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Alternative Heilverfahren Akupunktur, Ayurveda, Bach-Blüten, Homöopathie etc.

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Alt 07.05.2018, 12:58   #11
perfidulo
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Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Das hängt auch mit dem strukturellen Versagen der Medizin zusammen.
Es ist mir wie so oft rätselhaft, was Du meinst.

Die "Medizin" kann Heilungserfolge vorweisen. Medikamente (Wirkstoffe) helfen gegen bestimmte Krankheiten und das kann man nachweisen. Die Homöopathie kann das eben nicht.

Anscheinend versuchen manche Leute den Spiess umzudrehen. Weil die Pseudo-Medizin keine Heilungserfolge nachweisen kann, soll das nun auch für die "Schulmedizin" gelten.

Weil Teile der Pharmaindustrie nur Geld machen wollen, soll das ganze System der naturwissenschaftlich fundierten Medizin angezweifelt werden.

Vergleich: Manche wollen Geld mit Strom aus Atomkraft machen. Deshalb ist die Stromerzeugung insgesamt ein Werk des Satans und muss unterbunden werden.

Warum willst Du auf geradem Kurs in die Zeit vor dem Mittelalter?
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Alt 07.05.2018, 13:15   #12
Groschenjunge
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Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Das hängt auch mit dem strukturellen Versagen der Medizin zusammen...
Was genau verstehst du darunter?
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"Der frühe Vogel mag vielleicht den Wurm fressen, aber erst die zweite Maus bekommt den Käse." Vince Ebert
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Alt 08.05.2018, 09:17   #13
ManuX
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Strukturelles Versagen der Medizin halte ich ebenfalls für eine problematische Aussage. Man kann darüber streiten, ob das Hausarztsystem einige Menschen beinahe in die Homöopathie drängt. Sehr viele Erkrankte wünschen sich Kontakt zu einem anderen Menschen - jemand der sie versteht und nicht nur durchschleust und mit irgendeinem Medikament wieder nach Hause schickt. Hier kommen die Heiler und andere ... Menschen ins Spiel die genau diesen Erkrankten das Gefühl von Vertrauen und Sicherheit geben. Glaube ich übrigens absolut nicht dran. Placebo ist so ein schönes Wort
ManuX ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.05.2018, 12:27   #14
basti_79
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Zitat:
Die "Medizin" kann Heilungserfolge vorweisen. Medikamente (Wirkstoffe) helfen gegen bestimmte Krankheiten und das kann man nachweisen.
Da steht offensichtlich das falsche Dilemma "Medizin ggü. Quacksalberei" im Hintergrund. Ich meinte:
  • Bestimmte Phänomene werden (möglicherweise fälschlich) der Medizin zugeschrieben (z.B. Geisteskrankheit im weitesten Sinne, gegenüber etwa "spiritueller Gesundheit") - oben hatte ich das "Heilserwartungen" genannt. Dennoch muss man sagen, dass diese Phänomene ja existieren, und eine (hilfreiche) gesellschaftliche Antwort darauf noch aussteht.
  • Manche (!) vorgebrachte Kritik ist ja durchaus berechtigt - z.B. dass es Medikamente gibt, die reine Geschäftemacherei sind, ähnlich wie "Globuli", oder dass man in der Medizin viel mit Autorität und Respekt arbeitet - was ja nichts wissenschaftliches ist.
  • Manche (!) Medizin ist genausowenig evidenzbasiert wie Homöopathie oder Akupunktur. Oben hatten wir schon ein Beispiel: Knie-OP's. Mir fällt auch noch Salz im Essen ein. Auch scheinen sehr viele Krankheiten, die derzeit von Ärzten behandelt werden, eher psychosomatische Ursachen zu haben als physiologische.
Diese Defekte kann man unmöglich einem einzelnen "schlechten Arzt" zu schreiben. Es handelt sich um systemische oder strukturelle Probleme. In dieser Hinsicht hat die Medizin (im Sinne der gesellschaftlichen Struktur) versagt.


Zitat:
Die Homöopathie kann das eben nicht. Anscheinend versuchen manche Leute den Spiess umzudrehen.
Ganz sicher versuchen sie das.

Zitat:
Weil die Pseudo-Medizin keine Heilungserfolge nachweisen kann, soll das nun auch für die "Schulmedizin" gelten.
Es kann auch sein, dass manche Leute so denken. Ich tue das nicht. Meiner Meinung nach müssen sich Homöopathie und evidenzbasierte Medizin an denselben Maßstäben messen, und da zeigt sich dann: bei geeignet gewählter Stichprobe (nur "echte" Krankheiten) hat die evidenzbasierte Medizin die Nase meilenweit vorn.

Gäbe es jetzt "nur echte Krankheiten", wäre das Problem gelöst, und wir könnten uns um andere Probleme kümmern. Die Wirklichkeit ist aber etwas komplizierter.

Zitat:
Weil Teile der Pharmaindustrie nur Geld machen wollen, soll das ganze System der naturwissenschaftlich fundierten Medizin angezweifelt werden.
Wieder falsch: das ganze System der Medizin muss immer wieder in Frage gestellt (angezweifelt) werden können. Andernfalls würde es sich nicht um Wissenschaft handeln. Außerdem liegt die Frage auf der Hand, was alles Bestandteil des Systems Medizin ist und was nicht. Zählen wir Psychiatrien dazu? Altenpflege? Eltern von unmündigen Kindern? Streifenpolizisten?

Bitte recht freundlich:

Zitat:
Zitat von perfidulo Beitrag anzeigen
Es ist mir wie so oft rätselhaft, was Du meinst.
Zitat:
Zitat von Groschenjunge Beitrag anzeigen
Was genau verstehst du darunter?
Zitat:
Zitat von ManuX Beitrag anzeigen
Strukturelles Versagen der Medizin halte ich ebenfalls für eine problematische Aussage. Man kann darüber streiten, ob das Hausarztsystem einige Menschen beinahe in die Homöopathie drängt. Sehr viele Erkrankte wünschen sich Kontakt zu einem anderen Menschen - jemand der sie versteht und nicht nur durchschleust und mit irgendeinem Medikament wieder nach Hause schickt. Hier kommen die Heiler und andere ... Menschen ins Spiel die genau diesen Erkrankten das Gefühl von Vertrauen und Sicherheit geben. Glaube ich übrigens absolut nicht dran. Placebo ist so ein schönes Wort
ManuX, Du scheinst hier auf der richtigen Spur zu sein. In meinem Sinne könnte man Fragen: Sind diese Patienten beim Arzt richtig, oder ist das einfach nur ein Missverständnis?
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Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
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Alt 08.05.2018, 12:49   #15
Venkman
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Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
...In meinem Sinne könnte man Fragen: Sind diese Patienten beim Arzt richtig, oder ist das einfach nur ein Missverständnis?
Natürlich ein Missverständnis genauso wie Schulen, man spricht ja nicht umsonst von der "Schulmedizin"...

Achtung, diese Zeilen könnten Anteile von Ironie beinhalten! Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen sie nicht ihren Arzt oder Lehrer sondern den Moderator.
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Geändert von Venkman (08.05.2018 um 12:52 Uhr).
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Alt 10.05.2018, 14:35   #16
basti_79
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Zitat:
Zitat von Venkman Beitrag anzeigen
Natürlich ein Missverständnis genauso wie Schulen, man spricht ja nicht umsonst von der "Schulmedizin"...
Meiner Meinung nach spricht man von "Schulmedizin", weil man das Vokabular der Eso-Schwurbler verinnerlicht hat.

Vielleicht mag Perfidulo ja noch antworten.
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Alt 04.07.2018, 16:37   #17
Spiritus
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Manchmal empfiehlt es sich auch über seinen eigenen beschränkten Horizont hinauszuschauen und abseits der naturwissenschaftlichen Indoktrinierung von Weisheiten bestimmte Sachverhalte zu beurteilen - nach Gefühl, nach Erfahrungswerten, nach Befinden. Dann haben Heilsteine definitiv eine Wirkung - bei manchen mehr, bei manchen weniger. Ich kenne sehr viele Leute denen Heilsteine wie der Rhodonit, der Fluorit, der Lapislazuli oder wie sie alle heißen, sehr gut geholfen haben!
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Alt 04.07.2018, 20:49   #18
perfidulo
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Zitat:
Zitat von Spiritus Beitrag anzeigen
Ich kenne sehr viele Leute denen Heilsteine wie der Rhodonit, der Fluorit, der Lapislazuli oder wie sie alle heißen, sehr gut geholfen haben!
Die glauben dass es die Heilsteine waren. Das glauben sie auch von Globuli, Handauflegen oder energetisiertem Wasser.
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Alt 05.07.2018, 06:17   #19
Sakslane
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Zitat:
Zitat von Spiritus Beitrag anzeigen
Ich kenne sehr viele Leute denen Heilsteine wie der Rhodonit, der Fluorit, der Lapislazuli oder wie sie alle heißen, sehr gut geholfen haben!
Das nennt sich Placebo-Effekt und ist in der Medizin durchaus bekannt.
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There's plenty of room at the bottom. (Richard Feynman)
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Alt 05.07.2018, 12:55   #20
Nobby Nobbs
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Zitat:
Zitat von Spiritus Beitrag anzeigen
Manchmal empfiehlt es sich auch über seinen eigenen beschränkten Horizont hinauszuschauen und abseits der naturwissenschaftlichen Indoktrinierung von Weisheiten bestimmte Sachverhalte zu beurteilen - nach Gefühl, nach Erfahrungswerten, nach Befinden.
Das kann man da machen, wo es um Gefühle geht (und selbst da nur eingeschränkt). Bei naturwissenschaftlichen Themen, und dazu zählen auch die Grundlagen der Medizin, kann das fatale bis letale Folgen haben.
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Der größte Feind des Wissens ist nicht Unwissenheit, sondern die Illusion, wissend zu sein.
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