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Religion Von Animismus bis Zen...

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Alt 14.11.2018, 12:31   #31
Lawrence P. W.
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Zitat:
Zitat von Acolina Beitrag anzeigen
Schöner Whataboutism

Der Punkt ist, wer sich auf Gott beruft, macht sich unangreifbar, benutzt, im Gegensatz zum nicht religiösen Menschen, nicht nur Argumente, die in der menschlichen Welt beheimatet sind und daher diskutierbar, abwägbar, kritisierbar etc. sind, sondern nimmt zusätzlich noch Argumente, die ihrem Anspruch nach einer höheren, eben göttlichen Ebene angehören und durch menschliche nicht aufgehoben werden können.

Das ist eine – wohlwollend gesagt – erschummelte, pseudo-transzendentale Verstärkung dieser religiösen Argumente, die dazu führt, dass der religiöse bzw. religiös argumentierende Mensch (wie auch viele Esos) vorgibt, über den Dingen zu stehen, über höhere Einsichten zu verfügen, und sich damit selbst überhöht und nicht religiöse Menschen übervorteilt und erniedrigt.

Quasireligiöse Ideologien (z.B. um "Führer") funktionieren ähnlich. Auch sie erfordern den bedingungslosen, blinden Glauben an einen Führer oder ein Dogma, der/das für mehr oder weniger allwissend/unumstößlich gehalten wird.

Deshalb ist für mich Glaube (sei es nun an einen Gott, ein Dogma, eine Ideologie etc.) mit das Gefährlichste überhaupt.

Um es mal mit Max Kruses Worten ("Die behütete Zeit") zu sagen:


Der Zweifel ist mein treuester Freund
Das nenne ich mal eine "Strohmannpolarisierung".

Glaube und Zweifel gehören unmittelbar zusammen. Glaube ohne Zweifel birgt die Gefahr von Fanatismus und Zweifel ohne Glaube die Gefahr von selbstgewählter Hoffnungslosigkeit.

Irgendwie sehe ich da einen Bruch zu deinen Äußerungen, dass jeder mit seinem Glauben doch selig sein dürfte.


Merkwürdigerweise klingt das anders herum ähnlich:
Das ist eine – wohlwollend gesagt – erschummelte, naturwissenschaftliche Verstärkung dieser athistischen Argumente, die dazu führt, dass der atheistisch argumentierende Mensch (wie auch viele Realos) vorgibt, über den Dingen zu stehen, über höhere Einsichten zu verfügen, und sich damit selbst überhöht und religiöse Menschen übervorteilt und erniedrigt.



Zitat:
Dein Beitrag ist beleidigend, deswegen verwarne ich Dich jetzt. Weißt ja, wo und in welcher Form Du Dich beschweren kannst.
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Nietzsche "Gott ist tot" ............................................ Gott "Nietzsche ist tot"
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Alt 14.11.2018, 12:56   #32
Venkman
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Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Das war ein "vergiftetes Kompliment"...
Falsch! Das ist DEINE Interpretation davon...

Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Dein Beitrag ist beleidigend, deswegen verwarne ich Dich jetzt. Weißt ja, wo und in welcher Form Du Dich beschweren kannst.
Da ich weiß wie das Forum (Forenleitung) hier tickt, erachte ich dies für Zeitverschwendung!

Außer "Sakslane" agiert doch keiner der hier anwesenden Mods/Admins objektiv. (mMn)
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Alt 14.11.2018, 14:18   #33
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Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Das war ein "vergiftetes Kompliment". Dein Beitrag ist beleidigend, deswegen verwarne ich Dich jetzt. Weißt ja, wo und in welcher Form Du Dich beschweren kannst.
Jetzt geht das schon wieder los...............


Wie dünn muss die Haut, bei manchen hier sein.
Ich verliere mehr und mehr die Lust hier überhaupt noch etwas zu schreiben und dann kann Basti mit sich selbst diskutieren.
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Alt 14.11.2018, 15:17   #34
Lawrence P. W.
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Zitat:
Zitat von perfidulo Beitrag anzeigen
Jetzt geht das schon wieder los...............


Wie dünn muss die Haut, bei manchen hier sein.
Ich verliere mehr und mehr die Lust hier überhaupt noch etwas zu schreiben und dann kann Basti mit sich selbst diskutieren.
Dann müsste er sich selbst verwarnen...
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Alt 14.11.2018, 15:46   #35
Venkman
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Zitat:
Zitat von perfidulo Beitrag anzeigen
...
Ich verliere mehr und mehr die Lust hier überhaupt noch etwas zu schreiben und dann kann Basti mit sich selbst diskutieren.
In einigen Threads tut er dies, in Ermangelung von Gesprächspartnern, ja schon.

Er führt quasi "Selbstgespräche"... die aber aus medizinischer Sicht kein Grund zur Besorgnis darstellen müssen.

Zitat:
„Selbstgespräche können unter anderem dazu dienen, Selbstkritik zu üben, sich selbst zu managen, soziale Situationen einzuschätzen und sich selbst zu bestätigen“, sagt Brinthaupt.
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Alt 14.11.2018, 16:19   #36
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Zitat:
Zitat von Venkman Beitrag anzeigen
Er führt quasi "Selbstgespräche"... die aber aus medizinischer Sicht kein Grund zur Besorgnis darstellen müssen.
Das ist "ad personam" und eine ganz schlimme Beleidigung. Strafpunkte!
Und ein "vergiftetes Kompliment".
Ich rate zu Mässigung.
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Alt 14.11.2018, 16:24   #37
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Zitat:
Zitat von Venkman Beitrag anzeigen
Laß mich raten, du bist Single und das schon eine lange Zeit...
Falsch geraten Sehr glücklich verheiratet, wir feiern bald Silberhochzeit

Zitat:
Zitat von Venkman Beitrag anzeigen
Trotzdem Danke, für deine erhellenden Zeilen.
Gern geschehen

Und Dank zurück für deine erhellenden Kommentare, die so schöne Einblicke in deine Persönlichkeit erlauben
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Die freiheitlich-demokratischen Ideale und Werte, die sich jetzt auch im Grundgesetz finden, wurden während der Aufklärung gegen die sich auf Gott und Bibel berufenden Kirchen durchgesetzt. Und weder der Gott Jahwe des Alten Testaments noch der Vater Jesus Christi, noch beide in einer Person, noch Allah vertreten die Werte unseres freiheitlich-demokratischen Staates. Sie müssen sie erst noch erlernen. (Gerd Lüdemann, Theologieprofessor)
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Alt 14.11.2018, 16:26   #38
basti_79
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Zitat:
Zitat von Lawrence P. W. Beitrag anzeigen
Glaube und Zweifel gehören unmittelbar zusammen. Glaube ohne Zweifel birgt die Gefahr von Fanatismus und Zweifel ohne Glaube die Gefahr von selbstgewählter Hoffnungslosigkeit.
Das ist an und für sich richtig. Das Blöde daran ist jedoch, dass Christen z.B. auf Dinge hoffen, die es nicht geben dürfte ("ewiges Leben", nur als Beispiel). Und dass sie (inzwischen) durchaus in der Lage sind, Zweifel an ihrer Weltanschauung "zu dulden" (d.h. nicht zu Gewalt zu greifen, um ihre Weltanschauung bei anderen durchzusetzen), aber in der Regel nicht dazu bereit sind, z.B. die Gleichheit vor dem Gesetz anzuerkennen.

Venkman hat ja hier geschrieben, dass er es nicht leiden kann, wenn andere Leute ihm ihre Meinung aufdrücken. Das ist ja nachvollziehbar. Nicht nachvollziehbar ist aber, warum er dieses Motiv gerade bei Atheisten erkennen will, und warum er z.B. die Systemschulen duldet, die Behörden, oder andere Vereine, deren Daseinszweck daraus besteht, anderen Leuten die eigene Weltanschauung aufzudrücken.

Dass die Kirchen da schon längst nicht mehr die schlimmsten sind, ist ja nur ein Randaspekt dieser Debatte, unter welchen Umständen Gehirnwäsche rechtfertigbar ist.

Zitat:
Irgendwie sehe ich da einen Bruch zu deinen [!] Äußerungen, dass jeder mit seinem Glauben doch selig sein dürfte.
Darf ja jeder sein. Wer die Religionsfreiheit aber dazu verwendet, zu lügen, oder gar zu versuchen, anderen Leuten das Gehirn zu waschen, handelt meiner Meinung nach delinquent. Die Religionsfreiheit geht schlicht und einfach nicht so weit.

Zitat:
Merkwürdigerweise klingt das anders herum ähnlich:
Das ist eine – wohlwollend gesagt – erschummelte, naturwissenschaftliche Verstärkung dieser athistischen Argumente, die dazu führt, dass der atheistisch argumentierende Mensch (wie auch viele Realos) vorgibt, über den Dingen zu stehen, über höhere Einsichten zu verfügen, und sich damit selbst überhöht und religiöse Menschen übervorteilt und erniedrigt.
In welcher Form findet denn diese "Übervorteilung" bzw. "Erniedrigung" statt? Die Antwort bitte möglichst konkret formulieren. Und warum hilft der rechte Glaube gerade dort nicht, wo man ihn in Frage stellt?

Warum eigentlich überhaupt dieser Eiertanz?
__________________
Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
Groschenjunge: Was ist der Unterschied zum Jetzt?
Perfidulo: Es quasseln nicht dauernd Leute dazwischen.
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Alt 14.11.2018, 17:55   #39
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Zitat:
Zitat von perfidulo Beitrag anzeigen
Jetzt geht das schon wieder los...............


Wie dünn muss die Haut, bei manchen hier sein.
Ja, wie dünn muss deine Haut sein, sowas Belangloses zu kommentieren?

@all

Wie wäre es denn, wenn ihr zur Abwechselung wieder zum Threadthema diskutiert?
__________________
"Die Psychiater hatten einige Spezialausdrücke für meinen Fall. Naja, ich hatte auch einige Spezialausdrücke für die Psychiater." (Charles Bukowski)
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Alt 14.11.2018, 18:45   #40
Lawrence P. W.
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Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Das ist an und für sich richtig. Das Blöde daran ist jedoch, dass Christen z.B. auf Dinge hoffen, die es nicht geben dürfte ("ewiges Leben", nur als Beispiel). Und dass sie (inzwischen) durchaus in der Lage sind, Zweifel an ihrer Weltanschauung "zu dulden" (d.h. nicht zu Gewalt zu greifen, um ihre Weltanschauung bei anderen durchzusetzen), aber in der Regel nicht dazu bereit sind, z.B. die Gleichheit vor dem Gesetz anzuerkennen.

Venkman hat ja hier geschrieben, dass er es nicht leiden kann, wenn andere Leute ihm ihre Meinung aufdrücken. Das ist ja nachvollziehbar. Nicht nachvollziehbar ist aber, warum er dieses Motiv gerade bei Atheisten erkennen will, und warum er z.B. die Systemschulen duldet, die Behörden, oder andere Vereine, deren Daseinszweck daraus besteht, anderen Leuten die eigene Weltanschauung aufzudrücken.

Dass die Kirchen da schon längst nicht mehr die schlimmsten sind, ist ja nur ein Randaspekt dieser Debatte, unter welchen Umständen Gehirnwäsche rechtfertigbar ist.



Darf ja jeder sein. Wer die Religionsfreiheit aber dazu verwendet, zu lügen, oder gar zu versuchen, anderen Leuten das Gehirn zu waschen, handelt meiner Meinung nach delinquent. Die Religionsfreiheit geht schlicht und einfach nicht so weit.

In welcher Form findet denn diese "Übervorteilung" bzw. "Erniedrigung" statt? Die Antwort bitte möglichst konkret formulieren. Und warum hilft der rechte Glaube gerade dort nicht, wo man ihn in Frage stellt?

Warum eigentlich überhaupt dieser Eiertanz?
Falls das auf die Kirchenzugehörigkeitsdebatte bezogen ist, ist es schon notwendig. Du darfst als nicht Staatsbürger auch nicht im Land Beamter werden.
Bei Kirchens gehört das ebenfalls dazu.

Vielleicht um 3 "Bremsfragen" provozieren?
Der Satz war eine ledigliche Umdrehung der Originalaussage und sollte andeuten, dass man manchmal nur die Vorzeichen ändern muss, um Absurdität oder Ähnlichkeiten aufzuzeigen.
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