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Außergewöhnliche Funde Die Piri Reis Karten, die Maschine von Antikythera oder die Goldflieger aus Südamerika - letzte Zeugen einer uralten Hochzivilisation?

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Alt 18.08.2002, 15:46   #1
Zwirni
Lebendes Foren-Inventar
 
Registriert seit: 20.04.2002
Beiträge: 3.540
Standard Karten, die es nicht geben dürfte

Hi

habe mich entschieden mal einen Thread zum Thema seltsamer Karten, die es gar nicht geben dürfte, aufzumachen. Die berühmteste davon dürfte wohl die PiriReis-Karte sein, welche - im 16. Jahrhundert gefertigt - bereits die gesamte Amerikaküste und die erst im 19. Jahrhundert entdeckte Antarktis zeigt. Piri Reis, ein türkischer Admiral und Seefahrer, soll diese Karte aus älteren Karten zusammengestellt haben.

Aus aktuellem Anlass möche ich gleich noch eine weitere Karte nennen, welche derzeit bei verschiedenen Untersuchungen unterschiedliche Ergebnisse erbrachte: Die Vinland-Karte:

Artikel zu den Untersuchungen: http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518...208274,00.html

Geschichte der Karte, Vermutungen, Bilder etc.:
http://www.mysteria3000.de/archiv/d/vinland.htm

Na dann mal frohes diskutieren

Zwirni
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Alt 26.03.2008, 19:42   #2
Giesser
Jungspund
 
Registriert seit: 26.03.2008
Beiträge: 16
Standard Piri Reis Weltkarte

Liebe Unwissende,

die Piri Reis Weltkarte von 1513 macht denen, die davon gehört haben arge Kopfschmerzen, denn sie lässt einen nicht mehr los. Immerhin haben sich schon viele Wissenschaftler damit beschäftigt und immer bleibt die Antwort offen ob es sich wirklich um die Küste der Antarktis handeln kann, oder ob das alles ein großer Bluff ist, ganz zu schweigen von der Darstellung des nordamerikanischen Abschnittes.
Freunde des Kartenlesens, macht es doch einmal richtig und fangt dort an, wo ein Atlas ziemlich eindeutig ist, nämlich in der Mitte und das ist hier Afrika. Glücklicher Weise blieb der Teil erhalten und ist recht Aussagekräftig bezüglich der geographischen Koordinaten. Man kann, fast unverzerrt, die Längen- und Breitengrade ermitteln. Davon ausgehend sollte man sich die Frage stellen, weshalb sich Reis die große Mühe mit zwei von fünf Messpunkten gab, die ausgerechnet irgendwo im Atlantik dümpeln und von keinem Seefahrer gesichtet werden. Mit den Maßkoordinaten von Afrika kommt man rasch dahinter, dass es sich bei den „Windrosen“ um die Sonnenstellung am nördlichen und südlichen Wendekreis handelt! Das hätte Reis vielleicht noch ermitteln können, denn damit hatten sich schon die alten Ägypter beschäftigt. Nur wäre ihm dann niemals eingefallen diese Zeichen im Meer zu etablieren. Es kommt noch besser. Weder er noch das Abendland kannten den exakten Erdumfang, wobei Reis sich noch nicht einmal sicher war, ob sich nach dem Wechselspiel von Wasser und Land der Kreis schloss. Die beiden markanten Punkte im Meer befinden sich jedoch exakt im Abstand von 15° zueinander und zwar parallel zum Äquator! Sie liegen also genau eine Stunde auseinander. Diesen Abstand konnte Reis nicht ermitteln. Gut Zweifler behaupten jetzt, es sei alles Zufall.
Untersuchen wir noch etwas handfestes. Reis zeichnet in Afrika zwei Flüsse ein, die schon Strömen gleichen. Der eine befindet sich in Mauretanien und der andere kommt aus dem südlichen Algerien um an der nordwestlichen Marokkanischen Atlantikküste zu münden. Mein heutiger „Marko Polo Weltatlas“ vermerkt beide Flüsse als dünne Strichlinie. Der Fluss aus Algerien ändert jedoch spontan rechtwinklig seinen Lauf nach Westen. Genau dort, wo er abknickt, beginnt das Atlasgebirge mit seinen 4.000 m hohen Erhebungen. Wer behauptet nun, dass das Gebirge sich innerhalb von 500 Jahren gebildet hat, wenn es schon in der Antike beschrieben wird. Ein solches Faltengestein erhebt sich noch nicht einmal innerhalb von 12.000 Jahren. Geologische Abläufe dauern Jahrmillionen!
Wenn Sie neugierig geworden sind und es genauer wissen wollen, dann lesen Sie die ganze Ermittlung im meinem Buch: [Werbung entfernt]

Ihr

Helmut A. Gießer

Geändert von Acolina (26.03.2008 um 19:50 Uhr). Grund: Werbung entfernt
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Alt 26.03.2008, 19:49   #3
Acolina
Hausdrachen
 
Benutzerbild von Acolina
 
Registriert seit: 15.01.2002
Ort: just the other side of nowhere
Beiträge: 11.214
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Du darfst uns hier gern deine Meinung, Erkenntnisse etc. zur Piri Reis Karte mitteilen, eine Werbeplattform für Bücher ist dies hier jedoch nicht - schon gar nicht eine kostenlose. Bitte beachte zukünftig die Forenregeln.
__________________
Die freiheitlich-demokratischen Ideale und Werte, die sich jetzt auch im Grundgesetz finden, wurden während der Aufklärung gegen die sich auf Gott und Bibel berufenden Kirchen durchgesetzt. Und weder der Gott Jahwe des Alten Testaments noch der Vater Jesus Christi, noch beide in einer Person, noch Allah vertreten die Werte unseres freiheitlich-demokratischen Staates. Sie müssen sie erst noch erlernen. (Gerd Lüdemann, Theologieprofessor)
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Alt 30.03.2008, 20:53   #4
Lukas the brain
Lebende Foren-Legende
 
Benutzerbild von Lukas the brain
 
Registriert seit: 21.02.2006
Beiträge: 1.006
Standard

ich habe mal ne Frage:

die Karte ist ja an manchen Stellen an den Küsten und so anders gezeichnet als auf unseren Karten. Kann es denn sein, dass die Karte entstand als der Meeresspiegel höher oder tiefer war und es dennoch hinkommen könnten???
Lukas the brain ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.04.2008, 17:35   #5
Giesser
Jungspund
 
Registriert seit: 26.03.2008
Beiträge: 16
Standard Atlantis

Hallo Lukas the brain,

Du hast da eine sehr interessante Frage gestellt! Küsten bleiben grundsätzlich nicht immer gleich in ihrer Form, doch wir Menschen mit unserer begrenzten Beobachtungszeit erkennen das oft nicht, denn es kommt auf das Material am Ufer an. Fels bleibt lange stehen, weil er widerstandsfähig ist. Sand dagegen wird einfach fort gespühlt und lagert sich möglicherweise an anderer Stelle wieder an. Wenn also eine Karte einen anderen Küstenverlauf hat, als er sich heute darstellt, so kann es bereits alleine an der Arbeit der Wasserwellen liegen. Du hast aber Deine Frage anders gestellt und wolltest wissen, ob der Küstenverlauf mit der Höhe des Meeresspiegels zu tun haben kann.
Zur Eiszeit, die letzte ging nach wissenschaftlichen Erkenntnissen vor rund 11.600 Jahren zu Ende, fielen gewaltige Mengen Wasser als Schnee auf das Festland und blieben dort liegen. Wir kenne es so, dass im Frühling die Sonne höher steigt und den Schnee schmelzen lässt. Damals war das für reichlich 100.000 Jahre nicht so und der Schnee stapelte sich immer höher, wobei durchaus 3 Kilometer Höhe erreicht worden sein sollen. Logischer Weise musste das Wasser von irgendwo her kommen. Diese Mengen konnten sich nur in Wolken über dem Meer aufmachen. Kosequenz daraus: Der Meeresspiegel sank und es bildeten sich neue Küstenformen heraus. Das Problem bleibt jedoch in Deiner Frage enthalten. Wer soll eine Karte vor mehr als 11.600 Jahren gezeichnet haben, wenn wir davon ausgehen, dass sich seither der Meeresspiegel nicht mehr deutlich verändert hat. Noch spannender bleibt die offene Erklärung für die vor wenigen Jahren von Tauchern in 36 Metern Tiefe vor der Japanischen Insel Okinawa entdeckte Mauer aus behauenen Natursteinen. Diese Blöcke sehen nicht aus, als ob sie jemand lustlos aufgestapelt hat, auch sind ihre Ausmaße über die geraden Kanten beachtlich. Die Sichtflächen der Steine sind etwa 1 m x 6 m und es gibt keine Anzeichen dafür, dass sie durch Erdbeben in die Tiefe gerutscht sind. Bei der Wandhöhe von ca. 20 Metern wären Risse entstanden, doch in dem klaren Wasser waren auf den Filmaufnahmen der Taucher keine erkennbar. Es scheint also deutliche Spuren von einem tieferen Meeresspiegel auf der Erde zu geben, als er es heute ist.
Auch einen höheren Meeresspiegel gab es schon. Man nimmt an, dass er bis zu 150 Meter höher gewesen ist als heute. Damals lag Mitteleuropa bis an seine Mittelgebirge unter Wasser. Bezeichnend sind die Sandsteingebirge (Sächsische Schweiz und bei Pirmasens), die nur unter Wasserdruck entstehen konnten und ihre markannten Auswaschungen von Meereswellen erhielten. Nur einzelne Inseln ragten damals aus dem Wasser. Die größte davon war der Harz. Es ist also nichts starr auf dieser Welt. Doch eine hoffentlich beantwortete Frage scheint neue Fragen aufzuwerfen.
Alles Gute und bleib wissbegierig

Helmut A. Gießer
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Alt 02.04.2008, 21:11   #6
basti_79
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Beiträge: 11.046
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Referenz zu den erwähnten Steinstrukturen:

http://www.nature-blog.com/2007/09/j...r-pyramid.html

Im weiteren:

Zitat:
Zur Eiszeit, die letzte ging nach wissenschaftlichen Erkenntnissen vor rund 11.600 Jahren zu Ende, fielen gewaltige Mengen Wasser als Schnee auf das Festland und blieben dort liegen.
Wann gab es die letzte größere Änderung im Meeresspiegel? Was ist der Unterschied zwischen einer Eiszeit und einem Eiszeitalter? In was für einer Sorte Klimaperiode leben wir derzeit?

Hint: Andeutungen für manche Antworten sind hier zu finden.
__________________
Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
Groschenjunge: Was ist der Unterschied zum Jetzt?
Perfidulo: Es quasseln nicht dauernd Leute dazwischen.
basti_79 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.03.2008, 21:51   #7
perfidulo
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Zitat:
Zitat von Giesser Beitrag anzeigen
Liebe Unwissende,

weshalb sich Reis die große Mühe mit zwei von fünf Messpunkten gab, die ausgerechnet irgendwo im Atlantik dümpeln und von keinem Seefahrer gesichtet werden. lesen Sie die ganze Ermittlung im meinem Buch: [Werbung entfernt]

Ihr

Helmut A. Gießer
Das ist doch wieder mal Spekulieren von jemand, der keine Anhnung von mittelalterlicher Kartografie hat.

auch in einem anderen Thread fleissig am texten
http://forum.grenzwissen.de/showthread.php?p=90565

und zu haben bei amazon (kann jeder selber finden)

Geändert von perfidulo (30.03.2008 um 22:05 Uhr).
perfidulo ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 31.03.2008, 17:51   #8
Ladyka
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Standard

Zitat:
Zitat von Zwirni Beitrag anzeigen
Hi

habe mich entschieden mal einen Thread zum Thema seltsamer Karten, die es gar nicht geben dürfte, aufzumachen. Die berühmteste davon dürfte wohl die PiriReis-Karte sein, welche - im 16. Jahrhundert gefertigt - bereits die gesamte Amerikaküste und die erst im 19. Jahrhundert entdeckte Antarktis zeigt. Piri Reis, ein türkischer Admiral und Seefahrer, soll diese Karte aus älteren Karten zusammengestellt haben.

Aus aktuellem Anlass möche ich gleich noch eine weitere Karte nennen, welche derzeit bei verschiedenen Untersuchungen unterschiedliche Ergebnisse erbrachte: Die Vinland-Karte:

Artikel zu den Untersuchungen: http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518...208274,00.html

Geschichte der Karte, Vermutungen, Bilder etc.:
http://www.mysteria3000.de/archiv/d/vinland.htm

Na dann mal frohes diskutieren

Zwirni
hi zwirni,

man muss immer bedenken, dass diese karte uralt ist.
So wie es aber aussieht wurde schon zu urzeiten die erde kartographiert und zwar von der luft aus.
Sonst hätte die erde nicht kartographiert werden können.
Auch aus den nazcalinien, die mit ihren figuren nur aus der luft erkennbar sind, liegt das indiz der flugtechnik.
Die piri reis zeigt noch eine unvereiste arktis an, die als grünland damals bekannt war. Unter dem eis wurden nachweislich wikingerfarmen gefunden.
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Alt 31.03.2008, 18:31   #9
Bundy
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Benutzerbild von Bundy
 
Registriert seit: 18.07.2003
Beiträge: 939
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Wikingerfarmen finden sich vor allem in dem 'Grünland', welches noch heute als 'Grünland' bekannt ist.
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