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Sterbeforschung Reinkarnation, Nahtoderlebnisse und Vergleichbares sind hier an der richtigen Stelle.

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Alt 26.10.2017, 12:39   #1
basti_79
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Standard Eso merkt etwas

Anscheinend hat da ein Eso etwas herausgefunden. Diesen Text halte ich für sehr auffällig.

Zitat:
Welcher religiöse Mensch oder spirituelle Lehrer, welcher Channeler oder Yogi hat diese Frage jemals zufriedenstellend beantwortet: Warum erinnern wir uns nicht an unsere vergangenen Leben? Die Antwort könnte erschreckend sein.
Zitat:
Wir befinden uns in einer Matrix, in der ein künstliches Lichtkonstrukt auf die reale Welt übergestülpt wurde.
Im Buddhismus und Hinduismus gibt es den Gedankengang, dass man sich von der Reinkarnation befreien sollte. Das steht im krassen Gegensatz zur Auffassung von vielen, die sich mit solchen Fragen beschäftigen. In persönlichen Gesprächen habe ich von diesen Menschen oft eine Auffassung ähnlich dieser gehört:

Zitat:
Ich bin schon oft reinkarniert. Ich habe genug davon, dieses mal bleibe ich auf der Erde (will also ewig leben).
Das ist wohlgemerkt nicht der Gedankengang, der im Hinduismus/Buddhismus erkennbar ist. Dort gilt es als Erlösung, (am Ende seines menschlichen Lebens - wie Buddha eben) endgültig zu sterben, und Reinkarnation wird als eine Art übernatürliche Strafe betrachtet.

Ich gehe ja als Naturalist davon aus, dass es überhaupt kein Leben nach dem Tod gibt - weder als Reinkarnation, noch in irgendeiner Parallelwelt. Deswegen kann ich auch das Leben hier - so schmerzvoll und kümmerlich es auch sein mag - genießen. Aco hat das mal mit dem Satz "Etwas besseres als den Tod finden wir überall" auf den Punkt gebracht.

Die gestellte Frage ist ja berechtigt - und wird sogleich beantwortet. Menschen, die von vorigen Reinkarnationen berichten, findet man so viele, dass es sich nicht einmal lohnt, Beispiele zu bringen. Der Fragesteller kann also letztendlich nur sich selber meinen.

Aus meiner Perspektive gehen solche "Reinkarnationsberichte" auf falsche Wahrnehmungen zurück, auf Illusionen. Diese können natürlich einerseits in gutem Willen erzählt werden - andererseits aber auch verwendet werden, um zu manipulieren, eben im Sinne einer Religion. Wie die Archonten eben, wie der Autor richtig bemerkt.

Zur Zeit scheint es in der gesamten Gesellschaft eine Bewegung zu geben hin dazu, Ideologien - gewissermaßen - einer Konsistenzprüfung zu unterziehen. Der kommentierte Text ist nur ein Beispiel dafür. Ein weiteres ist z.B. mein Gedanke (der zwischen 2010 und 2012 im Umfeld der Piratenpartei entstanden ist), die Gesetze auf Verfassungsmäßigkeit zu überprüfen. Andere finden sich hier (IT/Softwareentwicklung) und hier (Politik, insbesondere linke Parteipolitik innerhalb der EU) und hier (Linguistik, Politik).

Ich meine auch, dass Ken Wilber mit "Involution" letztendlich genau das gemeint hat. Ich kann mich erinnern, dass ich die frühen 2000er ziemlich verzweifelt war und immer gesagt habe: "jetzt denkt doch mal nach!". Ich konnte nie so recht festmachen, was ich damit eigentlich meine. Aber es scheint mir, als wurde mein Ruf gehört. Die Leute fangen an, nachzudenken. Das kann eigentlich nur gut sein.

http://transinformation.net/enthuell...-deiner-seele/
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Alt 01.11.2017, 13:26   #2
BecomeWiser
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Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Das ist wohlgemerkt nicht der Gedankengang, der im Hinduismus/Buddhismus erkennbar ist. Dort gilt es als Erlösung, (am Ende seines menschlichen Lebens - wie Buddha eben) endgültig zu sterben, und Reinkarnation wird als eine Art übernatürliche Strafe betrachtet.

Ich gehe ja als Naturalist davon aus, dass es überhaupt kein Leben nach dem Tod gibt - weder als Reinkarnation, noch in irgendeiner Parallelwelt. Deswegen kann ich auch das Leben hier - so schmerzvoll und kümmerlich es auch sein mag - genießen. Aco hat das mal mit dem Satz "Etwas besseres als den Tod finden wir überall" auf den Punkt gebracht.
Aus der vedischen/yogischen Sicht gibt es den Tod, wie wir ihn definieren, überhaupt nicht.
Es wird als fließender Übergang von Existenz zu Existenz gesehen.

Dort wird auch eine völlig andere "Kosmologie" genutzt wird, in der es materielle, sowie spirituelle Existenzen gibt.
Dort wird kein Leben mehr genossen als ein anderes, sondern lediglich die Entscheidung getroffen, ob man weitere materiell geprägte Existenzen leben wird/lebt oder sich in spirituell geprägte Existenzen begeben möchte.
Diese haben dementsprechend verschiedene Schwerpunkte in dem Leben dieser Existenz und andere "Körper", die von der "Seele" beherbergt werden können.
Das heißt aber NICHT (und das sehe ich als die große Fehlinterpretation an), dass man sein jetziges Leben zugunsten eines "besseren" Lebens aufgibt, sondern dass jeder Moment eine Erfüllung ist, und mit dem körperlichen Tod kein tatsächliches Ende des "Selbst" stattfindet.

Grundvorraussetzung für das bewusste durchwandern dieser Existenzen ist immer die Anerkennung der jetzigen Existenz und das Kennenlernen des "Selbst", welches aus meiner bisherigen Erfahrung natürlicherweise darin resultiert, das eigene Leben wertzuschätzen.

Sidenote:
Das "Selbst" ist in der Definition das Dasein frei von Intellekt(logischem, wertendem Denken), Identität(z.B. soziale Stellung, Religion, Beruf, Geschlecht, Hobbies usw.) und Erinnerungen("Füllmaterial" für die Identität). Diese sind Teil der Welt in der wir uns jetzt befinden und nicht Teil von dem wahren "Ich".


Reinkarnationberichte sind demnach auch nur rein persönliche Erfahrung und es ergibt keinen Sinn, diese einer empirischen Forschung zu unterziehen. Fragen zu dem Wie?/Was? wurden in der Bhagavad-Gita(Zusammenfassung des Epos Mahabharata, das ein Zusammenfassung der Veden ist.) und dem Srimad Bhagavatam (detailreiche Ausführung der Themen der Bhagavad-Gita) über Jahrhunderte auf eine andere Weise "erforscht". Da diese sich aber über mehrere Tausend Seiten voller Mantren und Gesänge erstrecken ist es unmöglich, das Gesamtkonzept in ein paar Zeilen wiederzugeben, zudem die genutzte Sprache - Sanskrit - nicht ohne inhaltsverlust in andere Sprachen übersetzt werden kann.
__________________
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Geändert von BecomeWiser (01.11.2017 um 13:38 Uhr).
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