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Zeitreisen Ausflüge in Zukunft oder Vergangenheit sind theoretisch möglich...

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Alt 26.02.2002, 22:31   #11
ying-yang
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Standard Teil 1

Hallo!

Zitat:
( ... ), mag ja sein, daß Physiker sich sowas vorstellen können, ich nicht! Also stell dir doch mal vor, man könnte in die Zukunft reisen oder unsere Nachfahren in unsere Gegenwart, woher weiß die Zukunft ob ich Nachfahren hab? Wenn das ginge würde doch heißen alles ist vorbestimmt. Alles, einfach alles, sonst ginge das doch gar nicht, oder? Aber wer oder was bestimmt vor?
Zum besseren Verständnis gebe ich euch zuerst eine kleine Geschichte zu lesen.

Mein Vater

John hatte ich vor 4 Wochen auf einem Wochenendseminar zum Thema Zeitreisen kennengelernt. Ich hatte ihn kaum gesehen, da war ich auch schon Hals über Kopf in ihn verliebt. Er ist es, wusste ich gleich. Ich machte auch gar keine weiteren Umstände. Am ersten Abend umarmte ich ihn und sagte es ihm gerade zu ins Gesicht. Die erste Nacht schliefen wir schon gemeinsam in einem Bett. Zu Hause angekommen, packte John ein paar Sachen und zog zu mir. Die letzten Wochen verbrachten wir im Paradies. Heute sollte meine Mutter John kennenlernen. Ich wusste, er würde ihr gefallen.
Als meine Mutter die Tür öffnete, umarmte sie mich. Aber als sie John sah, wurde sie blass. Ein Schrecken schien ihre Glieder zu durchfahren. Ohne ein Wort zu sagen, ging sie zurück ins Zimmer. Ich folgte ihr, aber es war kein Wort aus ihr herauszubringen. Sie starrte geradeaus und saß da wie gelähmt. Nach einer viertel Stunde stand sie auf und schaute mich lange an. Dann zeigte sie auf John und sagte: „Das ist dein Vater.“ Jetzt glaubte ich, sie sei ernsthaft krank geworden. Ich versuchte sie zu beruhigen. Zwar kannte ich meinen Vater nicht, aber Joh. war genau so alt wie ich.
Mutter setzte sich zu uns an den Tisch. Dann erzählte sie uns eine unglaubliche Geschichte:
Es war vor 23 Jahren. An diesem Abend ist Joh. auf der Wiese hinter unserem Haus erschienen. Er stand einfach unvermittelt da. Ich hatte ihn nicht kommen sehen, aber er war der schönste Mann, den ich je gesehen hatte. Noch ehe ich seinen Namen kannte, hatte ich mich in ihn verliebt. Ich wusste, das ist der Mann fürs Leben. Und noch ehe die Sonne ganz untergegangen war, lagen wir im Heu miteinander.
Ich habe nichts gefragt. Aber John sah mir tief in die Augen und begann eine phantastische Geschichte zu erzählen:
Er sagte: „Ich bin der Vater Deiner Tochter.“ Das konnte ich mir gut vorstellen. John würde ein guter Vater für meine Tochter sein. Aber dann sagte er: „Ich komme aus einer anderen Zeit, aus einer anderen Welt. Deine Tochter ist dort 23 Jahre alt und heißt Lucie.“ Wenn ich seiner Geschichte auch keinen Glauben schenkte, so war ich doch nur all zu gerne bereit, ihm in seine Phantasiewelt zu folgen. Ich bin über seiner Erzählung eingeschlafen. Als ich ein paar Stunden später erwachte, war John so unvermittelt verschwunden wie er gekommen war. Ich schüttelte das Heu aus meinem Kleid, ging zurück ins Haus und wartete darauf, dass das Telefon klingeln würde. Es klingelte aber nicht. Alles, was mir von John blieb, war das Kind, dass in meinem Bauch heranwuchs. Alle meine Nachforschungen nach ihm blieben erfolglos. Als das Mädchen geboren wurde, nannte ich sie Lucie, so wie es John gesagt hatte.
Manchmal in all den Jahren habe ich mich schon gefragt, ob etwas dran sei an seiner Geschichte. Aber es war mir doch all zu verrückt erschienen. Dennoch konnte ich ihn nie vergessen. Und heute ist der Tag, den er damals als „Ausgangspunkt seiner Reise nannte.“
Die Gedanken überschlugen sich in mir. Konnte man eine solche Geschichte überhaupt glauben? Aber immerhin stand mein Leben auf dem Spiel. Wenn er tatsächlich mein Vater ist, dann muß er zurück in die Vergangenheit zu meiner Mutter, um mich zu zeugen. John hatte nicht die leiseste Ahnung, wie das gehen sollte. Er war ja noch nicht da gewesen. Es gab nichts, was hätte tun können.
Am liebsten wäre er einfach fortgegangen und hätte uns mit unseren Geschichten sitzen lassen.
Mutter versuchte, sich Einzelheiten ins Gedächtnis zurückzurufen. Aber sie konnte sich nur an das Datum und an einen Ort erinnern, den er nannte. Dort war sie schon einmal ein paar Monate nach der Begegnung gewesen, um John zu suchen. Aber keiner in diesem Dorf kannte seinen Namen.
John kam von Heute. Mutter war so überzeugt davon, dass sie am Ende auch mich und John überzeugte. Das einzige, was wir tun konnten, war in das Dorf zu fahren. Wir setzten uns in den Jeep und gegen Abend kamen wir an in Idona, einem kleinen Dorf hoch in den Bergen. Als wir ausstiegen um uns umzusehen, lief John eine Anhöhe hinauf. Die Sonne schien. Kein Wölkchen war am Himmel. Aber als er oben auf der Spitze des Berges stand, kam ein Blitz aus heiterem Himmel, der John zu Boden warf. Einen Moment lang standen wir wie erstarrt. Dann liefen wir los. John war bewusstlos. Wir schleppten ihn zum Auto und fuhren ihn ins Krankenhaus.
Bei all der Aufregung hatten wir den Grund unserer Reise ganz vergessen. Aber als John nach ein paar Stunden wieder erwachte, winkte er uns beide heran. Er nahm uns in den Arm und sagte lachend: „Ich war da. Ich war bei deiner Mutter im Heu. Ich bin wohl tatsächlich dein Vater.“


John war auf einer Zeitreise der besonderen Art. Er zeugte in der Vergangenheit seine Tochter. Hier fängt es an, richtig kompliziert zu werden. Die Frage, was die Ursache und was die Wirkung ist, lässt sich nämlich nicht mehr ohne weiteres beantworten. Wir sind in eine vertrackte Kausalitätsschleife geraten.
Was tun wir in diesem Fall mit dem freien Willen? Was geschieht, wenn Lucie und John die Geschichte nicht glauben. Was geschieht, wenn sich Mutter nicht in John verliebt? Hat dann die Zukunft die Vergangenheit verändert?
Normalerweise gehen wir von einer Ursache-Wirkungs-Kette aus. Alles ist hier klar und überschaubar. Aus den Ursachen, die in der Vergangenheit liegen, lassen sich entsprechend der Wirkgesetze die Auswirkungen in der Zukunft bestimmen. Dieser lineare Zusammenhang wurde zwar durch die Quantenphysik und die Chaostheorie teilweise schon aufgehoben. Aber trotzdem sind wir weitestgehend davon überzeugt, dass wir mit dem, was wir heute tun, die Weichen für das Morgen stellen. Ohne dieses Prinzip würde es keine Leistungsgesellschaft geben. Ohne den erwarteten Lohn wären die Mühen vergebens.
Wenn John aus der Zukunft eine Tochter in der Vergangenheit zeugt, werden diese Gesetze mit einem mal ausser Kraft gesetzt. Nun werden zwar die wenigsten von uns in die Vergangenheit reisen, um dort Töchter zu zeugen.
Aber wir müssen uns doch die Frage stellen, was wir eigentlich tun, wenn wir uns erinnern. Sind wir dann hier, oder reist ein Teil von uns tatsächlich wieder in die alte Zeit. Was sind, was bewirken unsere Gedanken in bezug auf die Zeit?
Wir wissen es nicht. Und wir gehen mit dieser Frage auch schon viel zu weit.
Ehe wir uns in dieser Schleife noch weiter verstricken, lasst uns noch einmal ganz am Anfang beginnen.
Wenn wir in die Vergangenheit reisen wollen, werden wir nämlich sehr schnell merken, dass wir gar nicht so genau wissen, was die Vergangenheit eigentlich ist. Sie kann unterschiedliches sein, je nachdem, aus welchem Weltmodell heraus wir sie betrachten.
In Einsteins 4-dimensionalem Raum ist die Zeit neben den drei Ortkoordinaten eine gleichberechtigte 4. Koordinate. Damit ist aber noch lange nicht geklärt, ob unsere Vergangenheit in diesem Raum irgendwo existiert und ob es uns dort noch gibt.
Bei der Beschreibung von Zeitreise wird unsere Existenz dort stillschweigend vorausgesetzt. Aber das ist bei weitem nicht selbstverständlich. Zunächst einmal müssen wir nämlich die Frage klären, welche Dimensionalität wir in diesem Raum selber haben. Diese Frage mag seltsam anmuten, aber wir müssen sie sogar in bezug auf unser All stellen. Nun weiß der eine oder andere vielleicht nicht, was ich damit meine, weil es ja gar nicht so einfach ist, sich tatsächlich in die Gegebenheiten eines höherdimensionalen Raumes hineinzudenken. Unsere beschränkte Vorstellungsgabe macht da erhebliche Probleme.

Versuchen wir deshalb der besseren Übersicht wegen, unser Problem in einen dreidimensionalen Raum zu transformieren. Wir lassen eine Ortkoordinate weg. Damit sind wir platt. Die dritte Koordinaten stellt die Zeit dar. Jetzt nehmen wir ein Blatt Papier. Das ist unsere Welt. Wir malen darauf ein Männchen. Das sind wir. Wenn wir das Blatt entlang der Zeitachse verschieben, bewegen wir uns samt unserer Welt in der Zeit. Aber wenn wir genau beobachten, was hier geschieht, stellen wir fest: uns gibt es nicht in der Vergangenheit. Uns gibt es nur einmal und zwar in dem, was wir Gegenwart nennen. In diesem Fall wären Zeitreisen, Vorstöße in völlig unbekannte Welten, wenn wir an unserem Ziel überhaupt etwas vorfinden würden.
Genauso gut könnte unser All in diesem Raum aber auch ein Würfel sein. Dann wäre in jedem Augenblick ein vollständiges Universum enthalten. Wenn wir noch immer platt sind, würden sich unser Papier innerhalb des Würfels bewegen.

Auch in diesem Fall würde es uns in der Vergangenheit nicht geben. Aber wir würden auf unserer Zeitreise in eine gewohnte Umgebung gelangen. Wollten wir auf uns selber treffen in anderen Zeiten, müssten wir in diesem Raum dreidimensionale Wesen sein. Dann wären wir gleichzeitig in allen Zeitscheiben vorhanden. Aber unsere Wahrnehmung wäre zweidimensional organisiert und würde sich in der Zeit vorwärts bewegen. Wir würden jeweils nur eine dünne Schicht abbilden vom dreidimensionalen Körper, ähnlich wie es bei der Computertomografie geschieht.

Was wir tatsächlich vorfinden, wenn wir in dieser Welt reisen, hängt davon ab, ob der Würfel in seinem Inneren starr ist, oder ob er sich verwandelt.
Möglicherweise bräuchten wir für diese Wandlung noch eine zusätzliche Dimension.
Diese Modelle lassen sich mit etwas Phantasie leicht auf die Vierdimensionalität übertragen. Und obwohl es sich dabei um ganz primitive Spezialfälle handelt, machen sie uns schon klar, dass wir unsere gewohnten Vorstellungen von der Zeit gründlich revidieren müssen, ehe wir in ihr reisen können.

Momentan sind wir in folgender Lage:

Wir wollen uns eine Fahrkarte kaufen in die Vergangenheit, können dem Mann hinter dem Schalter aber gar nicht sagen, wohin wir eigentlich wollen. Deshalb brauchen wir uns vorläufig über die Abfahrtszeit oder das Gefährt, das wir wählen wollen gar nicht all zu viel Gedanken zu machen. Wir müssen zuerst den Ort, den wir besuchen möchten, auf der Landkarte unseres Raumes, wie vieldimensional er auch immer sein mag, bestimmen.

Denken wir ein wenig darüber nach, was es heißt, ein vierdimensionales Wesen zu sein.
Wir existieren dann gleichzeitig in allen Zeiten. Die wichtigste Frage, die wir zu klären haben, ist, ob wir wandelbar sind. Aber Vorsicht; damit meine ich nicht die Änderung in Verlaufe der Zeit. Ich meine die Verwandlung unseres Körpers im Augenblick, der ja erhalten bleibt. Im vierdimensionalen Raum ist eine Veränderung innerhalb der Zeitscheibe nicht möglich. Es wären keinerlei Veränderungen möglich. Dann gäbe es uns zwar ewig in der Vergangenheit, so wie wir damals waren. Aber wir könnten niemals dorthin gelangen, zumindest nicht mit unserem Körper. Denn dann müsste sich ja innerhalb unseres statischen Körpers etwas bewegen. Aber dann wäre er nicht mehr statisch. Wir könnten also lediglich unser Bewusstsein in diese Zeitscheibe zurückversetzen.

Und was tun wir denn anderes, wenn wir uns erinnern.
Unser Gefährt wäre unsere Aufmerksamkeit. Die Fahrkarten wären mentale Techniken, mit denen wir lernen, uns in andere Zeiten zu versetzen. Hypnose, Rückführungen wären brauchbare Wege.

[ALIGN=right]> Teil 2[/ALIGN]
ying-yang ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.02.2002, 22:37   #12
ying-yang
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Standard Teil 2

Wollen wir unseren Körper aber mitnehmen in die Vergangenheit, müssten wir Veränderung innerhalb unseres vierdimensionalen Körpers zulassen. Dann bedarf es einer 5. Dimension. Die Konsequenz davon ist, dass wir zwar zu den Koordinaten unserer Geburt zurückreisen können, aber dort findet unsere Geburt wahrscheinlich gar nicht statt. Möglicherweise treffen wir auf völlig fremde Menschen. Die Vergangenheit ist längst nicht mehr das, was sie einmal war.
Vielleicht werden wir die Straße, in der wir einst lebten, gar nicht mehr wiedererkennen.
Wir könnten völlig frei in der Zeit reisen. Aber wenn wir die Auswirkungen unserer Handlungen in der Vergangenheit auf die Zukunft vorhersagen wollen, wären wir mit unseren Latein sehr schnell am Ende. Es gibt keine eindeutige Ursache-Wirkungs-Kette in dieser Welt. Wirkungen kämen aus allen Zeiten. Sie würden sich ausbreiten wie Wellen. Sie würden aus der Zukunft Einfluss auf die Vergangenheit nehmen und umgekehrt. Zukunft und Vergangenheit wären ineinander verwoben. Auf dieser Reise begegnen wir uns selber. Unsere Logik, unsere Gesetze, unsere Gesellschaftsstrukturen, unsere Motivationen geraten dabei in Gefahr.

Nichts bleibt so wie es einmal war. Denn es gäbe uns unendlich viele Male. In der Vergangenheit und in der Zukunft. Und überall wäre eigentlich Gegenwart.
Das könnte der Schluß sein. Aber das sind noch lange nicht alle Probleme, mit denen wir auf unserer Reise konfrontiert werden.
Wir müssten klären, wie unser vierdimensionaler Körper entstand. Reicht er von der Zeugung bis zur Gegenwart? Wächst er mit dem Fortschreiten der Zeit? Ist er bis zum Tod oder weit darüber hinaus schon angelegt?
Fragen über Fragen, die wir im Grunde genommen alle nicht beantworten können, weil unsere gewohnte Logik in höherdimensionalen Welten nicht reibungsfrei funktioniert.

Aber vielleicht führt uns unsere Reise auch gar nicht in andere Zeiten. Vielleicht ist es der Beginn eines vollkommen anderen Denkens, das uns Räume eröffnet, die weit außerhalb von Vergangenheit und Zukunft liegen.

Liebe Grüße
ying-yang
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Alt 27.02.2002, 02:05   #13
Acolina
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wow!!! Yin-Yang, dass ist ja ein ganzer Essay!! Die ganzen Gedankenansätze darin weiter zu verfolgen, brauche ich erst mal etwas Zeit...

Und ich hatte Darths noch nicht mal verdaut

Beim Lesen kam mir so einige Fragen in den Sinn. Gehen wir mal davon aus, dass wir aus mehr als einem rein materiellen Körper bestehen. Unser dreidimensionaler Körper scheint derart an Raum und Zeit gebunden zu sein, dass er sich jeweils nur gleichzeitig an einem Punkt im Raum und in der Zeit befinden kann.

Aber die anderen Anteile von uns, z.B. Astralkörper, Seele, Geist, könnten doch mehr Dimensionen als unser Körper besitzen (könnten nicht nur, ist wohl auch sehr wahrscheinlich) und damit auch in der Lage sein, sich in weit mehr Dimensionen zu bewegen als unser Körper. Um so mehr sie ihre Bindung an den dreidimensionalen Körper lösen, um so freier könnten sie sich in einer größeren Dimensionsvielfalt bewegen. So könnte man Träume, Visionen etc. eventuell erklären.

Zur Zeit erscheint es mir am wahrscheinlichsten, dass alle möglichen Dimensionen allgegenwärtig und gleichzeitig existieren und wir darin nach bestimmten Gesetzen herumwandern. (Siehe auch mein Zimmerbeispiel weiter oben). Wobei es von der Dimensionalität eines Dinges abhängt, in wie vielen Dimensionen es sich bewegen kann, welche es überhaupt wahrnimmt...

... wo ist der Hawking... ich muss das alles noch mal in Ruhe nachlesen, was er dazu meinte....

Ich werde mir jetzt einen vino genehmigen und noch mal laaange drüber nachdenken...

Herzliche Grüße
Acolina
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Die freiheitlich-demokratischen Ideale und Werte, die sich jetzt auch im Grundgesetz finden, wurden während der Aufklärung gegen die sich auf Gott und Bibel berufenden Kirchen durchgesetzt. Und weder der Gott Jahwe des Alten Testaments noch der Vater Jesus Christi, noch beide in einer Person, noch Allah vertreten die Werte unseres freiheitlich-demokratischen Staates. Sie müssen sie erst noch erlernen. (Gerd Lüdemann, Theologieprofessor)
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Alt 01.03.2002, 21:52   #14
Darth
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Hi @all,

ich glaube auch das daß wort zeitreisen nur eine marionette für unser physisches denken darstellt.
In reisen die man nur mit dem energiekörper antritt, bewegt man sich durch dimensionen und ich sage bewußt dimensionen, die sehr ähnlich dem JETZT sind, jedoch kann ich auf so einer reise nicht sagen ob ich in unserer zeit voraus oder zurück bin.
Wenn ich vom punkt des austritts des geistes aus meinem körper ausgehe, stehe ich in meinem zimmer. Ich sehe mich im bett liegen, wenn ich mich jetzt umsehe fehlt z.B. der schrank.
Nun könnte ich mich doch fragen was würde da jetzt stehen hätte ich den schrank vor 4 jahren nicht gekauft, oder was/wo würde er jetzt stehen hätte ich ihn einen tag später gekauft ?
Das alles stärkt sehr die möglichkeit das unser JETZT ein produkt vieler entscheidungen ist die jemand mal getroffen hat, vielleicht ist es sogar so das z.B. mein nachbar oder freund meine zukunft verändert indem er sich einen neuen wohzimmerschrank kauft und ich mir möglicherweise sogar unbewuß sage, schmeiß den alten mist weg und kauf dir etwas neues.

Astralreisen kann man sich so vorstellen das, grundgefüge bleibt ziehmlich gleich, jedoch die details sind doch sehr verändert, schaut man jedoch somit in eine andere "Zeit" oder nur in eine andere "Möglichkeit" unserer entscheidungen ?

Darth



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Alt 04.03.2002, 12:37   #15
Dragonhoard
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Hallo. alle zusammen!

Das Thema Zeitreisen wird zwar von einigen Physikern als möglich erachtet, aber selbst der so gerne zitierte Stephen Hawking ist sind da nicht so sicher und ändert seine Meinung von Zeit zu Zeit.
Soweit ich im Moment weiß, geht man von der grundsätzlichen physikalischen Möglichkeit an, dass es funktioniert, nur kann man sich nicht gezielt orientieren. (Hierbei meine ich die rein "technische" Zeitreise, nicht die mit Astralkörpern oder ähnlichen, aber schließlich ist ja alles Physik ;-) )

Was die einzelnen Dimensionstheorien angeht, gibt es zur Zeit auch mehrere Theorien. Die bekannteste ist wohl die Superstringtheorie von Penrose. Hier wird mit 10 - 11 Dimesionen gerechnet. Warum soviel?
Man kann mit dieser Theorie Effekte wie zum Beispiel den Welle-Teilchen Dualismus erklären. Die Dimensionen sind dabei alle "gleichzeitig" vorhanden und es gibt mehrere Dimensionen der Zeit. Auch dies gibt es "gleichzeitigt", alle Dimesionen durchdringen sich gegenseitig und bauen sich aus einanderen auf. Sonst wäre ein mathematische Modell nicht sinnvoll.

Beschäftigen wir uns aber mit nur mit der vierdimensionalen Raumzeit: Das Grundproblem ist hier, wie wirkt sich die Krümmung der Raumzeit aus, bzw wie ist sie überhaupt gekrümmt.
Ein Beispiel: Ein Wesen das völlig zweidimensional ist läuft auf einer Ebene, über die Krümmung der Ebene im Raum kann es nichts sagen, sie existiert für ihn nicht (zumindest ohne tiefgreifende Physik). Ist die Krümmung nun null, spricht man von einem linearen Universum, läuft unser Freund auf der Ebene in eine Richtung so läuft er ewig. Ist die Ebene aber gekrümmt, so bildet sie irgendeine geschlossene Kurve. Unser Freund kommt irgendwann wieder an seinen Ausgangspunkt auf der Fläche zurück.
Wie wir hier schon sehen ist die Ebene in eine höhere Raumdimension gekrümmt, wir haben noch nichts über die Zeit gesagt.

Stellen wir uns nun vor wir zeichnen den Weg unseres Freundes auf. Ohne Zeitachse entsteht zum Beispiel ein Kreis auf dem unser Freund umläuft. Jetzt bringen wir senkrecht zu dieser Umlaufebene einen Zeitablauf an. Es entsteht eine schraubenförmige Bewegung. d.h. obwohl unser Freund kehrt zwar immer an den gleichen Raumpunkt zurück, nicht allerdings an den selben Raumzeitpunkt.

Die große Frage ist nun: wie verläuft die Zeit?
Ist zwar der Raum gekrümmt, also nichtlinear, aber die Zeit linear? Subjektiv würden wir das annehmen, für uns vergeht die Zeit ja linear. Aber nach der Relativitätstheorie kann die gesamte Raumzeit gekrümmt sein, allerdings die Zeit nur von null bis zu einem beliebigen positiven Wert. Ein negative Zeitkrümmung, also rückwärtlaufende Zeit, gibt es nicht. Daraus folgt auch das die Lichtgeschwindigkeit also die maximal mögliche ist.

Nach diesem Theoriehaufen geht man nun davon aus, dass in unserer normalen Raumzeit keine Zeitreisen möglich sind.

Den Ausweg leifert immer eine Größe die bis heute noch nicht vollständig begreifbar ist: die Gravitation. Den weder in der Relativitätstheorie, noch in der Quantenmechanik ist eine Verbindung mit der Theorie der elektromagnetischen Kräfte gelungen. Hier gibt es noch ein paar physikalische Schlupflöcher. ;-)
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Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt. Albert Einstein
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Alt 05.03.2002, 02:35   #16
Acolina
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Ebenfalls Hallo zusammen!

Zitat:
Original von Dragonhoard
Hallo. alle zusammen!

Das Thema Zeitreisen wird zwar von einigen Physikern als möglich erachtet, aber selbst der so gerne zitierte Stephen Hawking ist sind da nicht so sicher und ändert seine Meinung von Zeit zu Zeit.
Soweit ich im Moment weiß, geht man von der grundsätzlichen physikalischen Möglichkeit an, dass es funktioniert, nur kann man sich nicht gezielt orientieren.
Das ist aber äußerst unpraktisch, wenn ich nicht weiß wo - in welcher Zeit ich lande! Dann fände ich ja auch nie mehr in meine zurück.... Dann würde man nachher so wie die Sliders durch die Dimensionen durch die Zeit irren... --

Wenn ich so von einigen physikalischen Theorien höre, kommt mir immer mehr der Verdacht, dass das, was wir heute noch paranormal, Spuk, übersinnlich etc. nennen, sich irgendwann *ganz einfach* physikalisch erklären lässt. Aber ist ja auch eigentlich nichts Neues, lief ja in unserer Geschichte meist so ab.

Zitat:
[...]
Daraus folgt auch das die Lichtgeschwindigkeit also die maximal mögliche ist.

Nach diesem Theoriehaufen geht man nun davon aus, dass in unserer normalen Raumzeit keine Zeitreisen möglich sind.

Den Ausweg leifert immer eine Größe die bis heute noch nicht vollständig begreifbar ist: die Gravitation. Den weder in der Relativitätstheorie, noch in der Quantenmechanik ist eine Verbindung mit der Theorie der elektromagnetischen Kräfte gelungen. Hier gibt es noch ein paar physikalische Schlupflöcher. ;-)
Ich dachte, die Lichtgeschwindigkeit als maximale Größe wäre inzwischen wiederlegt?? Ist schon länger her, aber ich meine in Nature hätte mal was dazu gestanden. Warte mal, hatte ich doch letztens noch irgendwo hier liegen.... aahja, hier: Also es soll L. Wang und Kollegen vom NEC Research Institute in Princeton, New Jersey, in einem Experiment gelungen sein, einen Lichtpuls mit 300-facher Lichtgeschwindigkeit durch eine Kammer mit Gas (mit kalten Cäsium-Atomen gefüllt) zu schicken. Das Wellenpaket war so schnell, dass es die Kammer verließ, bevor es hereingekommen war.

Naja, hier kommt natürlich auch gleich wieder der Haken der Geschichte: "Nach Meinung von Jon Marangos vom Imperial College in London, der die Arbeit in einem begleitenden Kommentar diskutiert, verletzt das Experiment von Wang und seinen Kollegen jedoch nicht die Kausalität: Durch ein Wellenpaket wie das, was Wang und Kollegen erzeugten, könne keine Information übertragen werden. Ein scharfes Signal oder gar Objekte mit einer Masse können nicht schneller als das Licht reisen."

Wie auch immer, ich hoffe, dass noch ein *Schlupfloch* gefunden wird... Zeitreisen wären sicher ne tolle Sache... auch wenn es mir auf der anderen Seite davor gruselt, was man damit anstellen kann... Paradoxons etc. - letztere sind auch immer wieder der Punkt, der mich dran zweifeln lässt, ob Zeitreisen wirklich möglich wären... denn irgendwie müsste dann diese Welt im Chaos versunken sein, denn unsere Nachfahrn hätten es dann doch bestimmt schon ausprobiert. Oder es gibt einen Mechanismus, der Paradoxons irgendwie verhindert....

...sinniert Acolina hier so vor sich hin...
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Alt 05.03.2002, 23:45   #17
Dragonhoard
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@ acolina

Da geht das Thema in eine interessante Richtung:
Zur Zeit gibt es Hinweise auf Fehler, nein eigentlich fehlende Teile, im physikalischen Theoriegebäude.

Es gibt mehrere Hinweise darauf, dass die Lichtgeschwindigkeit nicht immer das Maximum an Geschwindigkeit darstellt. Bei diesen Phänomenen geht es allerdings um Gebiete die auch mit der Quantenmechanik nicht eindeutig beschrieben werden können.

Z.B. gab es von ein paar Jahren in Deutschland ein Experiment, bei dem eine Welle im Bereich der Mikrowellenstrahlung durch einen Hohlleiter (ein Rohr mit rechteckigen Querschnitt) geschickt wird. Nach klassischer Vorstellung dürfte auf der anderen Seite gar nichts herauskommen, weil die Amplitude der Welle zu groß ist um in das Rohr zu "passen".
Es gibt aber den Effekt des Tunnelns, das heißt aufgrund von einigen Effekten (Geschwindigkeitsverteilung, Unschräferelation) gibt es Teilchen, die Dinge tun die sie eigentlich gar nicht dürften.
Was allerdings bei diesem Experiment auftrat, war ein ähnlicher Effekt, wie er schon beschrieben wurde: Die Welle durchquerte den Hohlleiter mit Überlichtgeschwindigkeit. Das Echo war, im Bereich der Physik, gigantisch. Die Meldungen gingen von Überraschung bis zu Negation: "Man darf ein Experiment das den Regeln widerspricht gar nicht machen!" (Eigentlcih eine Schande für einen Physiker)

Aber was zeigt das ganze: Die Theorie die wir zur zeit besitzen ist noch nicht vollständig!

Aber was zeigen diese Experimente: Wenn ein Informationspaket vor dem Absenden ankommt, wie steht es dann mit unserer ach so vertrauten Ursache-Wirkung Relation? Sind dann nicht sinnvolle Zeitreisen überhaupt möglich, was verursachte dann historische Ereignisse?

Ein Satz hat mir ganz gut gefallen:

<< Wenn ich so von einigen physikalischen Theorien höre, kommt mir immer mehr der Verdacht, dass das, was wir heute noch paranormal, Spuk, übersinnlich etc. nennen, sich irgendwann *ganz einfach* physikalisch erklären lässt. Aber ist ja auch eigentlich nichts Neues, lief ja in unserer Geschichte meist so ab. >>

(Ich kann leider nicht so hübsch zitieren wie Acolina )

Da stimme ich ganz deutlich zu. Vor 200 Jahren war elektrischer Strom (immer noch) Zauberei. Im 15 Jhdt. wußte jeder das die Erde flach ist, und nur Vögel fliegen können. Ich würde gerne einmal einen Menschen (vorzugsweise einen Priester) einen Tag unsere Welt des 21. Jhdt zeigen, ich glaube er bräuchte eine sehr lange Erholungszeit zu Hause.

Übrigens ein Grund für mich, ein Physikstudium zu beginnen war übrigens auch, solche Phämomene einmal aus einem anderen Blickwinkel betrachten zu können.
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Alt 12.03.2002, 12:47   #18
albedo039
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wegen dieses Themas habe ich mich eigentlich angemeldet:

Ich möchte hier versuchen ein wenig Ordnung in das Thema Zeitreisen zu bringen:

folgend spreche ich von der Tatsache der Zeitreisen da die Theoretische Physik (das eigentlich schon seit Kurt Gödel) sagt, daß es möglich ist (natürlich sind wir technisch nicht dazu in der Lage).
seit Einstein wissen wir das das Universum (Einsteinraum) zumindest 4 Dimensionen! hat: die 3 newtonschen Raumdimensionen und die Zeit! (die wir zwar anders wahrnehmen sie aber nicht(kaum) anders ist als die räumlichen Dimensionen.

Grundsätzlich möchte ich das folgendermaßen zusammenfassen:

Es gibt 4 Möglichkeiten in der Zeit zu Reisen.
Man stellt sich die Zeitdimension am besten als lange Straße (mit oder ohne Kurven - ist nicht wichtig) mit sehr, sehr vielen(10hoch70 lt. Frank J. Tipler ) Fahrspuren dar ( ich nenne diese folgend Geschichten - weil sie am ehesten unseren Daseinsgeschichten (Möglichkeiten) entsprechen und auch die gängige Bezeichnung sind.

1) In die Vergangenheit
1.1 Synchron (ich bezeichne es so) in man auf der selben "Spur" zurückfährt
1.2 Asynchron: ich komme in eine andere "Geschichte". d.h. ich fahre zurück aber auf einer anderen Fahrbahn.

2) in die Zukunft:
2.1 synchron ich bleibe auf meiner "Geschichte".

2.2 asynchron ich fahre auf einer anderen(zufälligen) Spur

Zum Thema Kaos:
1)
in die Vergangenheit zu reisen ist natürlich wesentlich leichter (braucht auch lt. Gödel theoretisch viel weniger Energie).
Nur müsste es synchron geschehen denn sonst hat es wenig Sinn. Eine Vergangenheit zu besuchen die uns nicht berührt und wenn wir was verändern hätte es auf unsere "Welt" keine Auswirkungen.
Wenn wir synchron in die Vergangenheit reisen können wir wiederum nichts verändern denn es ist ja schon in unserer Vergangenheit geschehen und die Veränderung haben wir bereits als "normalen Ablauf" erlebt.

2)
In der Zukunft verhält sich das alles viel komplizierter und wird naturgemäß philosophischer.
das wir mit jeder Entscheidung die wir treffen, die "Geschichte" wechseln können (Stichwort: "Schrödingers Katze") ist bekannt. So kann man nur eine Wahrscheinlichkeit angeben welche unsere "Geschichte" in der Zukunft ist.

das mal als Diskussionsbeitrag von mir - bin gespannt was noch so alles zu diesem Thema kommt.

liebe Grüße

Oliver
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Alt 17.03.2002, 14:29   #19
Acolina
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Hallo Oliver!

Zitat:
Original von albedo039 [...]
Zum Thema Kaos:
1)
in die Vergangenheit zu reisen ist natürlich wesentlich leichter (braucht auch lt. Gödel theoretisch viel weniger Energie).
Nur müsste es synchron geschehen denn sonst hat es wenig Sinn. Eine Vergangenheit zu besuchen die uns nicht berührt und wenn wir was verändern hätte es auf unsere "Welt" keine Auswirkungen.
Wenn wir synchron in die Vergangenheit reisen können wir wiederum nichts verändern denn es ist ja schon in unserer Vergangenheit geschehen und die Veränderung haben wir bereits als "normalen Ablauf" erlebt.
Das hieße also, man könnte gar kein Paradoxon herbeiführen? Gar kein Chaos anrichten? Wäre ja sehr beruhigend... Trotzdem zeigt dies Thema mir irgendwie meine Grenzen Ich stell mir mal vor, in 10 Jahren wären Zeitreisen möglich. Ich würde einen Trip in die Vergangenheit buchen, um mal einen Blick in mein Leben als Fünfjährige zu werfen. Ich reise also zurück.... und gibt's mich dann für die Dauer der Reise zweimal?
Wenn ich mir als Fünfjährige nicht auf diese Art selbst begegnet bin, steht damit fest, dass ich in Zukunft auch nie eine solche Reise unternehmen werde.... Dann läge die Ursache für ein Geschehen gestern in einer Tat morgen. Also können wir uns gar nicht sicher sein, das einige Ursachen unseres heutigen Geschehens nicht - statt in der Vergangenheit - in Wirklichkeit in der Zukunft liegen. Ufff...

Zitat:
2)
In der Zukunft verhält sich das alles viel komplizierter und wird naturgemäß philosophischer.
das wir mit jeder Entscheidung die wir treffen, die "Geschichte" wechseln können (Stichwort: "Schrödingers Katze") ist bekannt. So kann man nur eine Wahrscheinlichkeit angeben welche unsere "Geschichte" in der Zukunft ist..
Naja, dass man nur Wahrscheinlichkeiten eines Ereignisses für die Zukunft angeben kann, würde erklären, warum sich Prophezeiungen nicht oder nur teilweise erfüllen bzw. Propheten irren (ohne dass man sie gleich in die Ecke Scharlatane stellen müsste).
Man kann eben die Zukunft nur so voraussehen, wie sie in diesem Augenblick aussieht. Mit jeder im nächsten Augenblick geschehenden Tat verändert sich auch diese Zukunft mehr oder weniger wieder.

Aber wenn ich das jetzt mal so zusammen betrachte, wäre damit ja recht eindeutig belegt, dass Zeit zwar von uns linear erlebt wird, es aber keinesfalls sein kann, sondern Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ein sich in alle Richtungen gegenseitig beieinflussendes Geflecht sind, oder?

Noch eins, Du hast da von mehreren "Spuren" in dieser Zeitstraße gesprochen, kann man daraus ableiten, dass es sozusagen mehrere Parallelexistenzen, -welten oder wie man es auch nennen soll, gibt?

Viele Grüße
Acolina
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Die freiheitlich-demokratischen Ideale und Werte, die sich jetzt auch im Grundgesetz finden, wurden während der Aufklärung gegen die sich auf Gott und Bibel berufenden Kirchen durchgesetzt. Und weder der Gott Jahwe des Alten Testaments noch der Vater Jesus Christi, noch beide in einer Person, noch Allah vertreten die Werte unseres freiheitlich-demokratischen Staates. Sie müssen sie erst noch erlernen. (Gerd Lüdemann, Theologieprofessor)
Acolina ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.03.2002, 20:27   #20
albedo039
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Wenn Du (synchron) zurück in die Vergangenheit fährst in der du 5 Jahre warst dann gibt es dich 2mal - das heist ja nicht das du es weist das du dich mit 5 Jahren beobachtet hast.
Und selbst wenn du zu dir gegangengen bist und gesagt hast: "hallo - ich bin du aus der Zukunft" hätte es dich mit 5 berührt?.

Ausserdem werden solche Zeitreisen wahrscheinlich nicht zur "unterhaltung der Massen" eingestzt werden da ein Zeittor mit etwa 1 Meter Durchmesser (vorläufig wie ein Wurmloch vorzustellen) etwa ein Terrawatt/Sekunde verschlingt. Eine ganze Menge - das sind rund 800 AKWs.

Zitat:
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Noch eins, Du hast da von mehreren "Spuren" in dieser Zeitstraße gesprochen, kann man daraus ableiten, dass es sozusagen mehrere Parallelexistenzen, -welten oder wie man es auch nennen soll, gibt?
_____________________________________________

naja - Wenn man eine lebende Katze (nicht unbedingt Schrödingers ) in eine absolut schalldichte Kiste sperrt, in der auch kein "Fenster" ist, dann kann man ohne die Kiste zu öffnen nicht mit 100%iger Wahrscheinlichkeit sagen das ob die Katze lebt oder tot ist. Obwohl die Wahrscheinlichkeit das sie lebt natürlich größer ist. In diesem Zustand existieren 2 Katzen, eine tote und eine lebende. In diesem Sinne sagt uns die Relativistische Quantenmechanik das das Universum rund 10^70 Geschichten hervorbringen wird. Das heißt auch es sind noch nicht alle geschrieben

- so werden wir nie genau wissen wohin wir gehen - aber wer weiß das schon

Grüße Oliver
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