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Alt 25.01.2016, 21:38   #11
Lupo
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Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
zweitens gewinnt der Ausbeuter durch den Mangel an SZ-Lektüre Zeit für Ausbeutung.
Kannst du bitte wenigstens einen kleinen Rest an Ernsthaftigkeit an den Tag legen?
__________________
"Die Psychiater hatten einige Spezialausdrücke für meinen Fall. Naja, ich hatte auch einige Spezialausdrücke für die Psychiater." (Charles Bukowski)
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Alt 25.01.2016, 23:20   #12
basti_79
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Zitat:
Zitat von Lupo Beitrag anzeigen
Kannst du bitte wenigstens einen kleinen Rest an Ernsthaftigkeit an den Tag legen?
Hey, die Leistung der Vordenker muss doch gewürdigt werden. Mal im Ernst, bei einer derart hochspezialisierten Gesellschaft wird einem ja bald schwindlig. Es stellt sich die Frage: Ethik oder Überleben?

Ich würde gerne ohne ironische Distanz schreiben, was ich meine. Leider ist das schwierig, wenn man nicht jeden Leser auf die Palme bringen möchte.
__________________
Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
Groschenjunge: Was ist der Unterschied zum Jetzt?
Perfidulo: Es quasseln nicht dauernd Leute dazwischen.
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Alt 26.01.2016, 16:08   #13
Lupo
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Dann lass uns doch mal ohne ironische Distanz versuchen zusammen zu fassen, was deine Kritik eigentlich ist.

Eine kapitalistische Zeitung bringt einen kapitalismuskritischen Text, das ist a) geheuchelt und b) verstärkt es den Kapitalismus noch.

Ist das so ungefähr die Zusammenfassung deiner Kritik?
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"Die Psychiater hatten einige Spezialausdrücke für meinen Fall. Naja, ich hatte auch einige Spezialausdrücke für die Psychiater." (Charles Bukowski)
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Alt 26.01.2016, 17:23   #14
basti_79
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In diesem besonderen Fall schon. Würde dahinter - wie verschiedentlich behauptet - eine Überzeugung stehen und nicht politischer Opportunismus, müsste die SZ ja schon etwa 1960 damit angefangen haben, den Kapitalismus zu kritisieren. Ausserdem, hätte "Kapitalismuskritik" tatsächlich Saison, müsste die SZ das ja registrieren und mehr solcher Artikel bringen. Wahrscheinlich will sie aber eben nur eine Debatte darüber führen, ob man den Kapitalismus überhaupt krisieren darf. Da jetzt die Leserzahlen sinken werden (Bonzen werden z.B. ihre Abos gekündigt haben, ebenso wie Altparteienwähler und "politisch unbedarfte"), wird man Redaktionsintern zum Schluß kommen: nein, man darf nicht, zurück zum Neoliberalismus.
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Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
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Alt 27.01.2016, 11:38   #15
Lupo
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Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
In diesem besonderen Fall schon. Würde dahinter - wie verschiedentlich behauptet - eine Überzeugung stehen und nicht politischer Opportunismus, müsste die SZ ja schon etwa 1960 damit angefangen haben, den Kapitalismus zu kritisieren.
Dir ist schon klar, dass es seitdem diverse Personalwechsel gegeben hat?
Und dass sich die Ausrichtung eines Blattes durchaus ändern kann?

Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Ausserdem, hätte "Kapitalismuskritik" tatsächlich Saison, müsste die SZ das ja registrieren und mehr solcher Artikel bringen.
Wieso "müsste" sie denn diese Mode mit machen?

Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Wahrscheinlich will sie aber eben nur eine Debatte darüber führen, ob man den Kapitalismus überhaupt krisieren darf.
Ich sehe diesbezüglich keine Anhaltspunkte in dem Text.

Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Da jetzt die Leserzahlen sinken werden (Bonzen werden z.B. ihre Abos gekündigt haben, ebenso wie Altparteienwähler und "politisch unbedarfte"),
Ich fürchte, das ist ein klein wenig naiv.
Genannte Personengruppe wird wahrscheinlich eher ungerührt die Schultern zucken.
Auch wenn der Inhalt des Artikels erschreckend ist, die Haltung des Schreibers ist doch eher hilf- bis zahnlos.
"Empört euch" ist seine vage Forderung.
Wenn er die Abschaffung der Börsen oder zur Lynchjustiz gegenüber Bonzen aufgerufen hätte, dann könnte ich mir so eine, wie von dir beschriebene, Reaktion vorstellen.
Aber nicht bei "empört euch", das juckt doch keinen Bonzen.

Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
wird man Redaktionsintern zum Schluß kommen: nein, man darf nicht, zurück zum Neoliberalismus.
Wir werden das mal verfolgen.
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Alt 27.01.2016, 13:16   #16
perfidulo
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Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Da jetzt die Leserzahlen sinken werden (Bonzen werden z.B. ihre Abos gekündigt haben, ebenso wie Altparteienwähler und "politisch unbedarfte"), wird man Redaktionsintern zum Schluß kommen: nein, man darf nicht, zurück zum Neoliberalismus.
Wegen einem kapitalismuskritischen Artikel in 50 Jahren?

Da sind die von Dir gescholtenen Gruppen sehr toleranter. Die könnten das ab, solange nicht zum Klassenkampf aufgerufen wird.

Kratzen an der Tünche des Kapitalismus darf sogar die katholische Kirche in Bayern.

Und mehr als ein wenig Kratzen ist der Beitrag ja nicht. Das ist "quer" im Bayerischen Fernsehen jede Woche viel subversiver. Oder "Schleich-Fernsehen"

Aber das ist eben die Sicht der revolutionären Theoretiker. Man muß nur den richtigen Text (Aufruf) veröffentlichen und der Sturm bricht los. Das hatte vielleicht Rosa Luxemburg noch drauf, deshalb mußte sie auch sterben. Ein diffuses "Empört Euch" bringt die Massen nicht zum Handeln.
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Alt 27.01.2016, 13:53   #17
Lupo
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Zitat:
Zitat von perfidulo Beitrag anzeigen
Ein diffuses "Empört Euch" bringt die Massen nicht zum Handeln.

Und die Bonzen nicht zum Kündigen ihres Abos.
Sag ich ja.
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Alt 27.01.2016, 16:24   #18
basti_79
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Zitat:
Zitat von Lupo Beitrag anzeigen
Dir ist schon klar, dass es seitdem diverse Personalwechsel gegeben hat?
Und dass sich die Ausrichtung eines Blattes durchaus ändern kann?
Ja. Und meine Behauptung ist: die SZ wird sich auch in Zukunft streng auf den Neoliberalismus als ideologisches Leitmotiv ausrichten, und dennoch weiter (z.B. in dieser Form) versuchen, ein "kritisches" Image zu bewahren.

Zitat:
Wieso "müsste" sie denn diese Mode mit machen?
Eben um dieses Image zu bewahren, das - wie Du hier anscheinend auch unter Beweis stellst - meines Erachtens nur eine historische Aussenperspektive ist.

Zitat:
Genannte Personengruppe wird wahrscheinlich eher ungerührt die Schultern zucken.
Oder vielleicht aus ideologischen Gründen gar nicht die SZ lesen. Stimmt schon.

Zitat:
Auch wenn der Inhalt des Artikels erschreckend ist, die Haltung des Schreibers ist doch eher hilf- bis zahnlos.
Ähm, was soll man denn machen so als Journalist?

Zitat:
"Empört euch" ist seine vage Forderung.
Nicht nur seine.

http://www.amazon.de/Emp%C3%B6rt-Euc.../dp/3550088833

Zitat:
Wenn er die Abschaffung der Börsen oder zur Lynchjustiz gegenüber Bonzen aufgerufen hätte, dann könnte ich mir so eine, wie von dir beschriebene, Reaktion vorstellen.
Hmm.

Zitat:
Aber nicht bei "empört euch", das juckt doch keinen Bonzen.
Auch nicht die im Artikel beschriebene Studie des Oxfam-Instituts? Warum denn das nicht? Und wie könnte man überhaupt die Aufmerksamkeit der Allgemeinheit denn auf solche Skandale lenken?

Zitat:
Wir werden das mal verfolgen.
Eben.

Zitat:
Kratzen an der Tünche des Kapitalismus darf sogar die katholische Kirche in Bayern.
Hm. Und warum nutzt das nicht?

Zitat:
Aber das ist eben die Sicht der revolutionären Theoretiker. Man muß nur den richtigen Text (Aufruf) veröffentlichen und der Sturm bricht los.
Denkst Du?

Zitat:
Zitat von Lupo Beitrag anzeigen
Und die Bonzen nicht zum Kündigen ihres Abos.
Sag ich ja.
Das bedeutet, Du gehst mit meiner Kritik konform? Der Artikel muss wirkungslos bleiben?
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