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Unser Leben: Schicksal oder Zufall? Ist unser Leben überwiegend eine Aneinanderreihung von Zufällen oder eher schicksalhaft vorherbestimmt? Gibt es einen Sinn dahinter?

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Alt 03.07.2004, 23:06   #1
Menzel
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Ausrufezeichen Flügelschlag

Habe auch mal nach langer zeit eine Frage. Man spricht öfter davon das ein Flügelschlag eines Schmetterlings ein Chaos auf der Welt anrichten kann,wie ist das gemeint und vor allen dingen, wie soll das vor sich gehen,kann mir da mal jemand auf die spünge helfen
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Alt 03.07.2004, 23:35   #2
avidjo
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Standard RE: Flügelschlag

der lorenz'sche schmetterlings-effekt bezieht sich auf chaotische systeme.
ursprünglich aus der meteorologie und der klimatologie heraus, der terminus wurde später aber auch allgemein auf alle chaotische systeme übertragen.

der ausdruck "ein schmetterling in brasilien kann mit seinem flügelschlag ein monat später einen sturm über texas auslösen" soll verdeutlichen, dass es bei chaotischen systemen, wie das wetter eines ist, eine exakte vorhersage unmöglich ist, da ihnen eine berechenbare periodizität fehlt.
wenn also kleine änderungen ("flügelschlag") innerhalb der internen bedienungen eines dynamischen systems später zu großen änderungen im ganzen system führen ist das system chaotisch.
und das ist das wetter.

daher ist es schon rein theoretisch unmöglich eine 100% langfristige wetterprognose zu erstellen, da sämtliche benötigte input-parameter nicht zur verfügung stehen.

das ganze ist natürlich nur eine metapher (flügelschlag des schmettelrings = kleine änderung im system) )

hier eine meldung über den beweis des schmetterlings-effekts:
http://www.nzz.ch/2002/04/17/ft/page-article81XC4.html
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Alt 04.07.2004, 01:08   #3
nane
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Zitat:
das ganze ist natürlich nur eine metapher (flügelschlag des schmettelrings = kleine änderung im system)
vorsicht mit klassifizierung von zb .. leichter eingriff = kleine änderung.

das "klein" ist eine unbekannte - da weder gewichtung der
ursache .. noch gewichtung der wirkung .. vorher in ihrer
art bekannt ist.

stellen wir mal einen möglichen ablauf bildlich dar.
da liegt ein 2000kg schwerer eisenträger exakt in der waage
auf einem rundstab.
da kommt er nun der schmetterling ..
könnt auch ne blattlaus sein .. welche sich beim ausrichten
noch ruhig verhalten hat.
oder ein regentropfen ..
was auch immer .. ob leicht oder schwer .. die darstellung
zeigt das weder das gewicht des zu verändernden ..
noch das verändernde .. eine rolle spielt - es muss einfach
nur da sein und in irgend einer art bewegung=energie verteilen.



und nur weil man etwas menschlich rechnerisch nicht erfassen
kann soll man ES chaos nennen? erscheint mir zu flach.
das einzige chaos in materie ist der mensch und seine
art alles berechnen zu wollen.
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Alt 04.07.2004, 01:27   #4
Alhym
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Mein Physiklehrer hat es mal so erklärt:

"Das ist wie beim Billard. Da schlägt man einmal die Kugel etwas anders an, schon kommt was ganz anderes raus. Kleine Änderung, große Wirkung...und ich dachte Physiker seien gute Billardspieler!" *g*
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Alt 04.07.2004, 11:05   #5
Stuss
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Hallo,

Dass ein "kleiner" Schmetterling einen "großen" Sturm auslösen kann, mag theoretisch stimmen, jedoch würde ich diese Aussage nicht überbewerten. In meinen Augen ist damit vielmehr gemeint, dass es sich zB bei der Erde um ein System handelt, indem sowohl Schmetterling, als auch Wirbelsturm, Elemente sind, und das als ein ganzes funktioniert. So gesehen sind eher alle Elemente des Systems für den Sturm verantwortlich, was die "Schmetterlingsthese" allerdings nicht in Frage stellt, sondern ergänzt, denn schließt man den Schmetterling aus dem System aus, besteht trotzdem noch immer eine minimale Chance, dass der Sturm nicht stattfindet.
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Alt 08.07.2005, 13:08   #6
camäleon
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 30.08.2002
Beiträge: 451
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Ich find Nanes Bild zwar schön, und in gewissem Sinne auch richtig. Es berücksichtigt jedoch die komplexidität des Systems nicht weil.. der Verlauf der Geschichte ist mit Sicherheit berechenbar.

Einfache Systeme
Einfache Systeme (zum Beispiel Pendel, Billard) folgen einem
einfachen, linearen Ursache- Wirkungs-Schema.

Komplizierte Systeme
Komplizierte Systeme (zum Beispiel Uhr, Kraftwerk, Automotor)
bestehen aus einer Vielzahl mechanisch gekoppelter Teile,
deren Zusammenspiel und Verhalten berechenbar, organisierbar
sind.

Komplexe Systeme
Komplexe Systeme (zum Beispiel Wetter, Aktienmärkte, Biotope,Teams, Gehirn, Wirtschaftssystem) zeichnen sich durch eine nichtlineare Dynamik aus und sind nicht berechenbar, nicht organisierbar, insbesondere nicht
deren ‹Effizienz›.
camäleon ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.07.2005, 13:02   #7
Jahnine
Foren-As
 
Registriert seit: 11.03.2005
Beiträge: 844
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Warum sollte der Verlauf der Geschichte berechenbar sein? Es mögen wohl Zyklen auch im GEschichtsverlauf erkennbar sein, aber berechenbar ist sie deshalb noch lange nicht. Also ich denke Geschichte wäre ja ein Paradebeispiel für Komplexe Systeme, zumal das Wetter mitmacht, die Erdbewohner, die äusseren Einflüsse, Wirtschaftssysteme, Epidemien, Erbeben, Vulkanausbrüche etc, you name it.

Oder habe ich da was falsch verstanden, Camäleon?
Jahnine ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.07.2005, 15:00   #8
Llewellian
Lebendes Foren-Inventar
 
Benutzerbild von Llewellian
 
Registriert seit: 05.01.2004
Beiträge: 4.313
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Meep. Falsches Verständnis des Wortes "Geschichte".

Chamäleon meint nicht "Die Geschichte der Menschheit" ist berechenbar, sondern "Die Geschichte dieses Vorganges".

Die Auswirkung eines Vorgangs lässt sich berechnen, wenn man seine "Historie" aus Vorabläufen und Ereignissen kennt.

Das Problem ist: Dies trifft nicht zu, wenn die vorangegangenen Abläufe zu chaotischen und nichtlinearen Ergebnissen tendieren. In diesem Fall kann man nur grob näherungsweise die Historie nachberechnen, muss sich aber mit einer sich aufsummierenden Fehlerfolge abfinden, die das Ergebnis verfälscht.
Llewellian ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.07.2005, 15:11   #9
Jahnine
Foren-As
 
Registriert seit: 11.03.2005
Beiträge: 844
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ok, sorry, duck und wech....
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