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Alt 11.01.2014, 20:09   #1
Acolina
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Standard Hackschooling makes me happy

Interessanter Bericht eines "Schulverweigerers" oder besser: Schulhackers

This Is What Happens When A Kid Leaves Traditional Education
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Die freiheitlich-demokratischen Ideale und Werte, die sich jetzt auch im Grundgesetz finden, wurden während der Aufklärung gegen die sich auf Gott und Bibel berufenden Kirchen durchgesetzt. Und weder der Gott Jahwe des Alten Testaments noch der Vater Jesus Christi, noch beide in einer Person, noch Allah vertreten die Werte unseres freiheitlich-demokratischen Staates. Sie müssen sie erst noch erlernen. (Gerd Lüdemann, Theologieprofessor)
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Alt 15.01.2014, 16:15   #2
Acolina
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Standard Die Drei von der Baumschule

Zitat:
Juri, Immanuel und Semjon mussten nicht zur Schule gehen. Für viele Kinder ein Traum, für Behörden ein Albtraum. Nun sind die Brüder erwachsen. Wurden sie Verlierer, Versager, Verweigerer? Eben nicht.
http://sz-magazin.sueddeutsche.de/te...igen/41415/1/1
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Die freiheitlich-demokratischen Ideale und Werte, die sich jetzt auch im Grundgesetz finden, wurden während der Aufklärung gegen die sich auf Gott und Bibel berufenden Kirchen durchgesetzt. Und weder der Gott Jahwe des Alten Testaments noch der Vater Jesus Christi, noch beide in einer Person, noch Allah vertreten die Werte unseres freiheitlich-demokratischen Staates. Sie müssen sie erst noch erlernen. (Gerd Lüdemann, Theologieprofessor)
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Alt 15.01.2014, 17:31   #3
Nobby Nobbs
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Standard Die Drei von der Baumschule

Nette Geschichte. Und ich denke, in dem Falle trifft "Super Familie - üble Behörden" auch irgendwie zu. Das Ergebnis scheint der Mutter der Kinder ja Recht zu geben. Aber eben nur in dem Falle. Wie viele Kinder in Deutschland leben unter solchen glücklichen Verhältnissen? Engagierte, liebende Eltern, gesicherte materielle Basis? Wie viel Eltern können sich solche "Extratouren" leisten, wollen das überhaupt für ihre Kinder tun?
Alternativen? Ja! Aber irgendein Realitätsbezug muß dabei sein.
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Alt 15.01.2014, 18:08   #4
Acolina
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Naja, ein Realitätsbezug ist ja dabei. Es ist ja eine reale Geschichte, wie auch die im ersten Post oben.

Die Konsequenz soll ja auch nicht heißen, alle Kinder sollen nun wie diese. Die Erkenntnis, dass Kinder Menschen sind und Menschen nun mal sehr verschieden und vor allem, dass sich das Bildungssystem den Menschen und nicht umgekehrt anpassen muss, wäre ja schon ein Fortschritt.

Also das System mehr zu öffnen für andere Wege. Den Erfahrungen von andersartigen Schulen (wie z.B. Laborschule) mehr Beachtung schenken, innerhalb einer Schule mehr individuelle Angebote zu machen, der Unterschiedlichkeit von Menschen Rechnung zu tragen. Gibt doch unzählige Möglichkeiten, der eine lernt vielleicht besser in einer Schule, Gemeinschaft, der andere besser zu Hause usw.

Aber es kann doch nicht sein, dass, wenn es Kindern offenkundig gut geht, die Familie intakt ist, ihnen Bildung zuteil wird usw., der Wille der Eltern und Kinder null zählt und sie mit staatlicher Gewalt in eine Schule gezwungen werden.

Es gibt Situationen, wie z.B. Abschottung der Kinder innerhalb von religiösen Gruppen etc., da sehe ich durchaus Probleme. Aber die lassen sich sicher auch anders als durch Gewalt lösen.

Es ist noch nicht lange her, da war Schule ohne Rohrstock unvorstellbar. Heute ist sie das mit. Morgen ist hoffentlich ein mit Gewalt durchgesetzter Schulzwang unvorstellbar.
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Alt 15.01.2014, 19:56   #5
Nobby Nobbs
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Zitat:
Zitat von Acolina Beitrag anzeigen
Naja, ein Realitätsbezug ist ja dabei. Es ist ja eine reale Geschichte, wie auch die im ersten Post oben.
Mein Englisch ist leider nicht so gut, deshalb bezog ich mich auch nur auf den zweiten Link. ^^
Zitat:
Zitat von Acolina Beitrag anzeigen
Die Konsequenz soll ja auch nicht heißen, alle Kinder sollen nun wie diese. Die Erkenntnis, dass Kinder Menschen sind und Menschen nun mal sehr verschieden und vor allem, dass sich das Bildungssystem den Menschen und nicht umgekehrt anpassen muss, wäre ja schon ein Fortschritt.

Also das System mehr zu öffnen für andere Wege. Den Erfahrungen von andersartigen Schulen (wie z.B. Laborschule) mehr Beachtung schenken, innerhalb einer Schule mehr individuelle Angebote zu machen, der Unterschiedlichkeit von Menschen Rechnung zu tragen. Gibt doch unzählige Möglichkeiten, der eine lernt vielleicht besser in einer Schule, Gemeinschaft, der andere besser zu Hause usw.

Aber es kann doch nicht sein, dass, wenn es Kindern offenkundig gut geht, die Familie intakt ist, ihnen Bildung zuteil wird usw., der Wille der Eltern und Kinder null zählt und sie mit staatlicher Gewalt in eine Schule gezwungen werden.

Es gibt Situationen, wie z.B. Abschottung der Kinder innerhalb von religiösen Gruppen etc., da sehe ich durchaus Probleme. Aber die lassen sich sicher auch anders als durch Gewalt lösen.

Es ist noch nicht lange her, da war Schule ohne Rohrstock unvorstellbar. Heute ist sie das mit. Morgen ist hoffentlich ein mit Gewalt durchgesetzter Schulzwang unvorstellbar.
Das alles wollte ich auch nicht in Abrede stellen, sehe ich ja im Prinzip genauso.
Ich wollte mit meiner, manchmal wohl etwas verqueren, Art und Weise zum Ausdruck bringen, daß es leider nicht so einfach ist, so ein "freies System" mal eben so umzusetzen, da ja eine ganze Menge unterschiedlicher Aspekte zu beachten sind. Unter Anderem eben die materielle Situation der Familien und deren "innere Festigkeit" sowie natürlich auch der Bildungsstand der Eltern.

Ich frage mich lediglich, wie man flächendeckend diese individuelle Behandlung verwirklichen will, wenn heutzutage noch nicht mal Geld für ordentliche Schultoiletten oder genügend zeitgemäße Technik zur Verfügung gestellt wird. Ich fürchte fast, das ist ein Problem, das man mit den gegenwärtigen gesellschaftlichen Verhältnissen nicht in seiner Gänze wird lösen können...

Spezielle Fragen, wie z.B. das Mitspracherecht der Eltern, sollten sicherlich auch ohne revolutionäre Umwälzungen lösbar sein. ^^
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Alt 15.01.2014, 20:34   #6
basti_79
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Das Problem besteht ja eigentlich darin, dass das Schulsystem sich trotz wenigstens 60 Jahren der fortwährenden Erörterung keinen Schritt in die richtige Richtung bewegt hat. Nicht geringen Anteil daran haben vermutlich die Reiterationen von Vertröstungs- und Salamitaktiken.

Wenn irgend jemand Rechte einfordert, die im traditionellen Schulsystem nicht gewährt werden, kommen (oft auch in dieser Reihenfolge) erfahrungsgemäß folgende Vorwürfe gegen den Urheber zum Vorschein:
  • Pädophilie und/oder religiöser Extremismus (beides oft zur Unkenntlichkeit vermengt)
  • Ideologisierung und Manipulation, "Zersetzung der Gesellschaft"
  • Inkompetenz
Acolina hat schon sehr gut auf den Punkt gebracht, was das gegenwärtige Problem ist. Jede weitere Verzögerung stellt ihre Verfechter als hoffnungslos Rückwärtig bloß. Es werden keine Revolutionen verlangt. An sich selbstverständliche Forderungen wie jene des Gewaltverzichts werden mit Strategien wie "die Forschung ist noch nicht so weit" oder aber dem Dreiklang der Behörden: Das haben wir noch nie so gemacht/Das haben wir schon immer so gemacht/Da könnte ja jeder kommen beantwortet.


Das stinkt. Niemand kann mir weismachen, dass er das Versagen der Behörden (etwa beim Erlaß dringend nötiger Befreiungen von der Schulpflicht) nicht als solches erkennt. Der Weltuntergang soll zum Argument werden: Wo nicht jedes Kind auch gegen seinen ausdrücklichen Willen in genau diese Schulen genötigt wird, bricht die Gesellschaft zusammen.


Erfahrungswerte: selten. Strategie: "Freak Cases" wie den im Text erwähnten als Extreme darstellen. Auf keinen Fall die Idee anerkennen, dass an der Kritik etwas dran sein könnte. Kritik immer als billig bezeichnen, und vor allem: nicht zur Kenntnis nehmen.


So gewinnt man dann jede Diskussion. Mein Problem damit ist eigentlich nur, wie diese Strategien in 10, 20, 50, 100 Jahren gewürdigt werden. Eeines weiß ich aber genau: Wenn man die Verfassung ernst zu nehmen versucht, fallen diese Schulen als undurchführbar aus dem Rahmen. Die Antworten der Herren Experten lassen seit Jahrzehnten auf sich warten. Wer versucht, diese Schulen nach allem auch noch auszuweiten oder zu intensivieren, hat vermutlich ein Problem, das wir hier nicht behandeln können. Wer sie nicht wesentlich ändern will, redet Befehlsempfängern das Maul. In solcher Gesellschaft kann und wird alles passieren.


Ich glaube (ohne Beleg, mangels Material), dass diese Hardliner-Interpretation des Begriffs Schulpflicht ("ggf." mit Gewalt durchzusetzen, "ggf." bis hin zur Zerstörung der Familie) neueren Datums ist. Es gab (bis spätestens in die 60er) einen Bereich in der Gesellschaft, der noch nicht von den Behörden kontrolliert wurde. Wahrscheinlich gab es damals auch viel mehr "Untergrund", im Sinne von Individuen jenseits des Einflußbereichs der Herrschaft. Die Pervertierung ist wahrscheinlich ungefähr zeitgleich mit den "Sicherheitsgesetzen" (1968?) geschehen.


Ein Staat, der sich herausnimmt, alle Bürger vollständig zu überwachen, der sogar die Schulpflicht mit militärischen Mitteln durchsetzen möchte, hat seinen ursprünglichen Zweck verloren. Er wendet sich gegen die, die ihn am meisten unterstützen. Er sägt den Ast ab, auf dem er sitzt.


Ich freue mich jedes Mal, wenn ich Schulverweigerer kennenlerne. Ich finde den Gedanken unerträglich, ihre Lebensart zu gefährden, nur, indem ich mit ihnen Kontakt habe. Die Mütter und Väter des Grundgesetzes bleiben im Recht. In der Ablehnung der Gewohnheiten dieser Schulen liegt großer Wert. Sie hatten einzig nicht den Hauch einer Vorstellung davon, wie groß die Katastrophe sein würde, die diese Welt heimsucht. Es soll kein Ritual geben, zu dem alle verpflichtet werden. Nicht einmal ein angeblich schulisches. Das ist die Grundlage dieser Kritik.



Die Erkenntnis, dass die vorgetragenen Argumente beinahe identisch sind zum typischen Vorwurf gegen Dissidenten im dritten Reich, ist dabei nur die Spitze des Eisbergs. Dass sich die Konsequenzen ergeben, nur düstere Befürchtung. Jeder hat das Recht zum Widerstand gegen diese Schulen. Wenn dieses auch noch fällt, wird sich jede weitere Diskussion erübrigen. Dann herrscht nämlich nur noch der Terror. Überall.
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Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
Groschenjunge: Was ist der Unterschied zum Jetzt?
Perfidulo: Es quasseln nicht dauernd Leute dazwischen.
basti_79 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.01.2014, 20:52   #7
Acolina
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Korrigiert mich, wenn ich falsch liege, aber meines Wissens lag die ursprüngliche Intention einer Schulpflicht darin, Kindern den Schulbesuch zu ermöglichen, auch wenn die Eltern sie lieber als Arbeitskräfte auf dem Feld, im Stall, Haushalt, der Werkstatt oder Fabrik sahen. Es war also ursprünglich mal das Recht der Kinder, eine Schule besuchen zu dürfen, und die Pflicht der Eltern, ihnen das zu ermöglichen.

Irgendwann ist das dann, wie Basti schon sagte, pervertiert... In ein Recht der Staatsgewalt, Kinder in eine Schule zu zwingen, und die Pflicht der Kinder, dem nachzukommen.
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Alt 16.01.2014, 07:21   #8
Torsten Migge
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Zitat:
Zitat von Acolina Beitrag anzeigen
Korrigiert mich, wenn ich falsch liege, aber meines Wissens lag die ursprüngliche Intention einer Schulpflicht darin, Kindern den Schulbesuch zu ermöglichen, auch wenn die Eltern sie lieber als Arbeitskräfte auf dem Feld, im Stall, Haushalt, der Werkstatt oder Fabrik sahen. Es war also ursprünglich mal das Recht der Kinder, eine Schule besuchen zu dürfen, und die Pflicht der Eltern, ihnen das zu ermöglichen.

Irgendwann ist das dann, wie Basti schon sagte, pervertiert... In ein Recht der Staatsgewalt, Kinder in eine Schule zu zwingen, und die Pflicht der Kinder, dem nachzukommen.
Gut, aber will man Bildung anders Durchsetzen? Keine Hochschule oder sonstige Bildungseinrichtungen akzeptieren eine nicht staatlich konforme Ausbildung (gar nicht zu Reden von zugewanderten Leuten, die studierte Experten sind, deren Studium aber in Deutschland nicht anerkannt wird). Wenn man seine Kinder selbst bilden will, sind einem bzw. seinen Kindern nicht nur dadurch Grenzen gesetzt.
Will jetzt mal ganz bewusst den Punkt "Religion" (bewusst in "" gesetzt!) einbringen (falls das für euch fehl am Platz ist, sorry!): werden Kinder zu Hause einzig und allein von ihren Eltern geschult, ist Glas klar, dass sie diese "Religion" oder Weltanschauung (oder was auch immer - der Begriff Religion soll hier nur stellvertretend gedacht sein, für die etwaige Ideologie der etwaigen Eltern ) übernehmen, ob das dann aber im Interesse des Allgemeinwohls und somit unserer Gesellschaft ist, kann man durchaus anzweifeln ...

Natürlich habe ich auch eine anarchistische Ader, die mir sagt (was basti oft vertritt - soweit ich das korrekt verstanden habe ), dass unser Bildungssystem fehlerhaft ist und nur gläubige & treue Staatsdiener/ -bürger erzeugt ...

Fatalistisch betrachtet war das aber schon immer so, man lese bspw. mal Tucholsky



Saludos!
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"Politik ist die Unterhaltungsabteilung der Rüstungsindustrie"
Frank Zappa
Torsten Migge ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.01.2014, 12:24   #9
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Zitat:
Zitat von Torsten Migge Beitrag anzeigen
Gut, aber will man Bildung anders Durchsetzen?
Schon im ersten Satz eine derart verquere Formulierung. Bildung muss nicht durchgesetzt werden, sie setzt sich durch. Was man hier durchsetzt, ist Anwesenheit in Schulen. Die Behauptung, das habe etwas mit Bildung zu tun, oder man müsste da mit Gewalt auf einen Mißstand reagieren, ist aus der Luft gegriffen.

Zitat:
Keine Hochschule oder sonstige Bildungseinrichtungen akzeptieren eine nicht staatlich konforme Ausbildung (gar nicht zu Reden von zugewanderten Leuten, die studierte Experten sind, deren Studium aber in Deutschland nicht anerkannt wird).
Das Argument hört man häufig. Ist denn Konformität ein Ziel von Ausbildung? Sind die Leute, die da ausselektiert wurden und werden (von Privilegien ferngehalten), dafür Verantwortlich zu machen?

Zitat:
Wenn man seine Kinder selbst bilden will, sind einem bzw. seinen Kindern nicht nur dadurch Grenzen gesetzt.
Warum gilt das nicht für die Schulen? Diese setzen erfahrungsgemäß deutlich mehr und wirksamere Grenzen als Eltern, die zur Liebe fähig sind.

Zitat:
Will jetzt mal ganz bewusst den Punkt "Religion" (bewusst in "" gesetzt!) einbringen (falls das für euch fehl am Platz ist, sorry!): werden Kinder zu Hause einzig und allein von ihren Eltern geschult, ist Glas klar, dass sie diese "Religion" oder Weltanschauung (oder was auch immer - der Begriff Religion soll hier nur stellvertretend gedacht sein, für die etwaige Ideologie der etwaigen Eltern ) übernehmen, ob das dann aber im Interesse des Allgemeinwohls und somit unserer Gesellschaft ist, kann man durchaus anzweifeln ...
Das gilt doch aber genauso für neue Religionen wie Kapitalismus, Kollektivismus und Staatsgläubigkeit? Haben diese einen besseren Zugang zur Wahrheit als die alten?
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basti_79 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.01.2014, 12:58   #10
Lupo
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Zitat:
Zitat von Torsten Migge Beitrag anzeigen
Natürlich habe ich auch eine anarchistische Ader, die mir sagt (was basti oft vertritt - soweit ich das korrekt verstanden habe ), dass unser Bildungssystem fehlerhaft ist und nur gläubige & treue Staatsdiener/ -bürger erzeugt ... !
Also das ist, mit Verlaub, so glaube ich wenigstens, UNSINN.

Die Leute der APO, der RAF, Die Gründungsmitglieder der Grünen, jeder Punk und viele mehr........alle nicht in der Regelschule gewesen und zu Hause unterrichtet worden?

Und wie steht es mit dir selbst? Gläubiger und treuer Staatsbürger?

Meiner Meinung nach versagt Schule in dem Punkt aber ganz dramatisch.
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"Die Psychiater hatten einige Spezialausdrücke für meinen Fall. Naja, ich hatte auch einige Spezialausdrücke für die Psychiater." (Charles Bukowski)
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