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Alt 22.04.2007, 11:30   #1
Moredread
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Standard Michael Moore ein Lügner?

Er ist der erfolgreichste Dokumentarfilmer aller Zeiten: der US-Amerikaner Michael Moore. Mit Werken wie "Roger And Me", "Bowling For Columbine" oder "Fahrenheit 9/11" steht Moore für den unbestechlichen Blick auf die Lügen der Macht - allen voran natürlich die Lügen der US-Regierung. Jahrelang wurde Moore als Geburtshelfer der Wahrheit gefeiert und könnte doch deren Totengräber sein. Denn nun zeigt der Dokumentarfilm einer kanadischen Kollegin: Michael Moore manipuliert sein Material über die Grenzen des Erlaubten hinaus. [...]

Weiter gehts hier: http://www.3sat.de/3sat.php?/kulturz...325/index.html

Hm, warum verwundert mich das nicht?

ciao

JM
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Alt 22.04.2007, 11:35   #2
daspixel
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Das ist das, was ich schon seit Jahren sag
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Alt 22.04.2007, 17:26   #3
da kami
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Und ich durft mich schon wiederholt anmaulen lassen als ich den Moore Propagandafilmer genannt hab...
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Alt 22.04.2007, 18:05   #4
KnubbL
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Wenigstens ist seine Propaganda Anti-US. Mir ist es eigentlich relativ, ob er jetzt ein Lügner ist oder nicht. Solange man nicht die ganze Zeit die Stars'n'Stripes sieht und die ganze Zeit Kinder hört die "America..... Ameeeeerica" singen, find ichs gut.
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(basti_79 über Buddhafigur) Buddhafigur, es reicht. Klarmachen, dass du bloss eine Sorte Antwort hören möchtest, hilft dir unter keinen Umständen.
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Alt 22.04.2007, 18:09   #5
Alpstein
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Mag sein daß er hin und wieder mal übers Ziel hinausgeschossen ist, aber an seiner Kernaussage ändert sich nix... Die Probleme die er in seinen Dokus anspricht sind trotzdem existent...
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Alt 22.04.2007, 18:51   #6
da kami
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Nö die sind gelogen. Die NRA hat ganz Recht: Lasst Lehrer Waffen tragen und eventuelle Schulmassaker kosten vielleicht 2 oder 3 Tote, statt 20 oder 30.
Freien Bürgern Waffen zu verbieten verhindert gar nichts, sah man in Erfurt.

Fahrenheit 9/11 ? noch schlimmer...
Spätestens, wenn in der politischen Auseinandersetzung Lügen notwendig sind um seine Meinung zu transportieren, ist der Beweis erbracht, dass man Unrecht hat.
Von einem Lügner will ich mich nicht belehren lassen.

Was jetzt Propaganda besser macht, wenn sie gegen bestimmte Länder oder Völker hetzt ist mir unklar, vielleicht kannst du mir das am Beispiel "Jud Süß" erläutern.
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Ron Paul Revolution
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Alt 22.04.2007, 21:24   #7
Moredread
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Die Tatsache, das Moore gelogen hat, ist unabhängig von anderen getroffenen Aussagen. Die muss man dann im einzelnen prüfen. Wenn es so einfach wäre, die Wahrheit rauszufinden...

Ob Lügen legitim sind, um ein Ziel zu erreichen, darüber lässt sich streiten. In Moores Heimatstadt Flint gibts offenbar viele, die das alles gar nicht so lustig finden. Aufgrund seiner Aussagen in "Roger and me" haben nämlich viele Firmen, die dort eigentlich ansässig werden wollten, dieses mit der Aussage "we're not going there, they eat rabbit" gecancelt. Lässt sich jedenfall in einem Artikel über den Film, den die Filmemacherin geschrieben hat, nachlesen:

http://www.telegraph.co.uk/arts/main...115.xml&page=1 (3 Seiten)

Das er, sagen wir mal, sehr kreativ bei der Auslegung von Statistiken war, ist mir auch so schon klar gewesen, das er so definitiv gelogen hat, aber nicht. Wenn ich nen Neonazi Neonazi nenne, halte ich das für legitim. Wenn ich nen Neonazi den schlimmsten Neonazi aller Zeiten nenne, dürfte es sich um eine Übertreibung handeln, ob das ok ist, darüber kann man trefflich streiten. Wenn ich ihm aber die erfundene Behauptung, er hätte andersdenkende verprügelt vorwerfe, dann bin ich doch wohl übers Ziel hinausgeschossen... und habe gelogen. Der Neonazi wird dadurch nicht besser aber ich schlechter.

Für mich geht es hier nicht darum, was Moore in seinem Filmen aussagt, sondern um Moore selber. Mit "aber er hat ganz tolle Sachen gemacht" stellt man ihn auf ein Podest, auf das er meines Erachtens gar nicht gehört. Er hat aufrüttelnde Filme gemacht? Toll! Kann ich auch, wenn ich Tatsachen verdrehe!

Was werfen wir z.B. Bush eigentlich vor? Ich finds scheisse, das er wegen der Massenvernichtungswaffen gelogen hat. Nun, wenn Moore lügen darf, dann darf Bush es ja wohl auch. Somit wäre der Irak Krieg legitim, denn, hey, eine kleine Lüge, was ist das schon? Oder gehts nur darum, das Bush etwas tut, was anderen nicht passt? Und ist deshalb jedwede Aktion seitens eines Kritikers gerechtfertigt? Ich sage nein. Bush wird mir dadurch nicht sympathischer, aber Moore wird eindeutig unsympathischer. Hier werden auf einmal Sachen vermischt, weil Moore für viele eine Galionsfigur ist, ob nun positiv oder negativ.

Nun, warten wir es mal ab. Ich werde mir den Film wohl besorgen und mal schauen, ob und inwieweit sich die Aussagen in dem Film verifzieren lassen. Vielleicht hat die Frau ja dieselben Methoden wie Moore verwendet, weiß mans? Nicht um sonst endet der Threadtitel, den ich gesetzt habe, mit nem Fragezeichen. Aber wie gesagt, wundern würde es mich nicht.

ciao

JM
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Alt 23.04.2007, 00:16   #8
Platibyte
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Beiträge: 134
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Zitat:
Original von Moredread...In Moores Heimatstadt Flint ...
*hüstel* das ist auch son Ding...
Er kommt zwar aus der Gegend dort, aber er wohnte nie in Flint. Das war ihm vermutlich zu verslumt. Er soll ja selbst aus keiner armen Familie kommen.
Platibyte ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.04.2007, 13:22   #9
Atlan
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Ich muss Dir da recht geben und weise auf :
Michael Moore & Antiamerikanismus
hin.
Da hat Basti_79 ausführlich Stellung genommen.

Was ich für gefährlichen Unsinn halte ist der Zynismus der NRA über die Bewaffnung von Lehrern oder sonstwem.
Alle Amokläufe in Europa zeigen deutlich dass die Täter einen relativ einfachen Zugang zu Waffen hatten.
Als jemand der 10 Jahre lang täglich mit Waffen Umgang hatte, weiß ich auch um den fatalen psychologischen Faktor von Machtphantasien bei manchen Typen die mit Waffenbesitz verbunden sind.
Bewaffnung mit "freien Bürgern" zu assoziieren ist einfach schlichter Schwachsinn.

Ich sehe Moore schon von Anfang an kritisch und war mir bei jedem seiner Filme bewusst darüber dass er überzeichnet und auch Mittel dazu verwendet die ich nicht billige. Aber das ändert nichts an den Fakten. Und antiamerikanisch bin ich deswegen auch nicht.
Wer sich also heute über diese Dinge bei Moore aufregt, der hat von Anfang an nicht verstanden worum es geht.


Zitat:
Original von Alpstein
Mag sein daß er hin und wieder mal übers Ziel hinausgeschossen ist, aber an seiner Kernaussage ändert sich nix... Die Probleme die er in seinen Dokus anspricht sind trotzdem existent...
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Alt 25.04.2007, 15:49   #10
huschhusch
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Beiträge: 59
Standard

Zitat:
Original von Atlan

Wer sich also heute über diese Dinge bei Moore aufregt, der hat von Anfang an nicht verstanden worum es geht.


Zitat:
Original von Alpstein
Mag sein daß er hin und wieder mal übers Ziel hinausgeschossen ist, aber an seiner Kernaussage ändert sich nix... Die Probleme die er in seinen Dokus anspricht sind trotzdem existent...
Wo ist der Stift? *Unterschreiben will*

Hey, Moores Werke werden in vernünftigen Läden als "Satire" gekennzeichnet - Satire darf, ja muss übertreiben.
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