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Astronomie Hier geht's nicht nur um Astronomie im klassischen Sinne, sondern auch um all die Mythen, Geschichten und Prophezeiungen, die sich rund um Sterne, Kometen und andere Himmelskörper ranken.

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Alt 18.04.2004, 19:31   #11
Zwirni
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Zitat:
Er ist etwa anderthalb Mal so groß wie Jupiter und umkreist eine Sonne im Sternbild Sagittarius, 17.000 Lichtjahre von der Erde entfernt. Entdeckt werden konnte der Planet nur, weil er zusammen mit seiner Sonne wie eine Lupe das Licht eines mit 24.000 Lichtjahren noch weiter entfernten Sterns verstärkte. Eine Planeten-Entdeckung außerhalb unseres Sonnensystems ist auf diesem Weg noch nie zuvor gelungen.

Die Methode des "gravitational microlensing" geht zurück auf Albert Einsteins Relativitätstheorie: Die Schwerkraft eines Sterns oder Planeten verbiegt und bündelt das Licht eines weiteren, dahinter gelegenen Sterns. Anhand der Krümmung des Lichts lassen sich indirekt Position und Größe der Himmelskörper berechnen, die den Lupeneffekt auslösen. Möglich ist das nur, wenn alle beteiligten Sterne und Planeten eine Linie bilden.

[..]
http://www.spiegel.de/wissenschaft/w...295511,00.html
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Alt 14.05.2004, 10:34   #12
Desert Rose
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Zitat:
13. Mai 2004, 15:22 Uhr
Autor: Ingo Froeschmann
Quelle:
space.com

In einer ersten Analyse von neuen Daten gibt es Anzeichen für die Existenz von extrasolaren Planeten. Wenn sich die Vermutung bestätigt, könnten die ersten Bilder von Planeten die um andere Sterne kreisen gemacht worden sein.


Bild eines Sterns mit einem Begleiter (oben rechts) (Quelle: space.com)

Die Forscher aus Baltimore sind noch sehr vorsichtig und sprechen noch nicht von einer Entdeckung. Dazu ist die verwendete Technik noch zu neu und auch zu schwierig. In einigen Monaten ist dazu noch eine weitere Untersuchung mit dem Hubble Teleskop notwendig, um zu bestätigen ob der kleine Lichtpunkt in den Aufnahmen tatsächlich ein Planet ist, oder nur ein anderer Stern im Hintergrund.

Sollte es sich tatsächlich um einen Planeten handeln, und die Forscher halten dies für wahrscheinlich, dann hat er keine Ähnlichkeit mit den Planeten in unserem eigenen Sonnensystem. Der Planet ist höchstwahrscheinlich riesig, fast zehnmal so groß wie Jupiter, der grösste Planet in unserem Sonnensystem. Der Zentralstern ist ein weißer Zwerg, also der ausgebrannte Überrest eines Sterns der grösser war als unsere Sonne.

Es gibt noch zwei weitere Kandidaten in der Studie, die aber noch grösser sind und damit möglicherweise keine Planeten mehr sind sondern Braune Zwerge, also Sterne, die es nicht geschafft haben die Kernverschmelzung zu erreichen.

„Es hängt alles davon ab ob dies Hintergrund Objekte sind oder nicht“ erzählt Pennsylvania State University Student John Debes. „Wenn es keine Hintergrund Objekte sind, ist die Chance sehr hoch dass es sich um Planeten handelt.“

Eine genauere Antwort kann erst gegen Ende des Jahres erwartet werden, wenn das Hubble teleskop ein weiteres mal auf die betreffenden Sterne gerichtet wird. Erst dann kann geklärt werden, ob die Objekte Begleiter oder Hintergrund Objekte sind.

Seit 1995 sind etwa 120 extrasolare Planeten entdeckt worden, jedoch ist noch keiner von ihnen direkt fotografiert worden, weil die Planeten im Vergleich zu ihren Sternen sehr schwach leuchten. Der indirekte Nachweis wurde meist dadurch erbracht, dass der Planet mit seiner Schwerkraft den Stern etwas verschiebt. Und das kann man erkennen. Die meisten Wissenschaftler nehmen an, dass Bilder erst mit einer neuen Generation von weltraumgestützten Teleskopen gemacht werden können, aber vielleicht stellt sich das ja als falsch heraus.

Schwierige Technik
Um die Chancen der Entdeckungen zu verbessern, haben Debes und seine Kollegen Professor Steinn Sigurdsson und Nasa Forscher Bruce Woodgate weiße Zwerge ausgewählt, die viel schwächer Leuchten als normale Sterne wie zum Beispiel unsere Sonne. Damit verbessert sich die Chance, ein leuchtschwaches Objekt zu entdecken.

Die Beobachtungen wurden mit der Infrarot Kamera des Hubble Teleskops durchgeführt, es wird also nicht sichtbares Licht gesucht, sondern ausgestrahlte Wärme. Durch einen Trick kann das blendende Sternenlich herausgerechnet werden. Und zwar wird nach einer ersten Aufnahme das Weltraumteleskop leicht gedreht und eine zweite Aufnahme gemacht. So können Unregelmässigkeiten der Instrumente herausgerechnet werden und die genaue Position des Sterns kann bestimmt werden. Nun können Objekte erkannt werden, die nahe am Stern sind, wobei dies immer noch Hintergrund Objekte sein können.

Es gibt zwar also immer noch Unsicherheiten bezüglich der Entdeckung, aber laut Debes „können die Nachuntersuchungen in den nächsten drei bis sechs Monaten gemacht werden, und dann wissen wir es genau.“ Die Bewerbungen für weitere Zeit am Hubble Teleskop laufen bereits.
Quelle


Hat Hubble erstmals direkt einen Exoplaneten aufgenommen?
Possible First Photo of Extrasolar Planet (weitere Bilder hier)
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Alt 07.06.2004, 12:52   #13
Desert Rose
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Man will den morgigen Venustransit dazu benutzen um die Technik, auf der Suche von Extrasolar Planeten, zu verfeinern.

Zitat:
Extrasolar planet hunters eye Venus transit

09:00 06 June 04

NewScientist.com news service


Extrasolar planet hunters will set their sights close to home on Tuesday when Venus passes in front of the Sun for the first time since 1882.

About 120 planets have been discovered orbiting other stars. Three of these were revealed because they dimmed their stars' light during transits, which also gave information about the planets' masses. And future space missions such as NASA's Kepler, due to launch in 2007, aim to find many more transits by monitoring 100,000 Sun-like stars.

The transit of Venus will dim the Sun's light by just a tenth of one per cent but the data astronomers hope to gather will help interpret future extrasolar searches. "Extrasolar planets are unique among astronomical objects because there are local counterparts to study," says Sara Seager, who models the atmospheres of extrasolar planets at the Carnegie Institution in Washington, DC.

Seager's colleague Dan Kiselman will use the Swedish one-metre Solar Telescope in the Canary Islands to look for carbon dioxide in Venus's atmosphere during the transit. The gas comprises 97 per cent of the planet's atmosphere, but Seager says: "We designed the experiment to detect something we know is there. If we're going to interpret extrasolar planets, we want to make sure the models are correct."

The team will also look for trace amounts of sodium or potassium in the planet's atmosphere. These elements - the remains of burned-up meteorites - float in Earth's upper atmosphere but have never been seen on Venus. Seager hopes backlighting by the Sun may reveal the elements' faint absorption signal.
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Alt 25.06.2004, 15:32   #14
Desert Rose
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Zitat:
25. Juni 2004, 14:09 Uhr
Autor: Ingo Froeschmann


Neue Kamera für Bilder von extrasolaren Planeten

Astronomen der Universität von Arizona verwenden eine neue Kamera bei der Suche nach extrasolaren Planeten, also Planeten, die nicht Teil unseres eigenen Sonnensystems sind.

Die Kamera hat bereits beeindruckende Bilder des Saturnmondes Titan gemacht. Die Forscher hoffen daß sie mit ihrer Hilfe in Zukunft auch Bilder von Planeten machen können, die etwa die Grösse des Jupiter haben. Das Gerät ist so vielversprechend, dass der verantwortliche Professsor Laird M. Close bereits ein Forschungsbudget von knapp über einer halben Million Dollar zugesprochen bekam.

Close arbeitet auch eng mit deutschen Wissenschaftlern eng zusammen, zum Beispiel mit Rainer Lenzen und Wolfgang Brandner vom Max-Planck Institut für Astronomie in Heidelberg und Markus Hartung von der Europäischen Südsternwarte

Close und seine Mitarbeiter benutzen die Europäische Südsternwarte in Chile und das Mount Hopkins Teleskop in Arizona um nach Exoplaneten zu suchen. Mehr als 100 Exoplaneten sind bereits durch indirekte Methoden nachgewiesen worden, aber noch nie ist ein solcher Planet direkt beobachtet worde. Ein Problem ist die Nähe der Planeten zu ihrem Zentralstern. Dieser überstrahlt das schwache Leuchten von Planeten um ein Vielfaches. Dazu kommen die Turbulenzen der Erdatmosphäre, die die Sterne für unser Auge funkeln lassen. Eine exakte Beobachtung von der Erde aus ist so nur schwer möglich.
.....
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Alt 05.07.2004, 10:39   #15
Desert Rose
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Zitat:
Last Updated: Friday, 2 July, 2004, 00:36 GMT 01:36 UK

Hubble discovers 100 new planets

By Dr David Whitehouse
BBC News Online science editor


The Hubble Space Telescope may have discovered as many as 100 new planets orbiting stars in our galaxy.
Hubble's harvest comes from a sweep of thousands of stars in the dome-like bulge of the Milky Way.

If confirmed it would almost double the number of planets known to be circling other stars to about 230.

The discovery will lend support to the idea that almost every sunlike star in our galaxy, and probably the Universe, is accompanied by planets.

'Most significant advance'

Steven Beckwith, director of the Space Telescope Science Institute, told BBC News Online: "I think this work has the potential to be the most significant advance in discovering extra-solar planetary systems since the first planets were discovered in the mid-1990s.

"If it works, it will be a breakthrough for the field, and it will make Hubble one of the most important instruments to find new planetary systems."

The planets were found during a seven-day observation period in February by astronomer Kailash Sahu.

Some of the stars observed were seen to dim slightly in brightness. It is thought that a planet passing in front of the star is responsible for the dip in its light output.

"Discovery of many planets near stars in the bulge of the galaxy would clearly demonstrate that planetary systems are very common around normal stars," Mr Beckwith said.

More work remains to be done to convince astronomers that they really have found so many new planets.

"We are not likely to have final results until this fall, perhaps September or October," Mr Beckwith added.

"We need to confirm some of the candidate planets discovered around the brighter stars by using well known radial velocity techniques from the ground, a process that will take a few weeks. There is further analysis of the Hubble images to do as well."

The astronomers expect it should be possible to study the atmospheres of between 10% and 20% of the planets discovered.

The US space agency Nasa is studying options to refurbish the Hubble telescope using unmanned spacecraft following a decision earlier this year that, in the wake of the Columbia disaster, it was too dangerous to send astronauts to it on the space Shuttle.
Quelle

Planetenjäger - Detektive im All
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Alt 14.07.2004, 14:03   #16
Desert Rose
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Zitat:
14. Juli 2004, 03:00 Uhr
Autor: Matthias Müller
Quelle: NASA/ESA


Auf der Suche nach erdähnlichen Planeten

Neue Projekte der NASA/ESA sollen die Suche nach erdähnlichen Planeten weiter voranbringen.

Als Astronomen erstmals erkannten, dass die Sterne am Himmel nicht anders als unsere Sonne, sondern nur weiter entfernt sind, stellte sich sofort die Frage, ob um diese Sterne ebenfalls Planeten kreisen. Und wenn dem so ist, gibt es Leben auf ihnen? Intelligentes Leben? Die Antwort auf diese Frage kennen wir bis heute nicht. Die NASA und die ESA arbeiten an einer Serie von raum- und erdgestützen Observatorien, die möglicherweise schon bald eine Antwort auf die Frage nach extraterrestrischem Leben liefern könnte. In nur einem Jahrzehnt wird man vielleicht in den Nachthimmel blicken können, einen Stern ausmachen und wissen, ob dort Leben existiert. Leben könnte überall vorkommen.

Noch vor einem Jahrzehnt waren sich Astronomen nicht sicher ob es überhaupt Planeten außerhalb unseres Sonnensystems gibt. Bis 1995 gab es nicht einen direkten Beweis für ihre Existenz. Doch am 5. Oktober 1995 änderte sich alles, als Michel Mayor und Didier Queloz bekannt gaben, dass sie einen Planeten mit der Hälfte der Masse des Jupiters entdeckt hatten, der sich auf einer Umlaufbahn um den Stern 51 Pegasi befand. Weitere Berichte über Entdeckungen ließen nicht lange auf sich warten. Nach letzten Zählungen wurden bisher 122 extrasolare Planeten entdeckt und bestätigt.

Nun sehen die Sonnensysteme, in denen Planeten gefunden wurden, meistens anders aus als unserer eigenes Sonnensystem. Die meisten beinhalten massive Planeten und auch Gasriesen, die ihre Sonne auf einer extrem nahen Umlaufbahn umkreisen - keine Chance für Leben. Planeten in der Größe und mit der Umlaufbahn von Jupiter sind verhältnismäßig leicht zu entdecken, es ist jedoch unmöglich, mit der aktuell vorhandenen Technologie irgendetwas in der Größe der Erde auszumachen.

Glücklicherweise wird schon an einer Serie neuer Observatorien im Weltraum sowie auf der Erde gearbeitet, die uns in die Lage versetzen sollen, Planeten der Größe unserer Erde aufzuspüren. Die NASA und die ESA arbeiten gemeinsam auf das Ziel zu, diese Planeten direkt photographieren und die Zusammensetzung ihrer Atmosphären messen zu können. Große Mengen von Sauerstoff zu finden könnte bedeuten, auf Leben gestoßen zu sein.


Im folgenden sehen Sie eine Auswahl der wichtigsten von der NASA/ESA in den nächsten Jahren geplanten Projekte für die Suche nach erdähnlichen Planeten im Universum.

Corot (2006)
Die Europäische Weltraumagentur ESA wird die "Jagd" nach Planeten mit fester Oberfläche mit dem Start von Corot im Jahr 2006 als erstes eröffnen. Corot wird Sterne sorgfältig auf geringfügige Änderungen in ihrer Helligkeit überwachen, die in regelmäßigen Intervallen stattfinden. Diese Änderungen der Strahlungsintensität werden "Transits" genannt. Ein Transit findet satt, wenn sich ein Planet genau zwischen der Erde und einem entfernten Stern befindet - so wie es erst kürzlich bei der Venus der Fall war. Corot wird empfindlich genug sein, um feste Planeten, die sogar zehnmal kleiner sind als die Erde, entdecken zu können.

Kepler (2007)
Das erste Weltraumobservatorium zur Aufspürung erdgroßer Planeten im Orbit anderer Sterne wird Kepler sein, benannt nach dem deutschen Astronomen, der die Bewegung der Planeten beschrieb und die drei kepler'schen Gesetze aufstellte. Kepler soll im Jahr 2007 starten und wird ebenfalls die Transit-Methode benutzen, um Planeten zu entdecken.

Kepler hat ein extrem empfindliches Photometer huckepack auf seinem ein Meter langen Teleskop. Es wird die Helligkeit von Hunderten von Sternen eines Himmelsbereiches von der Größe einer ausgestreckten Hand überwachen und nach oben beschriebener "Dimmung" des Lichtes Ausschau halten.

Während seiner vierjährigen Mission sollte Kepler zahlreiche Objekte im Orbit anderer Sterne entdecken können. Sein Photometer ist ausreichend empfindlich, um einen Planeten von der Größe der Erde wahrnehmen zu können, wenn dieser auf der Vorderseite eines Sterns für ein paar Stunden vorüberzieht.

Space Interferometry Mission (2009)
Als nächstes beginnt die Space Interferometry Mission SIM, deren Start für 2009 vorgesehen ist. Sobald im All angelangt, wird sich SIM in den Orbit begeben, in dem sich auch die Erde bei ihrer Bewegung um die Sonne befindet und sich langsam immer weiter und weiter von der Erde entfernen. Dies wird einen guten, stabilen Blick ins All ermöglichen, ohne dass die Erde den Blick versperren kann. Das Observatorium wurde entwickelt, um die Entfernung zu Sternen mit unglaublicher Präzision zu bestimmen. Es ist so präzise, dass es möglich sein sollte, einen Stern auszumachen, der von den gravimetrischen Kräften seiner Planeten beeinflusst und bewegt wird. Ein Beispiel: Wenn Sie von einer entfernten Position aus in Richtung unserer Sonne blicken sieht es aus, als ob sie im Raum hin und her schwanken würde. Verursacht wird dies durch die Gravitation von Jupiter, Saturn und auch der Erde. SIM wird diese Interaktion zwischen einem Stern und seinen Planeten bis zu einer noch geringeren Masse als die Erde feststellen können. So präzise ist es.

Terrestrial Planet Finder (2012 - 2015)
Anders als die vorherigen Missionen, deren Methoden zur Entdeckung erdengroßer Planeten nur indirekt sind, wird der Terrestrial Planet Finder TPF sie "sehen" können. Der TPF soll 2012 ins All starten und kann das Licht weit entfernter Sterne um den Faktor 100.000 reduzieren, umso ihre Planeten zu enthüllen. Das endgültige Design wird noch entwickelt und steht noch nicht fest. TPF könnte aber so ähnlich wie auf dem nebenstehenden Bild aussehen und aus mehreren Einheiten bestehen, die in enger Formation fliegen und so ein sehr großes "Weltraumteleskop" bilden.

Der Terrestrial Planet Finder fängt dort an, wo SIM aufhört und wird die bewohnbare Zone von Sternen, die 50 Lichtjahre von der Erde entfernt sind, genau inspizieren. Auch mit diesem Projekt wird es möglich sein, die Atmosphäre der gefundenen Planeten zu untersuchen. Der TPF kann das Vorhandensein von Sauerstoff, Wasserstoff, Methan und Kohlendioxid feststellen. Vielleicht findet er in den Atmosphären dieser Planeten Spuren des Lebens.

Sollte es tatsächlich Leben auf anderen Planeten geben, so ist es wahrscheinlich, dass dies kein Einzelfall ist und auf vielen weiteren Planeten in unserer Galaxie, der Milchstraße, Leben existieren kann, möglicherweise sogar im gesamten Universum.

Darwin (2014)
Kurz nachdem TPF seine Arbeit aufgenommen hat plant die europäische Weltraumagentur Darwin in den Weltraum zu schicken. Darwin besteht aus einer Flotte von acht Raumfahrzeugen, die zusammenarbeiten, um Planeten zu finden, die der Größe unserer Erde entsprechen. Außerdem wird nach chemischen Signaturen des Lebens gesucht. Darwin wird das leistungsfähigste Beobachtungsinstrument im Weltraum darstellen und Bilder zehn mal detaillierter als das James-Webb-Weltraum-Teleskop (Start: 2009) ermöglichen.

Sterne sind Milliarden mal heller als die sie umkreisenden Planeten; Darwin löst dieses Problem, indem er das infrarote Spektrum des Lichts beobachten wird, wo der Unterschied wesentlich kleiner ist. Wie dem TPF wird es auch ihm möglich sein, Sternenlicht so zu reduzieren, dass ihre Planeten erkennbar werden. Darwin ist dem TPF so ähnlich, dass die NASA und die ESA darüber nachdenken, beide Projekte zusammenzulegen, die Designs der beiden Observatorien zu kombinieren und eine gemeinsame Mission durchzuführen.

Vielleicht sind wir schon bald nicht mehr allein
In nur einem Jahrzehnt und weniger als 20 Jahre nach der Entdeckung des ersten, außersolaren Planeten wird es Astronomen vielleicht gelingen, die Antwort auf eine der fundamentalsten Fragen der Menschheit zu beantworten: Sind wir allein im Universum? Solange es keinen eindeutigen Beweis für das Gegenteil gibt, müssen wir davon ausgehen. Aber es besteht die Chance, dass Sie in zehn Jahren die erste Meldungen über Leben auf anderen Planeten hören werden.

Doch das wird nicht das Ende des Ganzen sein. Die Wissenschaftler werden weiterforschen, mit neuer Ausrüstung und neuer Technologie und immer tiefer und tiefer in den Weltraum vordringen. Und Philosophen und Theologen werden sich mit der Frage nach unserem Platz in einem dicht gedrängten Universum beschäftigen. Wäre ja sonst auch eine ziemliche Platzverschwendung, oder?
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Alt 28.01.2006, 16:50   #17
gumpensund
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man kann nicht dauern richtig liegen, aber das halt ich fürn mittleren
Knüller für alle Exo- Freunde ... :P

sowas mit winzigen 5,5Me ist ne völlige Perle und Rarität

Zitat:
Der neu entdeckte Planet mit dem recht technischen Namen OGLE-2005-BLG-390Lb ist der erdähnlichste unter allen 170 Planeten, die bislang von Astronomen entdeckt wurden.
wie einige hier schon bemerkten, die Methode ist entscheidend für die Auflösung ... 8)

für an- Verhältnisse recht ausfühlich :
http://www.astronews.com/news/artike...0601-019.shtml

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Alt 27.12.2017, 14:34   #18
Franklin1157
Grünschnabel
 
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Mal grundsätzlich: Die bisherige Transit-Methode kann doch nur funktionieren, wenn das zu untersuchende System sich in einer entsprechenden Achse zu "unserem Blickwinkel" befindet bzw. ausgerichtet ist. Wenn sozusagen von oben drauf geschaut wird, kein Transit. Uns gehen da wohl etliche Systeme und Planeten durch die Lappen. Oder denke ich da falsch?
Franklin1157 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.12.2017, 01:11   #19
BecomeWiser
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Zitat:
Zitat von Franklin1157 Beitrag anzeigen
Mal grundsätzlich: Die bisherige Transit-Methode kann doch nur funktionieren, wenn das zu untersuchende System sich in einer entsprechenden Achse zu "unserem Blickwinkel" befindet bzw. ausgerichtet ist. Wenn sozusagen von oben drauf geschaut wird, kein Transit. Uns gehen da wohl etliche Systeme und Planeten durch die Lappen. Oder denke ich da falsch?
Soweit ich weiß ist das genau so richtig. Ist halt: Take what you get
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Alt 27.02.2018, 18:02   #20
MJ01
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Zitat von Tornjak Beitrag anzeigen
NASA ist einfach nur mist...
Was sollte deiner Meinung die NASA anders oder besser machen?
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