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Überwachungsstaat Zensur, Medienkontrolle, Telekommunikations-, Verkehrs- und Bürgerüberwachung, Kameras, RFID-Chips...

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Alt 25.02.2005, 18:26   #1
Acolina
Hausdrachen
 
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Standard RFID-Chips im neuen Reisepass

Gestern gab's in der Sendung "Monitor" (ARD) einen interessanten Beitrag zu den neuen deutschen Reisepässen, die ab Herbst diesen Jahres eingeführt werden sollen. Auf ihnen werden biometrische Daten auf einem (auch per Funk abfragbaren) RFID-Chip gespeichert. "Monitor":
Zitat:
Die neuen Reisepässe: teuer, sinnlos und riskant
Bericht: Gitti Müller, Michael Houben
Noch in diesem Jahr sollen die neuen biometrischen Reisepässe eingeführt werden. Was die Eintrittskarte in die Welt des gläsernen Menschen kosten wird, welche Risiken und Nebenwirkungen zu befürchten sind, darüber schweigt sich das zuständige Ministerium aus. Experten warnen jedoch vor einem Desaster, ähnlich dem der Maut. Nicht nur, dass die Technik völlig unausgereift ist – es entstehen für die Passinhaber auch große Gefahren durch möglichen Datenklau.
Bereits heute kursieren im Internet Programme zum Auslesen und Manipulieren der Daten auf dem Pass-Chip, z.B. hier: www.rfdump.org


Weitere Infos hier im Forum zum RFID-Chip / Biometrie im Pass (z.T. mit weiterführenden Links):

- RFID-Tags

- NSA-Biometrie in EU-Pässen - ... vollständige Übernahme der NSA-Roadmap für Biometrie durch die EU

- Schily: Erste Biometrie-Pässe im Herbst 2005

- RFID-Chip-Implantat für Stammgäste in Barcelonas "Baja Beach Club"

- USA fordern Welt-Standard für biometrische Daten

- Mikroverchipt

- Endlich auch für uns!


Externe Links:

- Die neuen biometrischen Ausweise

- heise online - CeBIT special - Reisepass mit RFID-Chip

- Komplette RFID-Ausrüstung (Wie wär's mit 'nem preiswerten RFID-Starterkit? )

- RFID (Wikipedia)

- FoeBuD-Kampagne gegen den unbedachten RFID-Einsatz (mit vielen weiterführenden Links)


Man lasse sich einmal auf der Zunge zergehen: Überall unbemerkt abfragbare RFID-Chips... in Personalausweisen, Reisepässen, Nummernschildern, Euro-Noten (siehe vorhergehenden Post), Waren... lückenlose Bewegungsprotokolle, perfekte Zuordnung aller möglichen Dinge zu einer Person... Anonymität? Ja wofür denn? Haben Sie etwas zu verbergen??

Big Brother war gestern...

Wenn ich überlege, was es (die etwas älteren Semester hier mögen sich noch erinnern ) einmal für einen Volksaufstand gegen eine bloße Volkszählung in diesem Lande gab... und heute? Wo hört man was??
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Die freiheitlich-demokratischen Ideale und Werte, die sich jetzt auch im Grundgesetz finden, wurden während der Aufklärung gegen die sich auf Gott und Bibel berufenden Kirchen durchgesetzt. Und weder der Gott Jahwe des Alten Testaments noch der Vater Jesus Christi, noch beide in einer Person, noch Allah vertreten die Werte unseres freiheitlich-demokratischen Staates. Sie müssen sie erst noch erlernen. (Gerd Lüdemann, Theologieprofessor)
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Alt 12.02.2006, 16:39   #2
schkl
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Beiträge: n/a
Standard Die Privatsphäre ist teilbar

Die Privatsphäre ist teilbar

Jeder Mensch hat eine Privatsphäre. Doch während es ziemlich einfach ist, einen Überwachungsangriff auf die Privatsphäre eines Menschen zu definieren, ist es ziemlich schwierig, die Privatsphäre positiv zu definieren. Ein "Recht auf Privatsphäre" lässt sich mit den Mitteln der Philosophie nur unter größten Verrenkungen definieren. Außerdem fehlt es an einer kritische Masse von Wissenschaftlern, die sich im großen Stil mit der Erforschung und dem Schutz der Privatsphäre befassen. Dies ist das Fazit eines interdiziplinären Workshops Privacy and Surveillance Technology, der gestern abend am Bielefelder ZIF zu Ende ging.
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Jedes Bundesland hat seinen Datenschutzbeauftragten, mit Peter Schaar gibt es einen Bundesdatenschützer, mit Peter Johan Hustinx und Joaquim Delgado gibt es die mächtigen European Data Protection Supervisors. Sie allen tragen defensiv klingende Bezeichnungen und werden nicht etwa Privatsphärenpfleger genannt. Wie heikel es um die Privatsphäre bestellt ist, macht der Fall der Firma Citywatcher klar. Angestellten der Sicherheitsfirma wird ein RFID-Chip unter die Haut gespritzt, damit sie durch einfaches Winken mit dem Arm ihre Anwesenheit dokumentieren können. "Selbstverständlich respektieren wir die Privatsphäre jedes Menschen", heißt es bei der Sicherheitsfirma. Über die Privatsphäre, die der Philosoph und Jurist Louis Brandeis bereits 1890 als The right to be left alone definierte, sollte eigentlich jeder Mensch bestimmen können.

Wer ein Handy benutzt, kann ziemlich genau geortet werden, nimmt für die dauernde Erreichbarkeit also die Einschränkung der Privatsphäre in Kauf. Die Frage, wie weit Menschen im Zeitalter des "Ubiquitous Computing" gehen, stellte sich Marc Langheinrich von der ETH Zürich. Im Rahmen der Vision Zero hat seine Arbeitsgruppe einen intelligenten, GPS-gestützten Tachographen entwickelt, der wie ein Fahrtenschreiber alle Fahrzeugbewegungen in einer Datenbank aufzeichnet und für wiederholt befahrene Strecken die optimale Fahrweise vermittelt. Ähnlich wie bei IBMs Pay as you Drive arbeitet man dabei mit Versicherungen zusammen, die an die Fahrweise angepasste Tarife verkaufen wollen. Das wiederum wirft die Frage nach dem telematisch überwachten "loyalen Auto" auf, das automatisch jeden Rechtsverstoß der Polizei meldet. Eine ähnliche Tendenz sieht Langheinrich bei der Entwicklung von eHealth-Systemen: wer Essen und Trinken überwachen lässt, bekommt dann eine bessere Police: "Ubiquitous Computing kann ein Antrieb dafür sein, dass Menschen freiwillig Einschränkungen ihrer Privatsphäre in Kauf nehmen." Grundsätzlich ermögliche das allgegenwärtige Computern, dass eigentlich nichts mehr gekauft werden muss und selbst der Kühlschrank günstig von einer Spezialfirma geleast werden kann - die dann Rabatte für (RFID-gestützte) Waren anbietet, die bei einer bestimmten Supermarktkette erworben werden müssen.

Von anderer Seite näherte sich der Philosoph Vincent Müller vom American College of Thessaloniki der Privatsphäre. Er untersuchte, wie sich das Data Mining mit Echelon, Carnivore oder dem "Analysis, Dissemination, Visualization, Insight, and Semantic Enhancement"-System (ADIVISE, ehemals TIA auf die Privatsphäre auswirkt. Ausgangspunkt seiner Überlegungen waren die jüngst bekannt gewordenen Bespitzelungen amerikanischer Bürger durch die NSA, die der amerikanische Generalstaatsanwalt Edwin Meese als rein technische Maßnahme rechtfertigte: "This isn't eavesdropping, it is just surveillance." Wenn es sich nur um technische Datenüberwachung handelt, die zudem noch von Privatfirmen wie der Reed Elsevier-Tochter LexisNexis mit ihrem MATRIX-Projekt (PDF) durchgeführt werden können, so kann dies womöglich unbedenklich sein, was die Privatsphäre anbelangt: "Wenn an der Analyse nur Computer arbeiten, wenn keine Menschen daran beteiligt sind, liegt kein Bruch der Privatsphäre vor", so Müller in seinen Überlegungen.

Insgesamt bemängelte der seit langem auf diesem Gebiet arbeitende Charles Raab von der Universität Edinburgh den Stand der Forschung in Sachen Privatsphäre: Die Forschung sei größtenteils ahistorisch, der Vergleich zwischen einzelnen Ländern fehle und die Forschung reagiere eigentlich nur auf die jeweils neuesten technologischen Entwicklungen. Auch gebe es kaum Kontakt zwischen den akademischen Forschern und Bürgerinitiativen, erklärte Raab in Bielefeld, der Heimat des deutschen BigBrother-Awards. (Detlef Borchers) (hps/c't)

http://www.heise.de/newsticker/meldung/69490

schöne aussichten...
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Alt 13.02.2006, 13:27   #3
Acolina
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Die StopRFID-Seiten des FoeBuD e.V. wurden überarbeitet und mit vielen neuen Infos versehen. Als Leckerbissen findet man dort auch exklusiv die deutsche Übersetzung des ersten Kapitels aus dem Buch von Katherine Albrecht und Liz McIntyre: "Spychips - How major corporations and government plan to track your every move with RFID".
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Alt 16.02.2006, 16:18   #4
Acolina
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Zitat:
Firma markiert Mitarbeiter per RFID

Die Videoüberwachungs-Firma CityWatcher.com markiert ihre Mitarbeiter mit unter die Haut eingepflanzten RFID-Transpondern. Wie die US-Bürgerinitiative CASPIAN herausfand, fordert das in Cincinnati ansässige Unternehmen seine Angestellten auf, sich drahtlos lesbare Kennzeichen der Marke VeriChip in den Körper injizieren zu lassen. Ähnliche Objekte werden hierzulande zum Kennzeichnen von Haustieren verwendet.

Bei Citywatcher soll das Verfahren die Zutrittskontrollen für die Kontrollräume verbessern, in denen das Unternehmen die Bilder der installierten Überwachungskameras verfolgt. Bisher wird der Zugang zu diesen Räumen über RFID-basierende Chipkarten, so genannte Prox Cards, geregelt. Die flößten allerdings nur begrenztes Vertrauen ein, weil sie sich offenbar klonen lassen und sich Unbefugte dadurch Zutritt in die geschützten Räumlichkeiten verschaffen könnten. Das Argument, eine Karte könnte entwendet und dann missbraucht werden, ist bislang wohl noch nicht öffentlich aufgetaucht. [...]
-> weiter lesen bei heise.de
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Alt 18.02.2006, 08:26   #5
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Zitat:
Handys gegen RFID-Chips

Handys können Funkchips, sogenannte Radio Frequenz Identifikations (RFID)-Chips, zerstören, berichtet "Scientific American" unter Berufung auf Forscher am Weizmann-Institut in Rehovot. Die in immer größerer Zahl genutzten RFID-Chips werden etwa auf Waren geklebt, um sie zu identifizieren. Per Radiosignal können spezielle Detektoren ein Paßwort an die Chips übermitteln und anschließend die auf ihnen gespeicherten Informationen auslesen, sobald sie in der Nähe sind. Andere Paßwörter können einen in den Chips eingebauten Mechanismus der Selbstzerstörung auslösen. Durch Messung der von den Chips aufgenommenen Radiosendeleistung und die Veränderung der Radiowellen, konnten die Forscher diese Paßwörter ermitteln. Die dafür notwendige Technologie finde sich auch in gewöhnlichen Handys. rri
(Quelle)
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Alt 20.03.2006, 17:24   #6
Acolina
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Wie Wissenschaftler der Vrije Universität in Amsterdam auf www.rfidvirus.org darstellen, sind RFID-Chips anfällig für Virenattacken. Durch Ablegen von Schadcode lassen sich z.B. die RFID-Leseeinheiten durcheinander bringen, was dazu führen kann, dass z.B. die Gepäckabfertigung am Flughafen oder das Warensystem eines Supermarktes nicht mehr funktioniert.
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Alt 22.10.2006, 14:19   #7
Tarlanc
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Standard RE: RFID-Chips im neuen Reisepass

Zitat:
Original von Acolina
Bereits heute kursieren im Internet Programme zum Auslesen und Manipulieren der Daten auf dem Pass-Chip, z.B. hier: www.rfdump.org
[...]
Man lasse sich einmal auf der Zunge zergehen: Überall unbemerkt abfragbare RFID-Chips... in Personalausweisen, Reisepässen, Nummernschildern, Euro-Noten (siehe vorhergehenden Post), Waren... lückenlose Bewegungsprotokolle, perfekte Zuordnung aller möglichen Dinge zu einer Person... Anonymität? Ja wofür denn? Haben Sie etwas zu verbergen??
Das einzige, was jemand per Scanner abfragen kann, ist deine Pass-Nummer. Und auch diese nur, wenn er ein Signal an den Chip sendet, welches im Pass codiert ist. Und damit hat er dann noch keine persönlichen Daten, sondern weiss nur, welche Pass-Nr du hast.

Die persönlichen Daten sind auf einer zentralen Datenbank gespeichert (wie ja schon eine ganze Weile) und können nur von authorisierten Personen abgefragt werden. Und auch das nur, wenn sie deinen Pass in den Händen haben.

Man sollte da doch nicht so viel Panik schieben. Den Pass mit einem RFID-Chip zusätzlich zu verschlüsseln, um ihn einerseits fälschungssicher und andererseits bequem am Computer überprüfbar zu machen, halte ich für eine gute Idee. Die Daten auf dem Chip sind schliesslich anonym und sagen nichts über die persönlichen Daten des Passinhabers aus.
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Alt 22.10.2006, 19:29   #8
Acolina
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Standard RE: RFID-Chips im neuen Reisepass

Zitat:
Original von Tarlanc
Man sollte da doch nicht so viel Panik schieben. Den Pass mit einem RFID-Chip zusätzlich zu verschlüsseln, um ihn einerseits fälschungssicher und andererseits bequem am Computer überprüfbar zu machen, halte ich für eine gute Idee. Die Daten auf dem Chip sind schliesslich anonym und sagen nichts über die persönlichen Daten des Passinhabers aus.
Die Frage ist, ist er in der Tat fälschungssicher? Da bestehen zumindest Zweifel...

Die Gefahr liegt nicht im einzelnen Chip, es gibt sicher sinnige Anwendungsbereiche, die Gefahr sehe ich a) in Illusionen bezüglicher vermeintlicher Sicherheit und b) im Vernetzen der gesammelten Daten. Da muss eine sinnige Regelung her, ohne entsprechend informierte Bürger, die entsprechend Druck machen, passiert da aber meist selten was... Beispiel EU

Der Haken ist auch, dass Datensammlungen Begehrlichkeiten wecken, siehe z.B. das deutsche Mautsystem. Was eben noch - vielfach beteuert - ein reines Abrechnungssystem für LKW-Maut war, soll nach Wunsch einiger morgen zur Überwachung jedes Fahrzeugs dienen...

Es geht immer mehr in Richtung "vorbeugende" Überwachung eines jeden Einzelnen, das alte Prinzip, dass erst ein konkreter, begründeter Verdacht Überwachung erlaubt, gerät immer mehr ins Hintertreffen. Und damit werden ehemals als unantastbar geltende Grundrechte immer mehr ausgehöhlt.

Sicher sind meine von dir zitierten Sätze - noch - überspitzt. Und Panik schüren ist eben so kontraproduktiv wie totale Technikverweigerung Blödsinn, und beides ist auch nicht in meinem Sinne.

Aber ich denke, sich informieren ist ein gutes Mittel gegen Paranoia
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Alt 22.10.2006, 19:56   #9
Tarlanc
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Standard RE: RFID-Chips im neuen Reisepass

Zitat:
Original von Acolina
Die Frage ist, ist er in der Tat fälschungssicher? Da bestehen zumindest Zweifel...
wow. Dass es so schnell geht, hätt ich nicht gedacht.

Dann können diese Pässe also geklont werden. Aber wenigstens ist es schwer, einen Pass auf einen anderen Namen zu haben, wenn dieser andere nicht bereits einen gültigen Pass hat. Und auch Details im Pass abändern wie die Augenfarbe oder Grösse ist nicht möglich. Denn auf der zentralen Datenbank sind diese noch immer gespeichert.

Und wenn Pässe nicht beliebig herstellbar und veränderbar sind, ist der Passfälschung wenigstens ein kleiner Riegel vorgeschoben.
Das würde zwar auch mit einem Barcode gehen, das seh ich ein, aber schlecht ist die Idee mit den RFID Chips deswegen noch nicht.
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Alt 15.11.2010, 00:03   #10
Raumzeit
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Beiträge: n/a
Standard

Vor einigen Tagen gelesen:

http://www.manager-magazin.de/politi...728276,00.html

Probleme sehe ich auch bei Auslandsaufenthalte, da dort unsere Daten nicht mehr unter Deutschem Recht setehen.
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