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Psychologie & Parapsychologie Remote Viewing, Präkognition, aber auch Spuk und was es da noch so alles an den Grenzen der Psychologie gibt.

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Alt 18.04.2017, 06:15   #1
basti_79
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Standard Eine Beobachtung

Nein, das hier soll kein "Name-dropping" werden. Ich möchte nur mal einige Assoziationen loswerden.
  1. Julian Jaynes' Theorie des Bewusstseins
  2. Assmanns Kulturelles Gedächtnis
  3. Freud und seine Nachfolger: Etwa der Streit zwischen Melanie Klein und Anna Freud
  4. Kleins "Objektbeziehungstheorie", die bis heute etwa so fortentwickelt wurde.
  5. Dieser Absatz aus der Wikipedia:
Zitat:
Formen einer Identifikation mit dem Aggressor liegen häufig dem Vorgang zugrunde, der als „transgenerationale Traumatisierung“ erforscht und diskutiert wird. Da Identifikationen mit einem Aggressor potenziell lebenslang wirksam sind, werden die traumatisierenden Erfahrungen ungeachtet willentlicher Absichten direkt oder indirekt fast immer an die nachfolgende Generation weitergegeben. In vielen Familiengeschichten lässt sich eine Kette innerfamiliärer Gewalt über mehrere Generationen feststellen. Auch das Versagen elterlicher Schutzfunktion und eine habituelle, erziehungsideologisch unterfütterte Kälte und Empathieverweigerung der Eltern, wie es etwa für die Generation der in der Nazizeit geborenen Kriegskinder als typisch beschrieben wird, kann eine solche destruktive Tradition begründen.

Jaynes sieht die heutige Form des Bewusstseins als ein Ergebnis einer Mischung von Hypnose und Selbsthypose, wobei er großen Wert darauf legt, das Zustandekommen der Mythen zu erklären. Mythen, wie Assmann sie als Grundlage dessen erkennt, was wir "Kultur" zu nennen pflegen. Jaynes sieht dabei vor allem (memetischen?) Evolutionsdruck dadurch, dass große Gesellschaften existieren. In einer Zivilisation muss man ja irgendwelche Normen haben, und sei es nur eine gemeinsame Sprache.



Jetzt scheint es ja eine (politisch gewollte) Notwendigkeit zu geben, die Kultur auf die kommende Generation zu übertragen. Da könnte man - im Sinne der Psychoanalyse - die Frage stellen, was nun tatsächlich "Enkulturationserfahrungen" sind, oder sein sollten. Welche Mythen uns so aufgedrängt wurden, damit man uns als Bestandteile der Kultur überhaupt akzeptieren konnte.


Wenn ich da bei mir schaue, finde ich einige wesentliche "Kerne", die ich als "Stimme aus dem (so genannten) Freundeskreis" wiedergeben möchte.

  • "Wir alle sind Objekte eines übermächtigen Staats, die da oben machen ohnehin, was sie wollen"
  • "Gegen Gewalt hast Du keine Chance. Du musst entweder selber zum Täter werden, oder Du wirst zum Opfer."
  • "Hier zählt nur noch Leistung"
Der reinste Missbrauch. Jetzt finden wir - gemäss Popper - überhaupt nichts heraus, wenn ich das mal einfach so dahinpostuliere oder in den Raum stelle. Meiner Erfahrung kann man die Hypothese, dass das wesentliche Kerne ("Werte"?) unserer Kultur wären, überprüfen, indem man sie schlicht im Gespräch mit anderen in Frage stellt. Die Reaktionen sind Gold wert, im erkenntnistheoretischen Sinne.



Da kann man dann auch mal fragen, was die "Querfront" mit ihren "Schlafschafen" sagen will, oder wie es dazu kommt, dass man zwar einerseits behauptet, die Presse sei voller Lügen, andererseits aber mitunter selber Lügen, offensichtliche Eitelkeiten oder aber schlicht Unsinn verbreitet. Und wie es dazu kommt, dass man Angela Merkel einerseits gewohnheitsmäßig Qualitäten einer Missbrauchstäterin zuschreibt, sich aber andererseits auf dem Papier starke Führer wünscht - zu deren Qualitäten ja unter anderem skrupelloses Lügen zählt. "Missbrauch" will ich hier jetzt gar nicht schreiben.



Da kann man auch mal fragen, ob aktive Pädagogik nicht mitunter bedeutet, junge Menschen auf dem Wege der pädagogisch verbrämten Missbrauchsbeziehung zu "enkulturieren". Und ob also mein Widerstand dagegen zwar vielleicht ziellos erscheinen mag, dennoch aber erstmal seine Berechtigung hat und dann auch für die Zukunft ziemlich sinnvoll wäre.


Naja. Ich werde mal darauf hoffen, dass das alles nur ein böser Traum ist und dass das einfach nur eine inhaltsleere Assoziationskette ist. Wer könnte auch das Gegenteil beweisen?
__________________
Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
Groschenjunge: Was ist der Unterschied zum Jetzt?
Perfidulo: Es quasseln nicht dauernd Leute dazwischen.
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