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Geheimgesellschaften Geheimgesellschaften und Elitegruppen: Von A wie Albigenser bis Z wie Zappatori. Rituale, Weltanschauungen, Symbolik, etc.

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Alt 29.12.2004, 11:38   #1
Andreas Wehner
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard Ägyptische Priesterkasten, Katharer, Templer, Hermetiker, Freimaurer, Illuminaten...

Hallo Freunde,

an meinen Bericht Atlantis, die Pyramiden und die wissenschaftliche Forschung nach einer frühgeschichtlichen Hochzivilisation (zu finden unter dem Themenberein "Atlantis" innerhalb dieses Forums) anschließend, möchte ich nun und hier den inoffiziellen zweiten Teil meiner Indizien-Kette zur Diskussion stellen, der sich thematisch etwas von Atlantis entfernt und mehr in Richtung Geheimgesellschaften orientiert.


Und man möge mir verzeihen, auch diesen Artikel musste ich splitten, weil er zu lang ist...



Ägyptische Priesterkasten, Katharer, Templer, Hermetiker, Freimaurer, Illuminaten...

Das Erbe eines mysteriösen Geheimwissens und die Frage nach dem Weg zu Gott



In altägyptischen Schriften heißt es, die Gründer der ägyptischen Pharaonenkultur seien göttergleiche Wesen gewesen, die über das Meer gekommen wären und die Urbewohner des Nildeltas erst zu wahren Menschen „gemacht“ hätten (was immer das auch bedeutet?). Gottwesen, die Kultur, Zivilisation, Ackerbau und Religion mitbrachten und die auf Grund ihrer Überlegenheit natürlich auch nun die obersten religiösen Führer stellten.

Wenn man nun vom konservativen Geschichtsunterricht unbelastet zu denken versucht und davon auszugehen bereit ist, dass eventuell mit diesen göttergleichen Wesen Angehörige einer den Ägyptern weit überlegenen Seefahrernation gemeint sein könnten, die im fruchtbaren ägyptischen Niltal eine Kolonie zu errichten beabsichtigte, stellt sich natürlich unweigerlich die Frage, woher diese überlegene Seefahrernation gekommen sein mag?!
Es mag, angesichts der „Tatsache“, dass es scheinbar keinen Hinweis auf eine solch überlegene Kultur vor dem ägyptischen Imperium gibt, also nur allzuleicht, dies als Legende abzutun, und doch gibt es tatsächlich einen glaubhaften Hinweis auf eine solche Kultur!
Auf der Mittelmeerinsel Malta nämlich gibt es geheimnisvolle Megalithbauten, deren Herkunft nach wie vor ungeklärt ist. Es ist nur sehr wenig über die ursprünglichen Bewohner Maltas, bzw. die Erbauer dieser Megalith-Bauten bekannt. Sie kamen offenbar aus dem Nichts und gaben die Insel dann irgendwann ohne zwingenden Grund wieder auf. Offenbar aber just zu der Zeit, als Ägypten erstarkte.

Auch der geheimnisvolle Umstand, dass nur auf Malta, ebenso wie in Ägypten, der Falkengott Horus angebetet wurde, gilt selbst in hochseriösen Wissenschaftlerkreisen als nicht wegzudiskutierendes Element, welches bis heute nicht erklärt werden kann.

Sollte man die These von der überlegenen Rasse als Arbeitsgrundlage erstmal akzeptiert haben, dann kann man auch nachvollziehen, weshalb sich plötzlich, ohne jede erkennbare Entwicklung eine der wichtigsten und fruchtbarsten Hochkulturen der Geschichte entwickelte in einer Region, die bis dahin angeblich nur von „primitiven Steinzeitmenschen“ besiedelt war.

Hier in Ägypten entwickelte sich nun also eine Hochkultur, deren technische Möglichkeiten weit über das hinaus gingen, was wir einer Zivilisation dieser Epoche auch nur ansatzweise zuzugestehen vermögen.
Gäbe es die mächtigen Pyramiden nicht, die von diesen Fähigkeiten bis heute künden, würden wir arroganten, technokratischen Neuzeitmenschen es wohl nicht so einfach akzeptieren, dass so etwas vor über 4500 Jahren geschehen ist?!

Doch die Pyramiden standen nicht etwa am Anfang, sondern eher am Ende der technischen Überlegenheit Ägyptens.

Lange vor dem Bau der Pyramiden stand in der ägyptischen Stadt Heliopolis ein gigantischer Obelisk, der von einem pyramidenartigen Deckstein (einem so genannten „Benben“), dem höchsten Symbol altägyptischer Religion und einem darüber stehenden Kreuz (als Symbol für den Stern Sirius) gekrönt wurde.

Heliopolis hatte für die Ägypter dieselbe Funktion wie heute der Vatikan für die katholische Welt. Heliopolis war das religiöse und vermutlich auch wissenschaftliche Zentrum Altägyptens, hier wurden wohl auch das „Wissen“ und die Geheimnisse der Priester verwaltet und „gehütet“?!
Die Ägypter suchten ihre Erleuchtung nicht außen, nicht in einer Kirche oder durch einen Priester als „Dolmetscher“ zu Gott, sondern in sich selbst. Die Rolle der ägyptischen Priester bestand wohl in erster Linie darin, durch die Anwendung bestimmter Bestattungsriten den Weg ins Jenseits zu sichern und ihre Allmacht in der ägyptischen Gesellschaft lag vermutlich eher in der Verwaltung „wissenschaftlichen“ Wissens.

Als das ägyptische Reich in der Geschichte zu verblassen begann, schwand auch für die ägyptischen Priesterkasten die Macht, die jahrhundertelang mehr oder weniger erfolgreich die „grauen Eminenzen“ im Hintergrund gewesen sind, noch mächtiger als die Pharaonen, die nun keine Götterwesen mehr, sondern „nur noch“ Menschen waren.

Lediglich der geheimnisvolle Pharao Echnaton (ca. 1350 vor Chr.) hatte es gewagt, die Macht der Priester zu beschneiden, war aber an deren Gegenwehr und deren Einfluss beim Volk letztendlich doch gescheitert. Echnaton hatte die Vision eines einzigen Gottes und wollte diesen (den Sonnengott Aton) zur Staatsreligion erklären und die Vielzahl der anderen alten Götter abschaffen.

Damit war Echnaton seiner Zeit zwar weit voraus, aber leider unterschätzte er auch die Gegenwehr der erzürnten Priestergilden, die nun Gefahr liefen, ihre Macht, ihren Einfluss zu verlieren und dies nicht widerstandslos hinzunehmen bereit waren. Die Ereignisse dieser Zeit sind nicht lückenlos überliefert, aber es ist bekannt, dass die Priester das Volk gegen ihren Pharao aufhetzten. Es war für Echnaton nicht leicht, die Kontrolle zu behalten, aber es gelang ihm zumindest Zeit seines Lebens. Doch auch nach seinem Tod blieb die Priesterschaft nicht untätig. Es kam zu einer erneuten Machtprobe und als diese beendet war, war der frühere Zustand wieder hergestellt, die alten Götter wurden wieder angebet, „Aton“ dagegen wurde vergessen und Echnaton selbst sollte wohl auch vergessen werden, jede Erinnerung an ihn wurde getilgt, seine Namenskartuschen gar zerstört, um ihm letztlich sogar seinen Platz im Jenseits zu verwehren.

Den Monotheismus, die Anbetung eines einzigen Schöpfergottes, sollten erst die Juden wieder einführen und deren religiöses Weltbild sollte dann auch der Prototyp einer Weltanschauung werden, welcher heute alle großen Weltreligionen anhängen.

Mit dem Erstarken anderer Kulturen verlor das ägyptische Reich jedoch immer mehr von seiner Größe, und als die Mutter aller modernen Nationen, Rom, in der Blüte ihrer Macht stand, war es letztlich die schöne und auch schlaue Cleopatra, die durch die Liaison zuerst mit Gaius Julius Cäsar und nach dessen Ermordung mit seinem Nachfolger Marcus Antonius versuchte, ihre ägyptische Heimat an der Seite Roms wieder zu altem Ruhm und Glanz zu führen.
Die Ereignisse der Geschichte verliefen jedoch anders, ihre Pläne gingen nicht auf und letztlich endeten ihre Polit- und Mordintrigen in ihrem eigenen Freitod.

Für das Ägypten der Pharaonen war die goldene Zeit nun endgültig vorbei.

Dreihundert Jahre später schließlich wurde Rom christlich und weitere dreihundert Jahre später erstarkte eine weitere neue Religion, der Islam, und Ägypten wurde eine der ersten islamischen Hochburgen.
Die islamischen Priester und Gelehrten jedoch hatten der christlichen Welt etwas ganz Entschiedenes entgegen zu setzen: Toleranz und Wissensdurst.

Während das Christentum sich selbst immer mehr von der außerchristlichen Welt abzukapseln begann, ins so genannte „dunkle Mittelalter“ katapultierte, in Aberglaube, Hexenwahn und Kreuzzugs-Irrsinn versank, alles Fremde kategorisch ablehnte und ungesichtet vernichtete, besannen sich die islamischen Gelehrten darauf, dass jede Kultur, ob zeitgleich mit dem Islam oder vor Jahrtausenden untergegangen, Wissen besaß, welches man nicht aus ideologischen Gründen einfach so ablehnen und ignorieren dürfe.

Diese islamischen Gelehrten zogen in die gesamte, damals bekannte Welt und sammelten dieses Wissen, wo immer sie es vorfanden. Sie gingen auch nach Griechenland und entdeckten die ungeahnten Schätze, die in griechischen Bibliotheken lagerten.

Griechenland, dessen Aufstieg jahrhundertelang parallel mit dem Abstieg Ägyptens einherging, war ein letzter Hort frühägyptischen Wissens geworden, denn ägyptische und griechische Priester tauschten ihr Wissen rege aus. Die muslimischen Gelehrten, die nun ihrerseits mit den Gelehrten Griechenlands Kontakt hielten, stießen so auf viele der Dinge, die noch aus pharaonischen Zeiten stammten und wo es ging, saugten sie diese wissenshungrig in sich auf und brachten sie zurück nach Kairo und in die anderen kulturellen Zentren der islamischen Welt. Sie übersetzen die griechischen Bücher ins Arabische, anders als die Christen, die das Wissen altgriechischer Denker und Philosophen als „Teufelswerk“ abtaten und ignorierten. Ja mehr noch, die die Bücher von Sokrates und Pythagoras vernichteten oder zumindest für immer wegzuschließen gedachten, wann immer sie deren habhaft wurden, denn wahrhaft neutrale Naturwissenschaften waren den Machthabern der christlichen Kirchen ein Dorn im Auge. Gerieten besagte Naturwissenschaften doch immer wieder in Konflikt mit dem starren Weltbild der Amtskirche, die für sich in Anspruch nahm, im alleinigen Besitz der „ultimativen Wahrheit“ zu sein.
Islam und Christentum wurden immer erbittertere Feinde und diese Feindschaft findet in unserer Zeit, in der der Islam selbst in ungeheuer viele verschieden (zum Teil radikal) interpretierte Gruppen zersplittert ist, scheinbar einen neuen Höhepunkt.
(„Islam heißt Frieden“, aber das kratzt islamische Fundamentalisten wenig, die die tolerante und weltoffene Glaubenslehre Mohammeds bewusst falsch predigen und auf solche Weise um des eigenen Machtgewinnes verraten.)
Die einstige Zersplitterung des Christentums indes scheint heute keine größere Rolle mehr für unseren eigenen Kulturkreis zu spielen, da die großen Amtskirchen (Katholizismus, Protestantismus und orthodoxe Kirche) alle anderen christlich orientierten Religionsgruppen im öffentlichen Bewusstsein erfolgreich in den Bereich des Sektierertums abgedrängt haben.

Der größte Erfolg dieser Art ist sicher die Verdrängung des gnostischen Gedankengutes, welches in früheren Zeiten nicht nur eine allgemein anerkannte Form des Christentums darstellte, sondern auf Grund seiner tiefgehenden Fragen und seines ganz eigenen Weges „ins himmlische Paradies“ zur ernstzunehmenden Gefahr für die Amtskirchen werden sollte und von diesen deshalb ab einem bestimmten Zeitpunkt unter dem Vorwurf der Häresie gnadenlos verfolgt wurde.

Was unterschied das gnostische Gedankengut so von demjenigen, welches heute als die allgemein gültige Form des Christentums gilt?

Anhand der Katharer, deren Denkweise gnostisch ausgelegt war und die deswegen von den Mächtigen von Kirche und der mit ihr in Macht und Geld verbundenen Politik gleicherweise gnadenlos verfolgt und letztlich ausgelöscht wurden, möchte ich dies erläutern:

Während andere christliche Kirchen das Alte Testament ohne Wenn und Aber anerkannen, lehnten die Katharer den Gott des Alten Testaments als [bösen] Schöpfer dieser [bösen] Welt ab. Das Alte Testament sei ein Zeugnis für die Herrschaft Satans auf Erden. Der gute Gott ist nur an zwei Stellen zu finden: Im [guten] Teil des Menschen (der Seele) und in Christus. Die einzige Möglichkeit des Menschen, wieder zu Gott zurückzufinden, liegt in der totalen Hinwendung zu Christus, besiegelt durch rituelle Handlungen.

Sieht man die Regeln, denen die Katharer zu folgen hatten, so mag ein jeder für sich selbst beurteilen, wo biblisches Gedankengut verinnerlicht wurde oder anderes:

· Kein Mensch oder Tier darf getötet werden, da der Körper eine Seele transportiert, die auf Rettung wartet
· Strenges Fasten - da die materielle Welt ohnehin böse ist, zählt nur geistige Nahrung
· Alle Arten von sexuellen Aktionen vermeiden, da diese der Hintergrund für ein Fortführen der Schöpfung sind und so das Leiden der Kreatur auf Erden verlängern (Schließlich muss jeder "neue" Körper wieder eine unerlöste Seele tragen)
· Absolutes Verbot, zu schwören
· Verpflichtung zum Arbeiten

Während die römische Kirche in einer Sprache predigte, die von den einfachen Menschen nicht verstanden wurde, schauten die Katharer ihren Leuten dreihundert Jahre vor Luther bereits "auf's Maul". So kam es Jahrhunderte vor der Reformation zu einer Demokratisierung des Glaubens, die der römischen Kirche, die ihre Geheimnisse eifersüchtig hütete, nicht recht sein konnte.

Die Katharer sahen diese (ihrer Meinung nach böse) Welt nämlich nur als einen Vorhof zum eigentlichen Leben nach dem Tode an und trachteten danach, sich für dieses zukünftige Leben im Jenseits bereits im Diesseits durch eine gottesfürchtige Lebensweise ausreichend zu qualifizieren.
Der Unterschied zum heute akzeptierten Christentum lag auch darin, dass die Katharer sich nicht auf den Opfertod von Jesus Christus verließen, der ja durch seine Kreuzigung laut gängiger Meinung „für unser aller Sünden“ gebüßt hat.
Um in den Himmel zu gelangen, müssen wir uns ja nun auf ihn berufen, ihn nach den Riten der Amtskirche würdigen und anbeten und uns durch die Anleitung von Priestern, Bischöfen, Kardinälen und letztlich dem Papst als „Stellvertreter Gottes auf Erden“ auf den Weg ins Paradies vorbereiten lassen.
Das bedeutet, dass die Kirchen uns den einzigen Weg ins Himmelreich vorgeben und wir diesem zu folgen haben, wenn wir nach der „Ewigkeit streben“. Infolge dessen haben sich die Amtskirchen unseren Gehorsam gesichert und nun Macht über die Gläubigen. Wir sind zum willfährigen Instrument einer religiösen Machtelite geworden, die ohne uns eigentlich nur ein Haufen wichtigtuerischer Frömmler wäre.

Die Katharer jedoch waren der Meinung, Jesus wäre nicht den Opfertod am Kreuz gestorben, sondern hätte überlebt. Die Katharer meinten, so wie alle Gnostiker vor und nach ihnen, jeder könne nur für seine eigenen Sünden büßen, wir seien für unsere eigenen Sünden ganz explizit selbst verantwortlich und müssen dafür auch während des jüngsten Gerichtes selbst gerade stehen. Es würde beileibe nicht ausreichen, nur jeden Sonntag in die Kirche zu rennen, Taufe, Oster- Pfingst- und Weihnachtsfest zu feiern und zu beichten, um sich den „Platz im Himmel“ zu sichern“. Gott kann niemand betrügen!

Dies bedeutet, dass wir uns in diesem Leben schon ziemlich zusammenreißen müssen, wenn wir nicht allzuviel Schuld auf uns laden wollen. Denn ein Gnostiker kann seine Sünden nicht durch die Beichte an Jesus „abtreten“ und ein Gnostiker kann seine Seele nicht durch eine Wallfahrt nach Mekka und der Umrundung der Kaaba „reinigen“.
Ein Gnostiker versucht deshalb, dieses Leben so zu leben, dass er sich den Übergang ins Jenseits verdient. Dies beinhaltet ein Leben nach christlichen und humanistischen Werten.

Diese Denkweise beinhaltet aber auch den Umstand, dass man keine kirchliche Führung braucht, die einem sagt, wo es lang geht. Und man benötigt keine Kirchengebäude, da man Gott überall um uns herum finden kann. Man trägt Gott in sich und ist sich seiner Anwesenheit stets bewußt.
Diese Art von Religion stellt im Grunde nichts anderes dar als eine Fortführung altägyptischer Glaubensgrundsätze aus der Pharaonenzeit.
Glaubensgrundsätze, die sich eben auch in den Anfängen des Christentums wiederfinden, bevor dieses römische Staatsreligion wurde und von diesem Moment an einseitig ausgelegt wurde

Das Evangelium des Thomas, das nicht in der Bibel zu finden ist, obwohl es als ältestes niedergeschriebenes Testament eines christlichen Apostels (verfasst ca. 18 – 120 nach Christus) ist, wurde beim Zusammentragen der Bibeltexte einst ignoriert, anschließend vergessen und erst 1897 in der Nähe des ägyptischen Oxrhynchus wiederentdeckt. Die Amtskirche jedoch ignoriert auch heute noch dieses einmalige Manuskript eines der engsten Verbündeten des historischen Jesus von Nazareth. Denn einiges in des Thomas´ Text dürfte unser heutiges religiöses Selbstverständnis ganz schön strapazieren.

So heißt es unter anderem im 77. Vers (von insgesamt 114):

Jesus sprach: Ich bin das Licht, das über allen ist. Ich bin das All; das All ist aus mir hervorgegangen, und das All ist zu mir gelangt. Spaltet das Holz, ich bin da. Hebt einen Stein auf, und ihr werdet mich dort finden.
Der heilige Thomas predigte Gnostizismus?! So was ist religiöser Sprengstoff erster Güte! Ja mehr, so was könnte, wenn es erst mal in die Köpfe der Millionen Christen da draußen vorgedrungen ist, zu einer „geistigen Atombombe“ werden, die das Christentum bis in die tiefsten Wurzeln hinein erschüttern und der Amtskirche, wie sie heute existiert, den Todesstoß versetzen könnte!

Auch laut Thomas brauchen wir also keine Kirchenbauten, um zu Gott zu finden. Auch laut Thomas brauchen wir also keine religiösen Führer, die uns sagen, „wo´s lang zu gehen hat“! Auch laut Thomas brauchen wir also keine Priester und keinen Papst, der sich anmaßt, Gottes Vertreter auf Erden zu sein, und der doch nur ein nur allzu oft fehlgeleiteter Mensch ist, der Irrtümern und Fehlern unterliegt.

Wenn es jemanden gab, der uns mitzuteilen vermochte, wie sich Jesus von Nazareth die Zukunft der religiösen Ausübung vorstellte, dann war dies ein unmittelbarerer Zeitzeuge der damaligen Geschehnisse und enger Vertrauter des Zimmermannes, den sie „den Messias“ nannten, nämlich der Apostel Thomas.

Nur würde dessen Auslegung der Worte Jesus´ im Widerspruch zu allem dem stehen, worauf sich das Fundament der heutigen Amtskirche aufbaut.
Dies ist wohl der Grund, warum eben diese Amtskirche jede Art von Gnostizismus und ganz speziell den überaus erfolgreichen katharischen Glauben so gnadenlos konsequent ablehnt und zu allen Zeiten auszumerzen versuchte.
Die Verknüpfung der Interessen von Papst und König im Kampf für die etablierten Machtverhältnisse und gegen jedes „störende“ Element von außerhalb führte in der Geschichte sogar zu mehreren Kreuzzügen auf europäischem Boden, die in ihrer Brutalität und Grausamkeit den Kreuzzügen "zur Befreiung des heiligen Landes" in nichts nachstanden und das gnostische Gedankengut letztlich fast völlig vernichtete.

Und dennoch sorgte beispielsweise gerade die hohe Glaubwürdigkeit gnostischen Denkens, wie es etwa speziell die Katharer ausübten, dafür, daß sich deren Lehre in Frankreich, Spanien, Italien und Deutschland ausbreitete und bis zum heutigen Tage nicht völlig vergessen wurde. Die Katharer und der Adel des südfranzösischen Languedoc etwa (einer Gegend, in der auch der Templerorden großen Zulauf bei der Bevölkerung hatte) hatten zwei mächtige Feinde, die sich zur Bekämpfung des Katharismus in einer unheiligen Allianz zusammenfanden: den König (Rest-)Frankreichs und den Papst. Und diese „besiegten“ die „Idee“ des gnostischen Glaubens nie wirklich, obgleich die Ausübung dieser Art christlichen Denkens nahezu ausgemerzt wurde.
Die eigens zur Bekämpfung der Katharer ins Leben gerufene „heilige“ Inquisition hat insgesamt „gute Arbeit“ geleistet und sich bis heute in Form der "heiligen Glaubenskongregation" gehalten und wird zurzeit ausgerechnet von einem Deutschen geführt.

Dass die Katharer im Besitz von geheimnisvollem Wissen oder heiligen Relikten gewesen sein sollen, zeigt sich in mehreren Legenden, die diese umranken. So heißt es unter anderem:

1244 wurde bei der Belagerung der Katharer-Burg Montsegur in einer Nacht- und Nebelaktion kurz vor der Übergabe der Burg an die königlichen Truppen im Dunkel an steilen Felswänden etwas heruntergelassen, das auf keinen Fall in die Fänge der Inquisition gelangen durfte. Worum es sich bei diesem Schatz handelte, ist bis heute allerdings nicht erwiesen. So waren Spekulationen Tür und Tor geöffnet, dabei handele es sich um

- einen Schatz aus Goldmünzen und ähnlichem;
- das "wahre Evangelium", das nur die Katharer kennen (vielleicht das „Thomas-Evangelium“ oder gar das mysteriöse
„5. Evangelium“, das der Legende zufolge von Jesus selbst verfasst worden sein soll?);
- andere heilige Schriften, die die theologische Grundlage des Katharismus beinhalten;
- die Schale, mit der das Blut Jesu am Kreuze aufgefangen wurde und/oder;
- die Schale, mit der Jesus beim letzten Abendmahl den Wein ausgeteilt haben soll (der heilige Gral!);
- Kind(er), die das "echte" Blut Jesu (!!!) und damit eine auf Jesus Christus gegründete Dynastie fortführen;
- ein ultimativer Beweis, dass Jesus am Kreuz nicht starb, sondern noch lange weiterlebte.
Offiziell wurde der Katharerglauben 1321 von der heiligen Inquisition für vernichtet erklärt.
Der Gnostizismus als Idee ging im Laufe der Zeit verloren und wurde erst Jahrhunderte später wiederentdeckt.

Eine andere Gruppierung, die ebenfalls im Besitz geheimen Wissens gewesen sein soll und die christliche Reliquien von unschätzbarem Wert besessen haben soll, waren die armen Ritter vom Orden des Tempels zu Jerusalem, die das Schicksal der Katharer in vielen Punkten teilten. So hatten auch die Tempelritter im Verlaufe ihrer Geschichte gnostisches Gedankengut in sich aufgenommen. Beide Gruppen wurden daraufhin von den Mächtigen unter einem Vorwand verboten, verfolgt und letztlich ausgerottet. Und beide Gruppierungen fanden während ihrer Verfolgung zumindest vorläufig Zuflucht in der rauhen Gegend des Languedoc.

Der „Orden der armen Ritter vom Tempel Salomons zu Jerusalem“ wurde im Jahre 1118 gegründet, um als eine Art „Nachrichtendienst“ für die Kreuzritter zu fungieren, die in dieser Zeit in insgesamt 7 Kreuzzügen gegen die Moslems kämpften mit dem Ziel, die heilige Stadt Jerusalem für das Christentum zu erringen und zu sichern. Die Templer waren zu der damaligen Zeit so etwas wie eine Mischung aus „Mossad“ und „Secret Service“ und „GSG 9“. Zu den Aufgaben der Templer gehörten die Sicherung der Wege der Kreuzritter, Spionage, Schutz hoher Würdenträger, Befreiungsaktionen und gezielte Angriffe hinter den feindlichen Linien. Anders als der zur gleichen Zeit wirkende Orden der Johanniter-Ritter, die sich am Rande der Schlachtfelder um die Versorgung verletzter Kreuzritter sorgte, hatten die Ritter des Templer-Ordens jedoch nicht das Glück, bis in die heutige Zeit weiter wirken zu können.
Der Niedergang des Templer-Ordens begann am Freitag, den 13. Oktober 1307 (Der Grund dafür, warum „Freitag der 13te“ bis heute als Unglückstag gilt).
An diesem Tag wurden, ausgelöst durch eine hinterhältige Intrige, alle Templer innerhalb der französischen Grenzen überraschend verhaftet und deren Vermögen ausnahmslos beschlagnahmt.
Die Anklagepunkte lauteten:

- Verleumdung Christi;
- Abhalten heimlicher Versammlungen, auf denen ein magisches Haupt verehrt wird (Baphomet);
- Mißachtung der Sakramente;
- Obszöne Sexualpraktiken und Homosexualität;
- Absolution durch Laien;
- Habgier.

Gerade der letzte Punkt war der blanke Hohn, denn man nimmt an, dass es eben eine solche Gier nach den angehäuften Schätzen der Templer war, die den französischen König Philipp dazu trieben, diese verfolgen zu lassen.
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Alt 29.12.2004, 11:41   #2
Andreas Wehner
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Und hier Teil 2.

Ich danke für Ihr Verständnis, Ladies and Gentlemen!



Der Führer des Ordens, Jaques de Molay, wurde nach jahrelangen Prozess zum Tode verurteilt und starb am 18.03.1314 den Feuertod im Scheiterhaufen.

Der Orden der „armen Ritter“, wie die Templer sich trotz ihrer angehäuften Reichtümer ironischerweise selbst nannten, wurde letztlich in fast ganz Europa verboten. Lediglich in Portugal fanden sie eine letzte legale Rückzugsmöglichkeit, denn diesen Staat hatten die Templer einst großzügig und selbstlos unterstützt und fanden nun im dort amtierenden König Alfonso (dem „Templer-König“) einen letzten, offiziellen Verbündeten.
Wie sehr Portugal den Templern verbunden war, zeigt sich an einigen der Staatswappen, die das Land sein Eigen nannte. Einige dieser Wappen sind noch heute durch die portugiesischen Euro-Münzen „verewigt“.
Auf den .-10, .-20 und .-50-Cent–Stücken ist das portugiesische Wappen von 1142 abgebildet und darauf sieht man den Namen des Landes in vier Blättern einer Windrose verteilt, sodass man oben „PO“ und „RT“ und unten „UG“ und „AL“ lesen kann.
In einem Kreuz, das die vier Buchstabenkombinationen durchschneidet, befand sich an der Schnittstelle der beiden Linien in der ursprünglichen Fassung des Siegels der Buchstabe „R“, was zur Folge hatte, dass man mit wenig Phantasie nun auch
„PO-RT-UG-R-AL“ (Port u Gral = Tor zum Gral) oder „PO-RT-U-R-G-R-AL“ (Por tur Gral = Für den Gral) lesen konnte.

Dies lässt folgern, dass Portugal entweder das Land (Hort) des Grals sein soll oder zumindest der Weg, der zum Gral führt.
Weil man über einen portugiesischen Hafen mit dem Schiff nach Amerika kommt?
Dem Ort, an dem die Templer, die als überragende Seefahrer galten, den Großteil ihrer Schätze möglicherweise versteckten?
Das wissen wohl nur die Erben der Templer.
Die fünf Wappen unten und sieben Burgen oben stehen jedenfalls definitiv für die Templer, die die Vergangenheit des Landes entscheidend prägten.

Dass auf der Euro-Münze nun kein „R“ mehr zu sehen ist in der Mitte des Siegels, mag damit in Zusammenhang stehen, dass „irgendjemand“ daran interessiert ist, zwar für Eingeweihte Zeichen zu setzen, ansonsten aber alle Spuren zu verwischen. Schließlich will man die unwissende Masse der Menschen nicht unbedingt auf die wahren Zusammenhänge hinweisen. Verantwortlich für das Design der Münzen ist jedenfalls ein gewisser Vitor Santos, der sich angeblich von historischen Wappen seines Heimatlandes „inspirieren“ ließ!

In der portugiesischen Stadt Tomar (Zentrum des „Ordens der armen Ritter“), ebenso wie die heiligen Städte Jerusalem und Rom auf sieben Hügeln erbaut, findet sich die Ordenskapelle, in dieser steht ein Altar, den bereits die Templer nutzen und auf einer Inschrift unter einem Wandfresko findet sich der Satz: Mystica Verba Provaris (Du sprichst geheimnisvolle Worte). Ein Hinweis darauf, dass die Templer hier magische Rituale vollzogen, zumindest jedoch von Dingen wussten, die sonst niemand so richtig verstand?
Im Zentrum Tomars (bezieht sich der Name Tomar vielleicht auf den Apostel Thomas?) steht auch ein Denkmal des Templer-Führers Galdinus, die Stadt selbst birgt in unterirdischen Gewölben vermutlich noch vieles, was die Templer einst hierher brachten, doch die portugiesische Regierung untersagt noch heute jede Forschung, die in Tomar diese Dinge zu finden hofft. Warum wohl?

Nicht nur in Portugal, auch im südfranzösischen Languedoc, wohin sich ja bereits die Katharer zur ungefähr gleichen Zeit zurückgezogen hatten, fanden auch die Templer eine Zeitlang Unterschlupf. Dort kamen beide Gruppen miteinander in Kontakt, es gibt nämlich gesicherte Hinweise darauf, dass viele Katharer sich zu dieser Zeit den Templern anschlossen. Die Region des Languedoc entwickelte sich obgleich dieser Verbindungen zu einem einzigen großen „Widerstandsnest“ gegen den französischen König und die Amtskirche.
Es gibt Gerüchte, wonach die Templer einen unsagbar wertvollen Schatz mit hierher brachten und diesen in einem heute vergessenen Schacht in dem Berg „Pech Cardou“, unweit des Ortes Rennes-le-Cháteau versteckten.
Wobei es sich bei diesem geheimnisvollen Schatz handeln könnte, liegt bisher im Schleier des Verborgenen verhüllt. Aber es gab stets Gerüchte, die Templer wären im Besitz des heiligen Grals, bzw. des Kelches, in dem das Blut Christi nach dessen Kreuzigung aufgefangen worden wäre.
Eine andere These behauptet, der Schatz der Templer sei eher immaterieller Natur gewesen, er habe etwa in einem Beweis dafür bestanden, dass Jesus Christus seinerzeit die Kreuzigung überlebt hätte und mindestens bis zum Jahre 45 unserer Zeitrechnung weitergelebt hätte. Wie ein solcher Beweis ausgesehen hätte, weiß niemand. Aber wenn es auch nur den Hauch einer Chance geben würde, dass es einen solchen Beweis geben sollte, wer würde dann am meisten Interesse daran haben, diesen für alle Zeiten niemals an die Öffentlichkeit gelangen zu lassen? Natürlich die Amtskirche, denn wenn Jesus nicht den Sühnetod für die Menschheit starb und nicht von den Toten auferstand, was bleibt dann von den Dogmen der katholischen Kirche?
Das alles sind Dinge, die auch den Kathareren stets zugeschrieben wurden.

Und wer weiß:
Bekamen die Templer diesen ultimativen Beweis dafür, dass Jesus nicht am Kreuz starb, vielleicht tatsächlich von den Katharern, die (wie oben im Text bereits erwähnt) 1244 angeblich einen geheimnisvollen Schatz beiseite schafften und nun ja in unmittelbarer Nachbarschaft der Templer lebten und in diesen vielleicht Verbündete gegen den gemeinsamen Feind sahen?

Auch flohen möglicherweise einige Brüder nach Schottland, wo sie fortan im geheimen weiterwirkten. Aus den Templern wurden so die ersten Freimaurer. Es gibt zwar keinen gesicherten Beweis dafür, dass die Templer nun als Geheimorden weiterwirkten, doch gab es später in der schottischen Geschichte zwei Ereignisse, die dies zumindest vermuten lassen:

Als der selbst ernannte schottische König Robert Bruce 1314 in der Schlacht von Bannockburn gegen die Truppen des englischen Eduard II. kämpfte, schien die Lage für die Schotten aussichtslos. Den 6000 schottischen Kriegern standen 20 000 Engländer gegenüber, doch auf dem Höhepunkt der Schlacht tauchte hinter den schottischen Linien eine bisher zurückgehaltene Reserve auf, drang bis zu dem englischen König vor und trieb diesen schließlich mitsamt seinen 500 Bogenschützen in die Flucht. Das Wappen dieser geheimnisvollen schottischen Reserve bestand aus dem schwarz-weißen Beauceant der Templer. Nach diesem unheimlichen Zwischenspiel schließlich verschwand die Geisterkavallerie wieder für mehr als 300 Jahre.

Aber am 27. Juli 1689 fand eine weitere Schlacht statt, in der Iren und Schotten gemeinsam gegen das neue Herrschergeschlecht in England, die Oranier, die Waffen erhoben. Der Anführer dieser Rebellen-Armee wurde im Schlachtgetümmel getötet und als man die Leiche später entkleidete, entdeckte man auf ihrem Unterwams ein Templerkreuz.
Offenbar hatte der Gedanke der Templer tatsächlich im Verborgenen überlebt?!

Nach der offiziellen Auflösung des Templer-Ordens 1312 gründeten auch einige Templer in Portugal 1319 einen neuen Orden – den „Christus-Orden“. Dieser führte die Arbeit der „armen Brüder“ offenbar sehr erfolgreich weiter, denn Vasco Da Gama, der im Jahre 1497 den Seeweg nach Indien entdeckte, segelte unter dem Templerkreuz, ebenso wie der legendäre Heinrich der Seefahrer. Und Christoph Columbus, der offizielle Entdecker Amerikas, bekam seine Seekarten von seinem Schwiegervater, der vermutlich Großmeister des Christus-Ordens war. Und schon in jedem Kindersachbuch über Seefahrerei ist auf den drei Schiffen von Columbus das große rote Templer-Kreuz auf den Segeln zu sehen. Auch das ist bestimmt kein Zufall.

Im Jahre 1460 wurden durch einen Zufall Dokumente wiederentdeckt, die gnostisches Wissen beschrieben und diese gelangten in Florenz in den Besitz der Familie Medici. Die Medicis veröffentlichten diese Texte und lösten damit einen wahren „Gnostiker-Boom“ aus. Unter dem Begriff „Hermetismus“ sollen für die nächsten dreihundert Jahre Europas Kultur von der Philosophie bis zur bildenden Kunst befruchtet werden. Dieser intellektuelle Innovationsschub strahlt sogar aus bis ins christliche Rom und veranlasste die kirchlichen Führer jener Zeit, sich das gnostische Symbol des Obelisken zu eigen zu machen und solche Monumente nun überall im christlichen Raum aufstellen zu lassen. Das Symbol, unter dem der fortschrittliche Glaube bereits im antiken ägyptischen Heliopolis dargestellt wurde, war nun zum christlichen Symbol erklärt worden und es mag als Treppenwitz der Geschichte angesehen werden, dass damit zugleich das gnostische Gedankengut ägyptischen Ursprungs angebetet wurde, welche die Amtskirche im Grunde aufs Heftigste verdammte.

Als sich im Laufe der Zeit jedoch immer mehr herauskristallisierte, dass der Gnostizismus nun unter dem Begriff Hermetismus Wege zu Selbsterkenntnis und Gott bot, die sich immer mehr von den inzwischen unantastbar etablierten Dogmen der Kirche entfernten, begannen erneute Verfolgungen. Nach einer dramatischen Kampagne, bestehend aus Bücherverbrennungen und Verboten, versuchten die Häscher der Inquisition, festgenommene Hermetiker durch Folter zu der Preisgabe ihres Geheimwissens zu zwingen. Diese hielten jedoch stand und so griffen die Kirchenoberen zum drastischsten Mittel:
An einem Septembermorgen des Jahres 1600 wurde der Führer der Hermetiker, „Giordano Bruno“ festgenommen und wie der Templer Jaques de Molay 286 Jahre früher bei lebendigem Leibe verbrannt. Dies war das offizielle Ende des Hermetismus.

Doch auch diesmal war der Gedanke des Gnostizismus selbst nicht vernichtet. Die letzten überlebenden Hermetiker flüchteten sich in die esoterischen Kreise der Freimaurerei. Auch wenn diese eine Verbindung zum Hermetismus und zu altägyptischen Glaubensansätzen heute leugnen, beweist doch schon die Symbolik der Freimaurer-Zeichen (Pyramiden, Pentagramme, Sterne, Obelisken, Strahlenkränze und das „Auge der allessehenden Gottheit“), dass ein Zusammenhang nicht zu verkennen ist.

Am 1. Mai 1776 gründete Adam Weishaupt in Ingolstadt den Orden der Illuminaten , zur Durchsetzung des „Lichts der wahren Vernunft“, dessen Mitglieder schon bald unter anderem Freiherr von Dahlberg, Herzog Karl August von Weimar, Johann Wolfgang von Goethe, Herzog Ferdinand von Braunschweig, (Generalpostmeister von Thurn und Taxis), Freiherr von Knigge, Herder und viele andere, meist Beamte, Literaten und Adlige, waren. Die Vereinigung wurde wegen ihrer radikal-aufklärerischen Haltung schon in ihrer Anfangszeit, dann aber besonders nach der französischen Revolution Gegenstand wilder Spekulationen und Verschwörungstheorien, die gerade heute auch im Internet ihren Niederschlag finden.
Der Orden arbeitete bis etwa 1788 und konnte in seinen mehr als 70 Niederlassungen im Alten Reich wie im benachbarten Ausland mehr als 1500 Mitglieder gewinnen. Die enge Verbindung mit der Freimaurerei wie seine Vernetzung mit allen Bereichen von Staat, Kirche und Gesellschaft im "Ancien Régime" unterstreichen seine exponierte Stellung und seine herausragende Bedeutung im Geflecht der aufgeklärten Gesellschaften des achtzehnten Jahrhunderts.

Zunächst hieß der Orden „Bund der Perfekibilisten“, später »Bienenorden« und zu letzt: Illuminatenorden (von illuminati (lat.) = die Erleuchteten). Ziel war es, den Staat, die Religion und vor allem die Lehre zu reformieren. Selbst sahen sie sich als „eine Verbindung, die durch die feinsten und sichersten Mittel den Zweck erlangt, der Tugend und Weisheit in der Welt über Dummheit und Bosheit den Sieg zu verschaffen, die wichtigsten Entdeckungen der Wissenschaften zu machen; ihre Mitglieder zu edlen, großen Menschen zu bilden, und diesen dann den Preis ihrer Vervollkommnung auch in dieser Welt schon zuzusichern; sie gegen Verfolgung, Schicksale und Unterdrückung zu schützen, und dem Despotismus aller Art die Hände zu binden“.

Am 16. Juli 1782 wurde in Wilhelmsbad das Bündnis zwischen den Freimaurern und den Illuminaten besiegelt, der somit ca. 3.000.000 Mitglieder der führenden Geheimgesellschaften verband. Ein Abkommen des Kongresses in Wilhelmsbad bewirkte die Aufnahme von Juden in die Logen, die zu jener Zeit nur wenige Rechte hatten.

Die Illuminaten wollen die höchste Stufe der menschlichen Entwicklung erreichen. Dies ist aber nur im Untergrund möglich, da keine Regierung zulassen wird, dass eine andere Gruppe ihr die Macht entreißt. Daher sind die Illuminaten ein eingeschworener Geheimbund.
Dem Prinzip folgend „Klotzen, nicht kleckern!“, arbeiten die Illuminaten auf globaler Ebene und wollen langsam aber stetig eine Weltherrschaft aufbauen, in der dann alle Erdenbürger in „Freiheit, Gleichheit & Brüderlichkeit“ leben können.

„Liberté, Egalité, Fraternité“!

Dass gerade diese drei Wörter zum Inbegriff der französischen Revolution geworden sind, mag noch ein Zufall sein.
Dass Napoleon Bonaparte selbst Freimaurer war, ist jedoch ein nicht wegdiskutierbarer Fakt.
Seine berühmte Geste, die rechte Hand durch sein geöffnetes Hemd auf dem Herzen zu halten, mag nicht etwa damit zu tun haben, dass er seine kalten Finger wärmen wollte :P , diese eigenartige Geste ist nichts anderes als das Freimaurer-Symbol für ewige „Treue“ dem Bund gegenüber.

Haben etwa die Freimaurer, die Illuminaten, die französische Revolution angezettelt?

Ist es wirklich nur ein bedeutungsloser Zufall, dass im ersten Jahr der französischen Revolution einer der Hauptsammelplätze der Revolutionäre, der „Place de la Bastille“, genau unterhalb einer Statue der ägyptischen Göttin der Isis lag, wo heute eine gigantischer Obelisk steht?

Und warum nannten sich die Akteure der Revolution „Jacobiner“?
Hat das vielleicht damit zu tun, dass sich der engere Kreis der Drahtzieher auf Jaques (= Jacob) de Molay berief, den 1314 hingerichteten Anführer der Templer?

Und dass französische Truppen 1798 nach Ägypten ("Schlacht bei den Pyramiden") zogen, mag tatsächlich damit zu tun haben, dass man den Briten die Vormachtstellung im Mittelmeerraum streitig machen wollte. (Auch wenn Militärstrategen damals wie heute nur großes Unverständnis für diesen Feldzug aufbrachten, der eigentlich völlig unnötig schien und in einem militärischen Desaster endete! Immerhin versenkten die Briten bei Abukir bei dieser Gelegenheit fast die gesamte französische Nachschubflotte.) Dass der Kaiser der Franzosen dann allerdings eine Nacht alleine in der großen „Cheops“-Pyramide verbrachte, dem höchsten aller Symbole der Freimaurer, der Hermetiker und der Ägypter, bedarf sicher keines weiteren Kommentars. Ging es ihm vielleicht von Anfang an nur darum?!

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, dass dem Tross der französischen Armee eine Unzahl von Wissenschaftlern und Künstlern folgte, die im Auftrage des Kaisers höchstpersönlich gleich damit begannen, möglichst viele Fakten festzuhalten, die mit den Pyramiden und den pharaonischen Wurzeln Ägyptens zu tun haben.
Französische Soldaten gruben den Sphinx von Gizeh aus, der seit Jahrtausenden im Saharasand verhüllt gewesen war, französische Zeichner erstellten Unmengen von Bildern, die erst zu Hause in Frankreich und dann in ganz Europa einen erneuten „Ägypten-Boom“ auslösten. Wieder wurde es schick, Obelisken aufzustellen und wieder waren die Menschen in Europa begeistert von den esoterischen Aspekten der ägyptischen Glaubenswelt.

Die Gründung der vereinigten Staaten von Amerika wurde nach den Ereignissen von 1776 von einer Gruppe von Leuten vorangetrieben, die (natürlich rein zufällig!) alle Freimaurer waren, und deren höchstes Ziel es war, eine „neue Weltordnung“ zu errichten. Die Vorbereitung zur Revolution gegen die britischen Herren wurden von einer Freimaurergruppe organisiert, die sich selbst „Sons of Liberty“ (Söhne der Freiheit) nannte. Es gilt als möglich, jedoch keinesfalls als gesichert, dass genau diese Gruppe für die „Boston-Tea-Party“ von 1776 verantwortlich sein soll, während der einige couragierte Kolonisten als Indianer verkleidet auf britische Schiffe vorgedrungen sind und dort für den Import bestimmten, britischen Tee über Bord warfen, auf dessen Einfuhr in die Kolonien die Briten einen horrenden Zoll verlangten. Diese Tat war der Auftakt zum Kampf der Kolonisten um ihre Unabhängigkeit von England.

Haben etwa die Freimaurer, die Illuminaten, die amerikanische Revolution ausgelöst?

Die Verfassung der USA ist jedenfalls nichts anderes als eine Fortschreibung der Grundprinzipien der Freimaurerei. Und die Urfassung der Verfassung wurde zuerst in deutscher Sprache (der Muttersprache Adam Weishaupts) aufgesetzt, bevor sie für die endgültige Fassung ins Englische übersetzt wurde. Zufall?

In den USA wimmelt es ansonsten nur so von Freimaurer-Symbolen: Tempel, Obelisken, Gemälde, auf denen die Gründerväter von George Washington bis Benjamin Franklin in ockergelben Freimaurer-Umhängen und mit den Freimaurer-Symbolen Zirkel- und Hammer abgebildet sind.

Und wenn ein jeweils neu gewählter US-Präsident vereidigt wird, verharrt er während dieser Zeremonie in derselben Geste, wie sie Napoleon Bonaparte seinerzeit anwandte, um „ewige Treue der Loge gegenüber“ (siehe oben) zu symbolisieren. Zufall? Wohl kaum!

Das sicherste Zeichen für die permanente Anwesenheit des Freimaurertums in der amerikanischen Gesellschaft dürfte jedoch das Design der Ein-Dollar-Note sein.

Auf der Rückseite des Scheins ist links die Pyramide als Symbol des großen Siegels, des „Great Seal“ zu sehen.
Einem Symbol, das noch in Europa von Adam Weishaupt persönlich als Symbol des Illuminaten-Ordens entworfen wurde.

Wie Amerika jedoch zu diesem "Great Seal" kam, ist an sich schon eine merkwürdige Geschichte: Vom kontinentalen Kongress mit dem Entwurf eines Siegels für die Vereinigten Staaten beauftragt, arbeiteten Benjamin Franklin, Thomas Jefferson und John Adams bis spät in die Nacht hinein. Jefferson ging in den Garten, um Frischluft zu tanken und kam kurz darauf aufgeregt zurück - in der Hand hielt er Skizzen mit dem "Großen Siegel". Ein vermummter Mann, so Jefferson, habe ihm die Blätter gegeben - das Symbol sei bedeutungsvoll und angemessen. Die Identität des Mannes konnte nie festgestellt werden. Das Symbol des „Great Seal“ jedoch wurde anstandslos als US-Siegel übernommen und in den dreißiger Jahren des Zwanzigsten Jahrhunderts auf Anweisung des damaligen US-Präsidenten Franklin Delano Roosevelt auf die Dollar-Note gesetzt.
Die 13 Stufen der Pyramide stehen für die 13 verschiedenen Ränge innerhalb der Illuminaten-Organisation.
Die Spitze der Pyramide stellt einen Abdeckstein altägyptischer Obelisken dar, einen so genannten „Benben“. (siehe oben im Text) Das „allessehende Auge“ in diesem Benben steht für die alles kontrollierende Macht des Geheimbundes. Das Licht um
das Auge deutet die Erleuchtung der Freimaurer an.
„Annuit Coeptis“, die obere Inschrift des Siegels bedeutet sinngemäß: „Unsere Verschwörung möge gelingen“.
„Novus ordo seclorum“ verkündet die „Neue Weltordnung“, die von den Illuminaten aufgebaut wird (Ein Begriff, der gerade in Zeiten des Globalisierungsgedankens wieder hochaktuell ist!).
MDCCLXXVI: römische Schreibweise für das Jahr 1776. Dem Jahr der Revolution, die nach dem Sieg der Kolonisten über die Briten zur Gründung der vereinigten Staaten von Amerika führte, aber auch das Jahr der Gründung des Bundes der Illuminaten.

Dass George Washington und Adam Weishaupt angeblich ein- und dieselbe Person gewesen sein sollen, sei es, dass Adam Weishaupt von Anfang an unter dem Namen George Washington die Fäden gezogen haben soll oder gar den echten George Washington „beseitigt“ und seinen Platz in der Geschichte eingenommen haben soll, wird zwar immer wieder als Legende gehandelt, klingt doch aber sehr konstruiert. Und die Ähnlichkeit zwischen einem der bekanntesten Porträt Adam Weishaupts und dem Bildnis George Washingtons auf der Ein-Dollar-Note vermag sich dadurch zu erklären, dass alle Abbildungen aus jener Zeit sich irgendwie ähneln. Und läge dies auch nur an den „Teppich-Frisuren“- bzw. -Perrücken dieser Epoche!

Und weshalb besteht das Dollar-Zeichen eigentlich aus einem „$“ und nicht aus einem „D“ oder der Buchstabenkombination „DOL“, was ja eigentlich viel naheliegender wäre?
Es handelt sich bei dem Dollar-Zeichen laut Freimaurer-Angaben angeblich um eine stilisierte Form des Semicaduceus.
Das Zeichen des Semicaduceus ist das Symbol der Illuminaten-Untergruppe „Bruderschaft der Schlange“, die dieses Symbol angeblich als Dollar-Zeichen etablierte, um auf solche Weise ihren Einfluss auf das „freieste Land der Welt“ darzustellen. Das Semicaduceus ist eine auf eine Schlange abgeänderte Form des Caduceus , zweier sich windenden Schlangen um das Zeichen des griechischen Äskulapstabes (das Erkennungszeichens von Apotheken und Pharmaindustrie). Und Äskulap war nichts anderes als der griechische Name des ägyptischen Imhotep. Oberster Priester, Pyramidenbaumeister und Meister der Medizin. Ein legendäres und geheimnisvolles Universalgenie der Pharaonenzeit. Sozusagen der „Leonardo da Vinci“ des alten Ägypten.

Dass es heute in aller Welt Obelisken in jeder größeren Stadt gibt, mag vielleicht nur einem „Modetrend“, der bis ins 19. Jahrhundert anhielt, zu verdanken zu sein. Als jedoch 1989 der zweihundertste Geburtstag der französischen Demokratie gefeiert wurde, weihte der französische Präsident Francois Mitterand genau vor dem Louvre (dem Freimaurerzentrum des 19. Jahrhunderts) eine große Glaspyramide und in deren Sichtweite einen monumentalen Obelisken ein. Auch nur ein „Modetrend“? Wohl nicht. Es scheint eher so, dass die Freimaurer mit diesen symbolbeladenen Bauwerken zeigen wollen, wer „wirklich das Sagen“ hat. Wie ein Hund, der an jeder Gebäudeecke, jedem Baum, seine Botschaften „setzen“ muss, wollen die Freimaurer beweisen, dass es sie noch gibt und dass sie weiter an ihrem Plan arbeiten, eine neue Weltordnung aufzubauen. Ob dieser Plan letztlich für uns, die wir nicht zu den Eingeweihten, den Erleuchteten, den „Iluminati“ gehören, gut ist oder schlecht, das mag die Zukunft zeigen.
Die Ansätze des Freimaurertums sind durchaus ehrenwert, denn die Freimaurerei will ja, ebenso wie das gnostische Gedankengut, „Gutes tun“, Wissenschaften und Künste fördern und die Menschheit in einen höheren Bewusstseinsstand erheben, fernab jeder Einschränkung wie Religion oder Herkunft. Das Problem scheint hier jedoch zu sein, dass nicht jede Gruppierung, die sich selbst dem Freimaurertum zuordnet, ehrenwerte Absichten hat. Dass selbst Mafia und Cosa Nostra im weitesten Sinne zu den Freimaurergruppen zählen, spricht für sich. Und die italienische P2–Loge, die in den siebziger Jahren die gesamte italienische Regierung unter ihre Kontrolle gebracht hatte, stolperte schließlich über ihre eigenen Machtgelüste. Aber da man den Italienern ohnehin nachsagt, dass sie „alle vier Wochen“ zu Neuwahlen genötigt werden, ist dieser ganz spezielle Regierungssturz außerhalb Italiens nur als „einer von vielen“ am Rande wahrgenommen worden. Mit dem Tod des linksorientierten Aldo Moro, der 1978 von den Roten Brigaden unter seltsamsten Begleitumständen entführt und getötet wurde, und dessen „Rettung“ möglich gewesen wäre, aber aufgrund etlicher unverständlicher Fehler und Missverständnisse der Polizei unterblieb, fand das Bestreben der P2 nach Macht einen spektakulären Höhepunkt.
US-Außenminister Kissinger setzte die Italiener schon 1974 unter Druck, weil sich in Italien schon seit geraumer Zeit eine Mitwirkung der kommunistischen Partei in der italienischen Regierung anbahnte. Und es steht kommentarlos für sich, dass zu den führenden Mitgliedern der P2 auch die Chefs der italienischen Sektion des CIA gehörten. Ein Beispiel für den Versuch des Freimaurer-Staates USA, Druck auf die restliche Welt auszuüben, um seine eigenen Ziele zu verwirklichen?

Leide ich unter Verfolgungswahn, wenn ich all diese Dinge, die in diesem Artikel erwähnt werden, zusammenwerfe und einen gemeinsamen Zusammenhang „erkenne“? Ist das Freimaurertum doch nur eine harmlose „Erwachsenen-Spielerei“?
Ich werde es nie wissen, denn ich werde niemals Einblick bekommen in die Organisationsstruktur dieser Gruppierungen.
Denn mein Einblick in die Welt der Freimaurererei beschränkt sich lediglich auf die Literatur.
Schließlich bin ich kein Freimaurer, kein „Erleuchteter“, gehöre nicht zu den „Illuminati“!
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Alt 29.12.2004, 11:49   #3
Andreas Wehner
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Nachclap zum Thema:

Wen´s interessiert, der kann ja mal hier nachschauen und vielleicht etwas staunen:

www.obelisken.com

Das nur zu dem Vergleich mit dem Hund, der überall seine Markierungen setzen muss!
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Alt 03.01.2005, 00:43   #4
da kami
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Die Hermetiker heissen Häretiker (was man in etwa mit Beharrer übersetzen kann).
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Alt 03.01.2005, 18:44   #5
Andreas Wehner
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Jo, Man! 8)
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Alt 09.01.2005, 16:49   #6
Andreas Wehner
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@ meinen ganz speziellen Freund Da Kami:

Hat mir dann doch keine Ruhe gelassen... :P

Laut Duden:

Häretiker = Jemand, der von der offiziellen Lehre abweicht / Ketzer
Hermetiker = Anhänger des Hermes Trismegistos, des ägyptisch/spätantiken Gottes der Magie u. Alchimie

Muss man nicht absolut wortgenau wissen, sollte dann aber vielleicht doch etwas zurückhaltender sein mit der Öffentlichmachung seiner geistigen Ergüsse.

Aber es zeichnet dich ja ohnehin aus, jeden Threat durch solche neunmalkluge Kritteleien vom eigentlichen Thema fort zu reißen und zu einem Forum für persönliche Angriffe und Beleidigungen an andere zu machen.
Schade eigentlich, dass deine Psyche sowas nötig hat.
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Alt 09.01.2005, 18:13   #7
da kami
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Mir scheint ich habe einen neuen Freund gefunden

Zitat:
Original von Andreas Wehner
Häretiker = Jemand, der von der offiziellen Lehre abweicht / Ketzer
Hermetiker = Anhänger des Hermes Trismegistos, des ägyptisch/spätantiken Gottes der Magie u. Alchimie
Danke, die Hermetiker waren mir neu und ich lerne gern dazu.
Findest du es aber wirklich so unwahrscheinlich dass man in der Reihung "Katharer, Templer, ..., Freimaurer", also 3 "Vereinen" aus dem christlichen Umfeld eher auf die christlichen Häretiker als auf die antiken Hermetiker tippt?
Im übrigen ist deine nachgereichte Erklärung des Begriffes Häretiker schlicht falsch, bzw ungenau.
Ketzer ist ein Sammelbegriff, für alle die von der offiziellen Lehre abweichen. Häretiker dagegen sind nur solche Abweichler die dadurch abweichen, dass sie auf einer inzwischen verworfenen Lehrmeinung verharren. (In diesem Fall zumeist die Sichtweise Gottes und Jesu als zwei verschiedene Personen -Vater und Sohn statt Dreifaltigkeit-, wie es die im Frühmittelalter weitverbreiteten arianischen Christen taten.)
Also:
Ketzer=Sammelbegriff
Häretiker=vom Sammelbegriff erfasster Unterbegriff

Zitat:
Muss man nicht absolut wortgenau wissen, sollte dann aber vielleicht doch etwas zurückhaltender sein mit der Öffentlichmachung seiner geistigen Ergüsse.
naja geistliche Ergüsse...ein Satz?
Ich hätte es als Frage formulieren sollen, ob du die meinst, stimmt, oder ob du dich nur verschrieben hast.

Zitat:
Aber es zeichnet dich ja ohnehin aus, jeden Threat durch solche neunmalkluge Kritteleien vom eigentlichen Thema fort zu reißen und zu einem Forum für persönliche Angriffe und Beleidigungen an andere zu machen.
Schade eigentlich, dass deine Psyche sowas nötig hat.
neunmalkluge Kittelei finde ich das jetzt Aber ich antworte gerne im selben Niveau.
Vom Thema weggerissen hats ein Satz wohl nicht, oder?
Und wo ich dich damit persönlich beleidigt habe ist mir unklar...ich wollte eben wissen ob du Häretiker meinst, anscheinend hast du sie sogar ursprünglich gemeint, sonst ist deine direkte Antwort darauf unlogisch.
Hat deine Psyche sowas nötig?
Naja ich denke wir kehren wirklich besser zum Thema zurück
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Alt 09.01.2005, 19:39   #8
Andreas Wehner
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Hallo Freund,

im Fremdwörterduden zumindest steht die Erklärung, die ich genannt habe.
Aber vielleicht ist der ja auch nicht korrekt?!

Ich erwarte auch nicht wirklich, dass du den Artikel gelesen hast, aber für die, die ihn gelesen haben, stellt sich die Frage eigentlich nicht, warum gerade die Hermetiker den Häretikern vorgezogen wurden.
Ergibt sich nämlich aus dem Text.

Aber ist ja nicht so wichtig.

Alles andere, was du geäußerst hast, bestätigt meine Meinung über dich und deshalb möchte ich sowohl jetzt als auch in Zukunft nicht weiter darauf eingehen.

Deswegen gebe ich dir auch absolut recht, wenn du meinst, wir sollten uns zukünftig auf die Themen der jeweiligen Threads beschränken.

Nie waren wir uns so einig, wie in diesem Punkt!
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Alt 09.01.2005, 20:13   #9
da kami
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Auch Lexika neigen zu verkürzten aussagen, das liegt daran dass sie nicht alle aus 50 Bänden bestehen :-P
Definition Häresie:
http://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%A4retiker
Ich hab weder die Wahrheit für mich gepachtet noch Theologie studiert, also lies oder lass es...

Und ja, ich hatte den Artikel nicht gelesen sondern nur deine Überschrift, hätte ich ihn gelesen hätte ich gewusst dass du nicht Häretiker meinst*schande über mich*/*steinigt mich dafür* ich hab halt gefragt und es nicht als frage formuliert, verzeih

womit du Recht hast: diskussionen mit dir erscheinen sinnlos, du wirst zu schnell persönlich.
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Alt 09.01.2005, 20:21   #10
Andreas Wehner
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Ich werde persönlich?! Das sagt der Richtige!

Wikipedia ist aufgrund seiner Struktur mehr als vorsichtig zu handhaben.
Aber wer sein Wissen darauf beziehen will, kann dies sicher tun oder eben falsches Wissen dort einbringen...

Es spricht gegen dich, auf ein Thread zu reagieren, ohne die Artikel darin überhaupt gelesen zu haben.
Aber es spricht für dich, dies wenigstens so offen zuzugeben.

Ehre, wem Ehre gebührt!
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