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Außergewöhnliche Funde Die Piri Reis Karten, die Maschine von Antikythera oder die Goldflieger aus Südamerika - letzte Zeugen einer uralten Hochzivilisation?

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Alt 17.06.2004, 08:56   #1
Desert Rose
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Beiträge: n/a
Standard Älteste jemals gefundene Wrack vor der Küste Amerikas - die "Vizcaína"?

Zitat:
12. Juni 2004

EXPEDITIONEN

Forscher untersuchen rätselhaftes Entdecker-Wrack

Eine internationale Wissenschaftler-Gruppe untersucht in Panama das wahrscheinlich älteste jemals gefundene Wrack vor der Küste Amerikas. Erste Ergebnisse deuten darauf hin, dass es sich um die Karavelle "Vizcaína" des Christoph Columbus gehandelt haben könnte.

Hamburg - Es wäre das erste Schiff des Entdeckers der Neuen Welt, das je aufgespürt wurde, und die besterhaltene Karavelle. Auf seinen insgesamt vier Reisen verlor Columbus neun Schiffe. Die "Vizcaína" gehörte zu einer Flotte von vier Schiffen, mit denen er im April 1502 zu seiner vierten und letzten Reise von Spanien aus aufbrach. Er wollte, kurz vor seinem Tod, noch beweisen, dass es in der Gegend des heutigen Panama doch eine Passage nach Indien und China gibt. Aber diese letzte Reise endete in einer Tragödie.

Halb blind und fast wahnsinnig verlor Columbus nach Kämpfen mit Indianern und einer Meuterei alle vier Schiffe. Nach rund einem Jahr in einer provisorischen Festung auf Jamaika konnte er sich nur noch zum Sterben nach Spanien retten.

Ein Sporttaucher entdeckte das Wrack in der abgelegenen Bucht von Nombre de Dios bei Portobelo vor mehreren Jahren, doch es wurde nie wissenschaftlich untersucht. Anfang vergangenen Jahres stellte ein Team von SPIEGEL und SPIEGEL TV eine internationale Wissenschaftler- Gruppe zusammen. Mit dabei sind die weltweit renommiertesten Unterwasserarchäologen, Donny Hamilton und Filipe Castro von der Texas A&M University, dazu der Chefarchäologe der panamaischen Regierung, führende Columbus-Experten aus Sevilla, ein Spezialist für C-14-Untersuchungen der Universität Kiel.

Erste Altersbestimmungen von Materialproben des Rumpfes ergaben, dass Holzteile, aus denen der Rumpf gebaut wurde, aus den Jahren von 1469 bis 1486 stammen dürften. Die "Vizcaína" sank nach historischen Dokumenten 1503. Olivenöl-Reste an Scherben von Tonkrügen stammen nach Lebensmittel-Analysen aus Andalusien, wo Columbus seine Schiffe ausrüsten ließ. Der Rumpf des Wracks ist nicht mit Metall beschlagen - nach 1509 mussten wegen des Schiffsbohrwurms "Teredo navalis" alle spanischen Schiffe für die Neue Welt von außen mit Metall beschlagen werden. Die Zahl der Kanonen an Bord passt zur Geschichte der "Vizcaína", die laut historischen Dokumenten aufgegeben wurde, weil sie, von Bohrwürmern beschädigt, nicht mehr seetauglich war. Es bleiben freilich noch Zweifel, die durch weitere Untersuchungen und letztlich eine Bergung in den nächsten Jahren geklärt werden sollen.

Mehr zu der Entdeckung des Wracks lesen Sie im neuen SPIEGEL und im neuen SPIEGEL-Buch "Die letzte Reise - Der Fall Christoph Columbus" (DVA) von Klaus Brinkbäumer und Clemens Höges. Außerdem laufen zwei von SPIEGEL-TV produzierte Dokumentarfilme, der erste am Samstag kommender Woche um 20.40 Uhr auf Arte, der zweite am Sonntag, dem 26. September, um 19.30 im ZDF.
Quelle
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Alt 18.06.2004, 07:43   #2
Torsten Migge
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Standard

Zu diesem Thema sei auch die Aktuelle Ausgabe des SPIEGEL empfohlen, wo ein ausführlicher mehrere Seiten umfassender und interessanter Bericht das Titelthema ist, der in der kommenden Ausgabe als Serie fortgesetzt wird: DER SPIEGEL 25/2004.

__________________
"Politik ist die Unterhaltungsabteilung der Rüstungsindustrie"
Frank Zappa
Torsten Migge ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.07.2004, 21:35   #3
Desert Rose
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Zitat:
01. Juli 2004

DER FALL COLUMBUS

Was uns die Kohlenstoffatome erzählen

Von Klaus Brinkbäumer und Clemens Höges

Die C-14-Analyse im Labor muss klären, ob es sich beim vor Panama entdeckten Wrack tatsächlich um die "Vizcaína" von Christoph Columbus handeln könnte. Der Seefahrer hatte seine Entdeckungsreisen durch eine nützliche Liebe vorbereitet.

Kiel, Sommer 2003

Das Wunderwerk steht in Raum 6, es hat 2,1 Millionen Euro gekostet. Die Wände von Raum 6 sind grau, Raum 6 ist ungefähr 10 mal 25 Meter groß. Das Wunderwerk füllt den Raum vielleicht zur Hälfte aus. Die Luftfeuchtigkeit hier drinnen muss 50 Prozent betragen und die Temperatur 21 Grad Celsius plus/minus ein Grad. Es gibt drei Notausgänge.
....

Grootes' Leute haben den zwei Holzproben aus Panama Namen gegeben: "KIA 20151" und "KIA 20252". Beide Proben stammen aus demselben Holzblock des Wracks, lagen aber ungefähr 25 Ringe auseinander.

Und die Ergebnisse nach fünf Wochen angewandter Chemie und Physik lauten:

KIA 20251 = 1445 bis 1472.

Und KIA 20252 = 1449 bis 1489.

Die jüngere Probe, so schreibt Grootes es in seinen Bericht, deute logischerweise eher auf das Jahr hin, in dem der Baum gefällt worden sei, und darum folgert der Wissenschaftler nun, mit einer Wahrscheinlichkeit von 68,3 Prozent: "Das Holz kommt aus dem Zeitraum zwischen 1469 und 1487." Das passt.
......
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