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Buchtipps von unseren Usern Ein interessantes Buch gelesen? Eins entdeckt, das man sich besser sparen sollte zu lesen? Auf der Suche nach Buchtipps? All das findet hier Platz. Eine Bitte (die nicht nur hier gilt): Kritik bitte begründen! Danke!

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Alt 10.10.2008, 13:43   #1
Calligula
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Ausrufezeichen Was man 89 noch wusste

Ich möchte Euch hier ein Buch empfehlen, dass meiner Meinung eines der wichtigsten politischen Bücher der Gegenwart ist.

Hubertus Knabe
"Die Täter sind unter uns" - Über das Schönreden der SED-Diktatur
Propyläen-Verlag
ISBN 978-3-549-07302-5

Knabe musste als Mitarbeiter der Gauck-Behörde feststellen, wie es der SED gelungen ist fast ihren kompletten Apparat durch die Wende zu retten und dokumentiert hier schonungslos wo heute wer noch die selbe Macht hat wie damals. Beispiele:
- Der SED ist es gelungen fast das gesamte Parteivermögen, das beträchtlich ist, vor dem Zugriff der BRD zu sichern. Es befindet sich heute im Ausland (Russland, Iran, Schweiz und Südamerika)
- Durch geschickte Entschuldigungspolitik ist es der inzwischen in PDS und dann Linkspartei umbenannten SED gelungen die Verbrechen der DDR im öffentlichen Bewusstsein auf die Mauer zu reduzieren. Foltergefängnisse, weiterführung von KZs und die Allgegenwart der Stasi werden von ihr hartnäckig ignoriert und/oder geleugnet
- Kein Lehrer der DDR musste seinen Posten verlassen. Folge: Im Osten wird das Thema DDR fast ausschließlich verklärend behandelt
- Zahlreiche Linksparteinahe Stiftungen fördern die Leugnung der SED-Verbrechen, die in Deutschland nicht unter Strafe steht.
- Überführte SED und Stasi Verbrecher sind nie vor Gericht gebracht worden, ja sitzen heute noch in vielen Regierungen und Parlamenten.
- Die öffentliche Behauptung, dass jemand bei der Stasi war, ist bei prominenten Persönlichkeiten fast unmöglich, da die sich mit Hilfe eines Hamburger Richters teilweise fünfstellige Strafen dafür haben aussprechen lassen, obwohl die Beweise eindeutig sind
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Alt 10.10.2008, 16:16   #2
perfidulo
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Zitat:
Zitat von Calligula Beitrag anzeigen
Ich möchte Euch hier ein Buch empfehlen, dass meiner Meinung eines der wichtigsten politischen Bücher der Gegenwart ist.

Hubertus Knabe
"Die Täter sind unter uns" - Über das Schönreden der SED-Diktatur
Propyläen-Verlag
ISBN 978-3-549-07302-5
Knabe ist ein fanatischer Antikommunist, der sich über die taz (Ungarn-Korrespondent) und Evangelische Akademie hochgeschleimt hat. Ich kenne die Familie ganz gut, weil ich mit seinem Bruder in einer WG gelebt habe.


- Der SED ist es gelungen fast das gesamte Parteivermögen, das beträchtlich ist, vor dem Zugriff der BRD zu sichern. Es befindet sich heute im Ausland (Russland, Iran, Schweiz und Südamerika)
Der größte Teil des SED-Vermögens wurde von der Bundesregierung übernommen. Bis auf das Karl-Liebknecht-Haus und ein Ferienheim im Harz wurden alle Immobilien abgenommen. Die PDS mußte seinerzeit gegen die Sperrung ihrer Konten kämpfen, auf denen Mitgliederbeiträge von nach 1990 einbezahlt wurden.....Also definitiv kein SED-Vermögen.
Das Vermögen sollte für die Förderung von Wissenschaft und Kultur eingesetzt werden.

Aus das mit dem geretteten Apparat ist eine glatte Lüge. Die PDS mußte hunderte Mitarbeiter entlassen, was aber nicht ganz leicht war, da nun bundesdeutscher Kündigungsschutz galt (Schutz für Behinderte, langjährige Mitarbeiter usw.). Für ihre Abfindung wurde auch ein Teil des Vermögens eingesetzt. Übrigens hatte die Partei unzählige Hausmeister, Techniker, Fahrer usw. wie das MFS übrigens auch) Die jungen und cleveren wurden entlassen und nicht wenige haben eine Firma gegründet. Als Autohändler waren sie sehr erfolgreich.

Es ist richtig, daß ein kleiner Teil des Vermögens von Erich Honnecker in unauffälligen Reisetaschen nach Chile transferiert wurde. Da gibt es Geschichten, da würden Herrn Knabe die Ohren schlackern.
- Durch geschickte Entschuldigungspolitik ist es der inzwischen in PDS und dann Linkspartei umbenannten SED gelungen die Verbrechen der DDR im öffentlichen Bewusstsein auf die Mauer zu reduzieren. Foltergefängnisse, weiterführung von KZs und die Allgegenwart der Stasi werden von ihr hartnäckig ignoriert und/oder geleugnet
Es finden täglich Führungen im Stasi-Disneyland in Hohenschönhausen statt. Mauertouren werden jedem Berlin-Besucher angeboten. Von gelungener Verdrängung kann keine Rede sein.
In Hohenschönhausen wurden Zellen als "Folterzellen" hergerichtet, die es dort nie gab.
Es wurden auch keine KZs weitergeführt, sondern faschistische Kriegsverbrecher eingelocht.
- Kein Lehrer der DDR musste seinen Posten verlassen. Folge: Im Osten wird das Thema DDR fast ausschließlich verklärend behandelt
Es wurden massenhaft Lehrer entlassen, vor allem ML-Lehrer, was man noch bedauern wird angesichts der Wirtschaftskrise. Aber wie ein Mathe- oder Biologielehrer die DDR verherrlichen soll, bleibt Herrn Knabes Geheimnis.
- Zahlreiche Linksparteinahe Stiftungen fördern die Leugnung der SED-Verbrechen, die in Deutschland nicht unter Strafe steht.
Es gibt genau eine Stiftung (Rosa-Luxemburg-Stiftung), die von Zeit zu Zeit ein wenig zur DDR aus der Sicht von Zeitzeugen und Wissenschaftlern, die nicht im Solde der Bundesregierung stehen, veröffentlicht.
- Überführte SED und Stasi Verbrecher sind nie vor Gericht gebracht worden, ja sitzen heute noch in vielen Regierungen und Parlamenten.
Wenn sie überführt wurden, warum wurden sie nicht angeklagt. Es gab einige Prozesse, aber die endeten überwiegend mit Freisprüchen und geringen Strafen. Aber der mächtige Arm der Stasi reicht bis in deutsche Gerichte.

Oberpeinlich ist die Geschiche mit den angeblichen Auftragsmorden der Stasi. Es gibt NULL Beweis dafür.
- Die öffentliche Behauptung, dass jemand bei der Stasi war, ist bei prominenten Persönlichkeiten fast unmöglich, da die sich mit Hilfe eines Hamburger Richters teilweise fünfstellige Strafen dafür haben aussprechen lassen, obwohl die Beweise eindeutig sind
Vielleicht weil sie nicht so bei der Stasi waren, wie sich der kleine Hubertus das vorstellt. Jeder, der in der DDR irgendwelche Auslandskontakte hatte, wurde routinemäßig befragt: Von einer Behörde des Innenministeriums!
Manche Befragung wurde in einen IM-Vorgang umgemünzt um den Plan zu erfüllen.
Prominentestes Haßobjekt von Knabe und Co ist Gysi, der bisher von jedem Gericht freigesprochen wurde. (ja ja der lange Arm der Stasi) aber viel mehr Politiker, die in Frage kommen, gibt es nicht.
Niemand fragt nach den routinemäßigen Stasikontakten unserer Blockflöten, die in CDU und FDP untergekrochen sind.

Wenn jemand, wie Knabe, haltlose Verleumdungen immer wieder wiederholt, muß man ihn nach bundesdeutschem Recht notfalls mit Strafandrohung bremsen. Das zu entscheiden ist Sache unabhängiger Richter. (Aber der Arm der Stasi.....)

Herr Knabes Demokratieverständnis zeigt sich auch daran, daß er einen Kongress, bei dem ehemalige Stasi-Offiziere als Zeitzeugen aussagen sollte solange diffamiert hat, bis er in Dänemark stattfinden mußte. Die Berichterstattung war ein Musterbeispiel von Lügenpropaganda: Aussagen von Diskussionsteilnehmern aus dem Publikum, also nicht eingeladene Referenten, wurden zu offiziellen Aussagen umgedeutet. Die Veröffentlichung der Vorträge wurde nicht finanziert. Mitarbeitern von Knabes Einrichtung, die eine andere Haltung haben, wurde die Teilnahme verboten.

Die größten Kritiker der Elche.....

Nun gibt es also seine Lügengeschichten in Buchform. Flugs in den Reißwolf damit.
__________________
Vor jeder Antwort beachten: Ich bin kein Adept der Fantomzeit!

Geändert von perfidulo (10.10.2008 um 16:36 Uhr).
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Alt 11.10.2008, 09:58   #3
Calligula
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Boah du klingst schlimmer als die Linksfaschisten, die mich damals eine Viertel Stunde lang als Nazi beschimpft haben, als ich sie nach dem Weg zum "Stasidisneyland" Hohenschönhausen gefragt habe. Fakt ist (habe es selbst erlebt) das vor Hohenschönhausen regelmäßig die alten Mitarbeiter stehen und Schulklassen und Reisegruppen abfangen und ihnen erzählen, das sie da drin nichts als Lügen hören.
Fakt ist auch, dass da drin alte Gefangene führen
Fakt ist, dass in den KZs natürlich auch Faschisten eingesperrt wurden, hab ich nie bestritten, aber auch Faschisten darf man nicht foltern oder erschießen. Nebenbei hat ja schließlich auch die SED bestimmt wer ein Faschist war
Fakt ist, dass viele Gelder der SED in die BRD übertragen wurden und das viele Mitarbeiter entlassen wurden (logisch, ich seh heute kein MfS in Berlin).
Fakt ist aber auch, dass extrem viele dieser Mitarbeiter, wie du es selbst gesagt hast, direkt nach der Wende kleine Unternehmen gegründet haben. Komisch. Woher kam das Geld dafür?
Fakt ist, dass die Rosa-Luxenburg Stiftung die offizielle SED (ups, ich meinte Linkspartei) nahe Stiftung ist. Es gibt aber zahlreiche andere Stiftungen die im Sinne der DDR Verbrecher die Ostalgie hochhalten (nü, es war ja nisch alles schlescht)
Fakt ist, dass der Spiegel (oder war es der Stern sorry) es offiziell behaupten darf, dass Gysi bei der Stasi war, soviel zu den Prozessen die ihm immer Recht gaben

Achja und zum Thema "fanatischer Antikommunist": Keine Ahnung was daran schlimm sein soll
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Alt 11.10.2008, 20:47   #4
Manx
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Was an dem Begriff "fanatischer Antikommunist" schlimm ist: Wer nur "anti" ist, ist immer dagegen, das ist schon schlimm genug, weil so ein Mensch recht verbohrt ist und kein Argument akzeptieren kann. Und "fanatisch", das wäre dann die Potenzierung von "anti", das ist krankhaft.
Hast Du jetzt eine Ahnung, was daran schlimm ist?
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Alt 11.10.2008, 21:15   #5
Basilios
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Zitat:
Flugs in den Reißwolf damit
So wurde schon öfter mit unangenehmen Büchern umgegangen.
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Alt 11.10.2008, 21:39   #6
Lupo
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Zitat:
Zitat von Basilios Beitrag anzeigen
So wurde schon öfter mit unangenehmen Büchern umgegangen.
Arrggh.........***************

So und nun etwas ruhiger:
Es ist schon ein kleiner Unterschied ob man Bücher verbrennt, weil sie "jüdisch", "unarisch", "entartet" sind (resp.: sein sollen) oder ob man ein Buch vernichtet, weil hauptsächlich Lügen drin stehen.......(so zumindest Perfidulos Argumentation, ob das stimmt, habe ich im Moment nicht die Muße zu prüfen).

Man, man, man......ich fang schon wieder an mich aufzuregen*********
(Klar, wir sind hier in Deutschland; wer als erster "Nazi" ruft, hat die Diskussion schon gewonnen. Man,man,man....)
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"Die Psychiater hatten einige Spezialausdrücke für meinen Fall. Naja, ich hatte auch einige Spezialausdrücke für die Psychiater." (Charles Bukowski)
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Alt 11.10.2008, 22:01   #7
Basilios
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Und das, was du für gelogen hältst, darf in den Reißwolf; mit anderen Worten: zensiert werden?
Bisher sehe ich keine Widerlegung der angeblichen "Lügen" in dem Buch oder gezielte Nachweise derselben. Stattdessen ideologisch verblendetes Gestänkere von Leuten, die ihre DDR-Nostalgie am Leben halten wollen und sich daran stören, wenn ihnen jemand auf den Fuß tritt.

Aber die Partei, die Partei, die hat ja immer Recht, ne...?

Geändert von Basilios (11.10.2008 um 22:03 Uhr).
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Alt 11.10.2008, 23:01   #8
Lupo
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Zitat:
Zitat von Basilios Beitrag anzeigen
Bisher sehe ich keine Widerlegung der angeblichen "Lügen" in dem Buch oder gezielte Nachweise derselben. Stattdessen ideologisch verblendetes Gestänkere von Leuten, die ihre DDR-Nostalgie am Leben halten wollen und sich daran stören, wenn ihnen jemand auf den Fuß tritt.
Und warum setzt Du Dich diesbezüglich nicht mit Perfidulo auseinander, anstatt die "Nazi-Keule" rauszuholen?

Weil stänkern einfacher ist?
Weil Du Perfidulos Einwände nicht entkräften kannst?

Da Du ja offenbar nur eingeschränkt fähig bist, Texte zu rezipieren:
Mit mir brauchst Du dich nicht über das Buch zu unterhalten. Mir ging nur dieses "das hatten wir schonmal"-Geraune auf den Sack.
__________________
"Die Psychiater hatten einige Spezialausdrücke für meinen Fall. Naja, ich hatte auch einige Spezialausdrücke für die Psychiater." (Charles Bukowski)
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Alt 11.10.2008, 23:07   #9
Basilios
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Zitat:
anstatt die "Nazi-Keule" rauszuholen?
Wer redet denn von Nazis?
Die Gegenseite mundtot zu machen ist nichts, was die Nazis erfunden oder gar als einzige angewandt haben. Das findet man immer wieder. Übrigens oft auch durch vermeintliche Gründe legitimiert, zum Beispiel indem man behauptet, mit solchen Büchern würden nur Lügen verbreitet werden. Wer heute ein Buch mit solcher Thematik gerne im Reißwolf sehen würde, den rücke ich damit nicht in die Nähe der Nazis, sondern in die Nähe derjenigen, die glauben, aus einer subjektiven Deutungshoheit heraus alles nach Lust und Laune zensieren zu können, was ihnen nicht in den Kram passt.

Zitat:
Mir ging nur dieses "das hatten wir schonmal"-Geraune auf den Sack.
Und mir ging der Reißwolf auf den Sack.
Basilios ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.10.2008, 08:47   #10
Calligula
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Schön, ich dachte schon ich wär der einzige.
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