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Kurioses Kuriose Geschichten, urban legends...

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Alt 21.09.2018, 10:52   #31
basti_79
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Zitat:
Zitat von perfidulo Beitrag anzeigen
Ja, das denke ich durchaus [dass das Bild in meinem Kopf mit der Realität übereinstimmt]!
Im Gegensatz zu Dir weiss ich wovon ich schreibe und kommen nicht mit Einwürfen, wei "Häh?", wenn ich etwas nicht verstehe.
Das stimmt ja so nicht. Wenn Du etwas nicht verstehst, regst Du Dich auf und beschimpfst "die Grünärsche". Wenn Du Spaß daran hast, Leute leiden zu sehen, kommentierst Du die Geschehnisse einfach nicht. Und wenn Dir etwas gefällt, dann... ja, keine Ahnung...

Andere Menschen verstehen, dass das Bild in ihrem Kopf letztendlich nur ein Abbild der Realität sein kann, und dass man die Realität nur verändern kann, indem man andere Menschen davon überzeugt, dass man das tun müsste. Das ist ein himmelweiter Unterschied zu Deinen poststalinistischen Anwandlungen, die Du immer wieder genüßlich breittrittst.
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Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
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Alt 23.09.2018, 23:33   #32
basti_79
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Die Stadt Dortmund hält Gerüchtehalber 6,27% der Aktien von RWE. Ebenso wie andere Städte und Kreise. Gesamt wären es etwa 24%. Unklar ist ob Aktienkauf durch KdöR (und anderen Schmonz) "Subvention" darstellt und damit Ayn Rand frustriert hätte.

Mal schauen, ob das Einfluß auf die nächsten Kommunalwahlen hat.

Eins ist aber klar: die entsprechenden Kommunen haben bislang nicht wirksam reagiert. Es gibt eben Dinge, die noch heiliger sind als Bäume oder Kirchen.
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Alt 24.09.2018, 07:24   #33
perfidulo
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Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Die Stadt Dortmund hält Gerüchtehalber 6,27% der Aktien von RWE. Ebenso wie andere Städte und Kreise. Gesamt wären es etwa 24%. Unklar ist ob Aktienkauf durch KdöR (und anderen Schmonz) "Subvention" darstellt und damit Ayn Rand frustriert hätte. Mal schauen, ob das Einfluß auf die nächsten Kommunalwahlen hat. Eins ist aber klar: die entsprechenden Kommunen haben bislang nicht wirksam reagiert. Es gibt eben Dinge, die noch heiliger sind als Bäume oder Kirchen.
Wieder diese Ahnungslosigkeit.
Es wurden keine Aktien gekauft, sondern die Gemeinden sind seit den 1920er Jahren eingebunden durch Geschäftsanteile, die sie als Kompensation auf den Betrieb eigener Kraftwerke und Gasanstalten erhalten haben.
Sie haben daraus jährliche Ausschüttungen erhalten.
Damals schien die zentrale Energiebereitstellung vorteilhaft gegenüber kleinteiligen, dezentralen Strukturen.
Solange die Stahlindustrie florierte, konnte man einen grossflächigen Gasverbund aufrechterhalten, bei dem Kokerei- und Hochofengas als Stadtgas genutzt wurde, statt zusätzlich Kohle in kleinen Gaswerken zu verheizen.
Ähnlich beim Strom. Zu Beginn des Ersten Weltkriegs wurde Strom über Fernleitungen aus Grosskraftwerken an sächsischen Tagebauen (Leuna) nach Berlin geliefert und ersetzte unzählige Kleinanlagen (Blockstationen). In den Chemieanlagen konnte auch die Wärme sinnvoll genutzt werden, wo wie heute in Schwarzheide.
Die Deindustriealisierung (ein grünes Fernziel) setzte dem Verbund ein Ende.
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Alt 24.09.2018, 07:38   #34
perfidulo
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Kleiner Fehler. Es muss sinnvollerweise heissen:
Es wurden keine Aktien gekauft, sondern die Gemeinden sind seit den 1920er Jahren eingebunden durch Geschäftsanteile, die sie als Kompensation für den Verzicht auf den Betrieb eigener Kraftwerke und Gasanstalten erhalten haben.
Der Filz aus Energieindustrie und Kommunen ist seit Jahrzehnten ein Streitpunkt in NRW. Darüber sind Bücher geschrieben worden. Aber das ist Jahrzehnte her. Inzwischen sind die Konzerne mehrfach umgestrickt worden und so kann es sein, dass es heute nur noch frei handelbare Aktien sind.
Die "Politik" (auch die Gewerkschaften) hätten ihren Einfluss für eine zukunftsträchtige Energiewirtschaft nutzen können.
Aber so lange das Geld floss, konnte man Löcher im Haushalt stopfen oder der Bevölkerung gutes tun (Schwimmbad).
Basti kann sicher erläutern, wo die vielgelobten Grünen in diesem Spiel waren.
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Alt 24.09.2018, 11:54   #35
basti_79
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Zitat:
Zitat von perfidulo Beitrag anzeigen
Wieder diese Ahnungslosigkeit.
Es wurden keine Aktien gekauft, sondern die Gemeinden sind seit den 1920er Jahren eingebunden durch Geschäftsanteile, die sie als Kompensation auf den Betrieb eigener Kraftwerke und Gasanstalten erhalten haben.
Ich hatte nicht behauptet, dass die Aktien gekauft wurden. Nur, dass die Kommunen sie halten. Ich würde mal sagen, dann ist jetzt die Zeit gekommen, sie zu veräußern.

Zitat:
Sie haben daraus jährliche Ausschüttungen erhalten.
Was ja nur Recht und Billig ist. Ergibt sich daraus, dass die Kommunen die Aktien nicht verkaufen dürften oder keinen Einfluß auf RWE nehmen können oder dürfen?

Zitat:
Zitat von perfidulo Beitrag anzeigen
Der Filz aus Energieindustrie und Kommunen ist seit Jahrzehnten ein Streitpunkt in NRW. Darüber sind Bücher geschrieben worden. Aber das ist Jahrzehnte her.
Selbst wenn, was heißt das für die heutige Situation?

Zitat:
Inzwischen sind die Konzerne mehrfach umgestrickt worden und so kann es sein, dass es heute nur noch frei handelbare Aktien sind.
Ich würde sagen, Du bist in der Pflicht, die gegenteilige Behauptung zu belegen.

Zitat:
Die "Politik" (auch die Gewerkschaften) hätten ihren Einfluss für eine zukunftsträchtige Energiewirtschaft nutzen können.
Wer sagt denn, dass sie das nicht gemacht hat? Die Gewerkschaften muss man da, meiner Meinung nach, weitgehend ausnehmen: die haben mit den politischen Entscheidungen innerhalb von RWE ja nun mal gar nichts zu tun.

Zitat:
Aber so lange das Geld floss, konnte man Löcher im Haushalt stopfen oder der Bevölkerung gutes tun (Schwimmbad).
Wozu sollte man Gewinne aus Geschäftsanteilen (Dividenden) in NRW denn bitte, Deiner Meinung nach, verwenden? Wohnst Du übrigens da?
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Alt 24.09.2018, 12:31   #36
perfidulo
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Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Die Gewerkschaften muss man da, meiner Meinung nach, weitgehend ausnehmen: die haben mit den politischen Entscheidungen innerhalb von RWE ja nun mal gar nichts zu tun.
Du bist wirklich ein Traumtänzer und redest über Dinge, die Du nicht verstehst!


Gerade die IG Bergbau und die IG Chemie haben sich traditonell nur an das Bestehende geklammert und jeden Umbau verhindert. Und sie haben auch Sitz und Stimme in dem Braunkohle-Kartell von NRW. Wie auch in der Lausitz, wo eine vergleichbare Situation ist. Nur ohne Steinkohle.


Die Frage, was Deine fabulösen Grünen da bisher gemacht haben, hast Du ja klugerweise einfach ignoriert.


Immerhin haben sie das Baggern mitbeschlossen, als sie mitregiert haben. Aber welche alternativen Konzepte haben sie?
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Alt 24.09.2018, 12:43   #37
perfidulo
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Zum Filz von RWE und Kommen
http://kommunalwiki.boell.de/index.php/RWE_und_Kommunen
Es ist nicht so banal, wie es scheinen könnte:


Zitat:
Insgesamt sind das Unternehmen und Kommunen auf fünf Feldern miteinander verflochten:[15]:
  • Kommunen sind Aktionäre; sie halten ca. 24% an der RWE AG und erhielten dafür 2014 noch eine Dividende von rund 350 Mio. €, 2015 noch ca. 150 Mio. €.[16]
  • Kommunen sind Konzessionsvertragspartner; RWE hat ca. 4.800 Konzessionsverträge, davon ca. 4.000 Stromkonzessionen und ca. 800 Gaskonzessionen; hierüber versorgt RWE ca. 15 Mio. Einwohner/innen.
  • Kommunen sind Kunden von RWE; das Unternehmen liefert jährlich ca. 6 TWh Strom an öffentliche Einrichtungen in Deutschland, davon rd. 2 TWh an Kommunen. Darüber hinaus erbringen RWE-Tochterfirmen eine Vielzahl an Dienstleistungen.
  • Kommunen sind Beteiligungspartner von RWE; sie sind an 5 regionalen RWE-Gesellschaften beteiligt, umgekehrt hat RWE rd. 120 Beteiligungen an kommunalen Gesellschaften wie z.B. Stadtwerken. Kommunen und RWE arbeiten im Verein "Die Netzwerkpartner“ zusammen, weiterhin gibt es eine Zusammenarbeit mit kommunalen Stadtwerken u.a. im Gemeinschaftskraftwerk Kohle („Gekko“) und bei erneuerbaren Energien („Green Gekko“).
  • Die Zusammenarbeit von RWE und Kommunen kann für beide Seiten Vorteile bedeuten: bei der Standortsicherung (Arbeits- und Ausbildungsplätze), der Sicherheit von Steuereinnahmen (insb. Gewerbesteuer) und wegen des kommunalen Einflusses auf allgemeine politische Rahmenbedingungen über kommunale Spitzenverbände.
Erst die Quelle lesen und versuchen zu verstehen, dann kann man Fragen stellen.
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Alt 24.09.2018, 15:54   #38
HaraldL
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Warum hat man denn im Ausland die Energieversorgung nach deutschem Vorbild organisiert, in vielen Ländern sogar mit einem landesweiten, staatlichen Netzbetreiber?
Wäre es wirklich für den Kunden billiger, wenn die Energieversorgung anders organisiert wäre? Und wie wäre es dann mit der Versorgungssicherheit?
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Alt 24.09.2018, 16:03   #39
basti_79
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Zitat:
Zitat von perfidulo Beitrag anzeigen
Gerade die IG Bergbau und die IG Chemie haben sich traditonell nur an das Bestehende geklammert und jeden Umbau verhindert. Und sie haben auch Sitz und Stimme in dem Braunkohle-Kartell von NRW. Wie auch in der Lausitz, wo eine vergleichbare Situation ist. Nur ohne Steinkohle.
Kannst Du diese Behauptung belegen?

Im Einzelnen beantworte bitte folgende Fragen:
  1. Was genau ist das "Braunkohle-Kartell von NRW"? Rechtsform, ladungsfähige Anschrift usw.
  2. Du behauptest, (wahrscheinlich) die heutige IG BCE (Bergbau, Chemie, Energie) hätte "Sitz und Stimme" darin. Wie darf man sich das vorstellen? Welche Kompetenzen hat die IG BCE in diesem Zusammenhang, wer trägt da die Verantwortung?
  3. Welches Gewicht hat die Stimme der IG BCE gegenüber den 24% Aktien, die die Kommunen halten?
  4. Wie kommt es dazu, dass RWE für 70.000 Leute entscheidet, und gegen Millionen?

Zitat:
Die Frage, was Deine fabulösen Grünen da bisher gemacht haben, hast Du ja klugerweise einfach ignoriert.
  1. Es sind nicht "meine fabulösen Grünen"
  2. Meines Wissens hätten die Grünen bestenfalls über Regierungsbeteiligungen und Aktienbesitz Einfluß. Spontan fällt mir da nur Köln ein

Zitat:
Immerhin haben sie das Baggern mitbeschlossen, als sie mitregiert haben.
Bitte belegen.

Zitat:
Aber welche alternativen Konzepte haben sie?
Das ist eine Frage, die bestenfalls die Grünen beantworten könnten.

Alternativen zu Braunkohle sind zahlreich. Vor allem könnte man gut und gerne auf den einen Tagebau verzichten.

Zitat:
Zitat von perfidulo Beitrag anzeigen
Zitat:
  • Kommunen sind Aktionäre; sie halten ca. 24% an der RWE AG und erhielten dafür 2014 noch eine Dividende von rund 350 Mio. €, 2015 noch ca. 150 Mio. €.[16]
Das war ja die urspüngliche Behauptung, die Deinen jetzigen Rant zur Folge hatte. Normalerweise geht mit Aktienbesitz nicht nur ein Anspruch auf Dividende einher, sondern auch entsprechende Stimmrechte. Unter normalen Umständen dürfte der Bürgermeister über deren Ausübung entscheiden, ggf. in zweiter Linie unterstützt durch den jeweiligen Rat.

Zitat:
Zitat:
  • Kommunen sind Konzessionsvertragspartner; RWE hat ca. 4.800 Konzessionsverträge, davon ca. 4.000 Stromkonzessionen und ca. 800 Gaskonzessionen; hierüber versorgt RWE ca. 15 Mio. Einwohner/innen.
Da ist jetzt die Frage, ob diese Einwohner das Recht haben, den Strom- bzw. Gasanbieter zu wechseln. Mir fällt kein Grund ein, warum sie das nicht haben sollten.

Zitat:
In Deutschland kann jeder Kunde den Stromanbieter frei wählen – unabhängig davon, ob er umzieht oder einen existierenden Vertrag ändern möchte.
https://de.wikipedia.org/wiki/Stromanbieterwechsel

Zitat:
Zitat:
  • Kommunen sind Kunden von RWE; das Unternehmen liefert jährlich ca. 6 TWh Strom an öffentliche Einrichtungen in Deutschland, davon rd. 2 TWh an Kommunen. Darüber hinaus erbringen RWE-Tochterfirmen eine Vielzahl an Dienstleistungen.
Da Kommunen Großkunden sein dürften, können sie den Lieferanten nur unter Einschränkungen wechseln. Aber Du hast Recht: das Thema dürfte bei den nächsten Kommunalwahlen Bedeutung erlangen.

Zitat:
Zitat:
  • Kommunen sind Beteiligungspartner von RWE; sie sind an 5 regionalen RWE-Gesellschaften beteiligt, umgekehrt hat RWE rd. 120 Beteiligungen an kommunalen Gesellschaften wie z.B. Stadtwerken. Kommunen und RWE arbeiten im Verein "Die Netzwerkpartner“ zusammen, weiterhin gibt es eine Zusammenarbeit mit kommunalen Stadtwerken u.a. im Gemeinschaftskraftwerk Kohle („Gekko“) und bei erneuerbaren Energien („Green Gekko“).
Daraus ergibt sich natürlich ein Interessenkonflikt. Wie würdest Du vorschlagen, den zu beseitigen?

Zitat:
Zitat:
  • Die Zusammenarbeit von RWE und Kommunen kann für beide Seiten Vorteile bedeuten: bei der Standortsicherung (Arbeits- und Ausbildungsplätze), der Sicherheit von Steuereinnahmen (insb. Gewerbesteuer) und wegen des kommunalen Einflusses auf allgemeine politische Rahmenbedingungen über kommunale Spitzenverbände.
Standortsicherung kann ich nicht wirklich nachvollziehen. RWE "beschäftigt" etwa 60.000 Menschen. In NRW wohnen 17,8 Millionen. Das heißt, würde RWE von heute auf morgen die Flügel zusammenklappen, würde die Erwerbslosenquote in NRW um 2/3 % steigen. Den Effekt könnte man auffangen, indem man z.B. etwas mehr Pflegepersonal einstellt. (Ja, ich weiß, hier vergleiche ich Äpfel mit Birnen. Ich will nur die Maßstäbe klarmachen, die für die Hysteriker eine Rolle spielen).

Die Höhe der Steuereinnahmen durch RWE bzw. innogy kann ich auf die Schnelle nicht ermitteln, bekannt ist, dass RWE für den Zeitraum zwischen 2004 und 2008 mal eine dreistellige Millionensumme nachzahlen sollte. Da könnte man einmal kritisieren, dass solche Daten nicht öffentlich verfügbar sind. Andererseits müsste ja jeder Anbieter die Steuern zahlen, das ist kein Alleinstellungsmerkmal von RWE. Im Übrigen sind die Gewerbesteuern umsatzabhängig. Das heißt, je höher die Preise, die RWE macht, desto höher die Gewerbesteuern. Dass jemand das als Argument verwenden will, RWE zu unterstützen, leuchtet mir nicht ein.

Den "kommunalen Einfluss auf allgemeine politische Rahmenbedingungen" muss man wohl mit der Lupe suchen. Ansonsten hätten sich schon längst irgendwelche Bonzen von den Blockparteien damit gerüstet, wie schön sie es finden würden, dass jetzt endlich aufgeräumt wird im "Hambacher Forst". Die ziehen aber eher den Schwanz ein. Soll heißen: entweder sie sind sich nicht darüber bewusst, welche Verantwortung sie tragen, oder sie finden es am Ende doch ganz gut, dass die Polizei mal wieder ein paar Hippies verprügelt.

Da scheint auch wieder ein Missverständnis zugrundezuliegen: Die Eskalation im "Hambacher Forst" ist ja das Werk der Polit-Bonzen der Kommunen und des Landes NRW in Zusammenarbeit mit dem Gruselkonzern RWE - nicht das der Aktivisten, die den Bergbau zu verhindern versuchen. Da wächst zusammen, was zusammen gehört, und die gewählten "Volksvertreter" sind sich sogar zu schade dafür, die Verantwortung für ihr Versagen zu übernehmen.
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Alt 24.09.2018, 16:33   #40
HaraldL
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Glaubt Ihr wirklich, daß unter anderen politischen Rahmenbedingungen man den Hambacher Forst nicht abbaggern würde? So lange man mit Braunkohle Profit machen kann, würde dies jede Regierung genehmigen!
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