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Unser Leben: Schicksal oder Zufall? Ist unser Leben überwiegend eine Aneinanderreihung von Zufällen oder eher schicksalhaft vorherbestimmt? Gibt es einen Sinn dahinter?

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Alt 27.08.2017, 17:47   #11
Epicon
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Für mich klingt die geisterhafte Fernwirkung in der Beobachtung vielmehr wie ein extrem gekrümmter Raum für die betreffenden Teilchen.

Als hätten die verschränkten Teilchen einen eigens definierten Raum, welcher gleichzeitig auch ihren Zustand verbindet. Würde das immer noch Einstein widersprechen? Ich meine immerhin käme da nur eine zusätzliche Komponente hinzu statt etwas zu verneinen, das laut Beobachtung ganz offensichtlich existiert.

Ich stelle mir das leider wieder zu bildlich vor. Zumal ich wirklich kaum verstehe wie genau was an den verschränkten Teilchen gemessen wird.

Um aber auf das Thema zurück zu kommen, ich nehme auch an bzw "glaube" dass der Zufall tatsächlich soweit stimmt. Selbst wenn da verborgene Variablen sind, sind diese nach meiner Vorstellung ebenfalls von nochmals verborgenen Variablen geformt, bis in die Unendlichkeit. Kurz: es ist zufällig, egal wie viel wir wissen, gibt es einen weiteren Schritt, der vom Zufall rührt.

Ähnlich wie beim Würfel, wenn man alle Kräfte kennt die auf einen Würfel einwirken, kann man die gewürfelte Zahl vermutlich voraus sagen, aber man müsste jedes mal aufs neue die Kräfte kalkulieren, da ihre Ursprünge selbst stark von zufälligen Ereignissen, bis in die Unendlichkeit geprägt sind, kann diese Aussage nie 100% stimmen. Am Ende ist es weit effizienter einfach die wahrscheinliche Mitte voraus zu sagen. Umso häufiger man würfelt, umso eher gehen die Ergebnisse zusammen. Anders, umso näher man die Kräfte betrachtet, umso weiter reicht die Schwere der Kalkulation, bis in die Unendlichkeit, also dem puren Zufall.

Finde das eigentlich ganz schön mit dem Würfel und der Quantenphysik. Wir haben etwas greifbares das im Grunde genau so funktioniert wie das unbegreifliche.
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Alt 27.08.2017, 18:30   #12
HaraldL
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Was wäre eigentlich, wenn die dunkle Materie und dunkle Energie zumindest zum Teil nicht der Quantenmechanik unterliegen, bzw. für diese das Wirkungsquantum einen anderen Wert hat?

Schließlich gibt es keinen Beweis dafür, daß dunkle Materie und dunkle Energie komplett der Quantenmechanik unterliegen!

Könnte man manche Ergebnisse der Bellschen Ungleichung auch als Folge der Wechselwirkung mit Tachyonen erklären?
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Alt 27.08.2017, 18:36   #13
Andimuc
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Also, ich glaube immer noch nicht an Zufall (alleine).
Vielleicht an eine Wechselwirkung aus beiden, oder etwas das wir (noch) nicht verstehen. Es gibt Dinge (positive wie negative) die scheinen gelenkt.

Es MUSSTE jetzt so sein. Mag sein, das vieles drum herum Zufall ist, und wir uns in einem gewissen Freiraum bewegen können, doch die wichtigen, lenkenden Dinge, müssen so sein.

Ich hoffe ihr versteht was ich meine.
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Alt 27.08.2017, 18:48   #14
basti_79
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Beiträge: 9.132
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Hmm, man tut sich sehr schwer damit, die Quantentheorie und den gekrümmten Raum der Relativitätstheorie unter einen Hut zu bringen. Könnte man das, hätte man wahrscheinlich eine "Theory of Everything".

Zitat:
Zitat von HaraldL
Was wäre eigentlich, wenn die dunkle Materie und dunkle Energie zumindest zum Teil nicht der Quantenmechanik unterliegen, bzw. für diese das Wirkungsquantum einen anderen Wert hat?
Da die Natur dunkler Materie nicht bekannt ist, ist es müßig, darüber zu spekulieren.

Mal wieder ein Beispiel dafür, dass man beliebig viele Hypothesen generieren kann. Wichtig sind diejenigen, die man falsifizieren kann.
__________________
Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
Groschenjunge: Was ist der Unterschied zum Jetzt?
Perfidulo: Es quasseln nicht dauernd Leute dazwischen.
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Alt 27.08.2017, 21:28   #15
Sakslane
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Zitat:
Zitat von Epicon Beitrag anzeigen
Für mich klingt die geisterhafte Fernwirkung in der Beobachtung vielmehr wie ein extrem gekrümmter Raum für die betreffenden Teilchen.

Als hätten die verschränkten Teilchen einen eigens definierten Raum, welcher gleichzeitig auch ihren Zustand verbindet. Würde das immer noch Einstein widersprechen? Ich meine immerhin käme da nur eine zusätzliche Komponente hinzu statt etwas zu verneinen, das laut Beobachtung ganz offensichtlich existiert.
In dem Fall wäre aber tatsächlich eine überlichtschnelle Kommunikation zwischen den Teilchen möglich, d.h. man könnte an einem Ende eine beliebige, von außen vorgegebene Information in das System reinstecken und sie käme am anderen Ende heraus, mit Überlichtgeschwindigkeit. Das ist im Experiment aber nicht der Fall. Stattdessen findet man nur, dass eine Information "zufällig entsteht", die an beiden Enden korreliert ist. Aber man beobachtet keinen "Tunnel", durch den Information übertragen wird.

Zitat:
Zitat von HaraldL Beitrag anzeigen
Was wäre eigentlich, wenn die dunkle Materie und dunkle Energie zumindest zum Teil nicht der Quantenmechanik unterliegen, bzw. für diese das Wirkungsquantum einen anderen Wert hat?

Schließlich gibt es keinen Beweis dafür, daß dunkle Materie und dunkle Energie komplett der Quantenmechanik unterliegen!
Das kommt darauf an, welchen Gesetzen sie dann unterliegen würden. Zumal es dann das Problem gäbe, wie dunkle Materie mit sichtbarer Quantenmaterie wechselwirken würde, wenn sie verschiedenen Gesetzen folgen würden.
[quote}Könnte man manche Ergebnisse der Bellschen Ungleichung auch als Folge der Wechselwirkung mit Tachyonen erklären?[/quote]
In dem Fall müsste ebenfalls eine Signalübertragung möglich sein, aber die wird nicht beobachtet - siehe oben.

Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Hmm, man tut sich sehr schwer damit, die Quantentheorie und den gekrümmten Raum der Relativitätstheorie unter einen Hut zu bringen. Könnte man das, hätte man wahrscheinlich eine "Theory of Everything".
Das stimmt. Es gibt zwar viele Ansätze, wie Schleifenquantengravitation, Stringtheorie, Kausale Dynamische Triangulierung, Algebraische Quantenfeldtheorie etc., aber noch keine endgültige Lösung.
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Alt 28.08.2017, 07:32   #16
Groschenjunge
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Zitat:
Zitat von Sakslane Beitrag anzeigen
... aber noch keine endgültige Lösung.
Selbst wenn man die hätte, würde unsere Neugier doch immer wieder zur nächsten Frage führen: "War das jetzt alles? Wirklich?"
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"Der frühe Vogel mag vielleicht den Wurm fressen, aber erst die zweite Maus bekommt den Käse." Vince Ebert
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Alt 28.08.2017, 13:54   #17
Epicon
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Zitat:
Zitat von Sakslane Beitrag anzeigen
In dem Fall wäre aber tatsächlich eine überlichtschnelle Kommunikation zwischen den Teilchen möglich, d.h. man könnte an einem Ende eine beliebige, von außen vorgegebene Information in das System reinstecken und sie käme am anderen Ende heraus, mit Überlichtgeschwindigkeit. Das ist im Experiment aber nicht der Fall.

Aber kann man denn überhaupt Informationen in ein verschränktes System zuführen? Würde dadurch nicht eine Art Messung stattfinden und die Teilchen polarisieren? Nach meinem Verständnis müsste die Information vor der Verschränkung eingeführt werden aber die Verschränkung selbst ist ja wie du sagst dann dem Zufall ausgeliefert. Dann würde es gar keinen Sinn machen Informationen einzuführen, da diese ineinander verrührt und zum Zufall bestimmt würden..

Das ist irgendwie ärgerlich aber macht die Sache natürlich umso spannender und wichtiger.

Eventuell gibt es ein Schlupfloch das noch nicht entdeckt wurde. Vielleicht eine Frequenz oder ein Feld, das man doch im Nachhinein beeinflussen kann. Soweit mir aber bekannt, ist ein verschränktes System extrem empfindlich so ziemlich gegenüber jeglichem Einfluss.
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Alt 28.08.2017, 22:51   #18
Sakslane
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Tatsächlich ist so ein verschränktes System sowohl zufällig, als auch deterministisch - es kommt aber darauf an, was man misst. Beispielsweise kann man ein solches System in einen verschränkten Zustand bringen, der aus zwei Spins besteht, und der eine Mischung aus "beide Spins nach oben" und "beide Spins nach unten" besteht. Wenn ich nun einen der beiden Spins messe, ist es absolut zufällig, ob er nach oben oder unten zeigt. Aber es ist zu 100% sicher, dass der andere Spin, wenn man ihn misst, in genau die gleiche Richtung zeigt. Es ist also eine Information im verschränkten System enthalten, aber nicht im Ergebnis der Messung eines einzelnen Spins, sondern nur in der Relation beider Spins zueinander.
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