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Alt 09.03.2018, 09:15   #1
Lawrence P. W.
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Standard Staatliche Gewalt gegen Kind

Hallo Basti,
ich habe gestern etwas gelesen und auch gesehen, dass mir die Schuhe ausgezogen hat und die Tränen in die Augen trieb und ich kann einen guten Teil deiner Wut und deiner Verzweiflung über bestehende Systeme von Schule, Gesetz zu Kindern und Familie verstehen.
Als ich dies las und sah, ich war so wütend und gleichzeitig hilflos.

Denn das was dort geschah war "legal"...

Polizei zerrt Kind aus der Schule

MZ dazu

Naja und BILT auch - mit dem Video...
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Alt 09.03.2018, 09:32   #2
Venkman
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Mir als Vater, stehen bei solchen Geschichten die Tränen in den Augen und zugegeben in vorliegendem Fall verstehe ich es nicht wieso das "Gesetz" hier gegen das Kindeswohl entschieden hat.

Genauere Hintergründe wären da evtl. hilfreich. Anscheinend hat der Vater sich ja sehr gut um sein Kind gekümmert.
Leider ist die Kleine noch nicht in dem Alter wo sie mitentscheiden darf bei welchem Elternteil sie bleiben möchte.

Ich bin ehrlich erschüttert. "Lawrence, du hast mir damit echt den Tag versaut."
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Alt 09.03.2018, 09:42   #3
Lawrence P. W.
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Zitat:
Zitat von Venkman Beitrag anzeigen
Mir als Vater, stehen bei solchen Geschichten die Tränen in den Augen und zugegeben in vorliegendem Fall verstehe ich es nicht wieso das "Gesetz" hier gegen das Kindeswohl entschieden hat.

...

Ich bin ehrlich erschüttert. "Lawrence, du hast mir damit echt den Tag versaut."
Sorry, mir hat das auch den Tag versaut, sowas nimmt mich ziemlich mit.
Hintergründe hin oder her - sowas darf nicht sein...
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Alt 09.03.2018, 09:47   #4
Venkman
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Zitat:
Zitat von Lawrence P. W. Beitrag anzeigen
...
Hintergründe hin oder her - sowas darf nicht sein...
...und schonmal garnicht auf diese Art und Weise!

Psychisch grausam dem Kind und dem Vater gegenüber.
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Alt 12.03.2018, 15:37   #5
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Zitat:
Zitat von Lawrence P. W. Beitrag anzeigen
ich habe gestern etwas gelesen und auch gesehen, dass mir die Schuhe ausgezogen hat und die Tränen in die Augen trieb und ich kann einen guten Teil deiner Wut und deiner Verzweiflung über bestehende Systeme von Schule, Gesetz zu Kindern und Familie verstehen.
Als ich dies las und sah, ich war so wütend und gleichzeitig hilflos.

Denn das was dort geschah war "legal"...
Erst einmal: danke für die Anteilnahme. Da gibt es einen "tollen" Spruch: "Der Holocaust war legal, Sklaverei war legal, Kolonialismus war legal - Legalität ist eine Frage der Macht, nicht der Gerechtigkeit". Beides beschreibt natürlich eine verdrehte Situation, in der das, was man (gewissermaßen instinktiv) für richtig hält, und das, was die Behörden tun, im Konflikt steht.

Problematisch ist hier, dass wir nichts über die Hintergründe wissen (können). Es gibt eben Situationen, in denen auch Gewalt rechtfertigbar ist.

"Sorgerecht" und im weiteren Sinne "Familienrecht" ist natürlich ein hoch sensibles Thema, und da wird auch sehr viel Schindluder betrieben. Meiner Meinung nach liegt das im Wesentlichen an der nicht vorhandenen öffentlichen Kontrolle der entsprechenden Ämter. Das heißt immer noch nicht, dass in diesem Fall notwendig Unrecht geschehen wäre - was nötig wäre, daraus den Skandal zu machen, der nahegelegt wird. Da kann man auch mal gerne das praktizierte System in Frage stellen. Ob da nicht falsch abgewogen wurde?

Was ich nicht so ganz verstehe ist, warum derselbe Schritt im Zusammenhang mit "der Durchsetzung der Schulpflicht" (die in der Regel zwar subtiler erfolgt, aber durchaus auch schon solche Szenen zur Folge hatte) nicht gegangen wird. Das Ergebnis ist dasselbe: traumatisierte Kinder, die dann möglicherweise auch noch als Täter dargestellt werden... Kleiner Silberstreif am Horizont übrigens: "in der Szene" ist geläufig, dass Jugendämter schon seit einiger Zeit nicht mehr einfach nur das tun, was die Pädagogen von ihnen verlangen.

(Randbemerkung: es gilt als stillos, den Namen anderer Gesprächsteilnehmer in einer Betreffzeile zu erwähnen - gleich aus welchen Gründen. Mit Deiner Erlaubnis würde ich also den Titel des Threads gerne ändern)
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Alt 12.03.2018, 16:00   #6
Lupo
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Zitat:
Zitat von basti_79 Beitrag anzeigen
Problematisch ist hier, dass wir nichts über die Hintergründe wissen (können). Es gibt eben Situationen, in denen auch Gewalt rechtfertigbar ist.


Na, sieh mal an, ich wollte gerade einen ähnlichen Beitrag schreiben.

Es ist für ein Kind ganz ohne Frage total traumatisch von der Polizei "entführt" zu werden - ich denke da sind wir uns alle einig.


Da gleich "dem System" die Schuld zu geben, zeigt leider nur, dass diejenigen ihren Emotionen erlegen sind und gar nicht bemerkt haben, dass in dem Artikel nicht genug Fakten stehen, um diesen Schluss zu ziehen.

Für mich ist auf jeden Fall erstmal der Vater ein unglaubliches Arschloch.

Zitat:
Wohlwissend, dass der Gerichtsvollzieher in diesen Tagen zur Schule kommen würde, hält er sich am Montag dort auf.
Er weiß also, was passieren wird und statt seinem Kind diese traumatische Erfahrung ( "Entführung" durch die Polizei) zu ersparen, wartet er darauf dies filmen zu können....
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Alt 12.03.2018, 16:59   #7
Lawrence P. W.
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OK, Basti, kannst du gerne machen (vielleicht: "Staatliche Gewalt gegen ein Kind"), es war nur so, dass ich in dem Zusammenhang an die vielen Threads von dir dachte, die zu zum Thema legalisierte Gewalt gegen Kinder verfasst hast und ich dich in einigen Dingen besser verstehen kann.

Und Lupo, nein, sowas darf ein Staat nicht tun, Kinder haben Rechte, vor allem das Recht auf Unversehrtheit.
Beim Vater dachte ich nicht an "Arschloch" sondern eher an einen verzweifelten Vater, der brutal von seinem Kind getrennt wird und miterleben muss, wie es schreiend von der Staatsmacht weggezerrt wird.
Das einzige, was er als Widerstand tun konnte, war es diese unglaublichen Szenen festzuhalten und der Welt zu zeigen.
Disqualifizieren tun sich die für mich, die das meine juristisch "schönreden" zu können.
Ich wundere mich noch, dass der Vater so "ruhig" geblieben ist.
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Geändert von Lawrence P. W. (12.03.2018 um 17:03 Uhr).
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Alt 12.03.2018, 17:26   #8
Lupo
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Zitat:
Zitat von Lawrence P. W. Beitrag anzeigen

Und Lupo, nein, sowas darf ein Staat nicht tun, Kinder haben Rechte, vor allem das Recht auf Unversehrtheit.
Du hast aber schon mitbekommen, dass es ein Gerichtsurteil gab, das das Sorgerecht der Mutter zugesprochen hat?

Mit welchem Recht widersetzt sich der Vater dem Urteil?

Was ist mit dem Recht der Mutter?

Soll jedes Elternteil, dem ein Sorgerechtsurteil nicht gefällt, nun Gerichsturteile ignorieren?

Zitat:
Zitat von Lawrence P. W. Beitrag anzeigen
Beim Vater dachte ich nicht an "Arschloch" sondern eher an einen verzweifelten Vater, der brutal von seinem Kind getrennt wird und miterleben muss, wie es schreiend von der Staatsmacht weggezerrt wird.
Das miese Arschloch von Vater ist derjenige, der Schuld daran ist, dass das Kind von der Polizei geholt wird.

Er selbst hat es zwei Monate lang versäumt, dem Gerichsturteil folgend, dass Kind in die Obhut der Mutter zu übergeben


Zitat:
Zitat von Lawrence P. W. Beitrag anzeigen
Das einzige, was er als Widerstand tun konnte, war es diese unglaublichen Szenen festzuhalten und der Welt zu zeigen.
Ja, offenbar war das das Einzige, was diesem miesen Arschloch von Vater eingefallen ist, den Sorgerechtsstreit auf dem Rücken seiner Tochter auszutragen und dem Kind dafür eine, die Öffentlichkeit emotionalisierende "Entführung" durch die Polizei angedeihen zu lassen.


Zitat:
Zitat von Lawrence P. W. Beitrag anzeigen
Ich wundere mich noch, dass der Vater so "ruhig" geblieben ist.
Ich nicht.
Schließlich war das eine geplante Aktion von ihm.
Da wäre ein Ausrasten seinerseits nur halbgut gekommen
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Geändert von Lupo (12.03.2018 um 21:43 Uhr).
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Alt 12.03.2018, 23:13   #9
Lawrence P. W.
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Tja, Lupo, was soll ich zu dem ganzen von dir hier sagen...

Unter einer rauhen Schale schlägt ein Herz aus purem Stein.

In meinen Augen bist du leider ein Befürworter von solchen Kinderschindern. Wie es dem Kind geht und was es fühlt interessiert dich nicht die Bohne, hauptsache der Paragraph stimmt. Schlimm so etwas!

Das Recht auf Unversehrtheit des Kindes ist da mit dem Deckmantel der Legalität mit Füßen getreten worden.

Ich hoffe, du hast keine Kinder, in deren Sinne.
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Geändert von Lawrence P. W. (12.03.2018 um 23:21 Uhr).
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Alt 13.03.2018, 06:18   #10
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Zitat:
Zitat von Lawrence P. W. Beitrag anzeigen
Tja, Lupo, was soll ich zu dem ganzen von dir hier sagen...
Unter einer rauhen Schale schlägt ein Herz aus purem Stein.
In meinen Augen bist du leider ein Befürworter von solchen Kinderschindern. Wie es dem Kind geht und was es fühlt interessiert dich nicht die Bohne, hauptsache der Paragraph stimmt. Schlimm so etwas!
Das Recht auf Unversehrtheit des Kindes ist da mit dem Deckmantel der Legalität mit Füßen getreten worden.
Ich hoffe, du hast keine Kinder, in deren Sinne.
Das Problem ist nicht der Staat, oder die Gewalt die er ausübt, obwohl man letzten Endes das eben spürt. Das Problem ist die subjektive Entscheidung von Richtern und die Macht, die klevere Rechtsanwälte ausüben. Ich kenne so eine Situation aus meinem weiteren Bekanntenkreis.

Das Sorgerecht wird grundsätzlich eher der Mutter zugesprochen als dem Vater, da man annimmt, dass das Kind die Mutter eher braucht, als den Vater.
Und zweitens kommt es eben darauf an, welche Argumente die jeweiligen Rechtsanwälte haben. Es genügt bereits ein einziges Argument und der jeweilige "Gegner" kann verunglimpft werden. Wie schon öfter erwähnt, wir kennen die näheren Umstände nicht! Aber beispielsweise genügt schon die kurzfristige Arbeitslosigkeit (z.B. LKW-Fahrer im Winter) und man subsumiert, dass der Vater für das Kind nicht sorgen kann.
Und schließlich kommt es auf den jeweiligen Sympatiewert des jeweiligen "Gegners" an, den dieser auf den Richter ausübt. Ich kannte da jemand (eine Sie), die hat jeden Prozess gegen den Partner gewonnen, da sie die Richter (wie auch immer) für sich einnehmen konnte. Sogar den Prozess gegen den eigenen Rechtsanwalt (wegen der Honorarzahlung) hat sie gewonnen.
Und die Kinder befragen ist, soweit ich weiß, erst ab einem gewissen Alter möglich, weil man eben weiß, dass die Beeinflussungsmöglichkeiten durch den jeweils anderen auf die Kinder sehr groß ist.
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