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Alt 24.09.2018, 17:20   #1
basti_79
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Beiträge: 10.962
Standard Ein Fundstück

Ein Fundstück, das mir über APS übermittelt wurde.

Zitat:
Wehret der Anfänge!

Zahlreiche unveräußerliche Grundrechte werden innerhalb von Schulen gesetzlich gebrochen und veräußert. Dies führt zu einer Fülle von Konsequenzen und begleitenden Symptomen, die stets sehr leicht und selbstheuchlerisch Jenen zur Last gelegt werden, deren Grundrechte verletzt werden. Vor allen Anderen sind dies Menschen, die abfällig als Schüler bezeichnet werden.

Bislang ist es in Mitteleuropa oberstes Gebot, einem sozialistischen Nationalismus mittels Schule entgegenzuwirken. Die noch immer schwer verständliche Gewaltherrschaft vorheriger Regime war jedoch sicher nur möglich aufgrund einer flächendeckenden Förderung sogenannter autoritärer Charaktere. Eine unausweichliche Konsequenz oben angesprochener Zusammenhänge ist jedoch die flächendeckende Förderung sogenannter autoritärer Charaktere.

Neben den Schülern zählen zu den Gebrochenen jedoch auch Eltern und gar andere Vormünder - die einst auch schon Schüler waren -, die oft und schnell voreilig kritisiert und angegriffen werden. Sie werden gar mit gesetzlicher Förderung und manchem kurzen oder oft zehrendem Prozess schlicht ausgetauscht. Diese Einzelfälle - egal in welch enormer Anzahl sie auch auftreten mögen - folgen jedoch niemals einer geltenden Rechtsprechung und sind - entgegen schulischer Denksysteme (Friedrich Schiller, 1789! über Brotgelehrte) - imstande ihr Verhalten eigenen, rechtlichen Lernprozessen anzupassen, statt ihr Verhalten immerfort gesetzlichen Maßstäben unterwerfen zu müssen.

Wo ist der Ausgang hier? Wie wird es diesmal ausgehen?

Kann die Ideologie des Nationalsozialismus und andere zur Gewaltherrschaft strebende Lehren auf solcher Grundlage wahrhaftig entschieden entgegengewirkt werden? Oder sind hier viel eher noch essentielle Überbleibsel einer nazifizierten Gesellschaft zu finden? Oder ist der Ursprung vielleicht gar vornationalistischer, preussisch-kameralistischer Zäsur?

Es gibt viele Fragen. Doch es gibt nur wenige Grundrechte.

Wir interessieren uns für die gebrochenen Grundrechte und für Lösungen im Sinne jener Rechte, statt im Sinne jener Gesetze, durch die sie gebrochen werden. Wir möchten darum dazu aufrufen, die Einschränkungen von Grundrechten zu unterlassen, zu hinterfragen und ihr Einhalten zu verteidigen, selbst dann, wenn dies bedeuten würde, vorerst nicht zu wissen, wie die eigene Miete oder das geliehene Auto abbezahlt werden könnten.

Wir sind sicher, es werden sich Wege finden, den eigenen Rechtsgehorsam zu überleben.

Die Weiße Rose revisited
Meiner Meinung nach stammt dieser Text aus der Feder von Neofaschisten, Mitgliedern der Ayn-Rand-Sekte, Selbstverwaltern oder Reichsbürgern.

Kritikpunkte:
  • Die Wortwahl "nationaler Sozialismus" (Die Linken sind Schuld/weiter wie bisher!) lässt darauf schließen, dass der Autor oder die Autoren bislang keinen Kontakt zur Umwelt hatten
  • Die Behauptung, es gäbe "zu wenige Grundrechte", entbehrt jeder Grundlage. Es gibt ja De Jure 20 davon, de Facto werden allerdings etwa 18 davon durch die Schulgesetze negiert
  • Das Schulsystem ist nicht etwa losgelöst vom Totalitarismus des Merkel-Regimes oder der Totalitarismus ein Ziel des Schulsystems, sondern beide Systeme sind weitgehend deckungsgleich. Der Mehltau der Geronten zeigt sich im Schulsystem ganz besonders deutlich. Das Merkel-Regime ist ein Teil des Objekts der Kritik am Schulsystem
  • Sowohl Form als auch Inhalt der Zwangsbeschulung entsprechen "geltender Rechtsprechung", d.h. den geltenden Gesetzen und dem Unsinn, den sich Juristen seit 70 Jahren ausdenken. Darüber hinaus zeigt sich hier wieder die Naivität der Autoren: Rechtsprechung (Judikative) und Gesetzgebung (Legislative) sind voneinander zu trennen
  • Das Wortspiel mit "Rechtsgehorsam" zeigt den mangelnden Ernst der Autoren. Würden die Täter sich - wie unterstellt - in Treue zur Verfassung üben, gäbe es das Problem nicht.
__________________
Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
Groschenjunge: Was ist der Unterschied zum Jetzt?
Perfidulo: Es quasseln nicht dauernd Leute dazwischen.
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Alt 24.09.2018, 17:32   #2
Lupo
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Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen

Meiner Meinung nach stammt dieser Text aus der Feder von Neofaschisten, Mitgliedern der Ayn-Rand-Sekte, Selbstverwaltern oder Reichsbürgern.
Versteh das bitte nicht als ad-hominem, aber das hört sich so an, wie du sonst über Schule redest. (Die Formulierung "nationaler Sozialismus" mal ausgenommmen)
__________________
"Die Psychiater hatten einige Spezialausdrücke für meinen Fall. Naja, ich hatte auch einige Spezialausdrücke für die Psychiater." (Charles Bukowski)
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Alt 24.09.2018, 18:04   #3
basti_79
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Beiträge: 10.962
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Zitat:
Zitat von Lupo Beitrag anzeigen
Versteh das bitte nicht als ad-hominem, [...]
War's aber. Und ein "genetisches Argument" noch dazu.

Zitat:
[...] aber das hört sich so an, wie du sonst über Schule redest. (Die Formulierung "nationaler Sozialismus" mal ausgenommmen)
Erst einmal: Stimmt nicht. Es gibt noch andere gewichtige Unterschiede, die ich ja in meinem ersten Beitrag aufgezählt und erklärt hatte. Zum Beispiel halte ich weder Rechtstreue für verkehrt, noch habe ich größere Schwierigkeiten damit, wenn jemand denkt oder behauptet, die derzeitigen Schulgesetze wären Legal, d.h. Verfassungsgemäß. Der Holocaust war auch in diesem Sinne legal, ebenso wie Sklaverei und Apartheid.

Und dann: was würde das ausmachen? Zwei Texte, die gleich klingen, möglicherweise sogar denselben Inhalt - aber unterschiedliche Form - haben, können dennoch aus unterschiedlichen Quellen stammen. Was noch dazu kommt: Ich strebe weder einen neuen Faschismus an, noch kann man auf der Grundlage eines menschenwürdigen, vernunftbestimmten Schulsystems einen konstruieren. Dazu benötigt man ja gerade die Menschenrechtsbrüche in den Schulen.

Was auch noch auffällt: der zitierte Text spricht gerade nicht von Freiheit. Es geht darin letztendlich - und das haben viele Texte, die Zwangsschulen befürworten gemein - nur um Sprachspiele. Das mache ich anders.
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