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Alt 24.07.2005, 03:11   #1
Hans Wurst
Jungspund
 
Registriert seit: 12.12.2004
Beiträge: 16
Beitrag Geheimbericht erklärt "war-on-drugs" für gescheitert

Zitat:
London (Großbritannien), 22.07.2005 – Ein von der Downing Street geheimgehaltener Bericht über Crack und Heroin bescheinigt dem von der Regierung geführten Krieg gegen Drogen das Scheitern.

Dies geht aus einem Dokument hervor, das von der Strategieeinheit des Cabinet-Büros vorbereitet, vom Berater des Premieres Lord John Birt gegengelesen und dann unter Verschluss gehalten wurde und nun dem Observer vorliegt.

Der Bericht enthält brisantes Material: Die Wissenschaftler haben herausgefunden, dass die Repression harter Drogen durch Polizei und Gerichte kaum einen Effekt auf die Drogenproduktion hat. Ebenfalls konnten keine Hinweise darauf gefunden werden, dass eine Bekämpfung des Drogenangebots irgendeine positive Auswirkung auf die Beschaffungskriminalität hätte. Der Report berichtet, dass eine Angebotsreduktion, wenn sie denn signifikant wäre, letztlich nur die Preise steigen ließe mit der Folge, dass die Drogenkriminalität noch zunimmt, da die Süchtigen mehr für ihre Drogen zahlen müssen und den Drogenbaronen höhere Profite winken.
(...)
Hier der ganze Text in wiki

Sehr interessant. Ob die Prohibition wohl bald ein Ende finden wird?
Hans Wurst ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.07.2005, 17:04   #2
gumpensund
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Zitat:
Ob die Prohibition wohl bald ein Ende finden wird?
Die unsägliche "Krieg dem Rauschgift" Nummer ist schon lange gescheitert.
Aus der Geschichte ist ja auch ganz gut zu sehen, wem eine derartige
"Prohibition" was genutzt hat ... und was für Schäden das mit sich bringt.

Drum bezeweifel ich, daß ein Ende von den Machthabern erwünscht ist,
solange sich an solchen Polaritäten gut verdienen läßt ...

Gibt ja einige Länder, wo das etwas entspannter läuft. Aber das wird nur
von wenigen toleranten Leuz als mögliches Vorbild gesehen. In der Praxis
gibt es eher ordentlich Druck ... etwa auf die Niederlande ...

+
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Alt 24.07.2005, 18:34   #3
da kami
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Beiträge: 4.760
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Haja also ich hatte schon H-Süchtigen zu tun und ehrlich gesagt...bin absolut für Druck und für nix anderes.

Dealer gehören aufgehängt, Produzentenländer sanktioniert, Süchtige in Zwangsentzug...

Aber was willst, wenn sich die Bundeswehr, wenn schon mal in nem Produzentenland vor Ort, nicht in die Drogenproduktion einmischt sondern nur die Mohnbauern schützt...

Was anderes gilt für Cannabis, Cannabis gehört legalisiert um den Konsumenten den Gang zum Dealer zu ersparen (wo sie dann mit wirklichen Drogen erst in Berührung kommen.)
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Alt 24.07.2005, 19:36   #4
gumpensund
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Zitat:
Dealer gehören aufgehängt ...
*ahem* also der Dealer ist der freundliche Typ, der kleine Mengen
natürlicher Substanzen und paar Heilkräuter anbietet, und nix anderes ...

Wen Du (öffentlich ?) aufknüfen möchtest, ist der Pusher ... der an
jeder Menge dreckigem Chemie- Zeug Massen Kohle scheffelt ...

Ist schon ewig her, aber die Band "Steppenwolf" hat den Unterschied
in dem Kult- Stück mal ganz gut beschrieben ...

+

Ansonsten einverstanden ... jedoch wirst Du rasch auf gewisse regionale
Folklore treffen, die von ziemlich mächtigen Gruppen geschützt wird ...
mit denen ich mich nicht wirklich gerne anlegen würde ... 8)

+
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Alt 24.07.2005, 20:56   #5
da kami
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Zitat:
Original von gumpensund
Zitat:
Dealer gehören aufgehängt ...
Wen Du (öffentlich ?) aufknüfen möchtest, ist der Pusher ... der an
jeder Menge dreckigem Chemie- Zeug Massen Kohle scheffelt ...
+
Möglich...das sind Feinheiten die mich nicht sonderlich interessieren...jeder der harte Drogen verkauft oder verschenkt eben.

H, Crack, Koks, usw.
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Alt 24.07.2005, 21:22   #6
Acolina
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Zitat:
Original von gumpensund
Ist schon ewig her, aber die Band "Steppenwolf" hat den Unterschied
in dem Kult- Stück mal ganz gut beschrieben ...
Steppenwolf.... haaaaaach.... ganz glasige Augen bekomm... es gibt noch jemand, der Steppenwolf kennt... *dahinschmelz* ... sorry bin unfähig weiterzuschreiben, was ich grad schreiben wollt...
__________________
Die freiheitlich-demokratischen Ideale und Werte, die sich jetzt auch im Grundgesetz finden, wurden während der Aufklärung gegen die sich auf Gott und Bibel berufenden Kirchen durchgesetzt. Und weder der Gott Jahwe des Alten Testaments noch der Vater Jesus Christi, noch beide in einer Person, noch Allah vertreten die Werte unseres freiheitlich-demokratischen Staates. Sie müssen sie erst noch erlernen. (Gerd Lüdemann, Theologieprofessor)
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Alt 24.07.2005, 22:13   #7
da kami
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Ja is net ganz meine Generation und ich kenn Steppenwolf nur son bisschen...verratet ihr mir den Titel dann lausch ich mal auf den Text
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Alt 24.07.2005, 22:23   #8
Hans Wurst
Jungspund
 
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Einige provokante Thesen:

Zitat:
Zu der ersten Gruppe gehören Heroin (und die Opioide), Cocain und Alkohol, zu der zweiten zählen Psychostimulantien, Halluzinogene und Tabak, Benzodiazepine und schließlich [Anmerkung: in der dritten Gruppe] Cannabis. Vor dem Hintergrund neuerer Forschungsergebnisse - beispielsweise im Hinblick auf MDMA (Ecstasy) - ist diese Zuordnung natürlich veränderbar. Zudem müßten - wie bereits erwähnt - einige Benzodiazepine, die zur Auslösung einer fremd- oder selbstinduzierten Abhängigkeit verwendet werden, der ersten Gruppe zugeordnet werden.
Quelle: Eine vom französischen Staatssekretär für Gesundheit in Auftrag gegebene Studie, der Roques-Report, von Professor Bernhard Roques.

Laut dieser Quelle sind Alkohol und Opiate (Heroin, Morphium,...) aufgrund ihrer Toxizität und ihres Abhängigkeitspotentials in dieselbe Sparte einzuordnen.
Niemand würde jedoch fordern, Alkoholtrinker zwangszutherapieren oder sämtliche Schnappsverkäufer und Produzenten zu exekutieren (von einigen Hardlinern mal abgesehen).
Die In-Effektivität solcher Maßnahmen wird durch meine anfänglich gepostete Quelle bestätigt!

Zitat:
Opiate schädigen den Körper (Leber, Gehirn etc.) in reiner Form kaum, ganz im Gegensatz zu Alkohol der massivste Schäden verursachen kann. Das Suchtpotential von Heroin liegt jedoch über dem von Alkohol, andererseits ist der Entzug bei Alkohol gefährlicher, kann sogar lebensbedrohlich werden, während ein Heroinentzug zwar ebenfalls sehr schmerzhaft sein kann, jedoch nie lebensbedrohend ist.
Zitat:
Die traurige Tatsache ist, die Schuld an der Verelendung der meisten Heroinkonsumenten trägt die Prohibition
Quelle

Wenn all dies der Wahrheit entspricht, dann wäre mit härterer Repression weder dem Abhängigen noch der Gesellschaft geholfen.



mfg
Hans Wurst ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.07.2005, 01:47   #9
gumpensund
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Zitat:
da kami schrieb :
...verratet ihr mir den Titel dann lausch ich mal auf den Text
Hab grad mal auf der alten Steppenwolf- Langrille geschaut.
Das Stück heißt : the pusher ... In der wilden Wolf- Zeit
so von 67 bis 72 hast Du möglicherweise andere Sachen gehört ...
aber es ist natürlich auch auf der "Easy Rider"- CD drauf.
Ansonsten wende Dich an den MP3- Dealer Deines Vertrauens ...

+

You know I smoked alot of grass
Oh Lord, I popped alot of pills
But I´ve never touched nothin´ mm-hmm
That my spirit could kill

You know I´ve seen alot of people walkin´ round
With tombstones in their eyes
But the pushers don´t care, aw
If you live or if you die

God damn yeah hey the pusher
God damn yeah hey, I said the pusher
I said, God damn, God damn the pusher man

You know the dealer, the dealer
Is a man with love grass in his hand
Aw but the pusher is a monster
Good God is not a natural man
The dealer, for a nickel will sell you
Lots of sweet dreams..

Aw, but the pusher´ll ruin you´re body
Lord, he´ll leave your, he´ll leave
Your mind to scream..

God damn the pusher, uh-huh aw the pusher
God damn, god damn the pusher
I say, God damn, God, God damn the pusher man

Well now, if I were the president
Of this land, you know I´d declare
Total war on the pusher man
I´d cut him if he stands and
I´d shoot him if he´d run
And I´d kill him with my Bible
And my razor and my gun

God damn, the pusher
God damn, the pusher
I said, God damn, God damn the pusher man

+
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Alt 25.07.2005, 03:09   #10
HaraldL
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Beiträge: 2.833
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Eigentlich sind sich doch die Konsumenten selbst Schuld: sie wissen (oder sollten dies zumindest), daß Drogen schädlich sind und meines Wissens nach nehmen im Regelfall die Leute die Drogen WISSENTLICH und FREIWILLIG zu sich!

Im Übrigen: was spricht gegen die Möglichkeit, die Leute zu ÜBERZEUGEN, daß es ohne Drogen besser geht, daß man ohne Drogen viel besser feiern kann und mehr Spaß im Leben hat?
Wer zum Beispiel auf einer Party lang durchhalten will, der soll ich vorher ausschlafen und so oft wie möglich versuchen, seine Kondition zu trainieren. Dann ist dies alles kein Problem!

Wer mit Kondition und Kreativität ausgeht, der braucht keine Drogen und wird trotzdem reichlich Spaß auf vielen Veranstaltungen haben! Ich kann es aus eigener Erfahrung bestätigen!

Es sollte übrigens mehr die Mentalität wieder aufgewertet werden, daß mit Wille und Sachverstand häufig mehr auf der Welt möglich ist, als man denkt! Ich kann dies aus egener Erfahrung bestätigen, denn ich habe mich etwa zum Zeitpunkt meiner Volljährigkeit vom "Fettsack" zum "Amateur-Showtänzer" mit beachtlicher Ausdauer und beachtlichen Fähigkeiten gewandelt!
Im Grunde habe ich den Leuten gezeigt, daß man keine Drogen braucht! Und dies wirklich sehr eindrucksvoll!

Aber: könnte es nicht sein, daß der Staat auf der einen Seite die Drogen bekämpft, aber hinterrücks an den Drogen auch durch dunkle Geschäfte beteiligt ist, um zum Beispiel dunkle Machenschaften oder schwarze Projekte zu finanzieren? Zumindest im Fall der USA scheint dies der Fall zu sein, denn zumindest der CIA ist an Drogengeschäften beteiligt!
HaraldL ist offline   Mit Zitat antworten
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