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Ägypten Wozu dienten die Pyramiden wirklich? Wie alt ist die Sphinx? Woher stammt die Hochkultur Ägyptens?

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Alt 30.07.2011, 22:57   #1
säntis
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Wer kennt sie nicht, die Langköpfe aus ägyptischen Bildnissen? Ist das nun Symbolik oder hat es mit tatsächlich physischen Gegebenheiten zu tun. Leider kann ich mich mit der umläufigen Erklärung, es handle sich dabei nur um eine Vererbungsstörung einer Pharaonenlinie, nicht anfreunden, zu präsent ist die Angelegenheit im Altertum. Sind jene Schädel mit abnormer Hinterkopflänge nicht eher ein degenerierter Ueberrest einer früheren (Menschen)art mit Langkopf, durch die Vererbungsgesetzte wieder mal zu Tage gespühlt? Und wenn da soviel Hohlraum vorhanden war, wurde der sicher auch mit Hirnorganismus aufgefüllt, der einer Funktion entsprach. Eben für übernatürliche Fähigkeiten, wie ich annehme, deshalb wurden die Langköpfe auch stets als Götter verehrt. Oder liege ich da falsch?

Geändert von säntis (05.08.2011 um 16:00 Uhr).
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Alt 30.07.2011, 23:17   #2
Atlantologe
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Warum fragst du nicht den größeren Geist, bevor du uns hier fragst?
Naja, einmal will ich dir noch helfen, kann ja keine Menschen leiden sehen unter ihrer Unwissenheit.



http://de.wikipedia.org/wiki/Langsch%C3%A4del

Natürlich wirst du dich mit Wikipedia und allen, die Zahnschmerzen nicht für die Rache der Spötter für mangelnden Glauben halten, sondern für Karies, nicht anfreunden können und unter wochenlangen Schmerzen den Zahn verfaulen lassen, bis er von selbst rauskommt, aber du musst dich ja auch nicht mit der Welt anfreunden.Wenn sie dir nicht gefällt, schmeiß sie weg uns such dir ne neue.
.

Geändert von Atlantologe (30.07.2011 um 23:26 Uhr).
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Alt 30.07.2011, 23:29   #3
säntis
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Zitat:
Zitat von Atlantologe Beitrag anzeigen
Warum fragst du nicht den größeren Geist, bevor du uns hier fragst?
Naja, einmal will ich dir noch helfen, kann ja keine Menschen leiden sehen unter ihrer Unwissenheit.



http://de.wikipedia.org/wiki/Langsch%C3%A4del
.
Täusche ich mich oder war das nun tatsächlich die Erklärung eines gewissen "Atlantologen" zu den länglichen Kopfformen, z.B. des alten Aegyptens?
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Alt 30.07.2011, 23:33   #4
Atlantologe
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Weder noch.
Ich sag ja: War der letzte Gefallen, den ich dir getan habe, um dir Wissen zu bringen.
Ab sofort googel ich für andere nur noch gegen Bares.

(1 € pro Klick/Link, wesentlich mehr für aufwändigere Recherche)
.
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Alt 31.07.2011, 00:07   #5
säntis
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Zitat:
Zitat von Atlantologe Beitrag anzeigen
Weder noch.
Ich sag ja: War der letzte Gefallen, den ich dir getan habe, um dir Wissen zu bringen.
Ab sofort googel ich für andere nur noch gegen Bares.

(1 € pro Klick/Link, wesentlich mehr für aufwändigere Recherche)
.
Atl, man kann und muss den Menschen kein Wissen bringen - höchstens die Fähigkeit dafür aufgeschlossen zu sein.
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Alt 31.07.2011, 10:15   #6
MJ01
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Zitat:
Zitat von säntisis Beitrag anzeigen
Täusche ich mich oder war das nun tatsächlich die Erklärung eines gewissen "Atlantologen" zu den länglichen Kopfformen, z.B. des alten Aegyptens?
Natürlich gibt es Erkrankungen, die zu solch einer Schädelform führen (da hat Atlantologe 100%ig recht), insbesonders bei den Abbildungen des Echnatons gut zu sehen,

jedoch galt diese Schädelform in manchen Kulturen als Schöheitsideal, insbesonders in der jeweiligen Priesterkaste und wurden künstlich hergestellt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Nazca-Kultur

Zitat:
Bekannt sind deformierte Schädel vor allem aus Südamerika. Doch Menschen mit in die Länge gezogenen Schädeln waren schon in vorgeschichtlichen Zeiten bei vielen Kulturen anzutreffen. Im Alten Ägypten (vor allem Amarna-Epoche unter Pharao Echnaton) ebenso wie im ganzen Orient und vor allem in China. Bis in neuere Zeit war die Sitte, Schädel zu verformen, noch in Lappland und auf Kreta üblich. Dieser gut erhaltene Langschädel wurde im östlichen Österreich in einem Gräberfeld aus dem 5. Jahrhundert gefunden.
In fünf der neun Gräber wiesen die Schädel eigenartige Verbindungen auf:
künstliche, im Säuglingsalter durch Bindewicklung hervorgerufene, Deformationen.
Die Quelle ist zwar dubious (Däniken), aber nicht, weil sie falsche Daten liefert, sondern weil sie falsche Schlüsse daraus zieht.

Nochmals auf Echnaton zurückzukommen:
Ob diese Darstellungen auf die natürliche Schädelform des Echnotons zurückzuführen ist, oder ob dies auf eine ganz bestimmte künstlerische Line der Echnatozeit zurückzuführen ist, kann man natürlich nicht sagen. Echnaton hatte immerhin eine neue Religion begründet (Eingottglaube Sonnengott), die in den späteren Dynastien (inklusive der Kunstform, seine Nachfolger, seine neu gegründete Hauptstadt, sowie sein ganze Wirken) wieder bekämpft und ausgelöscht wurde. Somit sind die Funde aus dieser Zeit ziehmlich rar und umstritten.

MfG

MJ

Geändert von MJ01 (31.07.2011 um 11:30 Uhr).
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Alt 31.07.2011, 14:01   #7
Festus
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Übrigens galten solche Turmschadel auch bei denn Hunen und Magyaren als chic.
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Alt 31.07.2011, 14:04   #8
Frank D
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@MJ01:
Die deformierten Schädel in Ägypten sind lediglich ein Kunst-Stil, denn es gibt Abbildungen von Personen von vor, während und nach der Amarna-Zeit mit unterschiedlichen Schädelformen. Man hat bislang auch noch keine Mumie mit deformiertem Schädel gefunden.
Der Amarna-Stil umfasste ja auch andere Eigenschaften, wie dürre Glieder und dicke, hängende Bäuche.

Echnaton führte übrigens den Henotheismus ein, er bestimmte Aton als obersten und einzig anzubetenden Gott, bestritt aber nicht, dass andere Göter existierten. Er machte also nicht den endgültigen Schritt.
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Alt 31.07.2011, 17:59   #9
säntis
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Zitat:
Zitat von MJ01 Beitrag anzeigen
als Schöheitsideal, insbesonders in der jeweiligen Priesterkaste und wurden künstlich hergestellt.
Ich kenne die allgemeinen Ausführungen dazu. Ich bin da jedoch etwas anspruchsvoller. Deshalb schreibe ich hier.

Seit ihr wirklich der Meinung, die Priester wollten als Schönheitsideal gelten? Ich sehe eher die Möglichkeit, dass sie archetypisch weisheitsvoll erscheinen wollten. Gibt es Anhaltspunkte (Ueberlieferungen), auf was die Priester in ihrer Ansicht Bezug nahmen?

Danke!

MfG
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Alt 31.07.2011, 19:14   #10
JamesBolivar
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Ort: Erkelenz
Beiträge: 960
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All jenen hier, denen ohne fremde Hilfe das Lesen einfacher Texte nicht gelingen will, hebe ich noch ein mal hervor, was das Auge jedes unbefangenen Betrachters auch ohne den offenbar schwierigen Zugang zu deutschen Vokabeln anhand des im Eröffnungsbeitrag beigefügten Fotos Amenothes des Vierten jedem unbefangenen Verstande offenbart:

Zitat:
Zitat von säntisis Beitrag anzeigen
[...] Langköpfe [...] jene Schädel mit abnormer Hinterkopflänge
Vielleicht kommt es ja jetzt an. Es ist ja nicht nur der Schädel des Amenothes, sondern z. B. auch der jener königlichen Schönheit aus KV35, von der Zahi Hawass gern gegen alle Realität verbreitet sähe, daß es sich um eine gänzlich anonyme und vermutlich männliche Person handele:



Wir sehen in Übereinstimmung mit Darstellungen, die vermutlich die Abgebildete darstellen sollen, eine zumindest ungewöhnliche Ausprägung des Hinterkopfes:



Da andere Bildnisse dem Kopf durch einen stark aufwärts weisenden Hut beinahe natürliche Proportionen verleihen, kann angenommen werden, daß es sich keineswegs um ein Schönheitsideal handelte:

__________________
Wo Worte keine Evidenz mehr haben, ist jede Diskussion Zeitverschwendung
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