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Umfrageergebnis anzeigen: Auf welche Art werden hauptsächlich Wahlen in der BRD entschieden?
Durch Sympathie. 0 0%
Durch Inhalt. 0 0%
Beides. 1 100,00%
Weiß nicht. 0 0%
Sonstiges. 0 0%
Multiple-Choice-Umfrage. Teilnehmer: 1. Sie dürfen bei dieser Umfrage nicht abstimmen

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Alt 25.11.2018, 03:19   #1
Leon300
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Standard Auf welche Art werden hauptsächlich Wahlen in der BRD entschieden?

Was denkt ihr?

Geändert von Leon300 (25.11.2018 um 03:33 Uhr).
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Alt 25.11.2018, 14:43   #2
Venkman
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Was wir denken, ist mMn völlig irrelevant. Wie das jeweilige Wahlergebnis zustande kommt schon eher. Und da ist deine Auswahlmöglichkeit etwas dürftig...

Wer ist z.B. wählen gegangen, bzw. geht wählen?

- Altersgruppen
- Geschlechter (spielt z.B. bei "Sympathie" eine nicht zu unterschätzende Rolle)
- Berufszugehörigkeit / Arbeitslose
- Region
- Religion
- gesellschaftlicher Stand

usw. usf.

Schön wäre es (Idealfall), wenn sich die Wähler nur auf die Parteiinhalte und deren Durchführung (Wahlversprechen auch einhalten!) orientieren würden, aber so tickt der Mensch leider nunmal nicht...

https://www.sueddeutsche.de/politik/...ehlt-1.3681427


Ich hab nichts angekreuzt, zu schwammige Auswahlmöglichkeit.
__________________
"Es ist ein Jammer, dass die Besserwisser zwar alles besser wissen, aber nichts besser machen."
- Ernst Ferstl -

Geändert von Venkman (25.11.2018 um 14:46 Uhr).
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Alt 25.11.2018, 18:16   #3
basti_79
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Deine Frage ist auf mehreren Ebenen problematisch:
  1. Ist es (wie Venkman richtig schrieb) völlig irrelevant , was wir denken - die Frage wäre, was der Fall wäre
  2. Der Unterschied zwischen Anspruch und Wirklichkeit ist gerade da besonders groß
  3. In den Parteiprogrammen geht es - meistens noch dazu sehr abstrakt - um Emotionen und um Befindlichkeiten. Im Gegensatz dazu werden von den Medien sehr konkret bestimmte Probleme aufgegriffen, die jedoch zuverlässig mit den Mitteln der Politik gar nicht zu lösen sind
  4. Es sind noch nicht einmal harte Kriterien für den Erfolg von politischen Projekten bekannt.

Um den letzten Punkt noch etwas auszuführen: Beispielsweise hat ja Angela Merkel - in der Lesart der lautesten Minderheit - um 2014 herum "die Grenzen geöffnet". Dass dahinter tatsächlich stand, dass die Türkei gegen Bezahlung die Grenze nach Syrien geschlossen hat, also letztendlich das genaue Gegenteil, ist nur ein kleiner Teil der Problematik, dieses Projekt irgendwie zu bewerten. Merkel hatte ja in diesem Zusammenhang auch gar keine Ziele vorgegeben. So funktioniert Politik im luftleeren Raum eben: Irgendwer macht irgendwas, irgendwer hält davon irgendwas, am Ende blökt irgendwer, und dann muss ohnehin alles weitergehen wie bisher, weil keiner irgend etwas verstanden hat.

Zitat:
Zitat von Venkman
Schön wäre es (Idealfall), wenn sich die Wähler nur auf die Parteiinhalte und deren Durchführung (Wahlversprechen auch einhalten!) orientieren würden,


Kannst Du mal ein paar "Parteiinhalte" hier wiedergeben (meiner Meinung nach kann man die Programme der Parteien im wesentlichen durch "weiter wie bisher" wiedergeben, mit kleinen Abweichungen nach rechts und links), und kannst Du mal ein Beispiel machen für ein gegebenes Wahlversprechen, das nicht eingehalten wurde?

Um auf Leon's Frage zurückzukommen: Die Leute wählen die Parteien, die sie wählen wollen. Wer denkt, dadurch irgendeinen Einfluss auf die Politik ausüben zu können, sollte mal die letzten 150 Jahre deutscher Geschichte werfen. Die Wahlen sind (ebenso wie die Parteien) so konstruiert, dass sich möglichst nichts verändert. Das kann man schon daran erkennen, dass die Linkspartei sich inzwischen anschlussfähig an die AfD gibt. Was natürlich beiden Parteien nichts nützt - aber so denken Politiker eben...
__________________
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Alt 25.11.2018, 20:09   #4
Lupo
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Beiträge: 6.994
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@Venkman
@basti

Ich finde die Frage "was denkt ihr" in einem Diskussionsforum völlig normal und in Ordnung.

Und euer beider Einlassungen sehe ich eher als Diskussionsverweigerung.


@Leon300

Ich denke, man kann die Frage nicht mit einem Satz oder einer Begründung beantworten.
Aber ich denke mit realen Parteiinhalten hat ein Wahlgewinn weniger zu tun, als uns lieb sein sollte.
Leider kommt auch dem (vorhandenen oder nicht-vorhandenem) Charisma des Politikers eine tragende Rolle zu.
Und zu einem großen Teil leider auch emotionale Anteile.
So wählen viele Arbeiter die CDU, obwohl sie keine Politik für den kleinen Arbeiter macht. Aber dem Arbeiter, der die CDU wählt, ist der Konservativismus der Partei wichtiger, als konkrete Arbeitsmarktpolitik. Und dann gibt es auch noch diejenigen, die eine Partei wählen, weil sie die schon immer gewählt haben.
__________________
"Die Psychiater hatten einige Spezialausdrücke für meinen Fall. Naja, ich hatte auch einige Spezialausdrücke für die Psychiater." (Charles Bukowski)
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Alt 26.11.2018, 11:09   #5
Leon300
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Ich kam z. B. auf die Frage, da ich bei mir selber immer wieder merkte, dass mir viele Politiker über das gesamte politische Spektrum oft ziemlich sympathisch rüberkommen. Da ist es ziemlich egal, ob es für mich jetzt politisch Andersdenkende sind oder nicht. Wenn das also schon bei mir so gut funktioniert, wie sieht es dann bei den anderen Bundesbürgern aus? Müssen Politiker vielleicht wirklich nur am symphatischsten rüberbringen, dass man gerade von ihnen am meisten profitieren würde? Und müssen die Medien dann nur noch die Guten und die Bösen aufmalen? Oder ist alles komplizierter?

Geändert von Leon300 (26.11.2018 um 11:15 Uhr).
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