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Alt 01.10.2005, 12:17   #1
Sajuuk
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Idee Deep Impact II alias Don Quijote

Zitat:
Deep Impact II alias Don Quijote

Die Menschheit geht in die Offensive gegen die Bedrohung aus dem All. Nicht etwa gegen außerirdische Alien, sondern gegen die Bedrohung von Asteroiden.

Kaum ist Deep Impact mit seinem überragenden Erfolg beendet, plant die ESA eine Wiederholungsmission von Deep Impact. Diesmal soll aber mehr auf das Ziel, den Orbit des Asteroiden zu verändern, wert gelegt werden, denn bei Deep Impact war es ja nur ein eher nebensächliches "Nice-to-have". Die Raumsonde wird ähnlich aufgebaut sein und aus zwei Teilen bestehen. Der Raumsonde selbst und dem Einschlagsgeschoss (bei Deep Impact Impactor genannt). Die Mission wird Don Quijote heißen, wobei sowohl Raumsonde und Einschlagsgeschoss einen eigenen Namen erhalten: Sancho, der Orbiter und Hidalgo der Impactor. Das Duo soll zu einem Zielasteroiden aufbrechen und Hidalgo soll auf den Asteroiden einschlagen. Das die Mission nicht in naher Zukunft geplant ist zeigt der Zeitplan über Entscheidungen, denn über das endgültige Missionsziel soll erst 2007 entschieden werden.

Bisher wurden zwei Asteroiden ausgewählt die zu engeren Auswahl zählen. Don Quijote wurde von einem ESA Team, dem Advanced Concepts Team (ACT), entwickelt. In der ersten Jahreshälfte 2005 wurde dieses Team aus führenden Asteroidenexperten gebildet. Dieses Team hat zur Aufgabe, die Mission möglichst kostengünstig zu designen und potenzielle und interessante Ziele für die Mission zu finden. Diese Ziele MÜSSEN bestimmte Bedingungen erfüllen. Die wichtigste davon ist, das Ziel muss nahe der Erde sein, damit man nicht jahrelang auf Ergebnisse warten muss, wie es zurzeit bei Rosetta ist. Das Team hat jetzt mit Hilfe mehrere anderer Teams ein entsprechendes Konzept ausgearbeitet und entsprechende Pläne vorgelegt. Diese enthalten Startmöglichkeiten, das gesamte Raumsonden Design, Antriebsmöglichkeiten und natürlich die wichtigen Experimente (sprich Geräte) an Bord der Raumsonde. In diesen Plänen ist von zwei Teilen die Rede: dem Einschlagsgeschoss (Hidalgo) und der Raumsonde (Sancho) selbst. Hidalgo soll auf dem Asteroiden einschlagen und Sancho soll in sicherer Entfernung Daten sammeln und Änderungen im Orbit des Asteroiden messen. Dabei soll die Mission aber länger dauern als die von Deep Impact. Für den Start werden jetzt entsprechende Alternativen entwickelt und gesucht, damit man im Notfall schnell und kostengünstig eine rettende Raumsonde zur Verfügung hat. Dies dürfte die erste von wenigen Naturkatastrophe sein die wir durch unsere Technologie verhindern könnten.

Die unerkannte und oft unterschätzte Gefahr
Während die Welt auf die Tsunami Katastrophe im letzten Jahr schaut, sehen eine wenige Forscher einer weiteren, weit gefährlicheren Bedrohung ins Auge. Ein Asteroideneinschlag könnte für die Menschheit weit schlimmere Auswirkungen haben als beispielsweise ein Tsunami. Am 19. Dezember 2004, also mitten in der Tsunami-Diskussion wurde ein Asteroid, mit 400 Meter Durchmesser, wieder entdeckt und sein Kurs berechnet. Das Ergebnis war sehr überraschend. Denn, an einem Freitag dem 13. im Jahr 2029 wird sich der Asteroid sehr gefährlich der Erde nähern, mit Pech auch mit der Erde kollidieren. Die Gefahr ist überdimensional hoch. In Italien arbeitete man schon an einer Skala für die Wahrscheinlichkeit eines Asteroideneinschlags, ähnlich wie die Richter-Skala bei Erdbeben. Der Asteroid der im Dezember 2004 entdeckt wurde ist laut der Skala trotzdem noch im unteren Drittel, das heißt die Kollisionswahrscheinlichkeit ist sehr gering, kann aber weiterhin nicht ausgeschlossen werden. Potenzielle Asteroiden, die sich eventuell früher oder später auf Kollisionskurs mit der Erde befinden, sind heute noch nicht erkennbar. Deswegen ist es wichtig, dass man in Raumsonden investiert, die versuchen den Orbit und somit den Kurs eines Asteroiden zu ändern.

Vielleicht kann uns früher oder später so eine Raumsonde das Leben retten......
Quelle
Hoffen wir mal dass diese Experimente erfolgreich verlaufen

Gruss:Kuun-Laan
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Alt 01.10.2005, 13:59   #2
Llewellian
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Naja. Wie gesagt - so eine Sonde gegen einen Asteroiden hilft halt mal rein garnichts. Selbst ein Nuklearsprengkopf (und zwar die grössten die wir derzeit bauen können) sind echt Lullepu gegen so was.

So einen 1km und grösser Asteroiden interessiert das rein GARNICHT. Atombomben haben im Weltall nämlich keine "Druckwirkung". Der Explosionsort wird kurzzeitig "heiss" und es geht ein wahnsinns Strahlenschauer vom Ex-Ort aus.

Die Atmosphärische Wirkung einer A-Bombe ist was anderes...
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Alt 01.10.2005, 14:44   #3
Wayne
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hmm hast irgendwelche seiten zu diesem thema? würde mich noch interessieren.
wieso haben a-bomben denn keine druckwirkung?
hätte normales tnt eine druckwirkung?

lg wayne
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Alt 01.10.2005, 15:03   #4
Sajuuk
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Moin
@ Wayne
Im Weltraum gibt es keine Atmosphäre die von der A-Bombe
weggedrückt werden könnte. Das einzige was passieren wird ist dass
an der Stelle der Explosion Material weggerissen wird und es ziemlich heiss wird,
das wars.Müsste so stimmen.

Gruss:Kuun-Laan
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Alt 01.10.2005, 15:58   #5
schkl
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ein atomsprengkopf würd ich da auch nicht einsetzen, eine h-bombe hat wesentlich mehr potential, das atmosphärische problem könnte dadurch gelöst werden wenn der sprengkopf im inneren des asteoriden explodiert, also wenn vorher gebohrt werden würde.
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Alt 23.11.2005, 14:26   #6
lars willen
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die amis haben mal eine Abombe im weltall platzen lassen , 1968 glaub ich , aber nix genaues weiss ich
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Alt 23.11.2005, 15:51   #7
Llewellian
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Das war am 9. Juli 1962.

Und ausser das es auf ganz Hawaii die meisten Sicherungen und viele Elektrisch betriebenen Geräte zerlegt hat durch den EMP Schock, gabs nur ein äusserst spektakuläres Nordlicht über den Inseln.... das Photo zeigt nicht die Explosion der Bombe selbst, sondern das Stunden andauernde, grellorange Nordlicht, das daraufhin in der Nacht zu sehen war - in einem Radius von mehreren tausend Kilometern. Den Leuten ist nichts passiert - der Röntgenblitz hats nicht mal die ersten 10 Kilometer durch die Atmosphäre geschaft, die Alpha- und Betastrahlung kam noch weniger weit, und die verdampften Teile der Bombe prasselten als Plasma entlang des Erdmagnetfeldes in die Atmosphäre und erzeugten so ein Riesen Nordlicht...nur die EMP-Schockwelle hat im gesamten Sichtradius von Horizont zu Horizont jedem Funker seinen Spass verdorben.

http://de.wikipedia.org/wiki/Starfish_Prime

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Alt 24.11.2005, 12:50   #8
lars willen
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danke Llewellian
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