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Religion Von Animismus bis Zen...

Umfrageergebnis anzeigen: Staatliche Subvention der Kirchen abschaffen? Ich bin ...
dafür 49 79,03%
dagegen 11 17,74%
weiß nicht 2 3,23%
mir egal 0 0%
Multiple-Choice-Umfrage. Teilnehmer: 62. Sie dürfen bei dieser Umfrage nicht abstimmen

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Alt 16.02.2007, 15:08   #11
Moredread
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Stimmt. Wie gut, das Christen niemals Bomben legen würden. Belfast? Habe ich nie von gehört...
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Alt 16.02.2007, 19:48   #12
Lawrence P. W.
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Zitat:
Original von Moredread
Stimmt. Wie gut, das Christen niemals Bomben legen würden. Belfast? Habe ich nie von gehört...
Da geht es auch mehr Iren gegen Engländer seit der Besetzung durch Cromwell... Religion ist da nur ein Deckmantel:
Iren = Kath. Engländer= Angilikanisch.
__________________
Letztendlich muss jeder Atheist dran glauben
Der Glaube ist eine Realität von den Dingen, die wir hoffen.
Nietzsche "Gott ist tot" ............................................ Gott "Nietzsche ist tot"
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Alt 26.03.2008, 20:55   #13
Acolina
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Zitat:
Konfessioneller Religionsunterricht - Deutsche Besonderheiten

Konfessionell gebundener und bekenntnisorientierter Unterricht an staatlichen Schulen, der von beamteten oder angestellten Lehrkräften gegeben wird, die aus Steuergeldern bezahlt werden - das ist eine deutsche Besonderheit. ...

Überdacht werden muss diese Regelung schon aus einem einfachen Grund: Der heutige Religionsunterricht wird in katholischer und evangelischer Form gegeben, meist sehr streng voneinander getrennt organisiert. Die Schüler in Deutschland gehören heute aber nur noch zu höchstens 70 Prozent diesen beiden christlichen Konfessionen an. In den ostdeutschen Bundesländern sind es nur 30 Prozent. Ein ständig wachsender Anteil ist ohne formale kirchliche Bindung. ...

Wie können wir diesen Kindern und Jugendlichen einen Unterricht anbieten, der ihrem Bedarf an Lebensorientierung und Sinnsuche entspricht? Diese Frage wurde bisher immer verdrängt. Die heutigen Modelle für nichtchristlichen Religions- und Weltanschauungsunterricht sind alles andere als überzeugend. Meist wird ein ethisch orientierter Ersatzunterricht angeboten, selten eine anspruchsvolle und qualitätsreiche Lebenskunde. Nirgendwo gibt es einen Religionsunterricht, der seinen Namen verdient: eine einfühlsame und authentische Darstellung von Glaubensformen, theistischen und atheistischen, die miteinander in Beziehung gesetzt und in ihrem Gehalt und ihrer Ausstrahlung gewürdigt werden. Unterricht, der einer aufgeklärten Kultur angemessen ist, der Verständnis und Toleranz für Glaubensformen aller Art vermittelt. ...

Es ist wünschenswert, die allzu verkrustete Realität des konfessionellen christlichen Unterrichts auf den staatsbürgerlichen, religiösen und pädagogischen Prüfstand zu stellen. Wir sind ein weltanschaulich, religiös und konfessionell vielgestaltiges Land geworden, dem ein nur an zwei christlichen Konfessionen ausgerichteter Schulunterricht nicht mehr gerecht wird.
... mehr lesen bei der Frankfurter Rundschau


Ich hoffe sehr, jetzt kommt wirklich mal Bewegung in die Sache. Wenn wir uns einen staatlich finanzierten Religionsunterricht leisten, dann sollte dies einer sein, der allen und nicht nur gut der Hälfte aller Menschen hier gerecht wird und der zu gegenseitigem Verständnis und Toleranz beiträgt.
__________________
Die freiheitlich-demokratischen Ideale und Werte, die sich jetzt auch im Grundgesetz finden, wurden während der Aufklärung gegen die sich auf Gott und Bibel berufenden Kirchen durchgesetzt. Und weder der Gott Jahwe des Alten Testaments noch der Vater Jesus Christi, noch beide in einer Person, noch Allah vertreten die Werte unseres freiheitlich-demokratischen Staates. Sie müssen sie erst noch erlernen. (Gerd Lüdemann, Theologieprofessor)
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Alt 28.03.2008, 02:05   #14
harry
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Nu ich bin ja zumindest aufm Papier Christ.

Hab absolut nichts gegen einen allgemeinen Ethikunterricht, aber kann eigentlich auch nichts Schlimmes über den Religionsunterricht sagen.

Unterstufe: Ziemlich kritisch und fast wie ein normales Schulfach, "Wunder" wie der brennende Dornbusch oder die Teilung des Meers durch Moses wurden mir naturwissenschaftlich erklärt (wie zb. Tiefe, des roten Meers an der Stelle, die Windverhältnisse, die leichte Ausrüstung der Israeliten gegenüber der schweren Kampfausrüstung der Ägypter...) und das auf eine kath. Privatschule.

Oberstufe: Erst ein ein Pfarrer, der total religiös war, der schon Austreibungen durchgeführt hatte usw.
War für mich und den Rest der Klasse eher unterhaltend und belustigend.
Danach ein junger Religionslehrer der mit uns über Gott und die Welt diskutierte. Das ging soweit das wir, über UFO´s redeten oder sogar mal Gesichter des Todes guckten.

Weis ja nicht wies in Deutschland ist, aber alles in allem kann ich von meiner Erfahrung aus sagen, kath. Religionsunterricht ist bei weitem nicht die Gehirnwäsche, wie es Nichtkatholiken gerne glauben möchten.
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Alt 03.04.2008, 13:33   #15
Der Anwalt
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Ich frag mich eh, warum Religion "unterrichtet" wird... zu einer Religion bekennt man sich (oder halt auch nicht).

Ein Religions-Unterricht sollte, wenn überhaupt, auf die Grundlagen, Ursprünge und Fakten der verschiedenen Religionen begrenzt sein.

Meines erachtens gehört sowas allerdings überhaut nicht in die Schule - Glauben lässt sich nicht unterrichten... eigentlich...

Und wer sich zu einem Glauben, einer Religion bekennt, der bekommt seinen "Unterricht" schon von der jeweiligen Institutionen eingehämmert...

Die erzählen dann einem "Gläubigen" schon was er "glauben" soll bzw. darf...
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Schaue niemals in einen Spiegel, wenn Du nicht bereit bist die Wahrheit zu erblicken.
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Alt 03.04.2008, 15:29   #16
emporda
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Zitat:
Zitat von Der Anwalt Beitrag anzeigen
Ein Religions-Unterricht sollte, wenn überhaupt, auf die Grundlagen, Ursprünge und Fakten der verschiedenen Religionen begrenzt sein.

Meines erachtens gehört sowas allerdings überhaut nicht in die Schule - Glauben lässt sich nicht unterrichten... eigentlich... .
Die Theologie darf weder wahre noch richtige Antworten finden, ihre Erkenntnisse müssen immer innerhalb ewiger Dogmen eines allwissenden Greises bleiben. Die Instruktion über kirchliche Berufung des Theologen der Ratzinger-Kongregation vom Mai 1990 definiert Theologie derart, daß sie so wenig an eine Universität gehört wie Voodoo, indianischer Fruchtbarkeitszauber und anderer Hokupokus. Theologie erfüllt nicht die theoretischen Voraussetzungen der Wissenschaftlichkeit. Im Fall Lüdemann folgt das Bundesverwaltungsgericht (2005, BVerwG 2 C 31.04) dieser Sichtweise. „Wer nicht die unfehlbaren Inhalte des christlichen Glaubens ohne Zweifel, ohne Kritik und Vorbehalte annimt, der hat nach der Glaubenskongreation unter Ratzinger einen persönlichen Defekt, ein ungenügend gebildetes Gewissen, eine sündige Verfaßtheit und huldigt der Untreue gegen den Heiligen Geist“.
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Alt 04.04.2008, 01:37   #17
da kami
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Lüdemann? Ratzinger? Was hat denn Lüdemann mit Ratzinger am Hut?
Oder soll dein Zitat da nicht wirken, als wäre es aus dieser Entscheidung (was es vermutlich nicht ist)?
Lüdemann ist von der Konkurrenz, und damit dürften Ausführungen der Glaubenskongregation (die du ruhig wörtlich zitieren darfst, wenn schon) in diesem Verfahren kaum eine Rolle gespielt haben.

btw, wegen mir (als Katholik) dürfen die Konkordate mit Deutschland und Bayern gerne gekündigt werden, auch von seiten der Kirche. Viele Bischöfe würden sicher ihren erkauften Maulkorb ablegen, was mit Sicherheit nur reinigende Wirkung auf Kirche UND Staat haben kann.
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Yes you can me.
Der Freiheit eine Gasse!
Ron Paul Revolution

Geändert von da kami (04.04.2008 um 01:52 Uhr).
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Alt 04.04.2008, 02:30   #18
emporda
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Zitat:
Zitat von Mina Beitrag anzeigen
Und was die verfallenden Bauwerke angeht... Anscheinend ist es nicht so, daß die Kirchensteuer jetzt so wahnsinnig viel dazu beiträgt, daß Gebäude gepflegt und erhalten werden. Die Kirche verkauft ja gerade in Deutschland auch jetzt schon viele ihrer (nicht mehr ausgiebig genutzten) Gebäude für symbolische Beträge, weil sie es sich (angeblich) nicht leisten können, die zu erhalten. Ist vielleicht doch eher eine Frage, worin man investieren möchte?
Das Bistum Essen hat von etwa 350 Kirchensprengel 1/3 geschlossen. Etwa 100 Kirchen werden teilweise abgerissen oder stehen zum Verkauf, allerdings sind nur die Grundstücke interessant. Grund für die Aktion ist der Mangel an Priestern und leere Kirchen, wobei man erwartet, daß es noch viel schlimmer kommt

Um 1950 waren in der BRD noch 90% Kirchenmitglieder, heute sind es gerade noch 50%, nur der Islam verzeichnet eine Zunahme. Die Zeugen Jehovas müssen bereits 140.000 Stunden freiwillige Missionierungsarbeit aufwenden, damit ein neues Mitgleid gewonnen wird. Die Zahl der ehemaligen ist größer als die Zahle der aktiven Mitglieder.
__________________
Religiöse Hypothesen sind wie versetzte Blähungen. Erst gibt es viel Geräusch, dann stinkt es gewaltig und hinterher ist es jedem peinlich mitgewirkt zu haben.

Zitate ohne Quellenangabe sind eigene Texte
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Alt 13.05.2010, 21:05   #19
Acolina
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Standard Wie viel Kirche braucht Deutschland?

//edit: Dieser und die folgenden Beiträge wurden aus diesem Thread hierher kopiert, da dort Off Topic.


Auf die Schnelle noch ein TV-Tipp für heute Abend: ZDF, 23:45 Uhr

Wie viel Kirche braucht Deutschland?


Diskussion zum 2. Ökumenischen Kirchentag, u.a. mit Bundesinnenminister Thomas de Maizière, dem amtierenden Ratsvorsitzenden der EKD Nikolaus Schneider, Bischof Gebhard Fürst und dem Kirchenkritiker Philipp Möller. Moderiert wird die Veranstaltung auf dem Ökumenischen Kirchentag von Wolf von Lojewski.

Zitat:
Missbrauchsfälle, Gewalt, Lügen – und das auch in der Kirche! Besonders die Katholische Kirche steht im Kreuzfeuer der Kritik. Doch mittlerweile haben die Kirchen insgesamt ein Glaubwürdigkeitsproblem bekommen. Wie kann verloren gegangenes Vertrauen wiedererlangt werden? Braucht die Gesellschaft die Kirchen, die sich als Anwälte der Werte sehen und die als Träger der verschiedensten Einrichtungen das Zusammenleben prägen? Sind die Privilegien der Kirchen gerechtfertigt, wenn es beispielsweise um den Einzug der Steuer geht? [...]
__________________
Die freiheitlich-demokratischen Ideale und Werte, die sich jetzt auch im Grundgesetz finden, wurden während der Aufklärung gegen die sich auf Gott und Bibel berufenden Kirchen durchgesetzt. Und weder der Gott Jahwe des Alten Testaments noch der Vater Jesus Christi, noch beide in einer Person, noch Allah vertreten die Werte unseres freiheitlich-demokratischen Staates. Sie müssen sie erst noch erlernen. (Gerd Lüdemann, Theologieprofessor)
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Alt 13.05.2010, 21:42   #20
gavagai
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Ort: Wasserburg am Inn
Beiträge: 315
Standard

Danke, Acolina. Ich sah das im Programm und wollte eigentlich verzichten: da reden immer die Gleichen dieselben Sonntagsreden. Wenn dann in Illertissen eine 17-jährige aus der Kirche austritt ist es sofort vorbei mit Toleranz, Religionsfreiheit, Solidarität (ja, ich weiß, rein juristisch war der Hinauswurf angeblich in Ordnung. IMO verstösst diese Schulordnung aber gegen die Grundrechte und die Menschenwürde). Nur auf massivem Druck lenkte die Schulleitung ein. Dazu muss man wissen:
1) diese Schule, wie fast alle kirchlichen Allgemeineinrichtungn werden zu über 90 % von Steuergeldern aller Bürger bezahlt.
2) sie ist die einzige dieser Art in Illertissen.
Aber: ich gebe die Hoffnung nicht auf. Vielleicht beginnen die Christen mal das zu praktizieren, das sie öffentlich immer so gross als "ihre" Werte herausheben.
Ich werde die Sendung aufzeichnen und morgen anschauen.
__________________
Servus, tschau, bye
Herbert
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