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Amerika Das Rätsel von Nazca, die Hochkultur der Maya... und Weiteres aus Nord-, Mittel- und Südamerika.

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Alt 25.03.2011, 23:21   #1
Atlantologe
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Standard Frühe Besiedlung Nordamerikas

Darauf habe ich lange gewartet, war längst überfällig…


Nordamerika früher besiedelt als gedacht

Die Geschichte der Besiedlung Nordamerikas muss wohl neu geschrieben werden. Bisher galten die Steinzeit-Menschen der Clovis als erste Ankömmlinge. Doch nun haben Forscher in Texas Werkzeuge einer deutlich älteren Kultur entdeckt.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...753018,00.html

Damit ist die "Clovis First" -Hypothese endlich da, wo sie hingehört:auf dem Müll.
.
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Alt 27.09.2011, 23:08   #2
Atlantologe
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Es kommt aber noch schöner...

In einem anderen Thread zitierte ich aus meinem Buch:
Zitat:
Zitat von Atlantologe Beitrag anzeigen
Insgesamt lässt sich für Nordamerika feststellen, dass die «Clovis-First-Theorie», wonach Amerika ausschließlich über die Beringia-Landbrücke nicht früher als 17.000 Jahre vor heute von Nord nach Süd besiedelt wurde, immer fadenscheiniger wird, je umfangreicher das archäologische und genetische Material wird, das eine viel frühere Besiedlung postuliert. Zudem widerspricht eine Besiedlung Amerikas von Alaska bis Feuerland innerhalb 1000, maximal 2000 Jahren sämtlichen Erkenntnissen über die Ausbreitungsgeschwindigkeit der Menschheit bei der Erstbesiedlung der Erde. Allgemein wird für die Ausbreitung von Ostafrika (Bab el Mandeb) bis Australien eine Zeit von 10.000 bis 15.000 Jahren veranschlagt. Wie soll eine Strecke, die mindestens so weit ist (nämlich von Alaska bis Kap Hoorn) in einem Zehntel der Zeit möglich gewesen sein? Daher fängt auch der konservativere, bisher tonangebende Flügel der Altertumsforscher langsam an über alternative Migrationsmodelle nachzudenken.
Langsam verabschieden sich die Historiker von der "Clovis First"−Theorie, spätestens jetzt, nachdem man in Mexiko 25.000 Jahre alte Menschenspuren entdeckt hat.


Besiedlung Amerikas

Forscher finden uralte Fußspuren in Mexiko


Fünf Abdrücke, einer davon mit sechs Zehen: Wissenschaftler haben in Mexiko menschliche Fußspuren entdeckt, die angeblich bis zu 25.000 Jahre alt sein sollen. Stimmt die Datierung, müsste die Geschichte der Besiedlung Amerikas neu geschrieben werden. Noch steht eine Überprüfung aber aus.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...788682,00.html



Geändert von Atlantologe (27.09.2011 um 23:10 Uhr).
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Alt 28.09.2011, 09:40   #3
Tarlanc
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Dass das mal nicht wieder eine Ente ist. 2006 wurden schon 40'000 Jahre alte Menschenspuren in Mexiko entdeckt. Inklusive Werkzeugspuren und Kinderfüssen. Nur um drei Jahre darauf widerrufen zu werden, weil es sich nicht um 40'000 Jahre alre Menschespuren, sondern deutlich ältere Tierspuren gehandelt hat.

Aber der Fund tönt auch diesmal wieder interessant. Ich les mir das Ding gerne mal durch.


Literatur zum älteren Fund:
Gonzales, Silvia. et al. (2006): Human Footprints in Central Mexico older than 40'000 years. In: Quaternary Science Reviews 25, 201-222.
Feinberg, Joshua M. et al. (2009): Age constraints on alleged "footprints" preserved in the Xalnene Tuff near Puebla, Mexico. In: Geology 37(3): 267-270.
Mark, Darren F., Gonzalez, Silvia, Huddart, David, Boehnel, Harald (2010): Dating of the Valsequillo volcanic deposits: Resolution of an ongoing archaeological controversy in Central Mexico. In: JOURNAL OF HUMAN EVOLUTION 58(5): 441-445.


EDIT: Die Pressemeldung gibt nicht wirklich viel her. Vorgehen bei der Datierung, exakte Vermessung der Spuren und konkrete Zusammenhänge zu den Felsmalereien suche ich vergebens. Kann auch an meinem schlechten Spanisch liegen. Ich warte mal auf's offizielle Paper.
Witzig ist aber, dass der Entdecker (JC Jiménez) einer der Mitarbeiter von Silvia Gonzales war, die sich 2006 schon mal in die Nesseln gesetzt hat mit einem solchen Fund
__________________
Even people who are a pain in the arse can stimulate new thinking.
Vaughan Bell, Institute of Psychiatry, London

Geändert von Tarlanc (28.09.2011 um 09:57 Uhr).
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Alt 28.09.2011, 09:45   #4
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Aber bei Fußspuren mit 6 Zehen kann es sich doch eigentlich nur um Aliens gehandelt haben.

[/Ironie]
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Alt 28.09.2011, 10:39   #5
Infokrieger
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lol,eher ein Reptiloide mit Missbildung....
__________________
Nimm dir jeden Tag eine halbe Stunde Zeit für deine Sorgen und in der Zeit mache ein Schläfchen(Laotse).
Es ist nicht von Bedeutung wie langsam du gehst,solange du nicht stehen bleibst (Konfuzius)
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Alt 22.10.2011, 02:44   #6
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...und ein weiterer Sargnagel gegen die "Clovis First"-Theorie:

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...793072,00.html
.
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Alt 28.05.2014, 08:33   #7
gapping
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Ja, Atlantologe, und weil Sie sich für Altertumswissenschaften zu interessieren scheinen ei n Hinweis: Gerade wurde eine Mumie in Lateinamerica entdeckt, die aus der sogenannten Chionchorro-Kultur stammen soll und zeigt, dass Mumifizierung dort schon bekannt war, als es in der vermeintlichen Wiege der Menschheit, in Alt-Ägypten, noch keine Menschen gab die an mumifizieren dachten.

Mit freundlichen Grüßen
gapping
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Alt 28.05.2014, 08:42   #8
gapping
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Es sollte inzwischen allgemein bekannt sein, dass verloren gegangenes Wissen heute nur mühselig aufgearbeitet werden kann, insbesondere wen man an jenes denkt, das in Amerika vorhanden war.
Hier haben vor allem die Vertreter des Katholizismus ganze Arbeit geleistet(di Landa), der bemüht war, nicht zuzulassen, dass die dortigen Menschen Schrift und Wissenschaften kannten, die man, nach allen Kräften zu zerstören suchte. Es sollte ja außerhalb des Christentums keine Menschen mehr entdeckt werden, die auf Augenhöhe mit dem Wissen der europäischen Kultur stand(wie etwa die punktgenaue Mathematik).
Ja man hat die Existenz lateinamerikanischer Völker auch nicht so weit zurück datieren wollen, dass sie noch vor dem Christentum hochkulturelles Niveau erreicht hätten. Allein der Maya-Kalender, dessen Daten in eine Zeit von vor 3000 Jahre zurückreicht muss ja irgendwann initiiert worden sein, was mindestens noch einmal 1000 Jahre vorher geschehen sein kann.

Mit freundlichen Grüßen
gapping
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Alt 28.05.2014, 20:44   #9
perfidulo
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Zitat:
Zitat von gapping Beitrag anzeigen
Allein der Maya-Kalender, dessen Daten in eine Zeit von vor 3000 Jahre zurückreicht muss ja irgendwann initiiert worden sein, was mindestens noch einmal 1000 Jahre vorher geschehen sein kann.
Auch die europäischen Kalender wurden nach hinten extrapoliert. Wenn man den Algorithus festlegt, kann man beliebig weit in die Vergangenheit gehen.

Chistliche Kalender bis über die Sintflut hinaus.

Das ist nur Manipulation von Zahlen. Man braucht nicht mal Zahlen dazu. Geht auch mit Klötzchen.
__________________
Vor jeder Antwort beachten: Ich bin kein Adept der Fantomzeit!
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Alt 30.05.2014, 09:16   #10
gapping
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Nein, man kann nicht beliebig weit in die Vergangenheit zurückgehen, sondern immer nur so weit, wie Zeit für gefundene Artefakte datiert werden kann. Die Grenze liegt schon in der Entstehungsgeschichte, denn die führt, was Primaten betrifft vielleicht 120 Millionen Jahre zurück und was den Homo sapiens/errectus angeht sind es vielleicht bis zu 15 Millionen Jahre.
Für die Besiedlung von Europa mit menschenähnlichen Typen angeht gelten 800 000 Jahre bislang als jener eingegrenzte Zeitraum, der sich, in Anbetracht dessen, dass wir nicht alles wissen können, vielleicht um ein paar Hunderttausend Jahre verschieben kann. Das war es dann auch. Für Beliebigkeit im Umgang mit Zahlen gibt es weder historisch, noch sachlich Gründe.
Nur unseriöse Zeitgenossen missbrauchen Zahlen als beliebig.

Mit freundlichen Grüßen
gapping
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