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Amerika Das Rätsel von Nazca, die Hochkultur der Maya... und Weiteres aus Nord-, Mittel- und Südamerika.

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Alt 22.09.2003, 11:25   #1
Sumer
Gast
 
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Idee Grab in Palenque entdeckt!

Toter Herrscher soll Maya-Geheimnisse verraten

Das Volk der Maya ist trotz intensiver Forschung noch immer von Geheimnissen umrankt. Wissenschaftler haben jetzt ein unversehrtes Grab in der Maya-Metropole Palenque entdeckt - und hoffen, endlich mehr über die mysteriöse Kultur zu erfahren.


"Pyramide der Inschriften" in der Maya-Metropole Palenque: Forscher hoffen auf neue Erkenntnisse

Seit mehr als einem Jahrhundert erforschen Wissenschaftler bereits Geschichte und Untergang der einzigartigen Maya-Zivilisation. Einige Rätsel um die geheimnisvolle Kultur sind schon gelöst, doch noch längst nicht alle. Ein neu entdecktes Grab in Palenque, so hofft ein internationales Archäologenteam, könnte bald weitere Aufschlüsse über die Anfänge der Stadt geben, die offenbar noch immer Überraschungen parat hält.

Einen ersten Blick in die Grabkammer konnten die amerikanischen und mexikanischen Forscher um den deutschen Maya-Experten Nikolai Grube von der Universität Bonn durch einen kleinen Spalt in der Decke erhaschen. Die Wissenschaftler vermuten, dass es sich bei dem dort prunkvoll bestatteten Herrscher um einen der ganz frühen Könige von Palenque handelt, um Knan Joy Chitam I., der von 529 bis 565 nach Christus über die Stadt herrschte. Im nächsten Frühjahr werden die Archäologen die Ruhe des Königs ausgiebiger stören, wenn sie das Grab intensiv wissenschaftlich erkunden, berichtet das Magazin "Bild der Wissenschaft".

Plötzlicher Untergang einer mächtigen Kultur
Die frühesten Belege für die Mayakultur liegen etwa 3000 Jahre zurück. Doch seine Blütezeit erlebte das mesoamerikanische Volk zwischen 300 und 900 nach Christus, bevor es urplötzlich von der Bildfläche verschwand. Nicht zuletzt dieses Verschwinden ist es auch, was die Maya so mysteriös und interessant macht. Keine andere Kultur ist derart plötzlich und vollständig ohne jeden Einfluss von außen untergegangen.


Palenque: Auch nach langen Jahren der Erforschung noch für Überraschungen gut


Vor etwa acht Jahren stellten Grube und sein Kollege Simon Martin die Theorie auf, dass sich die Hochkultur selbst zerstörte. Die Mayawelt wurde von zwei Supermächten beherrscht, die sich über Jahrhunderte bekriegten: Tikal und Calakmul. Als Tikal 711 nach Christus seinen Erzfeind endgültig besiegte, besiegelte dies auch den Untergang der hoch entwickelten Zivilisation. Weder die wirtschaftlichen noch die politischen Strukturen reichten aus, um ein so großes Reich dauerhaft zusammenzuhalten. Die Ressourcen waren erschöpft, das Land zerfiel in unzählige Provinzen, Schrift und Kultur gingen verloren und der Dschungel verschluckte die einst mächtige Zivilisation.

Eroberung brachte das Verderben

Diese Hypothese ist inzwischen allgemein anerkannt, doch fehlen den Archäologen noch viele Einzelheiten. Palenque ist für die Maya-Forscher von hohem Interesse, da die Stadt einst zwischen allen Fronten der kriegerischen Maya-Welt lag. Ihr bisheriges Wissen über die Metropole ziehen die Wissenschaftler hauptsächlich aus dem Grab des Königs Kninich Janaab Pakal, der stolze 68 Jahre, von 615 bis 683 nach Christus, regierte. Der Herrscher erreichte ein für diese Kultur geradezu unglaubliches Alter von 80 Jahren. Die Bevölkerung lebte durchschnittlich nur 28 bis 32 Jahre, und selbst die Könige der Stadt brachten es im Schnitt nur auf rund 53 Jahre.

Pakal errichtete zu Lebzeiten den beeindruckenden "Tempel der Inschriften", der auch zugleich sein Mausoleum war. In diesem Bauwerk ließ der König die Geschichte Palenques von den Anfängen bis zu seinem Tod verewigen. Diese einzigartigen Überlieferungen waren bislang die Hauptinformationsquelle der Forscher. Doch das ändert sich nun. Mit dem Grab von Knan Joy Chitam I. haben sie ein zweites unversehrtes Grabmal entdeckt.

Grube und seine Kollegen setzen große Hoffnungen auf diesen Fund und können es kaum erwarten, ihre Forschungen dort im nächsten Jahr fortzusetzen. "Ich will da rein", definiert Grube kurz und prägnant sein nächstes Ziel. Von dem zweiten königlichen Grab erhoffen sich die Archäologen einen Quantensprung im Verständnis der Mayawelt.

Cornelia Pfaff, ddp

Quelle:Spiegel
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