ich auch ein paar, wenn auch fragmentarische Ansätze beisteuern. (fragmentarisch? - Weil es zu diesem Thema sehr viele, sich überschneidende Aspekte gibt.)

Ich möchte voranschicken: mir geht es hier um den Menschen nicht um die Amöbe. (Nur um Spitzfindigkeiten Anderer vorzubeugen.)

Grob gesagt, der Sinn des bewussten Seins (bewusst; weil, vorher stellt sich die Sinnfrage nicht) ist schlicht - Erfahrungen zu machen; sich zu entwickeln.
Wozu, sei erst einmal dahingestellt. (führt, im Augenblick, zu weit und zur Verzettelung und letztlich auch in den Bereich der Spekulationen)

Bestimmte, differenzierende Erfahrungen sind nur in einer dualistischen Welt, der Welt der mat. Möglichkeiten zu machen. Dabei kommt das wichtigste Privileg des Menschen gegenüber anderen irdischen Wesen, die Möglichkeit der freien Entscheidung, zum tragen.

An dieser Stelle beginnt das Spiel um "gut" und "böse" !
Wo ist die Orientierung für "freie Entscheidungen" ? Was ist "gut" und "böse" und warum/wodurch ?

In jedem Spektrum der denkbaren Handlungsmöglichkeiten (Handlung - im weitesten Sinne) ist der Bereich des "Guten" und der Bereich des "Bösen" schon definiert. Dabei sollte man sich aber vor Verabsolutierungen hüten. (Absolut ist Gott; alles andere ist in Bewegung.)

In unserer Welt steht dem "Bösen" ja nicht direkt das "Gute" gegenüber sondern dasandere "böse Extrem". (z.B. : zu viel - zu wenig; zu heiß - zu kalt; zu trocken - zu nass usw. ...)
Das "Gute" nimmt dabei die ausgleichende Position ein. (einfach dargestellt - die Mitte)
Absolut "Gut" wäre demnach die absolute Ausgewogenheit. Das "Böse" manifestiert sich in extremer Divergenz.

Es ist immer ein heißes Eisen praktische Beispiele (Menschen)
für Erfahrungs-Handlungen im Spektrum der Möglichkeiten vorzuführen und diese zu bewerten.
Wir alle bewegen uns, je nach Entwicklungsstufe, irgendwo zwischen Gut und Böse.
Ich denke, wenn man sich nicht in die Beliebigkeit von Stand-
punkten verlieren will, muß man die fesseln materialistischen Denkens ablegen.(Dieser letzte Satz bezieht sich auf "gute" oder "böse" Positionen und Haltungen in der Welt.

Wie gesagt; es sind nur gedankliche Fragmente.
Ich hoffe die Diskussion geht weiter!

Grüße Norbert
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Alt 12.03.2003, 09:14   #9
TheVision
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Gut & Böse, Positiv & Negativ ..... alles das sind nur polare Ansichten. Das, was wir Gott nennen, ist aber jenseits dieser Polarität, denn er liebt sowohl die "Bösen", also auch die "Guten", und das ohne wenn und aber.

Die "Bösen" sind nur Wesen, welche einen anderen Weg zu Gott beschreiten, einen über Umwege.
Die "Guten" müssen diese Lektionen nicht durchlaufen und beschreiten den direkteren Weg zu Gott.

Ich glaube ganz oben hatte jemand geschrieben, dass der "Teufel" der direkte Gegenpol zu Gott wäre. Isser aber nit ! Das was wir Teufel oder Luzifer nennen ist ein Wesen, welches eine der ersten direkten Schöpfung von Gott war. Dieses Wesen wollte aber nicht Gott als das höchste anerkennen, sonder lieber seinem Ego fröhnen. Da Gott jedem Wesen seinen freien Willen uneingeschränkt zugesteht, war dies möglich und somit fiel Luzifer in die Polarität von "Gut & Böse". Aber er kann und wird niemals "mächtiger" als das Höchste sein, denn: Schatten kann nur durch das Licht existieren.

Grüsse
TheVision
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Alt 24.03.2003, 15:47   #10
das__LICHT
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard Der heilige Mann

Hallo !


Die Geschichte vom >>heiligen Mann<<
(zitat.: aus >>Dr.Joseph Murphys Vermächtnis<
Vor langer,langer Zeit lebte ein heiliger Mann,der von solcher Herzensgüte war,dass Engel vom Himmel herniederkamen,um zu ergründen,wie jemand derart gut und fromm sein konnte.
Der heilige Mann ging einfach seinen Ausgaben im täglichen Leben nach und strahlte dabei gegenüber allen Lebewesen Liebe und Wohlwollen aus, wie die Sterne Licht und die Blumen Duft ausstrahlten,ohne sich dessen überhaupt bewusst zu sein.Zwei Worte beherrschten seinen Tag:
Er gab, und er vergab. Doch diese Worte kamen nie über seine Lippen;sie drückten sich in seinem Lächeln,seiner Liebe,Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft aus.
Die Engel sagten zu Gott:"O Herr,gewähre ihm die Gabe,Wunder wirken zu können!"
Gott antwortete:"Es sei.Fragt ihn doch,was er sich wünscht."
"Was also wünscht du dir ?" riefen die Engel.
"Was soll ich mir wünschen?"entgegnete der heilige Mannlächelnd:
"Dass Gott mir seine Gnade schenkt.Besäße ich damit nicht alles ?"
Die Engel drängten:"Du musst die ein Wunder wünschen,sonst wird dir eines aufgezwungen."
"Dann wünsche ich mir,"sagte der heilige Mann,"dass ich viel gutes tun kann,ohne es je zu wissen."
Die Engel waren verblüfft.Sie berieten untereinander.Doch sie fanden eine gute Lösung:
Jedesmal,wenn der Schatten des heiligen Mannes hinter oder neben ihn fiel,wo er ihn ja nicht sehen konnte,sollte dieser Schatten die Kraft haben,zuheilen,Schmerz zu lindern und Trauer wegzuwischen.
Und so geschah es.Wo immer der heilige Mann ging,erblühten Blumen am Wegrand,sprudelten in vertrockneten Bachbetten klare Wasser,grünten die Wiesen.Sein Schatten verlieh blassen Kindern frische Farben und schenkte unglücklichen Menschen Fröhlichkeit.Der heilige Mann ging einfach seinen Aufgaben im täglichen Leben nach und strahlte dabei gegenüber allen Lebewesen Liebe und Wohlgefallen aus,wie die Sterne Licht und die Blumen Duft ausstrahlen,ohne sich dessen bewusst zu sein.
Den Menschen fiel seine große Bescheidenheit auf. Doch nie sprachen sie über die Wunder,die er wirkte.
Im Laufe der Zeit vergaßen sie seinen Namen,und sie nannten ihn nur noch den >>heiligen Mann <<.


Licht und Liebe

Das__LICHT
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