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Alt 28.05.2005, 12:25   #1
Sajuuk
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Standard Raumschiff für die Weltmeere

Moin
Zitat:
Raumschiff für die Weltmeere
ules Vernes ist für ihn ein Halbgott, U-Boote und Unterwassersiedlungen faszinieren ihn seit über drei Jahrzehnten. Jetzt will der französische Architekt Jacques Rougerie sich einen lang gehegten Traum erfüllen und eine beispiellose Mischung aus Raumfähre, Schiff und U-Boot zur Erforschung der Unterwasserwelt auf Reisen schicken. Schon in knapp drei Jahren, so hofft Rougerie, wird sein Sea Orbiter, ein futuristisches Gefährt von insgesamt 51 Metern Höhe, wie ein Riesen-Seepferdchen senkrecht durch den Atlantik treiben. "Es wird eine neue Art sein, die Unterwasserwelt zu sehen", schwärmt Rougerie - "ein Abenteuer für Forscher."

Sea Orbiter treibt lautlos durch die Meere
Auch 130 Jahre nach dem phantastischen Vernes-Roman "20.000 Meilen unterm Meer" sind weite Teile der Ozeane nicht erforscht. Wissenschaftler vermuten, dass sich in ihnen zahlreiche noch unbekannte Lebenswesen tummeln. Bisher mussten die Forscher mit Unzulänglichkeiten kämpfen: Tauchgänge sind wegen des Sauerstoffvorrats zeitlich begrenzt, Forschungs-U-Boote klein und unbequem, die Motorengeräusche vertreiben die Tiere. Der Sea Orbiter soll dagegen still mit der Strömung treiben. Eine "Oase des Lebens" werde sich um das Gefährt bilden, verspricht Rougerie - schwimmende Gegenstände ziehen neugierige Meeresbewohner magisch an und so hofft der Visionär auf einen einzigartigen Beobachtungsplatz für Forscher.

Aufnahmen aus 600 Meter Tiefe
Rougerie will aber auch die breite Öffentlichkeit für die Unterwasserlandschaften begeistern - und auf die Gefahren durch Umweltverschmutzung hinweisen. Kameraaufnahmen des Sea Orbiters sollen zum Beispiel ins Internet gestellt werden. Nur ein Drittel der Forschungsstation soll über Wasser zu sehen sein, die restlichen 30 Meter ragen unter die Wasseroberfläche und werden mit Sichtfenstern ausgestattet sein. Biologen und Akustiker können sich auf aufwändig ausgestattete Labors freuen. Ferngesteuerte Kameras sollen Aufnahmen in bis zu 600 Metern Tiefe ermöglichen.

Astronautentraining unter dem Meer
In Teilen des Schiffs wird der Luftdruck dem Unterwasserdruck angepasst. "Wenn die Forscher etwas Interessantes sehen, brauchen sie sich nur einen Tauchanzug überzuziehen und durch eine Schleuse ins Wasser hinauszugleiten", erläutert Rougerie. Der Hochdruckbereich bietet acht von insgesamt 18 Besatzungsmitgliedern Platz. Mehrere von ihnen sollen Astronauten sein - der Sea Orbiter sieht nicht nur aus wie ein Raumschiff, er soll auch Trainingsstation für Weltraumbesucher sein. "Im Wasser nähern sich die Bewegungen denen im All an", erläutert Rougerie. "Und der Bereich für die Astronauten kommt dem einer Raumkapsel ziemlich nahe." Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hat bereits Interesse an Trainingsgängen angemeldet.

Internationale Beteiligung
Schon jetzt ist die Nasa über ihr Tiefseeforschungsprogramm NEEMO am Sea- Orbit-Projekt beteiligt. NEEMO-Leiter Bill Todd gehört zu dem Team von gut 15 Mitarbeitern, das die von Rougerie vor zehn Jahren erstmals entworfene Idee vorantreibt. Beteiligt sind auch Vertreter des norwegischen Marineforschungsinstituts Marintek und des Pariser Ozeanographischen Instituts. Rougeries Büro befindet sich auf einem Schiff auf der Seine in Paris. Aber vor allem das Leben unter Wasser zog ihn immer wieder magisch an: So entwarf er schon in den 70er Jahren Siedlungen auf dem Meeresgrund oder futuristisch anmutende U-Boote.

Start im Jahr 2008 - wenn das Geld reicht
Dass Rougerie jetzt mit seinem Sea Orbiter an die Öffentlichkeit geht, hat einen Grund: Zur Umsetzung seines großen Traums fehlt ihm noch das Geld. 25 Millionen Euro veranschlagt der ambitionierte Architekt für den Bau des Wundergefährts und die erste Reise, die in den Golfstrom führen soll. Zwei Financiers will er schon gefunden haben: Eine auf Unterwassertechnik spezialisierte Firma aus Marseille und den französischen Bau- und Energiekonzern Vinci. Wie viel Geld noch fehlt, wird nicht verraten. Die Planungen sollen aber bis Ende dieses Jahres abgeschlossen sein, dann könnte der Sea Orbiter 2008 in See stechen.
Quelle

Sehr lesenswert.
Und die Europäher können doch etwas praktiches entwerfen,
sogar ohne die Hilfe von U.S.

Gruss:Kuun-Laan
__________________
Sei frei wie ein Vogel, sei stolz ein wie ein Adler, und geniesse das Leben.
So wie du bist, denn jeder ist für sich ganz was besonderes.
Sajuuk ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.05.2005, 19:22   #2
Streifi
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 27.05.2005
Beiträge: 201
Standard

Hm. Ein interessantes Projekt. Bin mal gespannt, was da draus wird...
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