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Zeitreisen Ausflüge in Zukunft oder Vergangenheit sind theoretisch möglich...

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Alt 14.01.2017, 13:21   #21
Zombiepriester
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Wie kommt man überhaupt darauf, dass die Zeit nicht vergeht? Ich mein, er hätte diese Antwort nicht mal schrieben können, wenn die Zeit nicht fortschreiten würde.
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Alt 05.01.2018, 13:45   #22
Linkshänder
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"Falsch. Zeit ist nicht zyklisch, wir beobachten eine gerichtete Entwicklung."

Ist der Zeit aber nicht durch Naturgesetze keine Richtung vorgegeben?
Deshalb konnte man doch annehmen, dass eine Selbstverursachung durch ein Biversum möglich wäre, in der dann Materie sich in der Zeit zurückbewegt und ein anderes Universum verursacht.
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Alt 05.01.2018, 14:49   #23
HaraldL
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Könnte die Zeit nicht doch zyklisch sein, falls eines Tages das Universum seine Expansion stoppen sollte und in sich zusammenfallen sollte?
HaraldL ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.01.2018, 19:41   #24
MJ01
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Zitat:
Zitat von HaraldL Beitrag anzeigen
Könnte die Zeit nicht doch zyklisch sein, falls eines Tages das Universum seine Expansion stoppen sollte und in sich zusammenfallen sollte?
Also meines Wissens hat ein zyklisches Universum (das aufgrund der derzeitigen Beobachtungen - Redshift, beschleunigte Expansion - sehr unwahrscheinlich ist) nichts mit einer theoretischen zyklischen Zeit zu tun.
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Alt 05.01.2018, 19:57   #25
MJ01
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Zitat:
Zitat von Linkshänder Beitrag anzeigen
"Falsch. Zeit ist nicht zyklisch, wir beobachten eine gerichtete Entwicklung."

Ist der Zeit aber nicht durch Naturgesetze keine Richtung vorgegeben?
Deshalb konnte man doch annehmen, dass eine Selbstverursachung durch ein Biversum möglich wäre, in der dann Materie sich in der Zeit zurückbewegt und ein anderes Universum verursacht.
Du zitiesrst Volker Dittmar? (Selbstdefinition: "Mein Beruf ist: Diplom-Psychologe, Hypnosetherapeut und Gedächtnistrainer"). also kein Physiker!
Zitat:
Zeit vergeht entweder unendlich, oder, Zeit ist nur ein lokaler Prozess, dessen Vergehen an die Existenz von Materie und Raum geknüpft ist. Letzteres ist die moderne Auffassung der Physik. Wir dürfen nicht vergessen, dass Kalams Argument – wie andere auch – an einer mittelalterlichen Vorstellung von Zeit und Raum hängt. Zeit beginnt, sobald Materie existiert und sich im Raum bewegt, der von der Materie gebildet wird. Raum und Zeit sind äquivalent, zusätzlich besitzt die Zeit in der Natur keine Richtung. Aus dem Grund ist Selbstverursachung möglich: Das Universum A verursacht in der Zeit rückwärts das Universum B, welches in seiner Zeit rückwärts das Universum A verursacht. Das bezeichnet man als »Biversum«. Wenn unser Universum A ist, erstreckt sich von uns aus gesehen das Universum B unendlich in die Vergangenheit, ohne sukzessive Zufügung von Elementen.
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Alt 05.01.2018, 21:54   #26
Sakslane
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Zitat:
Zitat von Linkshänder Beitrag anzeigen
Ist der Zeit aber nicht durch Naturgesetze keine Richtung vorgegeben?
Tatsächlich sind die meisten Prozesse in der Zeit symmetrisch (insbesondere in der Mechanik und Elektrodynamik), es gibt aber durchaus auch Prozesse, die asymmetrisch sein sollten, z.B. Prozesse in der Teilchenphysik, die die CP-Symmetrie verletzen (dazu gehört die schwache Wechselwirkung). Dazu kommt, dass es in der Thermodynamik eine Zeitrichtung dadurch gibt, dass Entropie immer nur zunehmen kann. Zu letzterem gab es einmal einen interessanten Vortrag auf einer Tagung, der erklären sollte, warum wir uns an die Vergangenheit erinnern können, aber nicht an die Zukunft (was ja auch eine Asymmetrie ist), aber der ging leider nicht sehr in die Tiefe und hat keine befriedigende Antwort geben können. Trotzdem finde ich die Fragestellung an sich interessant.
Zitat:
Deshalb konnte man doch annehmen, dass eine Selbstverursachung durch ein Biversum möglich wäre, in der dann Materie sich in der Zeit zurückbewegt und ein anderes Universum verursacht.
Sobald man davon spricht, was "ein anderes Universum verursacht", verlässt man gedanklich schon unser Universum. Das ist so ähnlich wie die Frage, was vor dem Universum war.
Zitat:
Zitat von HaraldL Beitrag anzeigen
Könnte die Zeit nicht doch zyklisch sein, falls eines Tages das Universum seine Expansion stoppen sollte und in sich zusammenfallen sollte?
Es könnte durchaus sein, dass die Expansion / eine theoretische Kontraktion des Universums zyklisch abläuft (auch wenn die derzeitige Beschleunigung nicht darauf hindeutet). Tatsächlich wird ein "Bounce", also ein Übergang von Kontraktion zu Expansion, als mögliche Alternative zur "Inflation" diskutiert. Letztere, eine exponentiell beschleunigte Expansion nach dem Urknall, wird als Modell benutzt um zu erklären, warum das frühe Universum so homogen war. Ein Bounce könnte das aber auch. Ob es allerdings von der Expansion wieder zu einer Kontraktion kommt, ist fraglich, und es deutet bisher nichts darauf hin. Andererseits spricht auch nichts dagegen. Das würde aber nicht bedeuten, dass sich die Zeit wiederholt.
Zitat:
Zitat von MJ01 Beitrag anzeigen
Also meines Wissens hat ein zyklisches Universum (das aufgrund der derzeitigen Beobachtungen - Redshift, beschleunigte Expansion - sehr unwahrscheinlich ist) nichts mit einer theoretischen zyklischen Zeit zu tun.
Es macht keinen Sinn von der "Wahrscheinlichkeit einer zukünftigen Entwicklung des Universums" zu sprechen. Wahrscheinlichkeit macht Sinn, wenn man Statistik betreiben kann. Wir haben aber nur ein Universum, das wir beobachten können. Die derzeitigen Beobachtungen machen auch keine Aussage darüber, wie sich das Universum in Zukunft entwickeln wird. Letzteres tun nur Modelle (z.B. für die dunkle Energie), und die können auch falsch sein. Von daher macht diese Aussage schlicht keinen Sinn.
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Alt 05.01.2018, 22:55   #27
basti_79
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Zitat:
Zitat von Sakslane Beitrag anzeigen
Zu letzterem gab es einmal einen interessanten Vortrag auf einer Tagung, der erklären sollte, warum wir uns an die Vergangenheit erinnern können, aber nicht an die Zukunft (was ja auch eine Asymmetrie ist), aber der ging leider nicht sehr in die Tiefe und hat keine befriedigende Antwort geben können. Trotzdem finde ich die Fragestellung an sich interessant.
Das ist ja gerade die Frage nach dem "warum" der einen Richtung der Zeit.

Ich halte da die Frage für falsch gestellt. Wir erinnern uns in die Richtung, in die die Entropie abnimmt. Sich zu erinnern ist ein aktiver Prozess - also einer, der Energie "verbraucht" - der die Entropie erhöht. Darum geht es nur in eine Richtung. Dass die zugrundeliegenden Prozesse prinzipiell symmetrisch sind, spielt da keine Rolle.
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Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
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Alt 05.01.2018, 23:04   #28
Linkshänder
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Zitat:
Zitat von MJ01 Beitrag anzeigen
Du zitiesrst Volker Dittmar? (Selbstdefinition: "Mein Beruf ist: Diplom-Psychologe, Hypnosetherapeut und Gedächtnistrainer"). also kein Physiker!
Nein, das ist eine Überlegung, die ich nur hatte, aber interessant, dass ich nicht der Einzige bin, der diesen Gedanken hatte.
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Alt 06.01.2018, 09:21   #29
MJ01
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Zitat:
Zitat von Linkshänder Beitrag anzeigen
Nein, das ist eine Überlegung, die ich nur hatte, aber interessant, dass ich nicht der Einzige bin, der diesen Gedanken hatte.
Nein, durchaus, diese Überlegung gibt es in der Philosophie zur Genüge. Es ist aber eher ein psychologischer Ansatz (siehe auch bastis Anmerkung), denn ein physikalischer. Also ob Zeit rückwärts laufen kann...
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Alt 06.01.2018, 10:33   #30
Lupo
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Zitat:
Zitat von Sakslane Beitrag anzeigen
[...]Dazu kommt, dass es in der Thermodynamik eine Zeitrichtung dadurch gibt, dass Entropie immer nur zunehmen kann. Zu letzterem gab es einmal einen interessanten Vortrag auf einer Tagung, der erklären sollte, warum wir uns an die Vergangenheit erinnern können, aber nicht an die Zukunft (was ja auch eine Asymmetrie ist), aber der ging leider nicht sehr in die Tiefe und hat keine befriedigende Antwort geben können. Trotzdem finde ich die Fragestellung an sich interessant.
Mal so ganz unwissenschaftlich dazwischengegrätscht:
Die Frage ist doch eigentlich nur dann interessant, wenn davon ausgeht, dass es Zeit nicht gibt?
Sobald man von Zeit, wie sie der Normalbürger wahr nimmt, ausgeht, kann die Antwort auf die Frage doch nur lauten: Weil sie noch nicht geschehen ist (die Zukunft).
Oder?
__________________
"Die Psychiater hatten einige Spezialausdrücke für meinen Fall. Naja, ich hatte auch einige Spezialausdrücke für die Psychiater." (Charles Bukowski)
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