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Medizin Aktuelle Ereignisse, Forschungsergebnisse etc.

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Alt 07.01.2004, 09:10   #1
Desert Rose
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Standard Neue erkenntnis in der Hirnforschung bei Depressionen

Zitat:
06.01.2004 - Hirnforschung

Depressionen: Verhaltenstherapie wirkt im Gehirn anders als Medikamente

Therapie dämpft Stoffwechsel in Arealen bewussten Denkens, Medikamente steigern ihn dagegen

Das Gehirn depressiver Patienten spricht auf verschiedene Therapien unterschiedlich an. Mit einer Verhaltenstherapie behandelte Patienten zeigen andere Hirnmuster als mit Medikamenten therapierte. Das ergab eine Studie kanadischer Forscher. Die Erkenntnis könnte Ärzten mehr Verständnis bringen, warum eine Therapieform bei manchen Patienten wirkt und bei anderen nicht, schreiben die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift "Archives of General Psychiatry" (Januarausgabe).

Antidepressiva ändern das chemische Gleichgewicht im Gehirn und beeinflussen damit zugrundeliegende chemische Prozesse in Gehirnregionen, in denen tief liegende emotionale Prozesse ablaufen und verändern so das bewusste Denken. Dagegen greift eine Verhaltenstherapie in diesen Kreislauf von der entgegengesetzten Seite ein: Die Patienten lernen, das bewusste Denken zu verändern, um negative Gedanken zu verringern. Dadurch werden im Idealfall tiefer liegende Hirnfunktionen verändert.

In ihrer Studie konnten Helen Meyberg von der Universität Toronto und ihre Kollegen zeigen, dass die beiden Ansätze sich auch tatsächlich in unterschiedlichen Hirnmustern äußern. Sie untersuchten mit einer Positronen-Emissions-Tomographie (PET) die Gehirnaktivität 14 depressiver Patienten, welche mithilfe einer Verhaltenstherapie behandelt worden waren.

Die Verhaltenstherapie beeinflusst zwar viele Hirnareale, die auch durch eine Medikamententherapie verändert werden, jedoch genau entgegengesetzt. Antidepressiva setzen den Blutfluss in tiefliegenden Regionen herab, in denen emotionale Prozesse ablaufen und regen ihn in Regionen an, in denen das bewusste Denken abläuft. Bei den Patienten nach einer Verhaltenstherapie ist dagegen der Stoffwechsel in den Arealen bewussten Denkens gedämpft und der in emotionalen Arealen gesteigert.

Ein Hirnscan könnte künftig möglicherweise entscheidende Hinweise für die optimale Behandlung liefern, vermuten die Forscher. So könnten Ärzte bereits im Vorfeld absehen, welche Patienten auf welche Therapie besser ansprechen.

ddp/bdw – Cornelia Pfaff
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Alt 01.03.2004, 11:47   #2
Desert Rose
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01.03.2004 - Gesundheit

Depressionen können zu Rückenschmerzen führen

Erhöhte Passivität bei leichten Schmerzen könnte die Probleme bei depressiven Patienten verschlimmern

Depressionen können Nacken- und Rückenschmerzen begünstigen. Das berichtet ein internationales Forscherteam im Fachblatt "Pain" (Bd. 107, S. 134). Bisher war bekannt, dass starke Schmerzen die Psyche belasten können. Es gibt jedoch wohl auch einen umgekehrten Mechanismus.

Linda Carroll von der Universität von Alberta in Edmonton und ihre Kollegen aus Kanada und Schweden befragten knapp 800 zufällig ausgewählte Personen, die zu Beginn der Studie weder Nacken- noch Rückenschmerzen hatten. Sie interviewten die Probanden dann nochmals nach jeweils sechs und zwölf Monaten.

Versuchsteilnehmer, die unter Depressionen litten, hatten eine viermal höhere Wahrscheinlichkeit, heftige Nacken- und Rückenschmerzen zu entwickeln als nicht depressive Teilnehmer, fanden die Mediziner heraus. Schmerzen wiederum wirken sich nachteilig auf Depressionen aus. Daher sei es wichtig, gegen die Beschwerden vorzugehen, bevor die Betroffenen in einen Teufelskreis geraten, warnen die Ärzte.

Menschen reagieren auf Schmerzen entweder mit Passivität, indem sie sich beispielsweise von allen Aktivitäten zurückziehen, oder aktiv, zum Beispiel mit erhöhtem Training. Depressive Personen werden möglicherweise bereits bei leichten Schmerzen passiv, so eine Theorie der Forscher. Dies könnte die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass selbst zunächst geringfügige Beschwerden zum Problem werden.

ddp/bdw – Cornelia Pfaff
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Alt 09.03.2004, 18:07   #3
Desert Rose
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Zitat:
09.03.2004 - Medizin

Wie Depressionen und Herzkrankheiten zusammenhängen

Eine Störung im vegetativen Nervensystem könnte eine mögliche Ursache für beide Erkrankungen sein


Depressionen sind ein bekannter Risikofaktor für Herzerkrankungen. Amerikanische Forscher haben nun in einer Zwillingsstudie einen Mechanismus gefunden, der hinter diesem Zusammenhang stehen könnte: Beides könnte durch eine Fehlfunktion im vegetativen Nervensystem hervorgerufen werden, berichteten die Mediziner auf der Wissenschaftssitzung der Amerikanischen Akademie für Kardiologie in New Orleans.

Viola Vaccarino von der Emory-Universität in Atlanta und ihre Kollegen untersuchten 50 männliche Zwillingspaare im Alter von 47 bis 57 Jahren, die keinerlei Symptome für koronare Herzkrankheiten zeigten. Mit einem 24-Stunden-EKG zeichneten die Mediziner die Herzwerte der Probanden auf. Außerdem dokumentieren sie mit gängigen Standardtests frühere schwere Depressionen und Symptome für momentane klinische Depressionen.

Zwillinge mit aktuellen Anzeichen für Depressionen hatten im Gegensatz zu ihren nicht depressiven Geschwistern eine verminderte Herzfrequenz-Variablität (HRV), stellten die Wissenschaftler fest. Die HRV ist ein Anzeiger für das vegetative Nervensystem. Dieser Teil des Nervensystems steuert grundlegende Körperfunktionen, darunter auch das Herz. "Eine Fehlfunktion des vegetativen Nervensystems, wie sie sich in einer verringerten HRV widerspiegelt, kann das Risiko für Herzrhythmusstörungen und plötzlichen Tod vergrößern ", sagt Vaccarino. "Sie könnte daher ein plausibler Mechanismus sein, der Depressionen mit Herzerkrankungen verbindet."

ddp/bdw – Cornelia Pfaff
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Alt 15.01.2005, 15:58   #4
Desert Rose
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Und hier wieder mal neue Erkenntnisse über Depressionen....

Zitat:
Untersuchung

Depressionen können sich von Generation zu Generation verstärken

veröffentlicht: 13.01.05 - 13:40

Chicago (rpo). Wer häufiger an Depressionen leidet, der kann diese Neigung innerhalb der Familie über viele Generationen hinweg weitervererben. Doch damit nicht genug. Wie US-Forscher jetzt herausgefunden haben, scheinen sich diese Depressionen sogar von Generation zu Generation zu verstärken.
Das fanden die Forscher heraus, als sie mehrere Familien über drei Generationen hinweg beobachteten. Demnach ist das Risiko für Depressionen und andere psychische Störungen bei Kindern, deren Eltern und Großeltern ebenfalls unter Depressionen leiden, mehr als doppelt so hoch wie bei Kindern ohne familiäre Vorbelastung.

Auch setzt die Krankheit in der dritten Generation deutlich früher ein als in der ersten oder zweiten, schreiben Myrna Weissman von der Columbia-Universität in New York und ihre Kollegen in der Fachzeitschrift "Archives of General Psychiatry" (Bd. 62, S. 29).

Die Forscher begannen ihre Studie 1982 mit der Untersuchung von 47 Freiwilligen, die unter Depressionen litten. Deren 86 Kinder wurden ebenfalls immer wieder auf psychische Störungen untersucht. Mittlerweile haben diese Kinder selbst insgesamt 186 Kinder, deren Durchschnittsalter momentan bei 12 Jahren liegt.

Schon bei den Kindern der ersten Generation stellten die Wissenschaftler fest, dass psychische Störungen nicht nur häufiger auftraten als bei Kindern gesunder Eltern, sondern dass sie auch früher begannen. So lag das Durchschnittsalter, in dem die erste depressive Phase auftrat, bei der Kontrollgruppe zwischen 16 und 17 Jahren, während es bei den Kindern depressiver Eltern zwischen 12 und 13 Jahren lag.

Noch ausgeprägter ist dieses frühere Einsetzen der Krankheit bei den Enkeln der ursprünglichen Gruppe, schreiben die Forscher: Schon jetzt traten bei 60 Prozent der Kinder der dritten Generation psychische Störungen auf, obwohl ein Großteil noch nicht einmal in der Pubertät ist.

Die Studie zeigt nach Ansicht der Forscher zum ersten Mal, dass sich weitervererbte Depressionen von Generation zu Generation verstärken können. Sie empfehlen, die psychische Gesundheit von Kindern, bei denen sowohl Eltern als auch Großeltern betroffen sind, besonders aufmerksam zu beobachten.

Speziell Angststörungen, die bereits vor der Pubertät auftraten, hätten sich als ein deutliches Frühzeichen für spätere Depressionen erwiesen, schreiben Weissman und ihre Kollegen.
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Alt 17.01.2005, 10:55   #5
Desert Rose
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Zitat:
DEPRESSION

Die Finsternis der Seele

Jeder Zehnte erkrankt einmal im Leben an Depression, die Schwermut ist weiter verbreitet als bislang vermutet. Wo verläuft die Grenze zwischen schlechter Stimmung und echter Depression? Oft verkennen Ärzte das potenziell tödliche Leiden.

Was sich im Körper abspielt, wenn Schwermut derart außer Kontrolle gerät, haben Forscher in den letzten Jahren zunehmend enträtselt. Auf ihren Computerbildschirmen machten Neurobiologen Gedanken und Gefühle im Kopf des Depressiven sichtbar; andere sezierten Gehirne von Selbstmordopfern und suchten darin nach Spuren der Krankheit.

Von einer anderen Seite nähern sich Psychologen dem Phänomen: Sie untersuchen, wie traumatische Erlebnisse in früher Kindheit, etwa Missbrauch oder grobe Vernachlässigung.
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Alt 17.01.2005, 12:46   #6
Willi
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 22.12.2002
Ort: Oberbayern
Beiträge: 363
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Hallo.

Für mich ist dieser Thread sehr interessant.
Ich leider nämlich seit Jahrzehnten (vermutlich seit der Pupertät) an mehr oder weniger starken Depressionen (manisch-depressiv).

Bye
Willi
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