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Alt 13.05.2008, 22:20   #21
Lupo
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Zitat:
Zitat von Professor-Sage Beitrag anzeigen
und (diesemal von for den 70gern und nicht wirklich Science Fiction) 1984, George Orwell
Äh, wieso soll das keine Science fiction sein?
__________________
"Die Psychiater hatten einige Spezialausdrücke für meinen Fall. Naja, ich hatte auch einige Spezialausdrücke für die Psychiater." (Charles Bukowski)
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Alt 14.05.2008, 10:43   #22
perfidulo
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Zitat:
Zitat von Professor-Sage Beitrag anzeigen
Wieso gab es nach den 70gern keine gute Sci-Fi Romane mehr?
Weil alles in dickleibige Schmöker ausgeartet ist. Vorher war ein SF-Story eine elegante Kurzgeschichte, dann fing die "Schwert und Zauberei"-Kacke an und die Bücher wurden immer dicker und wurden "Zyklen"

Nur noch idotisches Geballer im Weltall oder in "Fantasy"-Welten voller Gewalt und Monster. Alles durchseucht von monarchischem und elitärem Gedankengut (Kastenwesen übelster Art).

Mich interessieren z.B. zivilgesellschaftliche Lösungen mit Außerirdischen in Kontakt zu kommen, obwohl man sich am Anfang versehentlich (kulturelle Unterschiede) mißversteht. Oder psychische Probleme in Raumschiffen und Raumstationen.

Es würde mich nicht wundern, wenn die CIA nach dem Vietnamkrieg beschlossen hätte ein gigantisches Umerziehungsprogramm zu starten und die Leute mit schlechter Literatur dahingehend zu konditionieren, daß sie alles Fremdartige nur als Feind wahrnehmen und abknallen. Im Irak wird das gerade umgesetzt.

Mit Monstern zu kommunizieren erscheint so absonderlich wie sonst was. Es gibt aber aus den 60ern und 70ern, vor allem aus der DDR, auch Beispiele, wie man das Thema anderes angehen kann.

Ich habe eine Anthologie, die bezeichnenderweise im "Militärverlag der DDR" erschien und die das Thema "Kontakt mit ganz Andersartigen" unter Vermeidung von Gewalt behandelt.

http://home.claranet.de/uwe.peterson...tur/ddrsf.html

http://www.survol.de/buchliste.htm

http://de.wikipedia.org/wiki/SF_Utopia

Als kleine Anregung.

SF ist immer ein Reflex auf die gesellschaftlichen Zustände. Wegputzen, Unterjochen und Kolonialisieren finde ich eben nicht so prickelnd.
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Alt 14.05.2008, 11:00   #23
da kami
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Zitat:
Zitat von perfidulo Beitrag anzeigen
Mit Monstern zu kommunizieren erscheint so absonderlich wie sonst was. Es gibt aber aus den 60ern und 70ern, vor allem aus der DDR, auch Beispiele, wie man das Thema anderes angehen kann.
Ich habe eine Anthologie, die bezeichnenderweise im "Militärverlag der DDR" erschien und die das Thema "Kontakt mit ganz Andersartigen" unter Vermeidung von Gewalt behandelt.
Haben sie dann beim Prager Frühling auch gleich angewandt, bzw waren auf dem Sprung, falls die Russen mit den blöden Monstern mit menschlichem Antlitz nicht gleich fertig geworden wären.
Zitat:
zivilgesellschaftliche Lösungen mit Außerirdischen in Kontakt zu kommen, obwohl man sich am Anfang versehentlich (kulturelle Unterschiede) mißversteht.
Man könnte zb das böse Klerikalfeudalsystem (kulturelle Unterschiede) des fremdartigen tibetanischen Nachbarn als dessen Sache anerkennen anstatt ihn sofort zwangszubefreien.
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Alt 14.05.2008, 11:40   #24
Lupo
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Zitat:
Zitat von perfidulo Beitrag anzeigen

Es würde mich nicht wundern, wenn die CIA nach dem Vietnamkrieg beschlossen hätte ein gigantisches Umerziehungsprogramm zu starten und die Leute mit schlechter Literatur dahingehend zu konditionieren, daß sie alles Fremdartige nur als Feind wahrnehmen und abknallen.
Kicher....

Und Du wagst es, anderen ein schlichtes Gemüt zu unterstellen?
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Alt 14.05.2008, 11:50   #25
perfidulo
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Zitat:
Zitat von Lupo Beitrag anzeigen
Und Du wagst es, anderen ein schlichtes Gemüt zu unterstellen?
Laß' uns in ein paar Jahrzehnten darüber reden, wenn die Archive geöffnet werden.
Zu den Machwerken eines Roland Emmerich, die in die gleiche Richtung gehen, hatte ich mich schon positioniert.
Ideologieproduktion ist eines der natürlichsten Geschäfte auf der Welt. Wir sind doch hier jeder Form von Verschwörungstheorie auf der Spur - oder nicht?
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Alt 14.05.2008, 14:18   #26
Lupo
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Zitat:
Zitat von perfidulo Beitrag anzeigen
Laß' uns in ein paar Jahrzehnten darüber reden, wenn die Archive geöffnet werden.
Naja, ich traue der CIA ja auch so (fast) jede Schweinerei zu.
Und die haben ja auch erwiesenermaßen einige seeehr seltsame Sachen versucht, aber das mit den Büchern halte ich dennoch für groben Unfug.
Gibt zu dem Thema CIA ein paar gute Bücher aus dem Lamuv Verlag. Eines heißt : " Die CIA in Mittelamerika"

Zitat:
Zitat von perfidulo Beitrag anzeigen
Zu den Machwerken eines Roland Emmerich, die in die gleiche Richtung gehen, hatte ich mich schon positioniert.
In der Regel reagieren die Filmemacher eher auf vorhandene Stimmungen, als welche hervorzurufen (siehe auch die Science Fiction Filme der 50er Jahre).
Jaja, natürlich gibt es das auch andersherum.


Zitat:
Zitat von perfidulo Beitrag anzeigen
Ideologieproduktion ist eines der natürlichsten Geschäfte auf der Welt.
Da widerspreche ich Dir ja gar nicht.
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"Die Psychiater hatten einige Spezialausdrücke für meinen Fall. Naja, ich hatte auch einige Spezialausdrücke für die Psychiater." (Charles Bukowski)

Geändert von Lupo (14.05.2008 um 14:20 Uhr). Grund: Die CIA hat mich genötigt.....
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Alt 14.05.2008, 17:56   #27
perfidulo
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Zitat:

Naja, ich traue der CIA ja auch so (fast) jede Schweinerei zu.
Und die haben ja auch erwiesenermaßen einige seeehr seltsame Sachen versucht, aber das mit den Büchern halte ich dennoch für groben Unfug.
Ich habe es erst einmal als Hypothese formuliert.
Aber es gibt eine Koinzidenz zwischen dem Pazifismus (Make Love not War) als Reaktion auf den Krieg in Vietnam und einem Umschwung in der SF-Literatur US-amerikanischer Provinienz.

Viele Autoren waren von der Entspannungspolitik verseucht, was man daran sieht, daß in Filmen plötzlich nette Russen mitspielen und die Welt retten dürfen.

Aber dann wurde auf alles geballert was daher kam. "Alien" war nicht durch eine Kommunikationsstrategie zu bändigen. Vorher gab es das nur in B-Movies.

In Spielen, wie "Might & Magic", die ja auf diesen Ideen aufbauen, kann man die Monster nur wegputzen. Erst schießen dann denken.

Es ist eine Hypothese, aber vielleicht findet jemand harte Fakten dazu.
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Alt 14.05.2008, 18:05   #28
da kami
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Zitat:
Zitat von perfidulo Beitrag anzeigen
Aber dann wurde auf alles geballert was daher kam. "Alien" war nicht durch eine Kommunikationsstrategie zu bändigen. Vorher gab es das nur in B-Movies.
Na, dann wars vielleicht mal wieder Zeit für ein weniger luschiges Monster. Der Predator war auch nicht luschig. Der Terminator auch nicht. Echte böse Monster gabs aber auch vorher schon, zu Stummfilmzeiten zb Dracula, der war auch nicht "per Kommunikationsstrategie" zu bändigen.
Aber auch in der Kinofrühzeit gab es liebe Monstren, wie King Kong.
Was wollte uns die CIA eigentlich mit ET mitteilen?

(Vielleicht fühlten sich die inzwischen heimgekehrten, kaufkräftigen und einflussreichen Vietnam-Veteranen durch "Rambo" besser repräsentiert, als durch Hippie-Zeugs. Klar lief das gut, waren ja nur Drückeberger zuhause, während Vietnam. Rambo fleht übrigens geradezu nach einer "Kommunikationsstrategie, bis es ihm reicht. Der dürfte ziemlich zeitgleich mit Alien gelaufen sein, ne wahr?)
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Geändert von da kami (14.05.2008 um 18:08 Uhr).
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Alt 14.05.2008, 18:17   #29
Lupo
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Zitat:
Zitat von perfidulo Beitrag anzeigen
Viele Autoren waren von der Entspannungspolitik verseucht, was man daran sieht, daß in Filmen plötzlich nette Russen mitspielen und die Welt retten dürfen.
Das würde ja meine These stützen, dass Autoren und Filmemacher dem Zeitgeist folgen und ihm nicht vorausgehen. (Ausnahmen bestätigen die Regel.)

Zitat:
Zitat von perfidulo Beitrag anzeigen
Aber dann wurde auf alles geballert was daher kam. "Alien" war nicht durch eine Kommunikationsstrategie zu bändigen. Vorher gab es das nur in B-Movies.
Vielleicht hatte da nur jemand die Nase voll von der ganzen Flower Power Glückseligkeit. Andere haben gesehen, dass das Erfolg hat und haben mitgemacht.
Die 70er/80er waren die Blütezeit des Splatterfilms.

Aber ganz abgesehn davon sind das erstmal nur subjektive Eindrücke (sowohl von Dir als auch von mir) – schade, dass ich im Moment so wenig Zeit habe, dass würde ich gerne selbst mit harten Fakten zu untermauern versuchen.
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Geändert von Lupo (14.05.2008 um 18:35 Uhr).
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Alt 14.05.2008, 20:36   #30
Manx
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Arthur C. Clarke ist auch gut, Lem lesenswert.

Ray Bradbury / Fahrenheit 451 ist zwar kein Science Fiction, aber lesenswert.


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