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Überwachungsstaat Zensur, Medienkontrolle, Telekommunikations-, Verkehrs- und Bürgerüberwachung, Kameras, RFID-Chips...

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Alt 27.05.2017, 13:31   #11
basti_79
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Zitat:
Zitat von Lupo Beitrag anzeigen
Und, hast du schon mal nachgefragt, oder ist das mehr so ein prinzipielle Sache und konkret interessiert dich das dann doch nicht so?
Nachgefragt habe ich noch nicht. Ich würde aber trotzdm gerne Bescheid bekommen, wenn die Polizei so einen Datensatz anlegt. Eine SMS mit einer Referenznummer 30 Tage später würde mir ja reichen. Muss ja kein Brief sein.

Zitat:
Auch bei so einer Regelung könntest du einwenden, dass man ja nicht weiß, ob sie das wirklich machen.
Rechtsstaat geht halt anders.

Zitat:
Was ich nicht verstehe: Was ist der Unterschied (bezgl. Des Anfansgsverdachtes) ob du nun darüber informiert bist, oder nicht?
Ich würde schon gerne mitbekommen wollen, was die Polizei so alles an Daten über mich sammelt. Ich verstehe nicht, warum Dich das so aufregt.

Zitat:
Irgendwie fehlen mir noch Nord Korea und ein Hinweis auf Saudi Arabien.
Naja, den kannst Du ja selber ergänzen.

Zitat:
Wie gesagt, ich finde es ja nicht falsch nur unter den gegebenen Voraussetzungen ein wenig unwichtig. Wenn erstmal jeder Hartzer finanziell ausreichend ausgestattet und jeder Flüchtling ebenso und dann noch Geld übrig ist, dann kann die Postflut ruhig starten.
Meiner Meinung nach sollte man das eine tun und das andere nicht lassen.

Zitat:
Wie wäre es mit einem Kompromiss: Die Bürger, die informiert werden wollen, können sich registrieren lassen und die werden dann ungefragt immer informiert und die anderen denen es, wie mir, egal ist, nicht?
Das wäre in der Tat ein guter Vorschlag.

Zitat:
Zitat von Venkman Beitrag anzeigen
Jeder der bei seinem Smartphone/Tablet die Standortbestimmung eingeschaltet hat (und das ist für einige/viele Apps notwendig um die genaue Funktionsweise sicherzustellen) ist ortbar.
Erst einmal läuft die Standortbestimmung der Polizei bzw. der Strafverfolgungsbehörden nicht über GPS, sondern über eine sogenannte "Funkzellenabfrage". So eine Funkzelle ist in besiedeltem Gebiet vielleicht 200 m im Durchmesser gross, und dadurch, dass die Antennen "klug" sind und die Richtcharakteristik einstellen können, kann man die Auflösung noch verbessern. Und durch Korrelation mit anderen Datensätzen kann man sogar noch rausfinden, wer dabei war.

Und dann ist das hier ja eine Frage von Datenschutz und Rechtsstaatlichkeit (Ähnliche Problematik wie bei Zivilfahndung und V-Leuten), nicht eine der Technik. Dass es möglich ist, jemanden per Handy zu orten, ist offensichtlich. Das heißt noch nicht, dass man das tun sollte, oder dass das legal wäre.

Zitat:
Wer und zu welchem Zweck dies nutzt/genutzt wird sei dahingestellt...
Warum sollte man diese Frage "dahinstellen", und das auch noch auf Zuruf Deiner hin?

Das ist doch der Kern der Problematik. Informationelle Selbstbestimmung.

Zitat:
Einfach mal das Gehirn einschalten...
Leider kann man eine Funkzellenabfrage nicht verhindern. Du kannst Dir das aber einreden, wenn Du magst.
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Alt 27.05.2017, 13:47   #12
Sakslane
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Ich denke, der Punkt von Venkman bezieht sich weniger darauf, welche Möglichkeiten (Funkzellenabfrage) Polizeibehörden haben, sondern darauf, dass die meisten Nutzer (bewusst oder unbewusst) ständig ihren Standort "herausposaunen" und damit generell auch kommerziellen Anbietern bekannt machen. Soll heißen, auf der einen Seite gibt es Nutzer, die den Standort als private Information sehen und darüber informiert werden wollen, wenn eine Polizeibehörde diesen abfragt, während auf der anderen Seite Nutzer stehen, die sich teilweise nicht einmal darüber bewusst sind, dass sie diese Information ständig an Drittanbieter senden.

Erst neulich habe ich einen Artikel darüber gelesen, dass Google komplette Bewegungsprofile von Nutzern der Google Maps App hat. Die kann man als Nutzer einsehen. Solche Sammlungen bei"Datenkraken" wie Google, die sich dazu auch noch in den USA befinden, finde ich persönlich noch weitaus problematischer, weil sie viel mehr Daten beinhalten, als deutsche Polizeibehörden sammeln. Im Gegensatz zu letzteren kann man Google & Co. aber entgehen, indem man ihre Services nicht nutzt bzw. sie blockiert. Ich navigiere z.B. mit offline-Karten von OpenStreetMap auf einem Gerät ohne Internetverbindung / Mobilfunkfunktion.
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Alt 27.05.2017, 14:30   #13
basti_79
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Zitat:
Zitat von Sakslane Beitrag anzeigen
Ich denke, der Punkt von Venkman bezieht sich weniger darauf, welche Möglichkeiten (Funkzellenabfrage) Polizeibehörden haben, sondern darauf, dass die meisten Nutzer (bewusst oder unbewusst) ständig ihren Standort "herausposaunen" und damit generell auch kommerziellen Anbietern bekannt machen.
Das mag sein, aber davon ändert sich ja an der Debatte nichts.

Zitat:
Solche Sammlungen bei"Datenkraken" wie Google, die sich dazu auch noch in den USA befinden, finde ich persönlich noch weitaus problematischer, weil sie viel mehr Daten beinhalten, als deutsche Polizeibehörden sammeln.
Das kann ich nachvollziehen.

https://www.heise.de/newsticker/meld...z-1197178.html

Zitat:
Im Gegensatz zu letzteren kann man Google & Co. aber entgehen, indem man ihre Services nicht nutzt bzw. sie blockiert. Ich navigiere z.B. mit offline-Karten von OpenStreetMap auf einem Gerät ohne Internetverbindung / Mobilfunkfunktion.
Eben. Es handelt sich um völlig unterschiedliche Situationen. Wenn jetzt die Polizei z.B. auf so ein Bewegungsprofil zugreifen will, muss sie - wenn alles mit rechten Dingen zugeht - erst einmal bei so einem Anbieter nachfragen, und der ist dann auch verpflichtet, zu überprüfen, ob die Anfrage im Rahmen ist.

Hätte die Polizei ständig Zugriff auf alle Bewegungsprofile, könnte man sagen, dass "Datenschutz" (der ohnehin einen schweren Stand hat) in diesem Bereich überhaupt nicht mehr stattfindet.

Wie bereits gesagt: Rechtsstaat ist anders. In einem Rechtsstaat hätte der Herr Spitz die DVD bekommen, ohne lange zu ningeln, und in einem Rechtsstaat erkennt man die Polizei, wo sie auftritt.
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Alt 27.05.2017, 18:31   #14
Venkman
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Zitat:
Zitat von Sakslane Beitrag anzeigen
Ich denke, der Punkt von Venkman bezieht sich weniger darauf, welche Möglichkeiten (Funkzellenabfrage) Polizeibehörden haben, sondern darauf, dass die meisten Nutzer (bewusst oder unbewusst) ständig ihren Standort "herausposaunen" und damit generell auch kommerziellen Anbietern bekannt machen. Soll heißen, auf der einen Seite gibt es Nutzer, die den Standort als private Information sehen und darüber informiert werden wollen, wenn eine Polizeibehörde diesen abfragt, während auf der anderen Seite Nutzer stehen, die sich teilweise nicht einmal darüber bewusst sind, dass sie diese Information ständig an Drittanbieter senden.
Danke! Ich dachte schon ich drück mich zu missverständlich aus...
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Alt 09.08.2017, 14:34   #15
Venkman
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Standard Facebook eröffnet Löschzentrum in Essen

Passt gut zum Thema denk ich:

http://www1.wdr.de/nachrichten/ruhrg...essen-100.html

Aber schön das sich "Facebook" dem Brandschutz verpflichtet fühlt...
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Alt 09.08.2017, 14:55   #16
HaraldL
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Hab da 3 Fragen zum Netzwerkdurchsetzungsgesetz: gilt das nur für Haßkommentare, die in deutscher Sprache verfasst wurden? Und was ist, wenn der Kommentar im Ausland verfasst wurde oder der Account nicht in Deutschland angelegt wurde?
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Alt 09.08.2017, 15:26   #17
basti_79
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Zitat:
Zitat von Venkman Beitrag anzeigen
Passt gut zum Thema denk ich:
Paßt meiner Meinung nach überhaupt nicht. Da Facebook ein privates Unternehmen ist, dürfen die doch auf ihren Seiten tun und lassen, was sie wollen - oder?

Zitat:
Zitat von HaraldL Beitrag anzeigen
Hab da 3 Fragen zum Netzwerkdurchsetzungsgesetz: gilt das nur für Haßkommentare, die in deutscher Sprache verfasst wurden?
Diese Debatte ist ungefähr so alt wie das Äußerungsrecht. Die spannende Frage wäre, wem das Gegenteil nützen könnte.

Zitat:
Und was ist, wenn der Kommentar im Ausland verfasst wurde oder der Account nicht in Deutschland angelegt wurde?
Dann ergibt sich keine Änderung. Entscheidend ist, ob das soziale Netzwerk "im Inland" (gemeint ist die BRD) mehr als zwei Millionen Nutzer hat. Dann greift das neue Gesetz.
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Alt 09.08.2017, 21:13   #18
HaraldL
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Könnte das eigentlich ein Betreiber eines sozialen Netzwerks das Gesetz dadurch umgehen, in dem er ein Netzwerk in 2 Teilnetzwerke mit weniger als 2 Millionen Nutzern zerlegt, zwischen denen unbegrenzt gepostet werden kann?
HaraldL ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.08.2017, 13:02   #19
Venkman
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Zitat:
Paßt meiner Meinung nach überhaupt nicht.
Dann "zensier" bzw. lösch meinen Beitrag, ich hab keine "Rechte" dafür.


Zitat:
Da Facebook ein privates Unternehmen ist, dürfen die doch auf ihren Seiten tun und lassen, was sie wollen - oder? <Hervorhebung durch mich.>
Achja, dürfen sie das? Gesetze gelten nach deiner Aussage nicht für private Unternehmen?
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Alt 10.08.2017, 15:14   #20
basti_79
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Zitat:
Zitat von HaraldL Beitrag anzeigen
Könnte das eigentlich ein Betreiber eines sozialen Netzwerks das Gesetz dadurch umgehen, in dem er ein Netzwerk in 2 Teilnetzwerke mit weniger als 2 Millionen Nutzern zerlegt, zwischen denen unbegrenzt gepostet werden kann?
Sicherlich nicht.

Zitat:
Zitat von Venkman Beitrag anzeigen
[Venkmans Einwand würde nicht passen]Dann "zensier" bzw. lösch meinen Beitrag, ich hab keine "Rechte" dafür.
Warum sollte ich?

Zitat:
Achja, dürfen sie das? Gesetze gelten nach deiner Aussage nicht für private Unternehmen?
Nein, das war Ironie. Ich mache da bloss merkwürdige Unstimmigkeiten aus.

z.B. durfte ja ein Jan Böhmermann (auch noch im ÖR!) den Präsidenten der Türkei beleidigen. D.h. so schlimm kann es mit der Zensur noch nicht sein. Anderseits bemängelt man hier, dass jetzt eine Regel "neu eingeführt wird", nach der Betreiber von Seiten wie Facebook frei entscheiden dürften, wofür ihr System verwendet wird. Was sie ohnehin schon immer durften. Das wäre dann nicht Zensur im engeren Sinne, jedenfalls nicht eher Zensur als wie sie z.B. der örtliche Karnickelzüchterverein auch praktiziert. Der Bohei ist aber beide Male gleich groß und kommt aus derselben Richtung.
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