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Astronomie Hier geht's nicht nur um Astronomie im klassischen Sinne, sondern auch um all die Mythen, Geschichten und Prophezeiungen, die sich rund um Sterne, Kometen und andere Himmelskörper ranken.

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Alt 25.10.2002, 12:19   #1
Zwirni
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Standard Extrasolare Planeten

(wieso gibts hier bisher keinen Thread dazu )

Mit einer neuen Methode können auch massearme Planeten in anderen Systemen entdeckt werden. Ein erster wurde bereits entdeckt:

Zitat:
Weiterer Planet um Epsilon Eridani

Amerikanischen Astronomen gelang ein vielleicht wichtiger Schritt bei der Suche nach Planeten um andere Sonnen: Sie entdeckten nicht nur einen weiteren Planeten um den Stern Epsilon Eridani, sondern bewerkstelligten dies mit einem neuen Verfahren, das es möglich machen könnte, nur erdgroße Planeten aufzuspüren.

Bisher konnten Forscher ferne Planeten nur durch die Effekte entdecken, die die extrasolare Welt auf seinen Mutterstern hatte: Ein leichtes periodisches Wackeln der Sonne verriet die Anwesenheit eines um den Stern kreisenden Planeten. Diese Methode führte dazu, dass nur sehr massereiche Planeten entdeckt werden konnten, die relativ nah um ihren Heimatstern kreisten. Mit einer neuen Methode, die Planeten aus Mustern im Staub um eine ferne Sonne aufspürt, könnte es nun gelingen, auch erdgroße Welten zu entdecken - oder aber Planeten, die in sehr großer Entfernung das jeweilige Zentralgestirn umrunden.

Letzteres ist nun Alice Quillen, Assistenz-Professorin für Physik und Astronomie an der Universität von Rochester zusammen mit ihrem Studenten Stephen Thorndike gelungen. "Wir sind ganz begeistert über das Ergebnis", so Quillen, "weil sich nunmehr die Möglichkeit eröffnet, Planeten zu entdecken, die wir durch die bloße Beobachtung des Zentralsterns gar nicht hätten aufspüren können. Das bedeutet, dass wir bestimmte Planeten innerhalb von fünf Jahren finden können und nicht mehrere Jahrzehnte warten müssen."

Der jetzt entdeckte Planet umrundet den zehn Lichtjahre entfernten Stern Epsilon Eridani und ist einer der masseärmsten Planeten, die bislang aufgespürt wurden. Zudem weist er den größten Orbit aller entdeckten Planeten auf. Um Epsilon Eridani wurde bereits vor zwei Jahren ein erster jupiterähnlicher Planet mit der herkömmlichen Methode aufgespürt (astronews.com berichtete). Dieser umrundet den Stern alle fünf Jahre, während der neu entdeckte Planet die ferne Sonne alle 280 Jahre einmal umkreist und nur etwa ein Zehntel der Jupitermasse hat.

Der Fund gelang nur, weil Quillen und ihr Student auf eine neue Methoden setzten: Anstatt das direkte Licht des Stern zu analysieren, studierten die Astronomen das vom Staub um den Stern ausgesandte Licht. Das darin entdeckte Muster, so die Theorie der Forscher, könnte die Existenz eines Planeten verraten. Nicht alle Sonnen haben eine große Konzentration von Staub in ihrer Umgebung, Epsilon Eridani allerdings gehört dazu.

Mit Hilfe von Computersimulationen berechnete Quillen zunächst welche Spuren ein Planet in dem Staub um die Sonne hinterlassen würde. Dabei berücksichtigte sie nicht nur Kreisbahnen, sondern auch sehr exotische Orbits, die bald zur Bildung von bestimmten Mustern aus Klumpen im Staub des Sterns führten. Diese Ergebnisse verglich sie dann mit Beobachtungen des Sterns Epsilon Eridani und fand beeindruckende Übereinstimmungen.

"Die Tatsache, dass die Beobachtungen recht genau dem ähneln, was wir aus unseren Simulationen erwarten, bedeutet nicht, dass wir uns ganz sicher sein können, dass tatsächlich ein Planet existiert", gibt Quillen zu bedenken. "Die Beobachtungen, die wir verglichen haben, sind fünf Jahre alt. Auf jüngeren Aufnahmen müssten die Klumpen weitergewandert sein, woraus man die wahrscheinliche Position des Planeten bestimmen könnte." Mit neuen Simulationen will die Forscherin nun noch weitere Muster im Staub bestimmen und hofft natürlich auch auf neue Beobachtungsdaten.
http://www.astronews.com/news/artike...0210-018.shtml
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Alt 04.01.2003, 19:03   #2
Zwirni
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Zitat:
Im Universum könnte es mehr Platz für erdähnliche Planeten geben als bislang vermutet. Darauf deuten neue Modellrechnungen zweier US-Astronomen.

Jedes vierte der bislang entdeckten Planetensysteme könnte erdähnliche Welten beherbergen. Zu diesem Schluss kommen zwei amerikanische Astrophysiker aufgrund von Modellberechnungen, berichtet das Magazin «New Scientist» in seiner neuen Ausgabe.

Vorläufige Schätzung

Seit 1995 haben Astronomen rund einhundert Planeten bei anderen Sternen entdeckt. Die meisten dieser Exoplaneten sind so genannte «Hot Jupiters», die eine ähnliche Masse wie der Gasriese in unserem Sonnensystem aufweisen, ihrem Zentralgestirn jedoch sehr viel näher kommen. Erst nach und nach finden Astronomen Hinweise auf Planeten, die weitere Umlaufbahnen aufweisen und damit Platz für kleine Welten in der «bewohnbaren» Zone ihres Planetensystems lassen.

Statt auf die Resultate langwieriger Beobachtungen zu warten, erstellten Serge Tabachnik und Kristen Menou von der Princeton University in New Jersey Computersimulationen aller 85 im August 2002 bekannten Planetensysteme. Dann testeten sie die virtuellen Systeme darauf, ob sie die Existenz erdähnlicher Planeten gestatteten. Um dauerhaft eine lebensfreundliche Umlaufbahn halten zu können, müssen solche Welten nämlich genügend weit von ihren größeren Geschwistern entfernt sein.

Den Simulationen zufolge lassen die Gasriesen in einem Viertel der bekannten Systeme ausreichend Raum für mögliche «Erden», berichten die Forscher in einem demnächst im «Astrophysical Journal» erscheinenden Artikel. Dies sei ein sehr viel höherer Anteil, als frühere Schätzungen ergeben hätten. Tabachnik und Menou betonen jedoch, dass ihre Resultate vorläufiger Natur sind, da in einigen der Systeme weitere Gasriesen entdeckt werden könnten.

Warten auf die Weltraum-Teleskope

Derzeit fehlt es noch an technischen Möglichkeiten, um solche Planetensysteme direkt beobachten zu können. Abhilfe versprechen zwei für die weitere Zukunft geplante Weltraumteleskope. In etwa zwölf Jahren will die Europäische Weltraumagentur Esa «Darwin» ins All schicken. Diese Flotte aus sechs Weltraumteleskopen soll nach erdähnlichen Planeten Ausschau halten.

Einen ähnlichen Startzeitraum strebt die Nasa für ihren «Terrestrial Planet Finder» an. Bislang ist allerdings noch nicht einmal entschieden, ob es sich dabei ebenfalls um viele kleinere Teleskope oder um ein einziges, riesiges Instrument handeln wird.
http://www.netzeitung.de/servlets/pa...81&item=221305
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Alt 07.01.2003, 18:46   #3
Zwirni
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Zitat:
Indem sie die winzigen Helligkeitsunterschiede eines Sterns maßen, haben Forscher den bislang fernsten aller Planeten außerhalb des Sonnensystems entdeckt. Dimitar Sasselov vom Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics ist sicher, dass mithilfe dieser Methode in Zukunft auf einfache Art und Weise Millionen von Sternen nach Planeten abgesucht werden können.

Der neu entdeckte Planet kreist in rund 5000 Lichtjahren Entfernung um einen Stern im Sternbild Schütze und verdunkelt ihn beim Vorüberzug. Er ist 30-mal weiter entfernt als der bislang fernste bekannte Planet, etwas kleiner als Jupiter und umkreist seinen Heimatstern alle 29 Stunden.

Bislang wurden ferne Planeten aufgrund ihrer Wechselwirkungen mit dem Heimatstern gefunden. Da beide Körper um einen gemeinsamen Schwerpunkt kreisen, kommt es bei dem Stern zu typischen Bahnschwankungen. Allerdings sind diese winzigen Bewegungen nur messbar, wenn der Planet sehr massereich ist und in engen Bahnen um den Stern zieht.
http://www.wissenschaft-online.de/artikel/613511
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Alt 29.01.2003, 11:14   #4
Nik
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Alt 29.01.2003, 12:02   #5
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Daumen runter

@Zwirni: Dieser neuentdeckte Planet im Sternbild Schütze umkreist den Stern ja in 29 Stunden. Wer weiß, vielleicht gibt es dort Leben aber die weite Entfernung zur Sonne spricht eher dagegen.

Ist sehr interessant die Planetensuche und die Forscher sollen ruhig weitersuchen besonders im System Epsilon Eridani denn ich schätze dass es in diesen System eine bewohnbare Welt gibt

Viele Grüße
Andy
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Alt 30.01.2003, 09:36   #6
captainfuture
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Zitat:
Der neu entdeckte Planet kreist in rund 5000 Lichtjahren Entfernung um einen Stern im Sternbild Schütze und verdunkelt ihn beim Vorüberzug. Er ist 30-mal weiter entfernt als der bislang fernste bekannte Planet, etwas kleiner als Jupiter und umkreist seinen Heimatstern alle 29 Stunden.
wie bitte soll das funktionieren ? die bahn des planeten wäre knappe 40.000 lichtjahre lang und das in 29 stunden ????
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Alt 30.01.2003, 09:37   #7
captainfuture
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sorry, mein fehler. 5000 lj ist die entfernung zur erde
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Alt 25.04.2003, 12:17   #8
Zwirni
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Zitat:
Dass eine ferne Welt gerade so ihre Sonne umrundet, dass sie diese von der Erde aus gesehen regelmäßig verdunkelt, ist sicherlich nicht gerade häufig. Trotzdem glaubt eine Gruppe deutscher Astronomen, dass sie ein solches System nun aufgespürt haben: Der Stern OGLE-TR-3 soll von einem Planeten umkreist werden, der nicht viel größer als unser Jupiter ist.

Astronomen der Hamburger Sternwarte, der Universität Tübingen und der Europäischen Südsternwarte ESO in Chile ist es gelungen, einen extrasolaren Planeten mit der so genannten Transit-Methode zu entdecken. Mit dieser Technik suchen die Forscher nach Planeten, deren Umlaufbahn gerade so geneigt ist, dass der Planet auf seiner Bahn von der Erde aus betrachtet vor dem Stern vorüber zieht. Eine solche "Sternfinsternis" führt zu einer Abschwächung der Sternhelligkeit um etwa ein Prozent. Das Team um Peter Hauschildt von der Hamburger Sternwarte konnte jetzt eine derartige periodische Lichtabschwächung bei dem Stern OGLE-TR-3 beobachten. Nach Ansicht der Wissenschaftler ist damit ein wesentlicher Schritt auf dem Weg zur Entdeckung erdähnlicher Planeten bei anderen Sternen getan. Die Astronomen veröffentlichen ihre Messungen demnächst im Fachblatt Astronomy & Astrophysics.

Bereits 1995 gelang der erste indirekte Nachweis eines Planeten um einen sonnenähnlichen Stern. Mit den bisherigen Nachweismöglichkeiten lassen sich jedoch nur sehr große Gasplaneten wie der Jupiter aufspüren. Erst die Transit-Methode ermöglicht es, auch kleinere, erdähnliche Planeten um sonnenähnliche Sterne nachzuweisen. Die Beobachtung von Transitereignissen erlaubt die Bestimmung des Radius und der Masse des Planeten. Für den Planeten von OGLE-TR-3 ermittelten Hauschildt und seine Kollegen eine Masse von maximal 2,6 Jupitermassen. Künftig könnte es sogar möglich sein, anhand von Planetentransits die Planetenatmosphäre zu untersuchen, so die Forscher.

Allerdings gibt es noch andere mögliche Erklärungen - etwa ein extrem enger Doppelstern - für die bei OGLE-TR-3 beobachtete periodische Lichtabschwächung als eine Sternfinsternis, wie Peter Hauschildt einräumt. Statistisch gesehen sei dies zwar extrem unwahrscheinlich, doch weitere Beobachtungen seien geplant, um auch diese Möglichkeiten auszuschließen.

Der Nachweis von Planeten außerhalb unseres Sonnensystems ist seit langer Zeit ein Ziel der Astronomie. Neben weltanschaulichen Fragestellungen nach der Einzigartigkeit unserer Erde oder der Vielfalt von Lebensmöglichkeiten in anderen Teilen des Universums hoffen die Astronomen auch sehr viel bessere Kenntnis über die Entstehung von Planeten und Planetensystemen zu erhalten. Dies ist nur möglich, wenn man einen repräsentativen Querschnitt von Planeten beobachten kann und nicht nur auf unser eigenes Planetensystem beschränkt ist.
http://www.astronews.com/news/artike...0304-014.shtml
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Alt 25.04.2003, 23:18   #9
Scott82
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Zitat:
Original von captainfuture
sorry, mein fehler. 5000 lj ist die entfernung zur erde
Er meinte wohl die Umdrehung in 29 Stunden um die eigene Achse.
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Alt 04.04.2004, 10:11   #10
Desert Rose
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So, wieder mal was neues.

Zitat:
02. April 2004, 15:26 Uhr
Autor: Martin Ollrom
Quelle: Spaceflight

Jagd nach zweiter Erde

Wissenschaftler machen sich auf die Jagd nach einer weit entfernten zweiten Erde. Die Chancen eine zu finden stehen gar nicht schlecht.

Mehr als 100 Planeten-Systeme rund um weit entfernte Sterne haben die Wissenschaftler bereits entdeckt. Sie fanden Giganten wie den Jupiter aber auch welche die äußerlich der Erde glichen.

Wieviele der uns bekannten Planeten-Systeme haben erdähnliche Planeten? Mithilfe von Computern hat man ein Modell von uns bekannten Planeten-Systemen angefertigt und schätzten die Anzahl der erdähnlichen Planeten - diesen Bereich nennt man "bewohnbare Zonen" - die sich weit genug vom Zentralgestirn (in unseren Fall die Sonne) entfernt sind, damit Leben möglich ist. Bekannt als sogenannte "Goldilocks" sind Regionen in denen es zu heiß is damit Wasser existieren kann oder aber zu kalt.

Als potenzielle "Erde" zählten die Wissenschaftler Planeten die zwischen 0.1 und 10fach soviel Masse haben als die Erde. Aufgrund der unterschiedlichen Umlaufbahnen die diese "Bewohnbaren Zonen" haben glauben die Wissenschaftler das die erdähnlichen Planeten alle verschiedenste Vergangenheiten und Schicksale hinter sich haben.

In der Nähe von jupiterähnlichen Planeten steigt die Gravitation mehr an als in denen wo man erdähnliche Planeten vermutet.

Die Analyse zeigt das es in mehr als der Hälfte aller bekannten Planeten-Systeme einen erdähnlichen Planeten geben könnte und zwar am Rande der "Bewohnbaren Zonen", die sich bereits seit einer Milliarde Jahren dort befindet.

Bewohnbare Monde
Die Wissenschaftler glauben das Monde die um große Planeten innerhalb der "Bewohnbaren Zonen" liegen Leben ermöglichen. Jupiter, der größte Planet unseres Sonnensystems hat "nur" vier bekannte Monde. Daraus kann man schließen das in entfernten Galaxien es noch mehr jupiterähnliche Planete mit viel mehr Monden geben kann, die womöglich die Größe und Masse haben als unsere Erde. Es gibt bestimmt viele bewohnbare Planeten und Monde, vielleicht sogar in unseren Sonnensystem, die wir noch nicht kennen. Solange wir sie nur aus der Weite betrachten können werden wir uns nie 100% sicher sein, stimmen die Wissenschaftler überein.
Quelle
___________________________________________

Zitat:
EXTRASOLARE PLANETEN

Zwei Drittel aller Planetensysteme lebensfreundlich?

von Rainer Kayser
1. April 2004


Solange Astronomen noch keine erdähnlichen Planeten um ferne Sonnen direkt aufspüren können, müssen sie sich mit Simulationen begnügen, um abzuschätzen, wie viele lebensfreundliche Welten es "da draußen" wohl geben mag. Neue Rechnungen britischer Forscher ergaben nun ein ermutigendes Ergebnis für die Jäger nach der zweiten Erde: In rund zwei Dritteln aller Planetensysteme könnte die Entstehung von Leben möglich sein.

Computersimulationen britischer Forscher zeigen, dass in zwei Dritteln aller bekannten Planetensysteme die Entstehung von Leben möglich wäre. Die Wissenschaftler berichteten jetzt auf einer Fachtagung in Milton Keynes über die Ergebnisse ihrer Simulationen. Demnach sind in der Hälfte der Planetensysteme stabile Umlaufbahnen für erdähnliche Planeten in der bewohnbaren Zone des Sterns möglich. Da diese Zone sich im Laufe des Sternenlebens verschiebt, steigt die Zahl der Systeme, in denen Leben entstehen kann, noch weiter auf zwei Drittel an.

Seit 1995 haben die Astronomen bei über 100 Sternen in unserer näheren kosmischen Nachbarschaft Planeten entdeckt. Allerdings handelt es sich dabei um ausschließlich um riesige Gasplaneten - erdähnliche Planeten lassen sich bislang nicht nachweisen. Das Team um Barrie Jones von der Open University in Milton Keynes hat deshalb die mögliche Existenz solcher lebensfreundlicher Welten in Computersimulationen untersucht.

Dazu ließen die Forscher Testplaneten auf unterschiedlichen Bahnen in der bewohnbaren Zone - also jenem Bereich, in dem flüssiges Wasser auf der Oberfläche des Planeten möglich ist - laufen und untersuchten die Stabilität ihrer Orbits. Durch die Schwerkrafteinflüsse der großen Gasplaneten wurden viele der erdähnlichen Welten aus ihren Bahnen geworfen. Die Entstehung von Leben ist nur möglich, so Jones, wenn die Planeten sich länger als eine Milliarde Jahre stabil innerhalb der bewohnbaren Zone aufhalten.
Quelle


Hunt for Extrasolar Earth-Like Planets Intensifies
http://www.innovations-report.com/ht...ort-27486.html
http://www.astrobiology.com/news/viewpr.html?pid=13965
Extrasolar Planets (NASA)
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