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Religion Von Animismus bis Zen...

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Alt 12.11.2018, 14:37   #21
Sancho
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Zitat:
Zitat von mini Beitrag anzeigen
Habe eine interessante frage.
Mich würde mal interessieren ob ihr an Gott glaubt?
Ob „mini“ noch aufnahmefähig ist? - Eine alte „Sockenpuppe“, wie ich in einem anderen Thread genannt wurde, gibt noch seinen Senf dazu:

Die Frage nach Gott scheint für dich nicht geklärt zu sein. Man kann das ein wenig aufdröseln.

1. Es gibt die Theisten. Für sie ist Gott eine Wirklichkeit und eine Gewißheit. Teile glauben an Gott in der Weise von Vertrauen. Sie haben ein geistiges Gegenüber das mit der Zeit und viel Übung zu einer Wirklichkeit wird dem sie alles anvertrauen können und der das Gefühl gibt nicht alleine zu sein mit allen Problemen. Wer das stetig tut, kann ein ganzes Leben damit verbringen und auch noch getrost sterben.

2. Dann haben wir die Atheisten. Die reiben sich an Nr. 1. Sie sind überzeugt davon, daß es keinen Gott gibt. Punktum. Sagen aber gleichzeitig, ich glaube nicht an einen Gott. Also beschäftigen sie sich dann doch mit ihm und ärgern sich ein Leben lang.

3. Dann haben wir die Agnostiker, die all dem aus dem Weg gehen. Sie sagen, man kann es einfach nicht wissen und solange nichts Gegenteiliges in Erfahrung zu bringen ist, lassen sie es gut sein.

Solange das Thema nur den Einzelnen persönlich beschäftigt, muß man sich keine Sorgen machen. Nur wenn die Frage nach Gott einmal Massen beschäftigt kommt es hier auf Erden meist zu Problemen. Dann wird es politisch und man beginnt sich die Köpfe einzuschlagen.
Ob es stimmt, daß immer, wenn das wissenschaftliche Weltbild einigermaßen gefestigt ist, die Frage nach Gott in den Hintergrund treten kann? Man hat dann ja andere plausible Erklärungen. Gerade lese ich in einer Buchankündigung. daß die neuesten Erkenntnisse auf dem Gebiet der Quantenphysik wieder nach einer höheren Intelligenz fragen läßt und das Universum mal wieder eine geistige Wirklichkeit zusammenhält.

Wenn man’s dann doch wieder erklären kann geht das Ganze von vorne los.

Um deine Frage persönlich zu beantworten: Ich finde die Agnostiker sehr sympathisch.
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Alt 12.11.2018, 14:46   #22
Venkman
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Zitat:
Zitat von Sancho Beitrag anzeigen
... Eine alte „Sockenpuppe“, wie ich in einem anderen Thread genannt wurde, gibt noch seinen Senf dazu...
Ich hatte angenommen das du die "Sockenpuppe" (ohne "alt"!) von jemanden sein könntest, da du deinen betreffenden Thread ("Seehofer Denkmal") nicht mehr kommentiert hast, obwohl durchaus Fragen und eine Diskussion entstanden war/ist...

Sollte ich mich in Dir getäuscht haben, so bitte ich hiermit höflichst um Verzeihung!

Dein "Senf" ist übrigends nicht schlecht formuliert...
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"Es ist ein Jammer, dass die Besserwisser zwar alles besser wissen, aber nichts besser machen."
- Ernst Ferstl -
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Alt 13.11.2018, 02:48   #23
Acolina
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Zitat:
Zitat von Sancho Beitrag anzeigen
2. Dann haben wir die Atheisten. Die reiben sich an Nr. 1. Sie sind überzeugt davon, daß es keinen Gott gibt. Punktum. Sagen aber gleichzeitig, ich glaube nicht an einen Gott. Also beschäftigen sie sich dann doch mit ihm und ärgern sich ein Leben lang.
Da ich ja zu dieser Fraktion gehöre, möchte ich gern dazu Stellung nehmen Ähm, nein, ich reibe mich ganz und gar nicht an Nr. 1. Mir ist schnurzpiepegal, was jemand glaubt oder nicht glaubt, ob jemand an einen Gott glaubt, rosarote Einhörner oder was auch immer. Das ist Privatsache und sollte es auch sein, das gehört für mich zu den persönlichen Freiheiten, die jeder jedem zugestehen sollte.

Ich beschäftige mich auch nicht mit einem Gott, welchem auch immer der vielen Tausend. Und ärgern tue ich mich schon gar nicht

Womit ich mich durchaus beschäftigt habe, sind Religionen und ihre Bedeutung für die Menschen, warum Menschen sie erschaffen haben, ihre Auswirkungen usw. Das ist anthropologisch, psychologisch etc. interessant. Dafür muss man aber nicht an die Götter dieser Religionen glauben

Das einzige, was mich stört, sind Menschen, die aus ihrem Glauben das Recht ableiten, anderen etwas vorzuschreiben, andere zu diskriminieren, schlecht zu behandeln, gar zu ermorden. Und das ist leider keine Seltenheit.

Dagegen engagiere ich mich und dafür, dass jeder selbst über sich bestimmen darf, nach seiner eigenen Fasson glücklich werden darf (so ganz frei nach Friederich II. ) - sofern er anderen damit nicht schadet.
__________________
Die freiheitlich-demokratischen Ideale und Werte, die sich jetzt auch im Grundgesetz finden, wurden während der Aufklärung gegen die sich auf Gott und Bibel berufenden Kirchen durchgesetzt. Und weder der Gott Jahwe des Alten Testaments noch der Vater Jesus Christi, noch beide in einer Person, noch Allah vertreten die Werte unseres freiheitlich-demokratischen Staates. Sie müssen sie erst noch erlernen. (Gerd Lüdemann, Theologieprofessor)
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Alt 13.11.2018, 08:16   #24
perfidulo
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Zitat:
Zitat von Sancho Beitrag anzeigen
2. Dann haben wir die Atheisten. Die reiben sich an Nr. 1. Sie sind überzeugt davon, daß es keinen Gott gibt. Punktum. Sagen aber gleichzeitig, ich glaube nicht an einen Gott. Also beschäftigen sie sich dann doch mit ihm und ärgern sich ein Leben lang
Das ist ein Vorurteil, dass immer von den Religiösen strapaziert wird.
Atheisten sind doch eigentlich verkappte Theisten, weil sie sich doch ständig mit Gott beschäftigen.
Wie Acolina zu Recht angemerkt hat, geht es mehr um die Rolle von Religion, vor allem die Frage, warum sich viele Religionen dezidiert friedlich geben und dann ungeheute Gräueltaten verüben.
Aber das kann ja Law seinen Konfirmanden verklickern.
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Vor jeder Antwort beachten: Ich bin kein Adept der Fantomzeit!
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Alt 13.11.2018, 12:08   #25
Venkman
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Zitat:
Zitat von Acolina Beitrag anzeigen
...Das ist Privatsache [Glauben an Gott oder was auch immer] und sollte es auch sein, das gehört für mich zu den persönlichen Freiheiten, die jeder jedem zugestehen sollte.
Hinzufügung (eckige Klammer) durch mich!

Sehr schön gesagt und für mich auch völlig akzeptabel.

Zitat:
Zitat von Acolina Beitrag anzeigen
...
Das einzige, was mich stört, sind Menschen, die aus ihrem Glauben das Recht ableiten, anderen etwas vorzuschreiben, andere zu diskriminieren, schlecht zu behandeln, gar zu ermorden. Und das ist leider keine Seltenheit. ...
Auch richtig, nur möchte ich hinzufügen auch Menschen die an NICHTS glauben und obige Dinge tun "stören" mich!

Zitat:
Zitat von Acolina Beitrag anzeigen
Dagegen engagiere ich mich und dafür, dass jeder selbst über sich bestimmen darf, nach seiner eigenen Fasson glücklich werden darf (so ganz frei nach Friederich II. ) - sofern er anderen damit nicht schadet.
Genau: "Sofern er anderen damit nicht schadet."

Bin da ganz bei dir!
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- Ernst Ferstl -
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Alt 13.11.2018, 12:10   #26
basti_79
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Zitat:
Zitat von perfidulo Beitrag anzeigen
Wie Acolina zu Recht angemerkt hat, geht es mehr um die Rolle von Religion, vor allem die Frage, warum sich viele Religionen dezidiert friedlich geben und dann ungeheute Gräueltaten verüben.
Warum nimmt man bei solchen Betrachtungen eigentlich den Staat aus? Meiner Meinung nach sollte man den Staat als Religion betrachten, und zwar im guten wie im schlechten Sinne. Er kann das leisten, was man von einer Religion erwartet: Sinn und Gruppenidentität stiften, Den Zusammenhang zwischen den Menschen und der Welt deutlich machen, Rituale vollziehen, Regeln geben usw. Darüber hinaus kann er offensichtlich auch an denselben Krankheiten leiden wie Religionen es können.

Eine Stilblüte in diesem Zusammenhang: https://www.saekulare-sozis.de/botto...iche-vielfalt/
__________________
Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
Groschenjunge: Was ist der Unterschied zum Jetzt?
Perfidulo: Es quasseln nicht dauernd Leute dazwischen.
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Alt 13.11.2018, 20:10   #27
Acolina
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Zitat:
Zitat von Venkman Beitrag anzeigen
Auch richtig, nur möchte ich hinzufügen auch Menschen die an NICHTS glauben und obige Dinge tun "stören" mich!
Schöner Whataboutism

Der Punkt ist, wer sich auf Gott beruft, macht sich unangreifbar, benutzt, im Gegensatz zum nicht religiösen Menschen, nicht nur Argumente, die in der menschlichen Welt beheimatet sind und daher diskutierbar, abwägbar, kritisierbar etc. sind, sondern nimmt zusätzlich noch Argumente, die ihrem Anspruch nach einer höheren, eben göttlichen Ebene angehören und durch menschliche nicht aufgehoben werden können.

Das ist eine – wohlwollend gesagt – erschummelte, pseudo-transzendentale Verstärkung dieser religiösen Argumente, die dazu führt, dass der religiöse bzw. religiös argumentierende Mensch (wie auch viele Esos) vorgibt, über den Dingen zu stehen, über höhere Einsichten zu verfügen, und sich damit selbst überhöht und nicht religiöse Menschen übervorteilt und erniedrigt.

Quasireligiöse Ideologien (z.B. um "Führer") funktionieren ähnlich. Auch sie erfordern den bedingungslosen, blinden Glauben an einen Führer oder ein Dogma, der/das für mehr oder weniger allwissend/unumstößlich gehalten wird.

Deshalb ist für mich Glaube (sei es nun an einen Gott, ein Dogma, eine Ideologie etc.) mit das Gefährlichste überhaupt.

Um es mal mit Max Kruses Worten ("Die behütete Zeit") zu sagen:
Zitat:
Ist der Glaube, die von Beweisen unabhängige Gewissheit, nicht vielleicht die gefährlichste aller menschlichen Fähigkeiten …? Denn der Glaube mordet nicht nur, er liefert auch noch die Rechtfertigungen für das Morden und verleiht ihm eine höhere Weihe. Und wenn der Glaube die gefährlichste Eigenschaft ist, so ist der Zweifel die segensreichste, denn der Zweifel tötet nie, er unterdrückt nie, er zündet keine Scheiterhaufen an, er lässt leben, lässt gewähren und duldet.
Der Zweifel ist mein treuester Freund
__________________
Die freiheitlich-demokratischen Ideale und Werte, die sich jetzt auch im Grundgesetz finden, wurden während der Aufklärung gegen die sich auf Gott und Bibel berufenden Kirchen durchgesetzt. Und weder der Gott Jahwe des Alten Testaments noch der Vater Jesus Christi, noch beide in einer Person, noch Allah vertreten die Werte unseres freiheitlich-demokratischen Staates. Sie müssen sie erst noch erlernen. (Gerd Lüdemann, Theologieprofessor)
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Alt 14.11.2018, 11:03   #28
Sancho
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Zitat:
Zitat von Acolina Beitrag anzeigen
Der Zweifel ist mein treuester Freund
Wer den Zweifel als seinen Freund sieht hat auch immer einen Dritten im Bunde: einen wachen Verstand.

Religion sieht im Zweifler viel zu oft den Wankelmütigen und Verzagten, denn es heißt hier grundsätzlich die Reihen geschlossen zu halten und da braucht es Truppen, die ohne jeden Zweifel für die Sache stehen: der Guten gegen die Bösen.
Und die Bibel als Grundlage gibt Anleitungen: "Der Glaube ist eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht.“ (Hebräer, 11, 1), und für alle Fälle: „Ein Zweifler ist unbeständig auf allen seinen Wegen.“ (Jakobus 1, 8).
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Alt 14.11.2018, 12:14   #29
Venkman
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Zitat:
Zitat von Acolina Beitrag anzeigen
Schöner Whataboutism ...
Eines ist mir mittlerweile über deine Person klargeworden. Du erkennst ein Kompliment nicht mal, "selbst wenn man es dir auf den Bauch binden würde"...

Laß mich raten, du bist Single und das schon eine lange Zeit...

Trotzdem Danke, für deine erhellenden Zeilen.
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"Es ist ein Jammer, dass die Besserwisser zwar alles besser wissen, aber nichts besser machen."
- Ernst Ferstl -
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Alt 14.11.2018, 12:21   #30
basti_79
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Zitat:
Zitat von Venkman Beitrag anzeigen
Eines ist mir mittlerweile über deine Person klargeworden. Du erkennst ein Kompliment nicht mal, "selbst wenn man es dir auf den Bauch binden würde"...
Das war ein "vergiftetes Kompliment".

Dein Beitrag ist beleidigend, deswegen verwarne ich Dich jetzt. Weißt ja, wo und in welcher Form Du Dich beschweren kannst.
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Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
Groschenjunge: Was ist der Unterschied zum Jetzt?
Perfidulo: Es quasseln nicht dauernd Leute dazwischen.
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