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Religion Von Animismus bis Zen...

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Alt 11.01.2018, 18:37   #21
Sakslane
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Zitat:
Zitat von Lawrence P. W. Beitrag anzeigen
Als leidenschaftlicher Nichtraucher kann ich dir nur sagen, wenn man sich hier alleine nur über vermeintliche Richtigkeiten austauscht (Himmel nehmen wir als blau wahr, es ist 14.01 Uhr, als ich dies schrieb), ist da keine Dynamik und keine Diskussion, kein Vorankommen.
Ganz im Gegenteil. Die Dynamik kommt ja gerade daher, dass man neue Beobachtungen macht, neue Dinge belegbar und wiederholbar, damit also überprüfbar in Erfahrung bringt und dann nach Modellen und Erklärungen dafür sucht, die sich danach durch weitere neue Beobachtungen testen lassen. Das ist Vorankommen und nicht das wiederholte Wälzen eines 2000 Jahre alten Buches.
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Alt 11.01.2018, 18:49   #22
Acolina
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Zitat:
Zitat von Sakslane Beitrag anzeigen
Ganz im Gegenteil. Die Dynamik kommt ja gerade daher, dass man neue Beobachtungen macht, neue Dinge belegbar und wiederholbar, damit also überprüfbar in Erfahrung bringt und dann nach Modellen und Erklärungen dafür sucht, die sich danach durch weitere neue Beobachtungen testen lassen. Das ist Vorankommen und nicht das wiederholte Wälzen eines 2000 Jahre alten Buches.
Eben!!! Was ist daran nur so unverständlich?
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Die freiheitlich-demokratischen Ideale und Werte, die sich jetzt auch im Grundgesetz finden, wurden während der Aufklärung gegen die sich auf Gott und Bibel berufenden Kirchen durchgesetzt. Und weder der Gott Jahwe des Alten Testaments noch der Vater Jesus Christi, noch beide in einer Person, noch Allah vertreten die Werte unseres freiheitlich-demokratischen Staates. Sie müssen sie erst noch erlernen. (Gerd Lüdemann, Theologieprofessor)
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Alt 11.01.2018, 19:01   #23
Softifex
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Passend zum Thema ein Vortrag von Prof. Dr. Werner Gitt

https://www.youtube.com/watch?v=7DnPuarPdHc

lg Helmut
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Alt 11.01.2018, 21:53   #24
Acolina
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Wie schrieb ich hier gerade noch in einem anderen Thread?
Zitat:
Und Ingenieure. Die sind eine ganz eigene Spezies. Wenn die zur Esoterik überlaufen, dann aber heftig
Das brachte schon die Salem-Hypothesis hervor


Der gute Herr Gitt hätte mal jemand fragen sollen, der sich mit Evolution & Co auskennt. Da weiß man gar nicht, wo man anfangen soll, das richtig zu stellen, was er da verbricht...

Echt jetzt? Du kommst uns mit Kreationismus?

Zu Gitt:
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Alt 11.01.2018, 22:48   #25
basti_79
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Da hab' ich (inzwischen) eine schöne Theorie zu. Zu meinem Hintergrund: Ich habe mal in Clausthal studiert (schwer Ingenieurlastig). Aus meiner heutigen Perspektive würde ich sagen, dass die Ausbildung der Ingenieure knallhart ist. Verglichen mit anderen, möglicherweise vergleichbar anspruchsvollen Fächern, wird da echt viel "gepaukt" und auch "rausgeprüft", d.h. streng selegiert. Das schien bei einigen Leuten die Folge zu haben, dass schon angelegte, problematische Charakterzüge (Narzissmus, Sadismus) verstärkt wurden. Es gab da auch einige echt schlimme Leute als Dozenten. Ich kann mich z.B. deutlich erinnern, dass einer der Professoren (natürlich unerwartet) an einem Herzinfarkt verstorben ist, und dass viele hundert Studierende aufatmeten, als die Nachricht die Runde machte. Derlei "problematische Charakterzüge", wie ich das genannt habe, scheinen auch bei Kreationisten vorzuliegen. Der Kniff ist: diese Charakterzüge ermöglichen es auch, effizient und präzis zu lernen. Ich denke, hier hat kaum jemand eine Vorstellung davon, welche Anstrengung es bedeutet, 2 Jahre "Ingenieurmathematik" zu lernen. Hab' ich übrigens auch gemacht - mit hängen und würgen, aber immerhin bestanden. Und das ist nicht das einzige Fach, was da in Frage kommt. In Marburg scheint man nicht so zu lernen, der Druck auf die Studierenden ist viel geringer. Hier gibt es auch keine Ingenieure. Das Gefühl beruht übrigens auch auf Gegenseitigkeit, Leute in Clausthal (insbesondere auch "solche Kandidaten") haben mich immer wieder für meine geistige Freiheit gelobt. Obwohl die, nun ja, meiner Meinung nach ganz normal ausgeprägt war.

Meine Theorie ist, dass dieser Druck einerseits konstruktiv ist, in dem Sinne, dass es mehr (gute) Absolventen gibt, aber dass er andererseits auch destruktiv ist, in dem Sinne, dass er die "sozialen Kompetenzen" der Studierenden beschädigt.

Der Kausalzusammenhang wäre folgender: sowohl für "Ingenieur sein", als auch für Kreationismus braucht man etwas, was ich eine "perfekte Ideologie" nenne, was vielleicht anderswo "geschlossenes Weltbild" genannt wird. Bei den Ingenieuren liegt das daran, dass man sich da eben keine Fehler erlauben darf - früher hatte ein einzelner Ingenieur sozusagen alle Fäden in der Hand und damit auch die ganze Verantwortung. Das ist in deren Institutionen, und auch in deren sozialen Strukturen, gewissermaßen fest eingebaut. Da gibt es auch noch den Nebenschauplatz der "Studentenverbindungen", was ein ganz eigenes und ganz eigenartiges Kapitel ist.

Ein solches geschlossenes Weltbild bewirkt einerseits, dass man Fehler einer gewissen Art vermeiden kann, andererseits begünstigt es autoritäre Strukturen und behindert Spontaneität und kreatives Denken. Und dann kommt noch das Problem dazu, dass Fehler einer anderen Art eben nicht mehr erkannt werden können. Ein gutes Beispiel dafür sind Brücken, die man von beiden Enden anfängt zu bauen, und die sich dann - zur Gaudi der Massen - in der Mitte um einen halben Meter verfehlen. Ich würde in einer solchen Situation auf unterschiedlichen Wegen zwei Messungen anfertigen. (Beim Hubble-Teleskop hat es übrigens ein ähnliches Problem gegeben - da wäre es aber zugegebenermaßen extrem schwer gewesen, "eine zweite Messung anzufertigen"). Und das begünstigt dann eben auch das Übergreifen von Ideologien wie dem Kreationismus.

Dasselbe Phänomen kann man bei Juristen beobachten. Die sind teilweise so verblendet, dass sie nicht einmal mehr einfachste Zusammenhänge verstehen. Ein Übermaß von Ideologie also.

Meiner Meinung nach kommt es überall auf die "Fehlerkultur" an. Wenn die stimmt, kann nicht viel passieren. Wenn sie nicht stimmt, macht das zwei Probleme: erst einmal merkt man es nicht gleich, und dann gibt es regelmäßig Katastrophen. Mitunter dann auch Phänomene wie Sabotage, Bummelstreik oder andere *"schlechte Arbeitsmoral".
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basti_79 ist offline  
Alt 11.01.2018, 23:00   #26
Softifex
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Was habt ihr den mit dem Ingenieur?
Oder ist und bleibt ein promovierter Doktor einer technischen Fachrichtung bei euch immer ein Ingenieur?

https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Gitt

Eure Argumente sind unterstes Niveau. Siehe Link zum Psiram-Hetzblog.

lg Helmut
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Alt 12.01.2018, 00:04   #27
Lawrence P. W.
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Zitat:
Zitat von Acolina Beitrag anzeigen
Dinge, die wir mit unserem Wissen nicht erfassen können, können wir nicht wissen, bringen ergo auch keinerlei Erkenntnis-/Wissensgewinn. Ganz einfach, weil dann niemand weiß, ob es nun so ist oder nicht.

Es geht auch gar nicht darum, dass es hier nur um Dinge gehen soll, die man schon weiß. Darum dreht es sich ja logischerweise auch nicht in der Wissenschaft. Es geht darum, dass man zu Dingen, die man nicht weiß, falsifizierbare Thesen aufstellt, nach Belegen sucht usw.

Kurz: Es geht um die wissenschaftliche Herangehensweise, um die Bereitschaft, Überzeugungen, Glauben, Nichtwissen usw. wissenschaftlich zu hinterfragen. Und klar zwischen Spekulation und belegtem Wissen zu unterscheiden. Steht aber alles in den Forenregeln.
Schön einfach wäre es, wenn es so wäre, aber so ist es eben nicht, es gibt Dinge, die real sind und zugleich unwiederholbar, unreduplizierbar, die da sind und zugleich unbeweisbar.
Dies können auch keine Forenregeln festlegen.

Gleichzeitig sind es aber auch die Sachen, die für uns wichtig sind.
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Letztendlich muss jeder Atheist dran glauben
Der Glaube ist eine Realität von den Dingen, die wir hoffen.
"Gott ist tot" Nietzsche ............................................ "Nietzsche ist tot" Gott
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Alt 12.01.2018, 00:48   #28
Acolina
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Zitat:
Zitat von Lawrence P. W. Beitrag anzeigen
Schön einfach wäre es, wenn es so wäre, aber so ist es eben nicht, es gibt Dinge, die real sind und zugleich unwiederholbar, unreduplizierbar, die da sind und zugleich unbeweisbar.
Aha. Und die wären?

Zitat:
Zitat von Lawrence P. W. Beitrag anzeigen
Gleichzeitig sind es aber auch die Sachen, die für uns wichtig sind.
Für uns oder dich?

Was ist denn für "uns" wichtig?

Zitat:
Zitat von Lawrence P. W. Beitrag anzeigen
Dies können auch keine Forenregeln festlegen.
Die Forenregeln legen fest, was das Thema dieses Forums ist und wie hier die Dinge angegangen, hinterfragt und diskutiert werden.
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Alt 12.01.2018, 00:55   #29
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Zitat:
Zitat von Softifex Beitrag anzeigen
Was habt ihr den mit dem Ingenieur?
Oder ist und bleibt ein promovierter Doktor einer technischen Fachrichtung bei euch immer ein Ingenieur?

https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Gitt

Eure Argumente sind unterstes Niveau. Siehe Link zum Psiram-Hetzblog.

lg Helmut
Psiram ein Hetzblog zu nennen, ist unterstes Niveau. Aber wenn man Bullshit verbreitet - wie Kreationismus - ist einem Psiram natürlich ein Dorn im Auge.

Unterstes Niveau, genau genommen, völlig niveaulos ist das, was Gitt da verbreitet - zumindest wissenschaftlich gesehen. Seine Fähigkeiten als Ingenieur kann ich nicht beurteilen, was er aber da zu Kreationismus und Evolution verbreitet, schon. Wie gesagt, er hätte mal jemand fragen sollen, der sich damit auskennt. Dass er das nicht tut, dafür ist auch seine Religion keine Ausrede, es gibt zum Glück sehr viele Religiöse, die so einen Blödsinn wie Kreationismus oder intelligent Design nicht glauben

Alles zusammen mit ein Grund dafür, dass ich mich dafür einsetze, dass Evolutionsunterricht bereits in die Grundschule gehört. Es ist fatal, Kindern jahrelang im Religionsunterricht nur Schöpfungsmärchen zu erzählen, ohne sie von vornherein an den Stand der Wissenschaft heranzuführen.
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Alt 12.01.2018, 17:02   #30
basti_79
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Zitat:
Zitat von Acolina Beitrag anzeigen
Alles zusammen mit ein Grund dafür, dass ich mich dafür einsetze, dass Evolutionsunterricht bereits in die Grundschule gehört. Es ist fatal, Kindern jahrelang im Religionsunterricht nur Schöpfungsmärchen zu erzählen, ohne sie von vornherein an den Stand der Wissenschaft heranzuführen.
Du denkst doch nicht ernsthaft, dass die dortigen "Entscheidungsträger" gedenken, etwas gegen irgendwelche Ignoranz zu unternehmen? Denkst Du ernsthaft, so etwas wie die (wieder aktuelle) Regierungskoalition wäre überhaupt möglich, wenn die Leute nicht nur darauf konditioniert würden, alle Zweifel an irgend etwas abzustellen?
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