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Astronomie Hier geht's nicht nur um Astronomie im klassischen Sinne, sondern auch um all die Mythen, Geschichten und Prophezeiungen, die sich rund um Sterne, Kometen und andere Himmelskörper ranken.

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Alt 09.01.2003, 20:31   #1
Zwirni
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Standard Die Geschichte des Mondes

Obwohl der Mond der nächste Himmelskörper an der Erde ist, umgeben ihn noch viele Rätsel. Eines davon - warum der Mond vor knapp vier Milliarden für kurze Zeit ein Magnetfeld hatte - können Dave Stegman von der University of California in Berkeley und Kollegen jetzt durch ein neues Modell erklären.

Planetare Magnetfelder werden von Dynamos im Innern der Planeten erzeugt, in der Erde etwa im flüssigen äußeren Kern, der aus einer Eisenlegierung besteht. Bisherigen Modellen zufolge hätte das Mond-Magnetfeld spätestens vor 4,2 Milliarden Jahren erlöschen müssen, weil aus dem Kern nicht genug Wärme entweichen konnte. Das verhinderte die Konvektion des flüssigen Eisens im Mondkern, die einen Dynamo hätte ankurbeln können. Proben von den Apollo-Missionen belegen jedoch, dass der Mond vor 3,9 bis vor 3,6 Milliarden Jahre ein starkes Magnetfeld besaß.

Im Fachblatt Nature (Bd. 421, S. 143) berichten die Forscher um Stegman jetzt, wie damals ein Magnetfeld zustande gekommen sein könnte. Ihren Berechnungen zufolge müsste sich der Mantel des Mondes nach der Entstehung geschichtet haben, so dass sich nach einer gewissen Zeit an der Grenze zwischen Kern und Mantel eine dichte, mit radioaktiven Elementen angereicherte Gesteinsschicht ablagerte. Die radioaktive Hitze erwärmte sowohl den Kern als auch das Gestein selbst, das dadurch leichter wurde und schließlich in pilzförmigen "Plumes" nach oben stieg.

Diese Umwälzung dürfte nach den Berechnungen der Forscher vor etwa vier Milliarden Jahren stattgefunden haben. Der Mondkern kühlte sich nach diesem Ereignis für etwa 500 Millionen Jahre so stark ab, dass eine genügend starke thermische Konvektion einsetzte, um einen Dynamo in Gang zu halten. Möglicherweise kam es an der Oberfläche des Mondes in dieser Zeit verstärkt zu Vulkanismus, worauf Fernerkundungsdaten ebenfalls hinweisen.

http://warpsix.dva.de/sixcms/detail.php?id=136975

Was gibt es noch an Interessantem rund um den Mond? Seine Entstehung, Vulkanismus und Mond-Leben?
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Alt 09.01.2003, 21:16   #2
Sereck
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vor einiger zeit hatte ich in einem magazin mal gelesen das der mond im inneren aus einer flüssigen schlammartigen substanz bestehen soll.weiss aber nicht was ich davon halten soll.
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Alt 09.01.2003, 22:52   #3
Zwirni
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Der Mond soll sogar hohl sein:

http://stargazers.home.pages.at/heav...grave/moon.htm
http://www.gernot-geise.de/html/arch...mond/mond1.htm
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Alt 10.01.2003, 00:17   #4
Sereck
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wenn man sich diese links genau durchliesst dann wird man schon nachdenklich.
die fakten sind schliesslich nicht zu leugnen.
ich finde wenn die nasa mehr über den mond weiss als sie zugibt dann sollten sie endlich damit aufhören und die klappe aufmachen und uns erzählen was wirklich los ist und wie nun der mond entstanden ist.
ich glaube das sind sie der menschheit wirklich schuldig.
Sereck ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.07.2003, 16:28   #5
Zwirni
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Zitat:
Der Mond ist das gemeinsame "Kind" der Erde und eines Mars-großen Planeten. Aus der Kollision dieser beiden Himmelskörper ging vor spätestens 4 Milliarden und 533 Millionen Jahren der Mond hervor. Das zeigen geochemische Untersuchungen von Erd-, Mond und Meteoritengestein. Im Fachmagazin Science (Bd. 301, S. 84) erklären Carsten Münker von der Universität Münster und seine Kollegen, wie sie den "Vaterschaftstest" durchführten.

Aus Untersuchungen des Gesteins, das die Apollo-Astronauten vom Mond mitbrachten, ist bekannt, dass die chemische Zusammensetzung des Mondgesteins dem der Erde sehr ähnelt. Es gibt aber auch Unterschiede. So hat der Mond zum Beispiel einen viel geringeren Eisenanteil als die Erde. Aus den Gesteinsuntersuchungen und aus Simulationsrechnungen ging die heute favorisierte Theorie hervor, wonach der Mond bei der Kollision der Erde mit einem Mars-großen Planeten entstanden ist.

Doch viele Detailfragen dieser Theorie sind noch offen. Die Wissenschaftler aus Münster wollten jetzt zusammen mit Kollegen vom Mainzer Max-Planck-Institut für Chemie herausfinden, wie viel des Mondmaterials von der Erde stammt und wie viel der bei der Kollision zerstörte Planet beisteuerte. Sie nutzten dabei eine Besonderheit der beiden chemischen Elemente Niob (Nb) und Tantal (Ta) aus: Diese beiden Elemente verhalten sich fast immer wie eineiige Zwillinge.

Beide Elemente gehören zur fünften Nebengruppe des Periodensystems und haben damit fast identische chemische Eigenschaften. Niob und Tantal kommen fast überall im Sonnensystem im selben Verhältnis vor, da es kaum einen Prozess gibt, der sie unterschiedlich behandelt und damit ihr prozentuales Verhältnis ändern würde.

Doch die Forscher fanden, dass in Erdkruste und Erdmantel etwa 30 Prozent Niob fehlen. Das liegt daran, dass es doch einen Unterschied zwischen Niob und Tantal gibt: Bei den sehr hohen Drücken, wie sie im Erdinnern herrschen, konnte sich Niob im Metallkern der Erde lösen, Tantal aber nicht. Bei Meteoriten, die von kleineren Asteroiden abstammten, fanden die Wissenschaftler diesen Niob-Fehlbetrag nicht - nicht einmal bei Meteoriten vom Mars. Nur die Erde ist groß genug, um in ihrem Inneren den für die Trennung von Niob und Tantal notwendigen Druck aufzubauen.

Die Ausnahme war das Mondgestein. Obwohl der Mond kleiner als der Mars ist und den Niob-Fehlbetrag damit nicht selbst erzeugt haben kann, weist auch sein Gestein solch einen Fehlbetrag auf. Aufgrund der Größe dieses Fehlbetrags errechneten die Forscher, dass mindestens die Hälfte des Mondmaterials von der Erde stammen muss. Das übrige Material steuerte der zerstörte Kleinplanet bei.

Unter Berücksichtigung ihrer älteren Forschungsergebnisse skizzieren die Wissenschaftler folgendes Szenario: Vor etwa 4,56 Milliarden Jahren bildete sich unser Sonnensystem aus einem Gas- und Staubnebel. 99 Prozent des Materials sammelten sich in der Sonne, ein Prozent blieb für alle Planeten und Asteroiden übrig. Spätestens vor 4,533 Milliarden Jahren war die Bildung der Erde abgeschlossen.

Etwa zur gleichen Zeit stieß die Erde mit dem fremden Planeten zusammen. Dieser wurde zerstört. Seine Bruchstücke wurden zusammen mit Material aus Erdkruste und Erdmantel in eine Umlaufbahn um die Erde geschleudert. Daraus bildete sich dann der Mond. Da sich Niob und Eisen bereits vorher im Erdkern konzentriert hatten, gelangte nur ein geringer Prozentsatz dieser beiden Elemente in das Mondmaterial.
http://212.52.227.70/go.cfm?go=www.w...TOKEN=37941680

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