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Ägypten Wozu dienten die Pyramiden wirklich? Wie alt ist die Sphinx? Woher stammt die Hochkultur Ägyptens?

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Alt 14.02.2003, 20:22   #1
Zwirni
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Standard ägyptische Stadt im Wüstensand

Unweit der Nekropole Saqqara, etwa 25 Kilometer südlich von Kairo entfernt, fanden Archäologen eine altägyptische Stadt vergraben im Sand der Wüste. Eigentlich haben die Forscher um Ian Mathieson, dem Direktor des Saqqara Geophysical Survey Project, eine alte Straße gesucht, die den Ägyptern einst als Transportweg für die tonnenschweren Steine ihrer Pyramiden und steinernen Sarkophage gedient haben muss. Stattdessen konnten Mathieson und seine Kollegen mit geothermischen Methoden den Grund eines ehemaligen Sees unter dem Sand ausmachen und an dessen Ufer die Stadt von etwa 1,6 mal 1,2 Kilometern Ausmaß.

Etwa 4000 Menschen könnten einst in dieser Stadt gelebt haben, deren Ursprünge vermutlich im Alten Königreich, rund 2500 Jahre vor unserer Zeitrechnungen liegen. Mathieson geht nicht davon aus, dass große Schätze im Wüstensand zu finden sind, für die Archäologie sei der Fund indes umso wertvoller, da die vergessene Stadt einen einmaligen Einblick in das Leben vor tausenden vor Jahren liefern kann.

http://www.wissenschaft-online.de/artikel/615623
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Alt 17.02.2003, 11:00   #2
Fixius
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wenn man dort einen ehemaligen see gefunden hat dann müsste man vermutlich auch seine meinung über das entstehen von wüstengebieten ändern denn das würde zeigen das eine schnelle klimatische veränderung stattgefunden hat.

auch wäre es denke ich interessant die sache weiter zu verfolgen dahin gehend das es vieleicht eine stadt ist die in den legenden texten der alten ägypter auftaucht und eventuell eine strafe der götter erhalten hat.
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Alt 15.04.2003, 14:17   #3
StaVanGer
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Hm Fixius,
ich denke mal, das der Bezug des Sees etwas anders ausgesehen hat.

Während des Pliozäns, vor rund zwölf Millionen Jahren, war Europa von Gletschern bedeckt, und die Alpen formten sich. In Ägypten entstanden der Golf von Suez und derjenige von Aqaba durch Risse in der Erdkruste, wobei gesagt werden muss, dass der Golf von Aqaba bedeutend jünger ist als der von Suez.

Es gibt in Ägypten nur wenige Hinweise auf typische Pliozän-Relikte wie marine, fluvio-marine oder kontinentale Trümmer. Doch am nördlichen Rand der Fayoum-Senke, im Wadi Natrun, finden sich einige Hinweise auf fluvio-marine Formationen wie versteinerte Elefanten, Giraffen und Krokodile.

Obwohl Europa von Gletschern bedeckt war, stieg der Feuchtigkeitsgehalt in der Westlichen Wüste nicht an. Im Gegenteil - der alte Libysche Fluss trocknete sogar aus. Das Land durchging Senkungs- und Faltungsperioden. Besonders deutlich sichtbar ist dies in der Oase von Bahariya, wo eine lange Erdfalte die ganze Senke teilt.

Später wurden die Senken wieder von Wasser - von Seen oder sogar vom Meer - überdeckt. Während des Pleistozäns, bis vor ca. 10'000 Jahren, lag Europa wieder unter Eis, und der Meeresspiegel senkte sich. So hoben sich neue Landmassen aus dem Wasser. Es folgte eine Zeit schweren Regenfalls. In dieser Epoche nahmen die Senken der Westlichen Wüste ihre heutige Form an und das trockene Wüstenklima begann.

Die Oasen der Westlichen Wüste sind nicht so, wie man sich gängigerweise eine Oase vorstellt - ein paar schattenspendende Palmen, eine Quelle und ein wenig Futterpflanzen für Tiere.
Alle Oasen befinden sich in Senken. Dies bedeutet jedoch nicht, dass jeweils die ganze Senke eine einzige Oase ist. Das Gelände einer Senke sieht ähnlich aus wie das Wüstengebiet rundherum. Der Unterschied besteht aber in der Höhe über Meer: Die Senken liegen tiefer als die durchschnittliche Oberfläche der Wüste und somit auch näher am Grundwasserspiegel. So ist der Zugang zum Wasser einfacher - an einigen Stellen tritt es von selbst an die Oberfläche. Dort gedeihen folglich Pflanzen besser als an den übrigen Stellen in der Senke, und es können auch Tiere und Menschen genügend Wasser und Nahrung bekommen.

Bis wann genau sämtliche Seen und deren Zuflüsse über dem Niveau lagen, kann ich leider auch nicht ghenau sagen.

Gruß

StaVanGer
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